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Schwarzer Hautkrebs ist ein bösartiger Tumor, der aus den pigmentbildenden Zellen der Haut entsteht. Diese sogenannten Melanozyten bilden den Farbstoff Melanin, der die Haut bräunt. Beim Melanom vermehren sich diese Zellen unkontrolliert, wachsen in gesundes Gewebe ein und können es schädigen [1][6]. Auf der Haut zeigt sich das Melanom meist als dunkler bis schwarzer Fleck, der über Monate oder Jahre entsteht [1].
Das Melanom gilt als gefährlichste Hautkrebsart, weil sich seine Zellen über die Lymph- und Blutbahnen im Körper ausbreiten können. Die Krebszellen können sich über die Lymph- und die Blutbahnen im Körper ausbreiten und sich an anderen Stellen sammeln – am häufigsten in der Lunge, in den Knochen, in der Leber oder im Gehirn. [1] In der Schweiz erkranken jährlich rund 3500 Menschen an einem Melanom, etwa 300 sterben an den Folgen. Auffällig ist, dass fast ein Fünftel der Erkrankten bei der Diagnose jünger als 50 Jahre ist – das Melanom betrifft also nicht nur ältere Menschen [1].
Die Medizin unterscheidet vor allem drei Hauptformen von Hautkrebs, je nachdem, aus welchen Hautzellen der Tumor entsteht. Der schwarze Hautkrebs ist dabei die seltenste, aber gefährlichste Form, während der sogenannte helle Hautkrebs deutlich häufiger vorkommt [4]. Die drei Hauptformen im Überblick:
Die sogenannte aktinische Keratose gilt als Vorstufe und kann in ein Plattenepithelkarzinom übergehen [4]. Dieser Ratgeber konzentriert sich auf das Melanom; die hellen Formen werden in eigenen Fachinformationen behandelt.
Der wichtigste beeinflussbare Risikofaktor ist die UV-Strahlung von Sonne und Solarium. Sie kann das Erbgut der Hautzellen schädigen und so das Hautkrebsrisiko erhöhen [1][5]. Besonders folgenschwer sind intermittierende, intensive UV-Belastungen und Sonnenbrände: Sonnenbrände in Kindheit und Jugend erhöhen das Risiko, am schwarzen Hautkrebs zu erkranken, um das 2- bis 3-fache. [5] Kinder haben das höchste Risiko für UV-bedingte Langzeitschäden, weshalb ihre Haut besonders geschützt werden sollte [1].
Neben der UV-Belastung spielen Eigenschaften eine Rolle, die du nicht beeinflussen kannst. Ein erhöhtes Risiko haben laut Krebsliga Schweiz unter anderem Personen mit folgenden Merkmalen [2]:
Treffen mehrere Punkte auf dich zu, lohnt sich ein besonders sorgfältiger Sonnenschutz und das Gespräch mit einer Hautärztin oder einem Hautarzt darüber, ob regelmässige Kontrollen sinnvoll sind [2].
Eine gute Orientierungshilfe für die Selbstuntersuchung ist die ABCDE-Regel, mit der du auffällige Pigmentmale leichter einschätzen kannst. Sie ist keine Diagnose, sondern lenkt den Blick auf typische Warnzeichen [1]. Die Buchstaben stehen für folgende Merkmale [27][28]:
Je mehr dieser Merkmale zutreffen, desto eher solltest du das Mal ärztlich beurteilen lassen [27]. Wichtig zu wissen: Die ABCDE-Regel ist eine grobe Faustregel und erfasst nicht jedes Melanom – gerade frühe Melanome können noch klein sein, und auch harmlose Leberflecken können auffällig wirken [28]. Ein Melanom kann zudem überall am Körper entstehen, auch an sonst bedeckten Stellen, im Genitalbereich oder unter Finger- und Fussnägeln [2].
Sicherheitshinweis: Lass Pigmentmale, die jucken, bluten, nässen oder verkrusten, sowie Hautstellen, die wie eine Wunde aussehen und nicht abheilen, zeitnah hautärztlich abklären. Solche Veränderungen sind keine sicheren Krebszeichen, gehören aber rasch untersucht [2][6].
