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AcroYoga ist eine Partner-Bewegungspraxis, die drei Elemente vereint:
Diese drei Elemente werden in einer Stunde oft kombiniert: aufwärmen mit Yoga-Sequenzen, akrobatische Übungen mit Partner:in, abschliessend Thai-Massage zur Regeneration.
Anders als klassisches Yoga ist AcroYoga keine Solo-Praxis. Kommunikation, Vertrauen und das genaue Aufeinander-Achten sind genauso wichtig wie körperliche Kraft oder Beweglichkeit – das macht AcroYoga zu einer besonderen Mind-Body-Praxis mit starkem Gemeinschafts-Aspekt.
AcroYoga, wie es heute praktiziert wird, geht auf zwei US-amerikanische Lehrer:innen zurück, die unabhängig voneinander ähnliche Methoden entwickelt haben:
Heute gibt es weltweit AcroYoga-Communities in vielen Ländern – mit eigener Lehrer:innen-Ausbildungs-Struktur, Festivals und offenen «Jam-Treffen», in denen Praktizierende informell üben.
Hinweis zu Schulen-Unterschieden: Beschreibungen in diesem Artikel beziehen sich auf die offizielle AcroYoga-International-Methode nach Nemer und Sauer-Klein. Andere Schulen können Akzente unterschiedlich setzen.
Eine zentrale Eigenschaft von AcroYoga sind die drei klar definierten Rollen, die in einer Übung verteilt werden:
Der Spotter ist nicht optional – besonders nicht für Anfänger:innen. Eine kompetente Spotter-Person kann viele Verletzungen verhindern, indem sie Stürze früh erkennt und sicher abfängt.
In der Praxis wechseln Praktizierende zwischen den Rollen. Auch eine kleinere Person kann eine grössere tragen, wenn die Technik stimmt – AcroYoga ist nicht primär eine Frage von Kraft, sondern von Knochenausrichtung und Aufmerksamkeit.
AcroYoga International unterscheidet drei Disziplinen, die in unterschiedlichen Stunden unterschiedlich gewichtet werden:
Die dynamische, energiegeladene Seite von AcroYoga. Es geht um Hebe-Figuren, Übergänge zwischen Stellungen, Sprünge und Flug-Sequenzen. Solar-Praktiken aktivieren Kreislauf und Aufmerksamkeit – verlangen aber auch klare Sicherheits-Routinen.
Die ruhige Seite der Praxis. Hier geht es um sanfte Hebungen, Mobilisationen und Thai-Massage am Boden. Eine Person liegt, die andere arbeitet sanft mit Druck und Bewegung – ähnlich einer Bodywork-Sitzung.
Die yogische Grundlage – Asanas, Atemübungen, Meditation als Vor- und Nachbereitung der Acro-Praxis. Eine reguläre AcroYoga-Stunde beginnt oft mit einer kurzen Yoga-Sequenz und endet mit Pranayama oder Shavasana.
Eine typische AcroYoga-Klasse dauert 90 bis 120 Minuten und folgt diesem Aufbau:
In offenen Jam-Sessions (informellen Treffen) übt jede:r selbstständig mit verschiedenen Partner:innen – idealerweise mit Spotter und unter Beobachtung erfahrener Praktizierender.
Spezifische Studien zu AcroYoga sind selten. Was zu den drei Säulen der Praxis – Yoga, Akrobatik, Thai-Massage – allgemein belegt ist:
Einordnung: AcroYoga ist eine ganzheitlich angelegte Bewegungspraxis mit plausibel positiven Effekten auf Kraft, Beweglichkeit, Balance, Vertrauen und soziale Verbundenheit. Spezifische Heilversprechen sollten vorsichtig betrachtet werden.
AcroYoga hat ein höheres Verletzungs-Potenzial als reines Solo-Yoga – vor allem wegen der Sturz-Möglichkeiten beim Hebe-Element. Wichtige Sicherheits-Hinweise:
Eine seriöse AcroYoga-Lehrperson legt grossen Wert auf Sicherheits-Einführung, korrekte Spotter-Technik und das schrittweise Aufbauen von Vertrauen. Trau dich, Anfänger:innen-Klassen zu besuchen, auch wenn du in anderen Bewegungsformen erfahren bist – AcroYoga hat eigene Sicherheits-Logiken.
