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Das Sanskrit-Wort Ashtanga (अष्टाङ्ग) setzt sich aus zwei Wörtern zusammen:
Wörtlich bedeutet Ashtanga also «achtgliedrig». Der Begriff verweist auf den achtgliedrigen Pfad des Yoga (Ashtanga-Yoga), wie ihn das Yoga-Sutra des Patanjali beschreibt – mit den acht Gliedern: Yama (ethische Prinzipien), Niyama (Selbstdisziplin), Asana (Stellung), Pranayama (Atmung), Pratyahara (Sinnesrücknahme), Dharana (Konzentration), Dhyana (Meditation) und Samadhi (Sammlung/Vereinigung).
Pattabhi Jois nahm diesen klassischen Begriff aus dem Yoga-Sutra für seine moderne Praxis-Form auf. Modernes Ashtanga Yoga wird daher auch Ashtanga Vinyasa Yoga genannt – um klarzumachen, dass damit der konkrete Praxis-Stil gemeint ist und nicht der philosophische achtgliedrige Pfad bei Patanjali.
Modernes Ashtanga Yoga geht auf zwei Schlüssel-Personen zurück:
Pattabhi Jois bezog seine Reihen nach eigener Aussage auf die Yoga Korunta – ein Manuskript, das von Krishnamacharya gefunden worden sein soll. Die Existenz und der Inhalt dieses Textes sind historisch nicht überprüfbar; das Manuskript ist nicht öffentlich zugänglich.
Hinweis zur Tradition: Auch wenn Ashtanga oft als sehr alte Tradition dargestellt wird, ist die heutige Praxis-Form ein modernes Yoga-System des 20. Jahrhunderts, das auf klassischen Yoga-Konzepten aufbaut, aber in seiner konkreten Sequenzierung modern entwickelt wurde.
Ashtanga Yoga ist in sechs Reihen (Series) organisiert, die nacheinander erlernt werden. Jede Reihe hat einen Sanskrit-Namen und einen klaren Schwerpunkt:
Die meisten Praktizierenden arbeiten ihr Leben lang an der Primary Series und – nach Jahren – an der Intermediate Series. Die fortgeschrittenen Reihen sind nur einer kleinen Gruppe von Übenden zugänglich.
Eine Primary Series umfasst etwa 75 Asanas und dauert in der vollständigen Praxis 90 Minuten bis 2 Stunden.
Ashtanga Yoga zeichnet sich durch mehrere klare Praxis-Elemente aus:
Ashtanga wird in zwei Formaten unterrichtet, die sich grundlegend unterscheiden. Die wichtigsten Unterschiede im Überblick:
Der Mysore-Stil gilt als das Original-Format und wird auch heute im Hauptinstitut in Mysore (Indien) so unterrichtet. Geführte Klassen werden in vielen westlichen Studios als zusätzliches Angebot oder als Hauptformat angeboten.
Eine geführte Ashtanga-Klasse (Primary Series) dauert etwa 90 Minuten und folgt einem klaren Aufbau:
Ashtanga Yoga gehört zu den am häufigsten untersuchten dynamischen Yoga-Stilen. Was belegt ist:
Einordnung: Ashtanga ist eine intensive, regelmässig praktizierte Form aktiver Yoga-Praxis mit körperlichen und mentalen Effekten. Spezifische Heilversprechen (etwa zu chronischen Erkrankungen) sind nicht wissenschaftlich belegt und sollten kritisch betrachtet werden.
Ashtanga ist besonders interessant für:
Zurückhaltender geeignet ist Ashtanga für:
Ashtanga gehört zu den dynamischsten Yoga-Stilen. Einige Sicherheits-Hinweise:
Eine Yoga-Sicherheits-Studie zeigt, dass Verletzungen im Yoga am häufigsten bei intensivem Üben ohne ausreichende Anleitung auftreten — das gilt besonders für Ashtanga [1].
In der Schweiz wird Ashtanga vor allem in spezialisierten Studios angeboten — besonders in Zürich (mehrere klassische Ashtanga-Studios), Bern, Basel und weiteren grösseren Städten. Einige Studios bieten täglichen Mysore-Unterricht in den frühen Morgenstunden an.