Eine ärztliche Abklärung ist immer dann sinnvoll, wenn sich ein Pigmentmal verändert oder sich deutlich von deinen übrigen Malen unterscheidet. Beschwerden fehlen beim Melanom oft, denn in vielen Fällen verursacht es weder Schmerzen noch andere Symptome – sichtbare Veränderungen sind daher das wichtigste Warnsignal [1]. Auch ein neues Mal, das schnell wächst, hart wird oder sich farblich abhebt, sollte beurteilt werden [1].
Die Selbstuntersuchung ersetzt die fachliche Beurteilung nicht. Personen ohne besonderes Risiko sollten ihre Haut gut beobachten und bei Veränderungen zur Ärztin oder zum Arzt gehen; regelmässige Untersuchungen für alle Personen ohne Risiko werden derzeit nicht empfohlen, weil dafür noch zu wenig sichere wissenschaftliche Studien vorliegen. [2] Trägst du dagegen ein erhöhtes Risiko, ist es sinnvoll, mit einer Fachperson zu besprechen, in welchen Abständen deine Haut kontrolliert werden sollte [2].
Die Diagnose beginnt mit der Untersuchung der Haut durch eine Dermatologin oder einen Dermatologen, meist mit einer speziellen Lupe. Dieses sogenannte Auflichtmikroskop (Dermatoskop) macht Strukturen sichtbar, die mit blossem Auge nicht erkennbar sind, und hilft, ein gutartiges Mal von einem verdächtigen zu unterscheiden [3]. In der Regel überweist dich deine Hausärztin oder dein Hausarzt bei verdächtigen Befunden an eine dermatologische Praxis.
Besteht ein konkreter Verdacht, wird das auffällige Mal in örtlicher Betäubung vollständig entfernt und anschliessend feingeweblich unter dem Mikroskop untersucht (Histologie). Erst diese Untersuchung sichert die Diagnose [6]. Bestätigt sich ein Melanom, können je nach Eindringtiefe weitere Abklärungen folgen, etwa ein Ultraschall der Lymphknoten oder die Entnahme des sogenannten Wächterlymphknotens, um frühe Ableger zu erkennen [6].
Die wichtigste Behandlung des Melanoms ist die operative Entfernung. Bei Verdacht wird das Mal zunächst mit einem kleinen seitlichen Sicherheitsabstand von etwa 2 Millimetern und bis ins Unterhautfettgewebe herausgeschnitten; eine flache Abtragung wird ausdrücklich nicht empfohlen [3]. Nach der feingeweblichen Untersuchung kann je nach Eindringtiefe eine Nachoperation mit grösserem Sicherheitsabstand nötig sein [3].
Ist der Tumor bereits fortgeschritten oder hat er gestreut, kommen weitere Behandlungen infrage. Dazu zählen medikamentöse Therapien wie die Immuntherapie und zielgerichtete Therapien sowie in bestimmten Situationen die Strahlentherapie [1]. Moderne Immun- und zielgerichtete Therapien haben die Behandlungsmöglichkeiten in fortgeschrittenen Stadien in den letzten Jahren verbessert [6]. Welche Therapie sinnvoll ist, hängt vom Stadium und vom individuellen Befund ab und wird im Behandlungsteam festgelegt.
Früherkennung ist beim Melanom entscheidend für die Prognose. Je früher ein Melanom entdeckt und entfernt wird, desto dünner ist es in der Regel – und desto geringer ist das Risiko, dass es bereits gestreut hat [6]. Frühzeitig entdeckte Melanome, die noch auf die oberen Hautschichten beschränkt sind, weisen eine sehr hohe 5-Jahres-Überlebensrate von über 90 % auf. [6] Genau deshalb sind regelmässige Selbstbeobachtung und die rasche Abklärung von Veränderungen so wertvoll.
