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Muskelzerrung: schmerzhaft, aber meist harmlos und schnell auskuriert

Muskelzerrung: schmerzhaft, aber meist harmlos und schnell auskuriert

Eine falsche Bewegung beim Sport, ein zu kurzes Aufwärmen oder einfach die falsche Witterung: Die Muskelzerrung ist eine der häufigsten Sportverletzungen. Sie tritt gehäuft in der Wade auf, kann aber auch andere Körperregionen wie den Rücken betreffen. Die Distension, wie die Muskelzerrung von Medizinern genannt wird, geht mit starken Schmerzen einher. Mit der notwendigen Ruhe ist diese aber schnell auskuriert und lässt vor allem keine bleibenden Schäden zurück. Spätestens nach zehn Tagen ist dein Muskel wieder voll belastbar. Alles zum Thema Muskelzerrung erklären wir dir hier.

Was unterscheidet eine Muskelzerrung von einem Muskelfaserriss?

Bei einer Überbelastung im Sport oder durch falsche Bewegungen kann es schnell zu Schädigungen an der Muskulatur kommen. Folgende drei Erkrankungen sind besonders häufig:

  • Muskelzerrung
  • Muskelfaserriss
  • Muskelriss

Die Muskelzerrung ist die glimpflichste Form, wenngleich auch sie mit starken Schmerzen verbunden ist. Bei ihr werden nur die kleinsten Bestandteile des Muskels, die sogenannten Sarkomere, geschädigt. Bei einem Muskelfaserriss hingegen können ganze Muskelfasern im Muskel reissen. Ist ein komplettes Muskelbündel durchtrennt, spricht man von einem Muskelriss. Vom Schweregrad her ist dies also die schmerzhafteste und langwierigste Erkrankung. Häufig entsteht sie durch einen kräftigen Schlag beim Sport, der auch einen Bluterguss hervorrufen kann. Die Rissbildung wird häufig von einer gut sichtbaren Beule begleitet. Der Muskelriss ist eine schwerwiegende Erkrankung, bei der die Funktion des Muskels komplett eingeschränkt ist. Auch eine Prellung entsteht meist in Folge einer dumpfen Gewalteinwirkung bei sogenannten Kontaktsportarten wie Handball oder Fussball. Bei allen vorgenannten Erkrankungen gilt es zunächst, die betroffene Stelle zu kühlen und ruhig zu lagern.

Was passiert bei einer Überdehnung?

Eine Muskelzerrung betrifft in den meisten Fällen das Bein, wobei die Wade besonders häufig erkrankt. Grundsätzlich kann eine Muskelzerrung aber jeden erdenklichen Skelettmuskel im Körper betreffen. Auslöser für die Krankheit ist eine Überdehnung des Muskels, die durch eine plötzliche Überbelastung entsteht. Zwar ist die Muskelzerrung die leichteste Form der Muskelüberlastung, doch kann auch sie starke Schmerzen verursachen. Diese werden als ziehend bis krampfartig beschrieben, wobei sie langsam zunehmen. Letztendlich werden sie so stark, dass du die sportliche Aktivität nicht mehr fortsetzen kannst. Der gesamte Muskel fühlt sich stark angespannt an und lässt sich auch durch Massagen oder Dehnungsübungen nicht lockern.

Wie werden die Schmerzen behandelt?

Als erste Massnahme bei einer Muskelzerrung solltest du die betroffene Region mindestens 20 Minuten lang kühlen. Danach legst du einen elastischen Druckverband an und suchst so schnell wie möglich einen Arzt auf. Nach der Akutphase ist es bei einer Muskelzerrung durch Überdehnung meist schon wieder möglich, kleine Dehnübungen auszuführen. Eine umfassende Behandlung wird meist nur bei Berufssportlern ausgeführt. Zu dieser zählen unter anderem:

  • Lymphdrainage
  • Elektrotherapie
  • Massage

Diese Behandlungen sollen dem Schutz der Muskeln dienen, denn bei Berufssportlern ist deren Funktion natürlich von entscheidender Bedeutung.

Wie lange sollte der Körper geschont werden?

Nach einer Muskelzerrung gilt es, die sogenannte "PECH-Regel" zu befolgen. Diese besagt:

  • P wie Pause: Höre sofort mit dem Sport auf!
  • E wie Eis: Kühle die betroffene Stelle mindestens 20 Minuten lang
  • C wie Compression: Durch einen Kompressionsverband kann der Effekt der Kühlung noch verstärkt werden
  • H wie Hochlagern: Der gezerrte Muskel sollte wenn möglich über dem Körperschwerpunkt gelagert werden. So fliessen Gewebeflüssigkeiten durch die Schwerkraft ab und der Druck wird verringert.

Was sind die häufigsten Ursachen für eine Muskelzerrung?

Die Muskelzerrung betrifft in erster Linie Sportler. Wer sich vor sportlicher Aktivität nur unzureichend oder gar nicht aufwärmt, riskiert eine solche Verletzung oder gar einen Muskelfaserriss. Ist dein Körper schon an seiner Belastungsgrenze, solltest du ihn keinen zusätzlichen Reizungen aussetzen und pausieren. Mangelnde Fitness kann ebenso ein Auslöser für eine Muskelzerrung sein wie falsches Schuhwerk oder widrige Witterungsbedingungen. Bei kaltem Wetter ist es daher besonders wichtig, dass du dich ausreichend aufwärmst.

Wie kann Muskelkater vermieden werden?

Ebenfalls recht unangenehm ist Muskelkater, der häufig bei untrainierten Personen auftritt. Ganz wie der Muskelzerrung, so kannst du auch dem Muskelkater durch richtiges und ausreichend langes Aufwärmen der Muskeln vorbeugen. Er ist ebenfalls ein Symptom, das durch kleine Risse in der Muskulatur entsteht. Bei einem starken Muskelkater ist es daher ratsam, für einige Tage mit dem Training zu pausieren.

Wie kann ich einer Muskelzerrung vorbeugen?

Möchtest du einer Muskelzerrung vorbeugen, solltest du dich für gelenkschonende Sportarten entscheiden. Beim Schwimmen etwa ist das Risiko einer Zerrung eher gering. Gehst du hingegen lieber joggen, solltest du deine Joggingrunde nie ohne vorheriges Aufwärmen starten. Halte die Belastungen eher gering und powere dich nicht komplett aus. Das ist übrigens auch für dein Herz-Kreislaufsystem besser. Nach dem Laufen sind Saunagänge empfehlenswert, denn diese sorgen dafür, dass die Muskulatur sich entspannt und regeneriert. Natürlich kannst du sich nicht nur beim Sport verletzen. Auch im Haushalt kann eine unachtsame Bewegung genügen und eine Muskelzerrung auslösen. Wirklich vorbeugen kann man der Krankheit also nicht.

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