Die typischen Kosten in der Schweiz im Überblick:
Eine Ashtanga-Lehrperson sollte eine fundierte Ausbildung mitbringen — idealerweise mit Erfahrung in Mysore-Stil-Unterricht und mit eigener kontinuierlicher Praxis. Einige Lehrer:innen sind durch das Mysore-Institut autorisiert oder zertifiziert; das ist ein Hinweis auf besondere traditionelle Verankerung.
Wenn du Ashtanga Yoga ausprobieren oder regelmässig praktizieren möchtest, findest du auf truVuna Yogastudios und Lehrer:innen in deiner Nähe. Vergleiche Profile, Stilrichtungen und Bewertungen, um eine Klasse zu finden, die zu deinem Niveau und deinem Tempo passt.
Ashtanga Yoga ist ein dynamischer, atemgeführter Yoga-Stil mit festgelegten Asana-Reihen. Geprägt durch K. Pattabhi Jois in Mysore (Südindien), folgt jede Praxis-Stunde derselben Reihenfolge — von Sonnengrüssen über Stehhaltungen und sitzende Stellungen bis zur Beendigungs-Sequenz mit Umkehrhaltungen. Charakteristisch sind die Ujjayi-Atmung, Bandhas (Energieverschlüsse), Drishti (festgelegte Blickrichtungen) und Vinyasa-Übergänge zwischen den Stellungen.
Ashtanga folgt festgelegten Reihen, die immer in derselben Reihenfolge geübt werden. Modernes Vinyasa Flow ist frei gestaltet — die Lehrperson kreiert für jede Klasse eine eigene Sequenz, oft mit Musik. Ashtanga eignet sich für klare Progressions-Erfahrung und Disziplin, Vinyasa Flow für Variation und kreative Sequenzen.
Mysore-Stil ist das traditionelle Lehrformat von Ashtanga: Alle Praktizierenden üben gleichzeitig im selben Raum, aber jede Person geht in ihrem eigenen Tempo die Reihe durch — entsprechend ihrem aktuellen Stand. Die Lehrperson geht herum, korrigiert individuell und gibt neue Asanas frei, wenn die vorherigen stabil sitzen. Trotz der individuellen Praxis ist Mysore eine starke Gemeinschafts-Erfahrung.
Es gibt sechs Reihen: Primary Series (Yoga Chikitsa), Intermediate Series (Nadi Shodhana) und vier Advanced Series (Sthira Bhaga A bis D). Die meisten Praktizierenden arbeiten ihr Leben lang an der Primary Series und – nach Jahren – an der Intermediate Series. Die fortgeschrittenen Reihen sind nur einer kleinen Gruppe von sehr fortgeschrittenen Übenden zugänglich.
Eine reguläre Ashtanga-Klasse — besonders eine geführte Primary Series — ist für absolute Anfänger:innen anspruchsvoll. Besser geeignet sind: Anfänger:innen-Kurse mit schrittweisem Aufbau, Mysore-Klassen mit individueller Anleitung von Anfang an, oder andere Yoga-Stile wie Hatha oder Slow Flow als Vorbereitung. Wer Ashtanga starten möchte, sollte sich an eine erfahrene Lehrperson wenden.
Cramer H, et al. (2018). The safety of yoga: A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. American Journal of Epidemiology. PMID: 28958637.
Sivaramakrishnan D, et al. (2019). The effects of yoga compared to active and inactive controls. International Journal of Behavioral Nutrition and Physical Activity. PMC6451238.
Mallinson J, Singleton M. (2017). Roots of Yoga. Penguin Classics.
Larson-Meyer DE. (2016). A systematic review of the energy cost and metabolic intensity of yoga. Medicine & Science in Sports & Exercise, 48(8): 1558–1569. PMID: 27433961.
Bernardi L, et al. (2001). Effect of rosary prayer and yoga mantras on autonomic cardiovascular rhythms. British Medical Journal, 323(7327): 1446-1449.