Den grössten Beitrag zur Vorbeugung leistest du über den Schutz vor UV-Strahlung. Sinnvolle Massnahmen sind [1][5]:
Diese Massnahmen senken das Risiko, ersetzen aber die Aufmerksamkeit für Hautveränderungen nicht.
Wenn dir ein Pigmentmal auffällt oder du zu einer Risikogruppe gehörst, ist die Untersuchung in einer dermatologischen Praxis der nächste Schritt. Dort lässt sich klären, ob ein Mal beobachtet, kontrolliert oder entfernt werden sollte – und in welchen Abständen eine Hautkontrolle für dich sinnvoll ist. Gerade weil das Melanom früh erkannt deutlich besser behandelbar ist, lohnt es sich, einen verdächtigen Befund nicht aufzuschieben.
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Tut schwarzer Hautkrebs weh?
Nein, ein Melanom verursacht meist keine Schmerzen. In der Regel spüren Betroffene nichts, weshalb sichtbare Veränderungen das wichtigste Warnsignal sind. Nur manchmal juckt, blutet oder nässt ein betroffenes Mal. Verlasse dich deshalb nicht auf Beschwerden, sondern beobachte Form, Farbe und Grösse deiner Pigmentmale und lass Auffälligkeiten ärztlich abklären [1][2].
Ab welchem Alter sollte man zur Hautkontrolle?
Es gibt keine pauschale Altersgrenze für alle. Für Personen ohne besonderes Risiko werden routinemässige Untersuchungen derzeit nicht generell empfohlen, weil die wissenschaftliche Datenlage dafür noch nicht ausreicht. Wichtiger ist, die eigene Haut zu beobachten und Veränderungen zeigen zu lassen. Bei erhöhtem Risiko solltest du mit einer Fachperson besprechen, wie oft eine Kontrolle sinnvoll ist [2].
Kann ein Melanom auch bei jungen Menschen auftreten?
Ja, das Melanom betrifft nicht nur ältere Menschen. In der Schweiz ist fast ein Fünftel der Erkrankten bei der Diagnose jünger als 50 Jahre. Damit unterscheidet sich der schwarze Hautkrebs von vielen anderen Hautkrebsarten, die eher im höheren Alter auftreten. Auch jüngere Personen sollten daher auf Sonnenschutz und auf Veränderungen ihrer Pigmentmale achten [1].
Entsteht ein Melanom immer aus einem bestehenden Muttermal?
Nein. Etwa ein Drittel der Melanome entwickelt sich aus bestehenden Pigmentmalen, viele entstehen jedoch neu auf zuvor unauffälliger Haut. Ein Melanom kann zudem an Stellen auftreten, die du selten kontrollierst – etwa am Rücken, im Genitalbereich oder unter Nägeln. Achte deshalb nicht nur auf vorhandene Male, sondern auch auf neu auftretende Flecken [2].
[1] Krebsliga Schweiz, 2024, Was ist ein Melanom? Ursachen, Symptome und Früherkennung, krebsliga.ch, https://www.krebsliga.ch/ueber-krebs/krebsarten/melanom-schwarzer-hautkrebs/was-ist-ein-melanom
[2] Krebsliga Schweiz, 2024, Hautkrebs früh erkennen: Melanom-Risiko und Vorsorge, krebsliga.ch, https://www.krebsliga.ch/ueber-krebs/frueherkennung/hautkrebs
[3] Leitlinienprogramm Onkologie (AWMF, Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe), 2020, S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Melanoms, Version 3.3, leitlinienprogramm-onkologie.de, https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/melanom
[4] Deutsche Krebsgesellschaft, ONKO-Internetportal, Das maligne Melanom – Schwarzer Hautkrebs, krebsgesellschaft.de, https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/hautkrebs/malignes-melanom-schwarzer-hautkrebs.html
[5] Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), Warum Schutz vor UV-Strahlung?, bfs.de, https://www.bfs.de/DE/themen/opt/uv/schutz/einfuehrung/einfuehrung_node.html
[6] UniversitätsSpital Zürich (USZ), Schwarzer Hautkrebs (Melanom), usz.ch, https://www.usz.ch/krankheit/melanom/
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