Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.
Brüchige Nägel sind Nägel, die leicht splittern, einreissen oder sich an der Kante abblättern. In der Fachsprache werden zwei Hauptformen unterschieden [1]: Bei der Onychoschisis lösen sich am freien Rand dünne, waagerechte Schichten ab – der Nagel «schält» sich also lagenweise. Bei der Onychorrhexis entstehen längs verlaufende Rillen und Risse, die vom Nagelrand Richtung Wurzel ziehen.
Hinter beiden Formen steckt fast immer dasselbe Grundproblem: Der Nagel hat zu wenig Feuchtigkeit und Geschmeidigkeit, sodass die verhornten Schichten ihren Zusammenhalt verlieren. Wichtig zu wissen ist, dass der sichtbare Nagel bereits verhorntes Material ist und nur sehr langsam wächst – rund zwei bis drei Millimeter pro Monat. Verbesserungen brauchen deshalb Geduld, bis ein gesünder gewachsener Nagel nachgewachsen ist.
Die mit Abstand häufigste Ursache sind äussere Einflüsse – allen voran der ständige Wechsel zwischen Feuchtigkeit und Trockenheit. Häufiges Händewaschen, Putz- und Spülmittel, Desinfektionsmittel und acetonhaltige Nagellackentferner entziehen dem Nagel Feuchtigkeit und greifen seine Struktur an [1]. Auch das häufige Tragen von Gel- oder Acrylnägeln und mechanische Belastung tragen ihren Teil bei.
Seltener, aber wichtig, sind innere Ursachen. Brüchige Nägel können unter anderem auftreten bei:
Diese inneren Ursachen sind nicht die Regel, aber sie erklären, warum sich hinter hartnäckig brüchigen Nägeln gelegentlich mehr verbirgt als nur Trockenheit.
Wusstest du schon? Nägel gelten in der Medizin als kleines «Fenster» zur Gesundheit: Verändern sie Form, Farbe oder Dicke deutlich, kann das ein Hinweis auf eine zugrunde liegende Ursache sein – ein Grund mehr, auffällige Veränderungen ärztlich abklären zu lassen [4].
Am wirkungsvollsten ist alles, was den Nägeln Feuchtigkeit zurückgibt und sie vor austrocknenden Einflüssen schützt – das ist der ehrliche Kern, auch wenn es weniger spektakulär klingt als manches Küchenrezept. Konkret bewährt sich:
Was ist mit beliebten Hausmitteln wie Zitronensaft oder Olivenölbädern? Ölbäder können die Nägel kurzfristig geschmeidiger machen, weil sie Feuchtigkeit und Fett liefern – das passt zum Grundprinzip. Für viele andere «Wundermittel» fehlen dagegen belastbare Belege; sie schaden meist nicht, sind aber kein Ersatz für die konsequente Feuchtigkeitspflege. Und Biotin? Ältere, kleine Studien deuten auf einen möglichen Nutzen bei brüchigen Nägeln hin, doch grössere, kontrollierte Studien fehlen [2][3]. Ein sinnvoller Effekt ist am ehesten zu erwarten, wenn tatsächlich ein Mangel vorliegt – das gehört ärztlich geklärt, bevor man dauerhaft supplementiert.
Eine ärztliche Abklärung ist sinnvoll, wenn die Nägel sich trotz guter Pflege über Wochen nicht bessern oder zusätzliche Auffälligkeiten dazukommen. Hellhörig werden solltest du bei:
In solchen Fällen kann eine dermatologische oder hausärztliche Abklärung die Ursache einordnen – etwa mit einer Blutuntersuchung, wenn ein Mangel im Raum steht. Geht es dir dagegen einfach um gepflegte, stabilere Nägel im Alltag, ist ein Nagelstudio eine gute Anlaufstelle für eine schonende Maniküre und persönliche Pflegetipps. Auf truVuna findest du Nagelstudios und – bei gesundheitlichen Fragen – dermatologische Praxen in deiner Nähe. Schau dir Profile, Leistungen und Bewertungen an und nimm einfach Kontakt auf.