In der Schweiz hat AcroYoga eine aktive Community in mehreren Städten – besonders in Zürich, Bern, Basel und Luzern. Du findest reguläre Klassen in spezialisierten Studios sowie offene Jam-Sessions, in denen Praktizierende verschiedener Niveaus zusammenkommen.
Die typischen Kosten in der Schweiz im Überblick:
Eine AcroYoga-Lehrperson sollte eine zertifizierte Ausbildung mitbringen — idealerweise nach AcroYoga International oder einer vergleichbar etablierten Schule. Auch nicht zertifizierte Angebote können AcroYoga-Elemente enthalten; wichtig ist, dass Ausbildung, Erfahrung und Sicherheits-Praxis transparent beschrieben werden.
Wenn du AcroYoga ausprobieren oder regelmässig praktizieren möchtest, findest du auf truVuna Studios und Lehrer:innen in deiner Nähe — einige als reguläre Klassen, andere als offene Jam-Sessions. Vergleiche Profile, Schwerpunkte und Bewertungen, um einen Einstieg zu finden, der zu deinem Niveau passt.
AcroYoga ist eine Partner-Bewegungspraxis, die Yoga-Asanas, akrobatische Hebe- und Balance-Figuren sowie Thai-Massage zu einer eigenständigen Methode verbindet. Eine Person trägt am Boden (Basis), eine andere wird darüber balanciert (Flyer), und ein Spotter sichert das Paar ab. Die Praxis lebt von Kommunikation, Vertrauen und genauer Aufmerksamkeit füreinander.
Die heute am weitesten verbreitete Form von AcroYoga wurde 2003 in San Francisco von Jason Nemer und Jenny Sauer-Klein gegründet (AcroYoga International). Parallel entwickelte Jessie Goldberg in Kanada eine zweite Schule (AcroYoga Montreal) mit etwas anderem Akzent. Beide Schulen kombinieren Yoga, Akrobatik und Thai-Massage zu einer Partner-Praxis.
Ja – AcroYoga ist eine Partner-Praxis. In den meisten Klassen und Workshops kommen Praktizierende auch alleine und werden im Unterricht in Paare oder Dreier-Gruppen gebracht. Anfänger:innen-Klassen sind explizit auch ohne mitgebrachte Partner:in zugänglich. Wer regelmässig üben möchte, profitiert davon, eine Partner:in oder eine Community zu finden, mit der vertraulich geübt werden kann.
AcroYoga hat ein höheres Verletzungs-Potenzial als reines Solo-Yoga – vor allem bei akrobatischen Hebungen ohne Spotter oder mit zu schneller Progression. Mit qualifizierter Anleitung, einem geübten Spotter, weichem Untergrund und realistischem Lerntempo ist die Praxis jedoch für viele Übende sicher machbar. Bei Halswirbelsäulen-, Schulter-, Rücken- oder Bandscheibenproblemen sowie in der Schwangerschaft ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.
Nein – AcroYoga ist keine Kraft- oder Beweglichkeits-Sportart. Die zentralen Skills sind Knochenausrichtung (besonders für die Basis), Aufmerksamkeit, Kommunikation und schrittweises Aufbauen von Vertrauen. Eine kleinere Person kann eine grössere tragen, wenn die Technik stimmt. Anfänger:innen-Klassen sind explizit für Menschen ohne Vorerfahrung in Yoga oder Akrobatik konzipiert.
Cramer H, et al. (2018). The safety of yoga: A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. American Journal of Epidemiology. PMID: 28958637.
Sivaramakrishnan D, et al. (2019). The effects of yoga compared to active and inactive controls. International Journal of Behavioral Nutrition and Physical Activity. PMC6451238.
Mallinson J, Singleton M. (2017). Roots of Yoga. Penguin Classics.
AcroYoga International (acroyoga.org). Offizielle Informationen zur Methode, Geschichte und Ausbildung.
