Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.
Die manuelle Lymphdrainage ist eine sanfte Massagetechnik, die den Abfluss der Lymphflüssigkeit unterstützen soll. An den Beinen kommt sie vor allem dann zum Einsatz, wenn sich Flüssigkeit im Gewebe ansammelt und zu Schwellungen (Ödemen) führt – etwa bei einem Lymphödem, nach Operationen oder nach Verletzungen [1].
Wichtig ist dabei: Bei einem echten Lymphödem reicht die Lymphdrainage allein meist nicht aus. Sie wird dann mit Kompression (Bandagen oder Strümpfen), Bewegung und Hautpflege kombiniert. Diese Kombination nennt man Komplexe Physikalische Entstauungstherapie [1]. Gerade dieses Zusammenspiel trägt zum Erfolg bei – die Lymphdrainage allein erhält das Ergebnis nicht.
Gut zu wissen: Geschwollene Beine sind nicht automatisch ein Lymphödem. Schwellungen können viele Ursachen haben – von harmlosen bis zu behandlungsbedürftigen. Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt von der Ursache ab. Deshalb steht am Anfang die Klärung der Ursache, nicht die Behandlung.
Die folgenden Situationen helfen dir einzuschätzen, wann Selbstmanagement vertretbar ist und wann eine ärztliche Abklärung Vorrang hat:
Diese Frage stellen sich viele. Eine Selbst-Lymphdrainage kann als ergänzende Massnahme zum Selbstmanagement gehören – allerdings unter klaren Voraussetzungen. Entscheidend ist, dass die Ursache der Beschwerden vorher ärztlich abgeklärt ist und dass du, falls eine Lymphdrainage sinnvoll ist, die Technik unter fachlicher Anleitung gelernt hast.
Der Grund: Wird eine Schwellung mit einer Lymphdrainage behandelt, obwohl eine andere Ursache dahintersteckt, kann das im ungünstigsten Fall die eigentlich nötige Behandlung verzögern. Eine Selbstanwendung ohne abgeklärte Ursache ist deshalb nicht empfehlenswert.
Wenn eine Lymphdrainage als Teil deiner Therapie vorgesehen ist, lassen sich einfache Griffe für zu Hause oft mit der behandelnden Fachperson einüben. Eine begleitende Kompressionsversorgung kann den Effekt unterstützen und länger erhalten [1]. Schmerzen sind dabei immer ein Stopp-Signal – die Griffe sollen sanft und nicht schmerzhaft sein.
Eine Selbstanwendung kommt nur infrage, wenn alle folgenden Punkte erfüllt sind:
Die Selbstanwendung ersetzt keine ärztlich verordnete Behandlung, keine Kompressionsversorgung und keine Bewegungstherapie. Sie ist – wenn überhaupt – eine Ergänzung. Eine genaue Grifftechnik gehört in die Anleitung durch deine behandelnde Fachperson und nicht in einen Ratgeber, weil sie nur bei abgeklärter Ursache und passender Ausführung sinnvoll ist.
Es gibt Situationen, in denen eine Lymphdrainage nicht oder nur nach ärztlicher Abklärung durchgeführt werden sollte. Die Fachleitlinien nennen unter anderem akute Infektionen, bestimmte Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie unbehandelte bösartige Erkrankungen im betroffenen Bereich als Gegenanzeigen [1].
Besondere Vorsicht ist bei einer neu aufgetretenen, einseitigen Beinschwellung geboten.
Sicherheitshinweis: Eine plötzlich auftretende, einseitige Schwellung des Beins, besonders mit Schmerz, Spannungsgefühl oder Überwärmung, sollte ärztlich abgeklärt werden, bevor massierende oder entstauende Anwendungen am Bein erfolgen. Dahinter kann unter anderem eine Thrombose stehen, die rasch behandelt werden muss.