Eine ausgewogene Ernährung unterstützt gesunde Nägel, weil der Nagel aus dem Eiweissstoff Keratin besteht und für sein Wachstum verschiedene Nährstoffe braucht. Wer sich vielseitig ernährt, deckt diesen Bedarf in aller Regel ab. Wichtig ist die ehrliche Einordnung: Zusätzliche Vitamin- oder Mineralstoffpräparate bringen den Nägeln nur dann etwas, wenn tatsächlich ein Mangel besteht – etwa ein nachgewiesener Eisenmangel [4]. Bei normaler Versorgung lässt sich der Nagel nicht durch «mehr» Nährstoffe zusätzlich stärken.
Auch der Alltag hinterlässt Spuren: Häufiger Wasserkontakt, trockene Heizungsluft im Winter und intensives Händewaschen entziehen den Nägeln Feuchtigkeit. Wer das mit konsequenter Pflege ausgleicht, tut für stabile Nägel oft mehr als mit jedem Nahrungsergänzungsmittel. Wenn du dir trotz guter Pflege und ausgewogener Ernährung Sorgen machst, ob ein Mangel dahintersteckt, ist eine ärztliche Blutuntersuchung der zuverlässige Weg – Selbstdiagnosen führen hier leicht in die Irre.
Vorbeugen heisst vor allem: Feuchtigkeit erhalten und Reizstoffe meiden. Wenn du die Pflegeschritte von oben zur Gewohnheit machst – regelmässig eincremen, Handschuhe beim Putzen, schonend feilen, lackfreie Pausen –, gibst du deinen Nägeln ideale Voraussetzungen. Achte zusätzlich auf eine ausgewogene Ernährung; eine gezielte Nahrungsergänzung ist aber nur bei einem nachgewiesenen Mangel sinnvoll. Und sei geduldig: Weil Nägel langsam wachsen, zeigt sich der Erfolg konsequenter Pflege erst nach einigen Wochen bis Monaten.
Im Grundsatz ja: Auch Fussnägel werden brüchig, wenn ihnen Feuchtigkeit fehlt oder sie mechanisch belastet werden, etwa durch zu enge Schuhe. Die Pflegeprinzipien sind dieselben – rückfettende Cremes, schonendes Kürzen und Geduld. Ein Unterschied ist jedoch wichtig: Verfärbte, verdickte oder bröckelnde Fussnägel deuten häufiger als an den Händen auf einen Nagelpilz hin. Da Fussnägel zudem deutlich langsamer wachsen als Fingernägel, dauert ihre Erholung entsprechend länger. Bleiben Veränderungen bestehen oder breiten sie sich aus, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.
Was hilft wirklich gegen brüchige Nägel?
Am wirksamsten ist konsequente Feuchtigkeitspflege kombiniert mit dem Meiden austrocknender Einflüsse: regelmässig eincremen, Nagelöl verwenden, beim Putzen Handschuhe tragen und auf aggressive Nagellackentferner verzichten. Ölbäder können die Nägel zusätzlich geschmeidiger machen. Viele populäre Hausmittel sind dagegen kaum belegt. Bessern sich die Nägel über Wochen nicht, lohnt sich eine ärztliche Abklärung.
Welcher Mangel steckt hinter brüchigen Nägeln?
Am häufigsten wird im Zusammenhang mit brüchigen Nägeln ein Eisenmangel genannt, der sich mit oder ohne Blutarmut zeigen kann [4]. Auch Schilddrüsen- oder andere Stoffwechselstörungen kommen infrage. Allerdings sind äussere Ursachen wie Trockenheit deutlich häufiger als ein Mangel. Ob tatsächlich ein Mangel vorliegt, lässt sich nur über eine ärztliche Untersuchung klären – nicht durch Selbstdiagnose.
Können Nagellack, Gel oder Acryl brüchige Nägel verursachen?
Sie können brüchige Nägel begünstigen – vor allem dann, wenn sie häufig getragen, unsachgemäss entfernt oder mit aggressiven Entfernern kombiniert werden. Entscheidend ist weniger der Lack selbst als die Belastung durch Aceton, Feilen, Abziehen oder Abhebeln. Wenn deine Nägel schon dünn oder splitternd sind, helfen lackfreie Pausen, Nagelöl und eine schonende Entfernung besser als die nächste Schicht [1].
Wie lange dauert es, bis sich brüchige Nägel erholen?
Das braucht Geduld. Da Fingernägel nur etwa zwei bis drei Millimeter pro Monat wachsen, dauert es mehrere Monate, bis ein gesünder gewachsener Nagel den brüchigen Teil ersetzt hat. Sichtbare Verbesserungen durch bessere Pflege zeigen sich meist nach einigen Wochen. Wichtig ist, die Pflege konsequent durchzuhalten und nicht nach wenigen Tagen aufzugeben.
