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Bräunungscremes färben die oberste Hautschicht durch eine chemische Reaktion dunkel. Der Hauptwirkstoff in den meisten Selbstbräunern ist Dihydroxyaceton (DHA), ein Einfachzucker, der mit den Eiweissen (Proteinen) in der obersten Hautschicht (Hornschicht) reagiert. Diese sogenannte Maillard-Reaktion erzeugt braune Farbstoffe (Melanoidine), die deiner Haut den gewünschten Sommerteint verleihen. Die Bräunung wird meist nach drei bis sechs Stunden sichtbar und hält einige Tage an, bis sich die obersten Hautzellen auf natürliche Weise erneuern.
Ein weiterer häufig verwendeter Wirkstoff ist Erythrulose. Dieser Zucker reagiert ähnlich wie DHA, jedoch langsamer. Die Kombination beider Stoffe sorgt oft für eine gleichmässigere und länger anhaltende Bräune, die weniger gelbstichig wirkt. Moderne Formulierungen enthalten zudem pflegende Zusätze wie Aloe Vera, Glycerin oder Hyaluronsäure, die deine Haut während der Bräunung mit Feuchtigkeit versorgen.
Die Sicherheit von Selbstbräunern hängt massgeblich von der Qualität und Lagerung der Produkte ab. DHA gilt grundsätzlich als sicher, wenn es in Konzentrationen von bis zu 10 Prozent in Cremes und Lotionen verwendet wird – so legt es die EU-Kosmetikverordnung fest.
Allerdings kann DHA bei falscher Lagerung (zu warm oder zu lange geöffnet) zerfallen und Formaldehyd abspalten. Formaldehyd kann die Haut reizen und gilt als gesundheitlich bedenklich. Daher ist es wichtig, Selbstbräuner kühl und dunkel zu lagern und nach dem Öffnen zügig aufzubrauchen – in der Regel innerhalb von sechs Monaten. Achte beim Kauf auf das Mindesthaltbarkeitsdatum und kaufe keine Produkte, die bereits länger im Regal gestanden haben.
Die wichtigsten Inhaltsstoffe mit ihrer Funktion und Besonderheit im Überblick:
Wichtiger Hinweis: Selbstbräuner bieten keinen Schutz vor UV-Strahlung! Auch wenn deine Haut gebräunt aussieht, musst du bei Aufenthalten in der Sonne unbedingt einen ausreichenden Sonnenschutz (Sonnencreme) verwenden, um Sonnenbrand und Hautschäden zu vermeiden.
Nicht jede Bräunungscreme ist für jeden Hauttyp gleich gut geeignet. Die richtige Wahl macht den Unterschied zwischen einem natürlichen Ergebnis und einem fleckigen, unnatürlichen Teint. Besonders trockene und empfindliche Haut reagiert anders auf Selbstbräuner als fettige oder Mischhaut – daher lohnt es sich, das Produkt gezielt auszuwählen.
Die empfohlene Formulierung und passende Tipps je nach Hauttyp:
Wenn du auf der Suche nach dem passenden Produkt für deinen Hauttyp bist, helfen dir ein genauer Blick auf Inhaltsstoffe, Hauttyp-Eignung und Anwendungshinweise.
Für ein streifenfreies und natürliches Ergebnis ist die richtige Vorbereitung und Anwendung entscheidend. Folge diesen Schritten für den perfekten Sommerteint:
Wusstest du schon? Der typische Geruch vieler Selbstbräuner entsteht nicht durch das Produkt selbst, sondern durch die chemische Reaktion des DHA mit deiner Haut. Moderne Formulierungen enthalten oft Duftstoffe, die diesen Geruch abmildern.
In der Schweiz findest du Selbstbräuner in einem breiten Preissegment – von günstigen Drogerie-Marken bis hin zu hochwertigen Premiumprodukten. Die Preise variieren je nach Marke, Formulierung (Creme, Mousse, Spray) und Inhaltsstoffen.
Die Preisspannen und beispielhaften Bezugsquellen nach Produktkategorie:
Wie lange hält die Bräune aus der Tube?
Die Bräune hält in der Regel etwa drei bis sieben Tage. Da sich die oberste Hautschicht ständig erneuert, verblasst die Farbe nach und nach. Durch regelmässiges Eincremen (Feuchtigkeitspflege) kannst du die Haltbarkeit etwas verlängern.
Kann ich Selbstbräuner auch im Gesicht anwenden?
Ja, es gibt spezielle Selbstbräuner für das Gesicht. Diese sind oft leichter formuliert und auf die empfindlichere Gesichtshaut abgestimmt. Achte darauf, das Produkt am Haaransatz und an den Augenbrauen gut auszublenden.
Was tun, wenn der Selbstbräuner fleckig geworden ist?
Ein sanftes Peeling oder ein langes, warmes Bad können helfen, die Farbe schneller abzutragen. Auch spezielle Selbstbräuner-Entferner (Tan Remover) sind im Handel erhältlich. Hausmittel wie Zitronensaft sollten wegen der hautreizenden Wirkung mit Vorsicht eingesetzt werden.
Darf ich Selbstbräuner in der Schwangerschaft verwenden?
Die äusserliche Anwendung von DHA-haltigen Cremes gilt in der Schwangerschaft allgemein als unbedenklich, da der Wirkstoff nur in der obersten Hautschicht reagiert und nicht in den Blutkreislauf gelangt. Bei Sprays solltest du jedoch vorsichtig sein, um das Einatmen der Dämpfe zu vermeiden. Besprich dies im Zweifel mit deiner ärztlichen Fachperson.
[1] Burdinski, C., Goerdt, S., & Schadendorf, D. (2005). Bräunungscremes und Bräunungsbeschleuniger – Übersicht, Risiken, praktische Tipps. Aktuelle Dermatologie, 31(6), 263–268. Thieme Verlag. [2] Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Karlsruhe. (2024). Formaldehyd in Selbstbräunungsmitteln – ein Problem oder auch nach längerer Lagerung unbedenklich? Update 2024. Untersuchungsämter Baden-Württemberg. [3] Scientific Committee on Consumer Safety (SCCS). (2022). Opinion on Dihydroxyacetone (DHA). Europäische Kommission.
[1] Burdinski, C., Goerdt, S. & Schadendorf, D., 2005, Bräunungscremes und Bräunungsbeschleuniger – Übersicht, Risiken, praktische Tipps, Aktuelle Dermatologie, Thieme Verlag.
[2] Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe (CVUA), 2024, Formaldehyd in Selbstbräunungsmitteln – ein Problem oder auch nach längerer Lagerung unbedenklich? Update 2024, Untersuchungsämter Baden-Württemberg, https://www.ua-bw.de/.
[3] Scientific Committee on Consumer Safety (SCCS), 2022, Opinion on Dihydroxyacetone (DHA), Europäische Kommission, https://health.ec.europa.eu/scientific-committees/scientific-committee-consumer-safety-sccs_en.
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