Eine ärztliche Abklärung ist sinnvoll, wenn deine Beinschwellung neu auftritt, einseitig ist, schmerzt, sich rasch entwickelt oder länger bestehen bleibt. Auch bei wiederkehrenden Schwellungen ohne erkennbare Ursache lohnt sich eine Einordnung, statt direkt zu behandeln.
Ist die Ursache geklärt und eine Lymphdrainage als Teil der Behandlung sinnvoll, wird sie in der Schweiz bei medizinischer Notwendigkeit ärztlich verordnet und über die Grundversicherung abgerechnet [2]. Eine speziell ausgebildete Fachperson kann dann auch zeigen, welche Schritte du zu Hause begleitend übernehmen kannst.
Wenn du eine ärztlich verordnete Lymphdrainage, Unterstützung beim Selbstmanagement oder eine physiotherapeutische Einschätzung für deine Beine suchst, kannst du auf truVuna Physiotherapie-Praxen in deiner Region vergleichen. Du siehst Profile, Leistungen und Bewertungen und kannst passende Anbieter:innen direkt kontaktieren.
Kann ich eine Lymphdrainage an den Beinen selbst machen?
Eine Selbstanwendung kann zum Selbstmanagement gehören, aber nur, wenn die Ursache der Schwellung ärztlich abgeklärt ist, eine Lymphdrainage als geeignet eingeschätzt wurde und du die Technik unter Anleitung gelernt hast. Ohne abgeklärte Ursache ist die Selbstanwendung nicht empfehlenswert, weil sie eine nötige Behandlung verzögern kann.
Hilft eine Lymphdrainage gegen geschwollene Beine am Abend?
Leicht geschwollene Beine am Abend sind häufig und meist harmlos. Bewegung und Hochlagern helfen oft. Bei wiederkehrenden, einseitigen oder schmerzhaften Schwellungen sollte zunächst die Ursache geklärt werden. Eine Lymphdrainage ist vor allem bei diagnostizierten Lymphödemen ein anerkanntes Behandlungselement.
Ist eine Lymphdrainage bei geschwollenen Beinen immer unbedenklich?
Nein. Bei einer neu aufgetretenen, einseitigen Beinschwellung mit Schmerz oder Überwärmung sollte vor jeder Anwendung ärztlich abgeklärt werden, ob etwa eine Thrombose vorliegt. Auch bei akuten Infektionen oder bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist Vorsicht geboten.
Übernimmt die Krankenkasse eine Lymphdrainage für die Beine?
Bei medizinischer Notwendigkeit und ärztlicher Verordnung ist die Lymphdrainage als Physiotherapie Teil der Grundversicherung; die Kosten werden nach Abzug von Franchise und Selbstbehalt übernommen. Ohne Verordnung trägst du die Kosten selbst. Eine Klärung mit der eigenen Krankenkasse vorab ist sinnvoll.
[1] AWMF, S2k-Leitlinie Diagnostik und Therapie der Lymphödeme (Reg.-Nr. 058-001), https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/058-001
[2] Bundesamt für Gesundheit (BAG), Leistungen: Physiotherapie (Grundlage Art. 5 KLV), https://www.bag.admin.ch/de/leistungen-physiotherapie
[3] Ezzo, J. et al., 2015, Manual lymphatic drainage for lymphedema following breast cancer treatment, Cochrane Database of Systematic Reviews (CD003475), https://www.cochranelibrary.com/cdsr/doi/10.1002/14651858.CD003475.pub2/full
Diabetes mellitus Typ 2 ist die häufigste Form der „Zuckerkrankheit“ – und sie entwickelt sich meist so langsam, dass viele Betroffene jahrelang nichts davon bemerken. In der Schweiz leben Schätzungen zufolge rund eine halbe Million Menschen mit Diabetes, der weitaus grösste Teil davon mit Typ 2 [1][2]. Dieser Ratgeber erklärt verständlich, wie die Erkrankung entsteht, an welchen Anzeichen du sie erkennen kannst, wie sie diagnostiziert und behandelt wird und welche Rolle die Ernährung dabei spielt.
