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Ein Feuermal ist eine angeborene, gutartige Fehlbildung der feinen Blutgefässe in der Haut [1][3]. An den betroffenen Stellen sind die kleinen Kapillaren zahlreicher vorhanden und erweitert, wodurch dort mehr Blut sichtbar wird und die typische rötliche bis rot-violette Färbung entsteht [3]. Das Feuermal ist also keine Pigmentstörung im engeren Sinn, sondern eine sogenannte kapilläre Gefässfehlbildung. Es ist von Geburt an angelegt, auch wenn es in den ersten Lebenstagen manchmal erst zunehmend deutlich wird [5].
Feuermale treten mit einer Häufigkeit von etwa 3 von 1000 Neugeborenen auf, Mädchen sind dabei etwas häufiger betroffen [3]. Sie zählen damit zu den eher seltenen, aber gut bekannten Hautveränderungen im Säuglingsalter.
Ein Feuermal zeigt sich als flacher, scharf, aber unregelmässig begrenzter rosafarbener, roter oder purpurfarbener Hautbezirk, der selbst keine Schmerzen verursacht [1][5]. Am häufigsten findet es sich im Bereich von Kopf und Hals, oft nur auf einer Körperseite; seltener sind Arme oder Beine betroffen [1][5].
Die Grösse ist sehr unterschiedlich: Ein Feuermal kann nur wenige Millimeter messen oder grössere Hautpartien bedecken [1]. Wichtig ist sein Verlauf: Es vergrössert sich nicht eigenständig, sondern dehnt sich nur proportional zum Körperwachstum aus, und es bildet sich nicht von selbst zurück [5]. Im Laufe des Lebens werden manche Feuermale dunkler und können im Erwachsenenalter zu Knötchenbildung und Verdickungen der Haut neigen [5].
Gesundheitlich ist ein Feuermal für sich genommen meist ungefährlich. Belastend ist vor allem das äussere Erscheinungsbild – Feuermale im Gesicht können psychisch und sozial belasten [1].
Ein Feuermal entsteht durch eine angeborene Fehlbildung der kleinen Blutgefässe der Haut, deren genaue Ursache wissenschaftlich nicht abschliessend geklärt ist [1][3]. Die betroffenen Gefässe sind dauerhaft erweitert und können sich nicht ausreichend zusammenziehen, weshalb die Rotfärbung ohne Behandlung dauerhaft bestehen bleibt [3].
Für Eltern ist meist entlastend zu wissen: Ein Feuermal ist nicht durch ein bestimmtes Verhalten in der Schwangerschaft oder durch die Geburt verursacht. Es handelt sich um eine zufällige Fehlanlage der Gefässe, die bereits vor der Geburt entsteht [1].
Diese vier Hautveränderungen werden oft verwechselt, beruhen aber auf unterschiedlichen Ursachen und verlaufen verschieden. Die wichtigsten Merkmale im Überblick:
Der wichtigste Unterschied: Ein Feuermal beruht auf Blutgefässen und ist rot bis violett, ein Muttermal beruht auf Farbpigment und ist meist braun [1]. Ein Blutschwamm wächst anfangs und kann sich zurückbilden, während ein Feuermal flach bleibt und sich nur mit dem Körper ausdehnt. Im Zweifel lässt sich die Unterscheidung gut in einer kinder- oder hautärztlichen Untersuchung klären.
Ein Storchenbiss ist eine leichte, meist mittig gelegene Sonderform, medizinisch Naevus simplex genannt, die bei vielen Neugeborenen vorkommt und sich meist von selbst zurückbildet [4][5]. Schätzungen zufolge ist etwa jedes zweite Neugeborene betroffen [5]. Typische Stellen sind die Stirnmitte, die Augenlider und vor allem der Nacken.
Im Gegensatz zum klassischen, meist einseitigen Feuermal handelt es sich beim Storchenbiss um eine funktionelle Gefässveränderung, die sich in den ersten ein bis drei Lebensjahren meist vollständig zurückbildet [4]. Gerade im Nacken kann ein Storchenbiss jedoch abgeblasst auch lebenslang bestehen bleiben [4]. Das erklärt, warum manche Erwachsene noch einen blassen Fleck im Nackenbereich haben – er ist in aller Regel harmlos und nicht mit anderen Erkrankungen verbunden [4].
Eine ärztliche Abklärung ist vor allem dann wichtig, wenn ein Feuermal im Gesicht – besonders an Stirn, Augenlid oder rund ums Auge – liegt oder grossflächig ausgeprägt ist, da es in seltenen Fällen mit Syndromen verbunden sein kann [2]. Die meisten Feuermale sind eine isolierte Hautveränderung ohne weitere körperliche Folgen [3]. In einem Teil der Fälle kann ein Feuermal jedoch ein Hinweis auf eine zugrunde liegende Erkrankung sein.
