Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

>
Ratgeber-Übersicht
>
Rillen in Fingernagel: Was die Nagelveränderungen wirklich zu bedeuten haben

Rillen in Fingernagel: Was die Nagelveränderungen wirklich zu bedeuten haben

Hast du schon mal Rillen in deinem Fingernagel beobachtet? Nagelveränderungen können dir viel über deinen Gesundheitszustand mitteilen. Da Nägel ständig im Wachstum sind, weisen sie auch auf mögliche vergangene oder andauernde Krankheiten hin. Neben Flecken und Verfärbungen sind die Rillen eine der häufigsten Veränderungen, die an den Nägeln auftreten. Was die Querrillen oder Längsrillen jeweils zu bedeuten haben, welche Ursachen dahinterstecken sowie Tipps zur Behandlung und vieles mehr, erfährst du in dem folgenden Artikel.

Wieso können Flecken und Rillen etwas über die Gesundheit aussagen?

Die Nagelplatte besteht aus Keratin und ist kein lebendes Gewebe deines Körpers. Dennoch kann sie viel über deinen Gesundheitszustand aussagen. Denn die Nägel, ähnlich wie die Haare, werden kontinuierlich erneuert und wachsen in die Länge. Die Nagelplatte selbst wird nicht durchblutet, sondern erhält die benötigten Nährstoffe für ihr Wachstum von der Nagelmatrix, die auch Nagelwurzel genannt wird. Wenn nun etwas deinen Körper belastet und seine natürlichen Funktionen beeinträchtigt, dann kommt auch das Wachstum der Nägel ins Stocken oder kann nicht mehr reibungslos ablaufen. Diese Störungen machen sich dann als Nagelveränderungen in Form von Flecken, Rillen, aber auch Strukturveränderungen bemerkbar.

Was versteht man unter Rillen in Fingernägeln?

Wenn sich Rillen im Fingernagel abzeichnen, dann handelt es sich meist um eine Unebenheit auf der Nagelplatte. Man unterscheidet dabei zwischen Längsrillen, bei denen sich die Furchen vom Nagelbett bis zur Nagelspitze ziehen, und den Querrillen. Diese laufen seitlich über den Nagel hinweg. Die Tiefe der Furchen ist sehr unterschiedlich.

Was steckt hinter Längsrillen und Querrillen?

Etwa 20 Prozent aller Erwachsenen leiden unter Längsrillen. Besonders mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese entstehen. Bei Frauen kann sich diese Nagelveränderung bereits ab dem 34. Lebensjahr zeigen. Sind die Längsrillen genetisch bedingt, tritt die Nagelveränderung auch früher ein. Längsrillen sind zwar für viele ein optisches Problem, stellen aber in den meisten Fällen kein ernsthaftes Gesundheitsrisiko dar. Querrillen hingegen können, sofern sie nicht auf eine falsche Maniküre zurückzuführen sind, unter Umständen ein Anzeichen für andere Krankheiten sein.

Welche Ursachen können die Rillen haben?

Die Ursachen für Längsrillen im Nagel sind unter anderem:

  1. natürliche Alterserscheinung
  2. genetische Faktoren
  3. Flüssigkeitsmangel

Querrillen in den Nägeln können folgende Gründe haben:

  1. Eine falsche Nagelpflege oder zu grobe Maniküre. In den meisten Fällen wurde dabei die Nagelwurzel verletzt, wodurch es dann zu einer Einschränkung des Nagelwachstums kam.
  2. Psychische Belastung durch Stress oder Depressionen
  3. Einseitige Ernährung, radikale Diäten
  4. Verschiedene Krankheiten, die den Körper schwächen und zu Nährstoffmangel führen.
  5. Störungen des Stoffwechsels, der Schilddrüsenfunktion oder Hormonstörungen
  6. Verschiedene Medikamente können Störungen des Nagelwachstums auslösen. Dazu gehören Antibiotika und Medikamente zur Behandlung von Krebs.

Welche Krankheiten können verantwortlich sein?

Verschiedene Krankheiten können für Rillen in deinem Fingernagel sorgen. Dazu gehören:

  • Erkrankungen des Magen-Darm-Systems
  • Stoffwechselstörungen
  • Grippe und andere Infektionskrankheiten, die den Körper schwächen. Da die Nägel langsam wachsen, zeigen sich Rillen, die auf eine Infektion zurückzuführen sind, jedoch meist erst etwa vier bis sechs Wochen später.
  • Neurodermitis und andere Hauterkrankungen, die zu Ekzemen an den Händen und besonders rund um das Nagelbett führen.
  • Eine Arthritis kann ebenfalls ein Auslöser sein.

Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

In den meisten Fällen ist es nicht notwendig, zum Arzt zu gehen. Das gilt besonders bei Längsrillen. Auch bei Querrillen musst du dir nicht gleich Sorgen machen. In der Regel verschwinden die Rillen nach einiger Zeit und mit der richtigen Nagelpflege schon bald von selbst. Wenn Querrillen jedoch immer wieder von neuem auftauchen oder sich trotz ausgewogener Ernährung und professioneller Maniküre nicht zurückbilden, suche einen Arzt auf. Das gilt besonders dann, wenn du neben den Rillen auch noch andere Symptome an dir beobachtest. Mit einem Blutbild kann der Arzt einen eventuellen Nährstoffmangel und Hormon- oder Stoffwechselstörungen ausschliessen und der Ursache deines Problems auf den Grund gehen.

Wie können Rillen in Fingernägeln verhindert oder behandelt werden?