Unschöne Rötungen und erweiterte Blutgefässe im Gesicht sind das offensichtlichste Anzeichen einer Rosacea. Die Hautkrankheit auf den Wangen ist nicht selten, bei rund fünf Prozent der Erwachsenen tritt sie etwa zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr auf. Was hat es auf sich mit dieser Hautkrankheit, welche Behandlungen versprechen Heilung, und was kann ich selbst tun, um Juckreiz und Rötungen zu lindern? Häufige Fragen rund um das Krankheitsbild aus der Dermatologie beantworten wir im nachfolgenden Artikel.
Kennst du das Gefühl am Ende eines langen Bildschirmtags? Der Nacken ist hart wie Stein, die Schultern ziehen nach oben, und langsam meldet sich auch der Kopf. Eine Nackenmassage klingt da nach genau dem, was man jetzt bräuchte – und tatsächlich kann sie bei verspanntem Nacken kurzfristig spürbar guttun. In diesem Ratgeber erfährst du, was eine Nackenmassage bewirken kann, bei welchen Beschwerden sie sinnvoll ist, was du selbst zu Hause tun kannst und was eine Behandlung in der Schweiz ungefähr kostet. Wichtig vorweg: Eine Massage ersetzt keine ärztliche Abklärung, wenn hinter den Beschwerden mehr steckt als alltägliche Verspannung.
Finger- und Zehennägel werden wie die Haut selbst aus Hautzellen gebildet. Sie werden daher den Hautanhangsgebilden zugeordnet. Das, was wir als Fingernägel beziehungsweise Zehennägel kennen, wird von Fachleuten als Nagelplatte bezeichnet. Die Nagelplatte besteht vor allem aus Keratin. Sie beginnt an der Nagelwurzel und ist fest mit dem Nagelbett darunter verwachsen. An den Kuppen der Finger und Zehen trennen sich Nagelbett und Nagelplatte jedoch, sodass wir diese als Werkzeug benutzen können. Zudem sind die Nägel Teil des Tastsinns. An den Seiten der Nagelplatte gibt es Hautränder. Diese Hautränder schützen den Nagel und werden auch als Nagelwall bezeichnet.
Wenn das Knie beim Strecken schmerzt oder sich nicht mehr ganz durchstrecken lässt, steckt dahinter fast immer eine erklärbare Ursache – von einer Reizung der Kniescheibe über einen Meniskusschaden bis hin zu Gelenkverschleiss. Die gute Nachricht: Viele dieser Beschwerden lassen sich gut behandeln, und nicht jeder Schmerz ist ein Grund zur Sorge. Dieser Ratgeber zeigt dir, welche Ursachen typisch sind, woran du sie grob erkennst und wann eine ärztliche Abklärung wichtig wird. Eine Ferndiagnose ersetzt er nicht – aber er hilft dir, deine Beschwerden besser einzuordnen.
Es gibt Momente, in denen der Kopf einfach nicht mehr aufhören will zu denken. Die To-do-Liste flackert vor dem inneren Auge, das Telefon vibriert, der Schreibtisch quillt über. Genau in diesen Augenblicken lohnt sich eine kurze Pause – nicht, um etwas zu tun, sondern um bewusst zu atmen. Eine der zugänglichsten Techniken dafür ist die Wechselatmung: eine sanfte Atemübung, bei der du im Wechsel durch das linke und das rechte Nasenloch atmest. Die Wechselatmung kommt ursprünglich aus dem Yoga, hat sich aber längst auch in Atemtherapie, Achtsamkeitspraxis und sogar in der Stressmedizin etabliert. Studien zeigen, dass schon wenige Minuten am Tag genügen können, um den Blutdruck zu senken, das Stresslevel zu reduzieren und die Schlafqualität zu verbessern. In diesem Ratgeber erfährst du, wie die Wechselatmung wirkt, wie du sie einfach erlernst und wie du sie sinnvoll in deinen Alltag integrierst – auch ohne Yoga-Vorerfahrung.