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Besonders Jugendliche und junge Erwachsene bekommen diese Krankheit: Der Volksmund nennt sie Röschenflechte, der Mediziner sagt Pityriasis rosea gibert dazu. Die entzündliche Hauterkrankung mit den juckenden Rötungen ist gar nicht selten. Frauen und Mädchen bekommen sie etwa doppelt so oft wie Jungen und Männer. Besonders im Frühling und im Herbst werden viele Fälle beobachtet.
Bisher ist die Ursache für die Hauterkrankung nicht gesichert, doch es gibt keinerlei Berichte darüber, dass sie ansteckend ist. Forscher vermuten einen Zusammenhang der Krankheit mit einem unbemerkt im Körper schlummernden Virus: Wer einmal eine Infektion mit bestimmten Herpesviren hatte, könnte unter Umständen, wenn bestimmte Auslöser gegeben sind, die Symptome der Röschenflechte entwickeln. Da die genauen Zusammenhänge aber noch nicht erforscht sind, ist es zumindest rein theoretisch denkbar, dass ein Erkrankter das Virus und damit den Auslöser an andere Menschen weitergeben könnte.
Forscher haben Erreger aus der Gruppe der humanen Herpesviren im Verdacht, zum Auftreten der Röschenflechte beizutragen. Untersuchungen haben ergeben: Viren des Herpestyps 6 und 7 könnten zu den Ursachen des Krankheitsbilds gehören. Möglicherweise spielen auch genetische Bedingungen, das Alter und eine generelle Neigung zu Hautallergien mit hinein. Besonders oft erkranken Menschen unter 30 Jahren an den unangenehmen Hautveränderungen. Als Risikofaktoren, die die Symptome begünstigen oder verstärken könnten, werden auch Stress und genetische Veranlagung genannt. Generell gilt: Wer die Röschenflechte einmal durchgemacht hat, ist in der Folge immun und entwickelt dieses Krankheitsbild nicht mehr.
Fast ausschliesslich am Oberkörper entstehen gerötete, schuppige Stellen. Sie sind das Hauptsymptom der Röschenflechte. Ausgehend vom ersten Fleck, dem Primärmedaillon, verbreitet sich der Ausschlag über Brust, Rücken und Bauch. Am äusseren Rand ist der Ausschlag rot und geschuppt, in der Mitte ist ein weisslicher Fleck zu sehen. Der Fleck ist scharf begrenzt und erhebt sich ein bisschen über die umliegende Haut. Dem ersten Fleck folgen bald viele weitere, die kleiner sind als der Ausgangsherd. Manchmal breitet sich die Flechte auch auf Armen und Beinen aus.
Unklare Hautveränderungen solltest du zuerst mit deinem Hausarzt besprechen. Manchmal kann dieser bereits eine Diagnose stellen, unter Umständen verweist er dich an die Dermatologie. Auch bei der Röschenflechte ist der Hautarzt zuständig für die Diagnose und die Therapie. Er gleicht das Krankheitsbild mit dem von Hautkrankheiten mit ähnlichen Symptomen ab, etwa zu Pilzinfekten oder zu einer allergischen Reaktion auf Medikamente. Im Zweifelsfalle wird er bei den Untersuchungen auch eine Blutprobe nehmen, um seine Diagnose zu festigen.
Der Dermatologe kann mit Produkten zur Hautpflege den Juckreiz lindern. Medikamente zur innerlichen oder äusseren Anwendung helfen, das lästige Jucken einzudämmen. Ausserdem solltest du für die Dauer der Erkrankung nur lauwarm baden oder duschen, weil heisses Wasser die Symptome verstärkt. In schweren Fällen werden kortisonhaltige Cremes aufgetragen. Auch eine medizinische Lichttherapie wird inzwischen angeboten. Sie heilt die Röschenflechte zwar nicht, beschleunigt aber ihren Verlauf: So kann die Dauer von normalerweise mehreren Wochen unter Umständen verkürzt werden. Eine spezielle Therapie zur Heilung der Röschenflechte gibt es nicht. Die ist aber auch nicht nötig, denn die Hautkrankheit klingt in den allermeisten Fällen nach einigen Wochen von allein ab. Ungefähr drei bis acht Wochen dauert es, bis der Ausschlag wieder verschwindet. In seltenen Fällen wurde auch ein Verlauf über mehrere Monate hinweg beobachtet.
Da die Ursachen noch weitgehend unklar sind, gibt es zur Vorbeugung der Röschenflechte nur wenige Möglichkeiten. Allerdings kannst du indirekt deine Gesundheit und deinen Körper unterstützen und so das Risiko verkleinern: Hier werden fetthaltige Cremes zur Hautpflege empfohlen. Sie haben eine vorbeugende Wirkung und lindern im Krankheitsverlauf die Trockenheit der Haut und den Juckreiz, der bei manchem Menschen mit dieser Dermatose einhergeht. Vorbeugend solltest du vermeiden, die Haut zu reizen, etwa durch Hitze. Auch zu warme Kleidung, unter der sich feuchte Hitze aufstaut, kann sich ungünstig auswirken. Verzichte auf heisse Duschen und ausgedehnte Bäder, die die Haut austrocknen. Deine Kleidung sollte eher leicht und luftig sein, nicht zu eng. Ein leichtes Sonnenbad tut der Haut gut, zu starke Wärme und UV-Strahlung allerdings erreicht eher das Gegenteil. Die besten Tipps zur Vorbeugung und unterstützenden Heilung im Überblick:
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