[1] van de Kerkhof PC et al., 2005, Brittle nail syndrome: a pathogenesis-based approach with a proposed grading system, Journal of the American Academy of Dermatology, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16198786/
[2] Lipner SR, Scher RK, 2018, Biotin for the treatment of nail disease: what is the evidence?, Journal of Dermatological Treatment, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29057689/
[3] Curtis KL, Lipner SR, 2024, Vitamins for the Management of Nail Disease: A Literature Review, Skin Appendage Disorders, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38572190/
[4] Rowe E, Zubek AE, 2025, Nail disorders as clues to systemic disease, Clinics in Dermatology, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39694199/
Eine plötzliche Rötung mit kleinen Pickelchen rund um den Mund, die trotz – oder gerade wegen – intensiver Pflege nicht verschwindet: Dahinter steckt häufig eine periorale Dermatitis, im Volksmund auch Mundrose oder Stewardessenkrankheit genannt. Sie ist eine entzündliche, aber ungefährliche und nicht ansteckende Hauterkrankung des Gesichts, die oft mit einer Überpflege der Haut zusammenhängt [1][5]. Dieser Ratgeber erklärt, woran du sie erkennst, welche Auslöser eine Rolle spielen, wie sie behandelt wird und wann eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist.
Ein Ausschlag am Hals fällt schnell auf – die Haut ist hier dünn, empfindlich und meist nicht von Kleidung bedeckt. Oft steckt eine harmlose Reizung dahinter, etwa durch einen kratzigen Schal oder ein neues Pflegeprodukt. Manchmal weisen Rötungen, Quaddeln oder juckende Bläschen aber auch auf eine Hauterkrankung, eine allergische Reaktion oder eine Infektion hin. Dieser Ratgeber erklärt dir, wie ein Ausschlag am Hals aussehen kann, welche Ursachen häufig sind, wann eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist und was du selbst zur Vorbeugung tun kannst.
Amyloidose ist eine seltene Erkrankung, bei der sich fehlgefaltete Eiweisse – sogenannte Amyloide – im Gewebe ablagern und nach und nach die Funktion von Organen stören. [1][4] Weil die ersten Anzeichen oft unspezifisch sind, vergeht häufig viel Zeit bis zur Diagnose. [1] Gerade die Haut kann dabei früh Hinweise geben: Blaue Flecken rund um die Augen oder eine vergrösserte Zunge gehören zu den charakteristischen Zeichen. [3][6] Dieser Ratgeber erklärt verständlich, was eine Amyloidose ist, welche Formen es gibt, welche Symptome und Hautveränderungen auftreten können, wie die Diagnose gestellt wird und welche Behandlungsmöglichkeiten heute bestehen.
Kaum ist der Fingernagel ein Stück gewachsen, reisst er schon wieder ein – und bleibt prompt am Pullover hängen. Wenn dir das bekannt vorkommt, bist du mit dem Problem nicht allein. Eine Naturnagelverstärkung kann brüchige, dünne Nägel stabiler und widerstandsfähiger machen. Hier erfährst du, welche Methoden es gibt, wie die Behandlung abläuft, was sie in der Schweiz kostet und worauf du dabei achten solltest.
Optometrie ist die Wissenschaft und Praxis der Sehfunktions-Messung und Bewertung. Optometrist:innen prüfen, wie gut wir sehen, suchen nach Hinweisen auf Funktionsstörungen oder Augenerkrankungen und entwickeln individuelle Lösungen mit Brille, Kontaktlinsen oder Sehhilfen. Dieser Ratgeber erklärt, was die Optometrie genau leistet, wie sich der Beruf vom Augenarzt unterscheidet und wann eine optometrische Untersuchung sinnvoll ist.
Bei dir wurde ein Grauer Star diagnostiziert oder du leidest an extremer Fehlsichtigkeit? Dann ist dank Femtosekundenlaser eine ideale und komplikationslose Operation möglich, bei der ein Linsentausch erfolgt. Diese Art der Laserkorrektur ist das modernste Verfahren in der Augenheilkunde. Es zeichnet sich durch eine sehr gute Präzision und nachhaltige Ergebnisse aus. Wie ein Femtosekundenlaser funktioniert und wie der schonende Eingriff vonstatten geht, zeigen wir dir hier.