Zu den bekannteren Beispielen gehört das Sturge-Weber-Syndrom, bei dem ein Feuermal im Versorgungsgebiet eines Gesichtsnervs mit Veränderungen an Auge und Gehirn einhergehen kann – etwa einem erhöhten Augeninnendruck (Glaukom) oder neurologischen Beschwerden wie Krampfanfällen [2]. Ein längs über einen Arm oder ein Bein verlaufendes Feuermal kann zudem auf andere Gefäss- und Wachstumsstörungen hinweisen. Deshalb werden Neugeborene und kleine Kinder mit auffälligem Feuermal gezielt untersucht; je nach Lage kommen dabei eine augenärztliche Kontrolle sowie bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder MRT zum Einsatz [2].
Sicherheitshinweis: Liegt bei einem Säugling ein Feuermal im Gesicht, vor allem an Augenlid, Stirn oder rund ums Auge, sollte frühzeitig eine kinder- und augenärztliche Abklärung erfolgen, um Beteiligungen von Auge und Gehirn nicht zu übersehen [2].
Die Diagnose eines Feuermals stellt die Ärztin oder der Arzt zunächst durch Anschauen und einfache Untersuchungen der Haut; bei Verdacht auf eine tiefere Beteiligung folgen weitere Abklärungen [1][2]. Da sich die Gefässe in den ersten Lebensmonaten noch verändern, können einzelne Untersuchungen zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt werden.
Eine Behandlung ist medizinisch meist nicht zwingend nötig, weil ein Feuermal in der Regel harmlos ist; aus ästhetischen und psychischen Gründen stehen aber wirksame Möglichkeiten zur Verfügung [1]. Im Vordergrund steht die Lasertherapie.
Lasertherapie: Der sogenannte Farbstofflaser (Pulsed Dye Laser) gilt heute als die am besten etablierte und am häufigsten eingesetzte Methode zur Aufhellung von Feuermalen [3][6]. Der Laser zielt auf den roten Blutfarbstoff in den erweiterten Gefässen und verödet diese gezielt, während die umgebende Haut weitgehend geschont wird [3]. Für ein gutes Ergebnis sind in der Regel mehrere Sitzungen nötig – häufig mindestens sechs [3]. Ein vollständiges Verschwinden gelingt dabei oft nicht; nach Erfahrungswerten zeigt etwa ein Drittel der behandelten Kinder eine sehr starke Aufhellung von über 80 Prozent, ein weiteres Drittel eine gute Aufhellung [3]. Auch grössere Übersichtsarbeiten bestätigen, dass mehrere Behandlungen nötig sind und eine komplette Abheilung oft nicht erreicht wird [6].
Zum besten Zeitpunkt für den Behandlungsbeginn kommen Studien zu unterschiedlichen Ergebnissen: Eine ältere kontrollierte Studie fand keinen klaren Vorteil einer Behandlung in der frühen Kindheit gegenüber einem späteren Beginn [7], während neuere Arbeiten darauf hindeuten, dass ein früher Start sicher und wirksam sein kann [8]. Der richtige Zeitpunkt wird daher individuell mit der behandelnden Fachperson besprochen.
Wie jede medizinische Behandlung kann auch die Lasertherapie Nebenwirkungen haben. Übersichtsarbeiten, die Komplikationen zusammengefasst haben, berichten meist über vorübergehende Reaktionen wie eine bläuliche Verfärbung (Purpura); bleibende Nebenwirkungen wie Pigmentverschiebungen oder Narben sind selten [6]. Eine individuelle Beratung vor Beginn ist deshalb sinnvoll.
Abdeckung mit Camouflage: Als nicht-medizinische Option lässt sich ein Feuermal mit spezieller, wasserfester Abdeck-Schminke (Camouflage) kosmetisch kaschieren. Dabei wird die Rötung mit einem farbausgleichenden Produkt und anschliessend hautfarbenem Make-up überdeckt. Diese Methode verändert das Feuermal nicht, kann aber im Alltag entlasten.
Ob und wie viel die Krankenkasse an einer Laserbehandlung übernimmt, hängt von der medizinischen Einschätzung im Einzelfall ab. Eine Klärung mit der eigenen Krankenkasse vor Behandlungsbeginn ist sinnvoll, da sich Kostenübernahme und Eigenanteil je nach Indikation und Situation unterscheiden.