Ein feines Flattern am Oberlid, ein wiederkehrendes Zucken unter dem Auge – Augenzucken kennen viele, und im ersten Moment kann es irritieren. In den allermeisten Fällen ist ein zuckendes Augenlid jedoch harmlos und verschwindet von selbst wieder. Dieser Ratgeber erklärt, warum das Augenlid zuckt, welche Auslöser typisch sind, was du selbst tun kannst und bei welchen Anzeichen eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist. Augenzucken bezeichnet ein unwillkürliches, wiederholtes Zucken des Augenlids – fachlich Lidmyokymie genannt. Meist tritt es nur an einem Auge auf, häufiger am Unterlid, und betrifft entweder das Ober- oder das Unterlid. Hinter dem harmlosen, feinen Zucken stehen in der Regel alltägliche Auslöser; es ist gutartig und klingt meist von selbst wieder ab [1].
Ein zugeschwollenes Auge sieht oft beunruhigender aus, als es ist. In den meisten Fällen steckt eine harmlose Ursache dahinter – etwa zu wenig Schlaf, eine durchweinte Nacht oder eine Allergie. Manchmal weist ein geschwollenes Auge aber auch auf eine Entzündung oder eine Erkrankung hin, die ärztlich abgeklärt werden sollte. Dieser Ratgeber erklärt dir ruhig und verständlich, wie geschwollene Augen entstehen, welche Ursachen häufig sind, was du selbst tun kannst und an welchen Anzeichen du erkennst, dass ein Arztbesuch sinnvoll ist.
Du stehst morgens vor dem Spiegel, und die Poren auf Nase und Wangen wirken plötzlich überdeutlich – ein Anblick, den viele kennen. Im Netz versprechen unzählige Cremes, Seren und Masken, grosse Poren einfach verschwinden zu lassen. Die ehrliche Antwort vorweg: Wegzaubern lassen sich Poren nicht, denn sie gehören zur natürlichen Struktur deiner Haut. Mit den richtigen Wirkstoffen und einer passenden Pflegeroutine kannst du ihr Erscheinungsbild aber spürbar verfeinern. Dieser Ratgeber zeigt dir, welche Produkte tatsächlich einen Unterschied machen – und welche Versprechen du getrost ignorieren kannst.
Nagelpilz gehört zu den Krankheiten, über die niemand gern spricht. Onychomykosen, wie die Pilzinfektionen der Nägel medizinisch heisst, kommen häufig vor. Bei der Behandlung ist vor allem Geduld gefragt. Woher kommt die Infektion? Wie gelingt es, die Pilzinfektion erfolgreich zu bekämpfen? Können Hausmittel helfen? Wie kann man Pilzerkrankungen wirksam vorbeugen? Beachte unsere Tipps und mit etwas Durchhaltevermögen gelangst du sicher zum Ziel.
Mit einem Nagelpilz befallene Fuss- und Fingernägel sehen nicht nur unschön aus, sie können auch auf andere Teile des Körpers übergreifen und weitere Krankheiten verursachen. Möglichst früh einen Nagelpilz erkennen ist deshalb wichtig, um eine weitere Ausbreitung der Infektion zu verhindern. Doch was ist Nagelpilz überhaupt? Bei dieser Erkrankung befallen zumeist mikroskopisch kleine Fadenpilze die Nägel an Händen und Füssen, auch Haut und Haare können betroffen sein. Die winzigen Parasiten ernähren sich von Keratin, dem Hauptbestandteil von Horn. Schätzungsweise 20 Prozent aller Menschen sind von Nagelpilz betroffen. An den folgenden Anzeichen kannst du den Nagelpilz erkennen.
Gehörst du auch zu den Leuten, die sich beim Sport gerne so richtig auspowern und alles geben? Dann ist Joggen in schnellem Tempo sicher etwas für dich. Die Bewegung tut dir gut und lässt Pfunde nur so purzeln, für deine Gelenke aber kann das Joggen pures Gift bedeuten. Aus diesem Grund gibt es jetzt einen neuen Fitnesstrend, den du unbedingt ausprobieren solltest. Die Rede ist vom Slow Jogging, einer speziellen Lauftechnik, die du ganz bewusst einsetzen solltest.