Eine spezielle Behandlung gegen Rillen gibt es nicht. Du kannst jedoch mit einer gesunden Lebensweise viel bewirken. Dazu gehört es, viel Wasser zu trinken. Versuche Stress zu vermeiden und ernähre dich ausgewogen. Die wichtigsten Vitamine und Mineralstoffe für gesunde Nägel sind:

  • Vitamine B5 und B7, auch bekannt als Biotin
  • Vitamin A
  • Eisen
  • Zink

Wenn du in der Zwischenzeit optisch etwas gegen die unschönen Rillen unternehmen möchtest, kannst du, entweder selbst oder auch im Nagelstudio, die Nageloberfläche etwas glatt feilen. Dann sitzt auch der Nagellack wieder ebenmässiger. Zu radikal solltest du mit der Nagelfeile jedoch nicht vorgehen, da der Nagel sonst zu dünn wird und andere Probleme mit sich bringt.

Das könnte dich auch interessieren

Klinoptilolith: Zeolith-Mineral, Eigenschaften und Anwendung

Klinoptilolith ist ein Naturmineral aus der Gruppe der Zeolithe, das in den letzten Jahren vor allem als sogenanntes Detox- oder Ausleitungsmittel bekannt geworden ist. Im Netz triffst du auf sehr unterschiedliche Darstellungen: Mal wird das Vulkangestein als vielseitiges Mittel zur „Entgiftung“ angepriesen, mal als blosser Industrie- und Katzenstreu-Rohstoff abgetan. Dieser Ratgeber erklärt dir sachlich, was Klinoptilolith ist, welche Eigenschaften es hat, wofür es genutzt wird, was die Forschung zur Anwendung beim Menschen zeigt – und worauf du bei Einnahme und Produktwahl achten solltest.

Glaskörperabhebung: meist harmlos, aber nicht zu unterschätzen

Plötzlich tanzen kleine Pünktchen oder spinnwebenartige Fäden durchs Blickfeld, manchmal begleitet von kurzen Lichtblitzen am Rand: Das sind typische Anzeichen einer Glaskörperabhebung. In den allermeisten Fällen ist sie ein normaler Teil des Älterwerdens und harmlos [1]. Sie kann aber in seltenen Fällen Komplikationen an der Netzhaut auslösen – und genau deshalb lohnt es sich, die Warnzeichen zu kennen. Dieser Ratgeber erklärt, was bei einer Glaskörperabhebung im Auge passiert, welche Symptome typisch sind, warum sie meist ungefährlich ist und bei welchen Anzeichen du nicht abwarten, sondern rasch eine augenärztliche Untersuchung machen lassen solltest.

Kontaktlinsen bei Kurzsichtigkeit? Kein Problem mit diesen Tipps

Kurzsichtige erkennt man an einer hässlichen Brille mit dicken Brillengläsern, die das Auge optisch kleiner wirken lassen – das zumindest ist ein gängiges Vorurteil, mit dem Brillenträger häufig konfrontiert sind. Besonders Kinder leiden unter mehr oder weniger offensichtlichen Hänseleien, wenn sie eine Brille tragen müssen, weil sie auf eine grössere Distanz schlecht sehen und lesen können. Wer sich mit dem lästigen Gegenstand auf der Nase nicht anfreunden kann, entscheidet sich vielleicht für Kontaktlinsen. Ein guter Augenarzt weiss, worauf es ankommt und worauf man bei den ersten Linsen achten muss.

Gesundes Abendessen zum Abnehmen: Was wirklich hilft

Rund um das Abendessen halten sich viele Mythen: Wer abnehmen will, soll abends keine Kohlenhydrate essen, möglichst früh die letzte Mahlzeit einnehmen oder das Nachtessen am besten ganz weglassen. Vieles davon ist stark vereinfacht. Entscheidend für dein Gewicht ist nämlich nicht eine einzelne Mahlzeit, sondern dein Essverhalten über den ganzen Tag. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Rolle das Abendessen wirklich spielt, worauf es bei der Zusammenstellung ankommt und wie du abends sättigend und gleichzeitig kalorienbewusst isst – ohne dich zu kasteien.

Gesichtsserum: Wirkstoffe, Wirkung und das Richtige für deine Haut

Hand aufs Herz: Wie oft hast du eine Creme gekauft, die auf der Verpackung perfekt klang – und die dann für deine Haut überhaupt nicht gestimmt hat? Bei Gesichtsseren ist das nicht anders. Der Markt ist riesig, die Versprechen klingen verlockend, und trotzdem ist nicht jedes Serum für jede Haut geeignet. Dieser Ratgeber erklärt, was Gesichtsseren von Cremes unterscheidet, welche Wirkstoffe tatsächlich gut belegt sind – und worauf du bei der Anwendung achten solltest.

Nystagmus: unwillkürliche Augenbewegungen, ihre Ursachen und mögliche Therapieformen

Nystagmus ist umgangssprachlich auch unter der Bezeichnung Augenzittern bekannt. Es handelt sich um eine häufige Augenerkrankung – genau genommen sogar um eine der häufigsten Erkrankungen im Bereich der Augenheilkunde. Betroffene leiden nicht nur unter den Augenzuckungen, sondern oftmals auch unter Begleitsymptomen wie Schwindel oder Übelkeit. Auch die psychische Belastung, die vor allem dann auftritt, wenn der Nystagmus für jedermann sichtbar ist, ist nicht zu vernachlässigen. Einen Überblick über typische Auslöser von Nystagmus, Informationen zur Behandlung und vieles mehr findest du im nachfolgenden Artikel.