Ob eine Behandlung sinnvoll ist, hängt von Lage, Ausprägung und vor allem vom persönlichen Leidensdruck ab – eine medizinische Notwendigkeit besteht bei einem isolierten Feuermal meist nicht [1]. Für manche Menschen ist das Feuermal ein unauffälliges Merkmal, das keiner Behandlung bedarf. Für andere – etwa bei einem auffälligen Feuermal im Gesicht – kann die Aufhellung das Wohlbefinden deutlich verbessern. Realistische Erwartungen sind wichtig: Eine deutliche Verblassung ist häufig möglich, ein vollständiges Verschwinden jedoch nicht garantiert [3][6].
Wenn du über eine Behandlung nachdenkst oder unsicher bist, ob ein roter Fleck abgeklärt werden sollte, ist eine dermatologische Beratung ein guter erster Schritt. Dort lässt sich klären, um welche Hautveränderung es sich handelt, ob weitere Abklärungen nötig sind und welche Möglichkeiten in deiner Situation infrage kommen.
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Verschwindet ein Feuermal von selbst?
Nein, ein echtes Feuermal (Naevus flammeus) bildet sich nicht von selbst zurück, sondern bleibt ohne Behandlung dauerhaft bestehen [5]. Es wächst nur proportional zum Körper mit. Anders verhält sich der Storchenbiss (Naevus simplex), der sich bei den meisten Kindern in den ersten ein bis drei Lebensjahren von selbst zurückbildet [4].
Ist ein Feuermal gefährlich?
Meist ist ein Feuermal harmlos und eine isolierte Hautveränderung ohne weitere Folgen [3]. In seltenen Fällen, vor allem bei einem Feuermal im Gesicht rund ums Auge, kann es Hinweis auf ein Syndrom wie das Sturge-Weber-Syndrom sein, das Auge und Gehirn betreffen kann [2]. Deshalb sollte ein auffälliges Feuermal im Gesicht frühzeitig ärztlich abgeklärt werden.
Wie unterscheide ich ein Feuermal von einem Muttermal?
Ein Feuermal beruht auf erweiterten Blutgefässen und ist rot bis violett, ein Muttermal beruht auf Farbpigment und ist meist braun [1]. Ein Feuermal ist zudem von Geburt an vorhanden und flach. Sicher unterscheiden lässt sich beides in einer hautärztlichen Untersuchung, etwa mit dem Auflichtmikroskop.
Kann ein Storchenbiss bei Erwachsenen bleiben?
Ja, vor allem im Nacken kann ein Storchenbiss in abgeblasster Form auch lebenslang bestehen bleiben [4]. Die meisten Storchenbisse verblassen zwar in den ersten Lebensjahren, doch ein Rest im Nackenbereich ist nicht ungewöhnlich. Er ist in der Regel harmlos und nicht mit anderen Erkrankungen verbunden.
Wie viele Lasersitzungen sind für ein Feuermal nötig?
Für ein gutes Ergebnis sind in der Regel mehrere Sitzungen erforderlich, häufig mindestens sechs [3]. Die genaue Zahl hängt von Grösse, Lage und Farbe des Feuermals ab und lässt sich erst im Behandlungsverlauf abschätzen. Eine vollständige Entfernung gelingt oft nicht, eine deutliche Aufhellung ist aber häufig möglich [3][6].
[1] MSD Manual, Ausgabe für Patienten, 2025, Feuermale, https://www.msdmanuals.com/de/heim/hauterkrankungen/gutartige-hauttumoren/feuermale
[2] MSD Manual, Profi-Ausgabe, 2023, Sturge-Weber-Syndrom, https://www.msdmanuals.com/de/profi/p%C3%A4diatrie/neurokutane-syndrome/sturge-weber-syndrom
[3] Universitäts-Kinderspital Zürich, Elterninformation: Lasertherapie bei Feuermalen (Naevus flammeus), https://www.kispi.uzh.ch/sites/default/files/d3-documents/kd00272747.pdf
[4] Höger P. et al., 2012, Hauterkrankungen des Säuglings, Thieme (Aktuelle Dermatologie), https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/s-0032-1309536.pdf
[5] Gesundheitsportal Österreich (gesundheit.gv.at), Feuermal, https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/haut-haare-naegel/feuermal-storchenbiss.html
[6] Lasers in Medical Science (Springer), 2023, Complication rates and safety of pulsed dye laser treatment for port-wine stain: a systematic review and meta-analysis, https://link.springer.com/article/10.1007/s10103-023-03961-5
[7] van der Horst C.M. et al., 1998, Effect of the Timing of Treatment of Port-Wine Stains with the Flash-Lamp–Pumped Pulsed-Dye Laser, New England Journal of Medicine, https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJM199804093381504
[8] Jeon H. et al., 2019, Pulsed Dye Laser Treatment of Port-Wine Stains in Infancy Without the Need for General Anesthesia, JAMA Dermatology, https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6459097/
Unscharfes oder verschwommenes Sehen ist ein häufiges Symptom mit vielen möglichen Ursachen – von einer einfachen Fehlsichtigkeit über trockene Augen bis hin zu Erkrankungen, die rasch abgeklärt werden müssen. Entscheidend für die Einordnung ist, ob die Unschärfe allmählich oder plötzlich auftritt, ob ein oder beide Augen betroffen sind und ob weitere Beschwerden hinzukommen. Dieser Ratgeber erklärt die wichtigsten Ursachen und zeigt, wann eine zügige augenärztliche Abklärung wichtig ist.