Wer nach Elektroakupunktur sucht, stösst schnell auf zwei sehr unterschiedliche Verfahren, die oft im selben Atemzug genannt werden. Gemeint sein kann einerseits eine therapeutische Form der Akupunktur, bei der gesetzte Nadeln mit schwachem Strom stimuliert werden – andererseits die Elektroakupunktur nach Voll (EAV), ein Mess- und Diagnoseverfahren aus der Naturheilkunde. Beide gehören zum Umfeld der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und Komplementärmedizin, verfolgen aber ganz verschiedene Ziele. Dieser Ratgeber erklärt, was sich hinter dem Begriff verbirgt, wie die Verfahren ablaufen, wie die Studienlage einzuordnen ist und worauf du bei der Auswahl achten solltest.
Kolloidales Silber – oft auch Silberwasser genannt – wird in der Naturheilkunde seit Langem als vielseitiges Hausmittel geschätzt. Manche Menschen nutzen es äusserlich auf der Haut, andere nehmen es innerlich ein. Silber besitzt tatsächlich antimikrobielle Eigenschaften, die in der modernen Medizin in speziellen Wundauflagen genutzt werden [3]. Für die innerliche Einnahme von Silberwasser sieht die Forschung dagegen keinen belegten Nutzen, und Gesundheitsbehörden raten wegen möglicher, teils dauerhafter Nebenwirkungen davon ab [1][2]. Dieser Ratgeber erklärt sachlich, was kolloidales Silber ist, wie es angewendet wird, was über die Wirkung bekannt ist und worauf du achten solltest.
Das Auge besteht aus mehreren fein aufeinander abgestimmten Strukturen: Hornhaut, Linse, Netzhaut, Sehnerv, Iris, Pupille, Glaskörper und Schutzstrukturen wie Augenlider und Tränenfilm. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass Licht gebündelt, in Nervensignale umgewandelt und im Gehirn als Bild verarbeitet wird. Wer den Aufbau des Auges kennt, versteht besser, wie Sehen funktioniert – und warum Erkrankungen wie Grauer Star, Grüner Star, Makuladegeneration oder Netzhautprobleme das Sehvermögen beeinträchtigen können.Dieser Ratgeber erklärt Schritt für Schritt, wie das Auge aufgebaut ist, welche Funktion die einzelnen Strukturen erfüllen und wie aus einfallendem Licht ein scharfes Bild im Gehirn entsteht.
Du schminkst dein Lid sorgfältig – und sobald du die Augen öffnest, verschwindet der Lidschatten unter einer Hautfalte. Bei Schlupflidern legt sich das obere Lid über den beweglichen Teil, sodass die Augen schnell kleiner oder müder wirken, als du dich fühlst. Mit ein paar gezielten Handgriffen lässt sich dieser Eindruck aber deutlich verändern: Die richtige Platzierung des Lidschattens, ein durchdachter Lidstrich und helle Akzente lassen deine Augen offener erscheinen. In diesem Ratgeber erfährst du Schritt für Schritt, wie du Schlupflider vorteilhaft schminkst – und worauf du bei Farben, Brillen und der empfindlichen Augenpartie achten solltest.
Kaum jemand kommt durchs Erwachsenenleben, ohne irgendwann diesen ziehenden, manchmal stechenden Schmerz im Rücken zu kennen. In der Schweiz gehören Rückenschmerzen zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden. Den Rücken regelmässig zu dehnen, ist eine einfache Massnahme, die du selbst in der Hand hast – allerdings mit realistischen Erwartungen. In diesem Ratgeber liest du, was Dehnen für deinen Rücken bringen kann (und was nicht), welche Übungen sich eignen, wie du sie sogar im Büroalltag einbaust und wann du Beschwerden besser ärztlich abklären lässt.
Rollnägel haben vielfältige Ursachen und kommen in unterschiedlich starker Ausprägung vor. Einige Menschen entwickeln eine sehr leichte Form von Rollnägeln, die noch keiner besonderen Behandlung bedarf. In anderen Fällen ist die Nagelplatte so stark verkrümmt, dass sie ständig Beschwerden verursacht. Dazu gehören Schmerzen und Entzündungen an den Kanten, wo die Ecken des Nagels immer weiter in die Haut einwachsen. Rollnägel sollte niemand selbst schneiden, ohne genau zu wissen, worauf es ankommt. Einen Rollnagel – oder medizinisch Ungius Convolutus – so zu kürzen wie normale Zehennägel verstärkt das Problem lediglich.