Ein Hautauschlag ist immer unangenehm und kann sich ganz verschieden äussern. Er ist nicht immer durch mangelnde Hautpflege bedingt. Allergien oder Überreaktionen, Hautkrankheiten oder Infektionen sind oftmals dafür verantwortlich und bewirken Flecken, Rötungen, Blasen, Schuppen und ähnliche Symptome. Da das Erscheinungsbild bereits ein erster Hinweis auf die Ursache ist, kann die Behandlung beim Hautarzt schnell Linderung verschaffen. Aber auch Hausmittel, ätherische Öle und Naturmedizin haben sich bewährt, wenn es sich um eine harmlosere Reaktion handelt.
Pickel, Pusteln, Akne: Für unreine Haut gibt es viele Begriffe. Betroffene versuchen in der Regel zunächst, die unangenehmen Hauterscheinungen mithilfe einer optimierten Hautpflege in den Griff zu bekommen. Genügt das nicht, greifen viele zu Tabletten gegen Pickel. Diese versprechen, das Hautbild von innen heraus zu verbessern. Doch Tablette ist nicht gleich Tablette. Neben verschreibungspflichtigen Medikamenten gibt es jede Menge Wirkstoffe, die frei erhältlich sind, aber dennoch gegen Pickel helfen können. Die Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema erhältst du im folgenden Artikel.
Das tägliche Rasieren ist dir zu zeitaufwändig und Epilieren zu schmerzhaft? Dann solltest du die Vorteile einer Intense Pulsed Light Haarentfernung nutzen. Bei dieser Methode werden die Härchen mittels Lichteinstrahlung entfernt. Inzwischen ist sie recht verbreitet: In der Regel kannst du die Technologie einfach bei einer Kosmetikerin deines Vertrauens ausprobieren. Bist du überzeugt, kannst du dir ein IPL-Gerät auch für den Hausgebrauch zulegen. Der grösste Vorteil der IPL-Methode: Du wirst deine Haare dauerhaft los, und das ohne Gesundheitsrisiko.
Mit zunehmendem Alter nimmt das Risiko für Sehstörungen und Krankheiten an den Augen deutlich zu. Um vor allem schwerwiegende Krankheiten, wie die bis zur Erblindung führende Makuladegeneration, frühzeitig zu erkennen, sind regelmässige Untersuchungen beim Augenarzt empfehlenswert. Du kannst dein Sehvermögen aber auch selbst testen: Der Amsler-Gitter-Test ist aufgrund seiner Einfachheit schnell zu Hause durchzuführen. Was das Amsler Gitter ist, wann sich ein Test lohnt, welche Erkrankungen du damit erkennst und bei welchen Symptomen eine ärztliche Behandlung notwendig ist, erfährst du im folgenden Ratgeber. Ausserdem erläutern wir, welche Behandlungsoptionen es bei der Makuladegeneration gibt.
Plötzlich scheint sich die Umgebung zu drehen, als wäre man gerade von einem Karussell gestiegen – Drehschwindel ist ein häufiges und oft beunruhigendes Symptom. Viele Betroffene suchen rasch nach Übungen, die helfen sollen. Wichtig zu wissen: Drehschwindel ist keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Symptom mit ganz unterschiedlichen Ursachen. Ob und welche Übungen sinnvoll sind, hängt entscheidend davon ab, was den Schwindel auslöst. Dieser Ratgeber gibt dir einen Überblick über mögliche Ursachen, ordnet die Rolle von Übungen ein und zeigt, wann eine ärztliche Abklärung wichtig ist. Schwindel zählt zu den häufigsten Beschwerden, mit denen Menschen ärztliche Hilfe suchen. Beim Drehschwindel besteht die typische Empfindung, dass sich die eigene Person oder die Umgebung dreht – im Unterschied zum eher diffusen Schwank- oder Benommenheitsschwindel [1].