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Haut aufbauen: Mit der richtigen Hautpflege die Hautschichten regenerieren

Haut aufbauen: Mit der richtigen Hautpflege die Hautschichten regenerieren

Bei einem Menschen mit einer Körpergrösse von etwa 170 Zentimetern beträgt die Hautoberfläche fast zwei Quadratmeter. Damit ist die Haut das grösste Organ im menschlichen Körper. Sie schützt dich vor dem Austrocknen und ist eine natürliche Barriere gegen alle schädlichen Umwelteinflüsse, mit denen du täglich konfrontiert wirst. Wird die Haut dünn, kann sie ihre wichtigen Funktionen nicht ausreichend erfüllen und wirkt fahl. Häufig bezeichnet man diesen Effekt als Pergamenthaut. Wie du den Volumenverlust deiner Haut verhinderst und die Haut aufbauen kannst, erfährst du in dem folgenden Artikel.

Aus welchen Hautschichten setzt sich die Haut zusammen?

Die Haut setze sich aus drei Hautschichten zusammen. Sie bestehen von oben nach unten betrachtet in folgender Reihenfolge:

  1. Oberhaut: Diese Hautschicht wird auch Epidermis genannt und ist mindestens 0,3 Millimeter dick. Vereinzelt kann sie jedoch bis zu zwei Millimeter dick sein. Diese Verdickungen kennst du als Schwielen oder Hornhaut, denn ein Grossteil davon besteht aus Hornschicht. An der Oberfläche verhornen diese Zellen und fallen schliesslich mit der Zeit als Hautschuppen ab, daher erneuert sich die Oberhaut ständig. Darüber hinaus besitzt sie keine Blutgefässe oder Nerven.
  2. Lederhaut: Die mittlere Hautschicht setzt sich aus straffem Bindegewebe zusammen. Ausserdem befinden sich in der Lederhaut auch die Talgdrüsen, Schweissdrüsen und Haarfollikel. Im Gegensatz zur Epidermis ist die Lederhaut von Blutgefässen, Nerven und Muskelzellen durchzogen. Sie versorgt daher die Oberhaut mit den nötigen Nährstoffen.
  3. Unterhaut: Die untere der drei Hautschichten wird auch als Subcutis bezeichnet. Sie besteht aus lockerem Bindegewebe und Fettzellen. Der Fettgehalt des Subkutangewebes ist bei jedem Menschen unterschiedlich und hängt von verschiedenen Faktoren wie Geschlecht, Alter oder Körperstatur ab.

Welche Aufgabe hat die Epidermis?

Zu den Hauptfunktionen der Epidermis gehört es, deinen Körper zu schützen. Sie ist die Hautbarriere und verhindert das Eindringen von Schmutz, Keimen, freien Radikalen und vielen anderen zellschädigenden Einflüssen der Aussenwelt. Ausserdem sorgt sie dafür, dass die darunter liegenden Hautschichten nicht austrocknen.

Wie entsteht dünne Haut?

Wenn die Haut an Volumen verliert und dünner wird, kann das verschiedene Ursachen haben. Eine Rolle spielt dabei das Alter. Bis etwa zum 17. Lebensjahr nimmt die Hautdicke kontinuierlich zu und erreicht dann ihren Höhepunkt. Danach verändert sich das Volumen der Haut bei einem gesunden Menschen bis zum 65. Lebensjahr kaum merklich. Ab diesem Zeitpunkt beginnen die natürlichen Körperfunktionen allmählich abzubauen und das betrifft auch die Haut: Die Produktion von Kollagen und Elastin verlangsamt sich, Wundheilungsprozesse arbeiten nicht mehr so effektiv, das Bindegewebe wird schwächer. Bei Frauen wird dieser Effekt durch Veränderungen des Hormonhaushalts zusätzlich verstärkt. Neben der natürlichen Hautalterung können auch andere Faktoren wie Krankheiten, Lebensstil und Gesichtspflege Hautbarriere und Volumen stark beeinflussen. Andere Hautpartien, wie zum Beispiel der Bereich um die Augen, sind von Natur aus wesentlich empfindlicher. Dort ist die Haut fünfmal dünner als der Rest der Gesichtshaut und benötigt daher auch eine spezielle Pflege.

Wie beeinflussen Krankheiten und andere Faktoren das Volumen der Haut?

Bei einigen Krankheiten zählt dünne Haut zu den typischen Symptomen. Dazu gehören unter anderem:

  • Hautkrankheiten wie Schuppenflechte, Neurodermitis oder Sklerodermie. Bei diesen Erkrankungen zeigt das Immunsystem eine Überreaktion auf das eigene Gewebe und die Hautzellen und greift diese an.
  • Autoimmunerkrankungen wie zum Beispiel Morbus Crohn, rheumatoide Arthritis oder Schmetterlingsflechte. Auch bei diesem Erkrankungen erkennt das Immunsystem körpereigene Zellen nicht als solche.
  • Borreliose: Bei einer chronischen Infektion mit Borrelien kann die Haut an den betroffenen Stellen dünner werden. Meist betrifft dies die Haut am Körper sowie die Gesichtshaut.
  • Krebs und insbesondere die Behandlungen mit Chemotherapie können einen negativen Effekt auf die Hautdicke haben.
  • Die Einnahme von Medikamenten wie Kortison oder Insulin können als Nebenwirkung Einfluss auf die Hautdicke haben.
  • Wenn du zu viele raffinierte Kohlenhydrate wie Zucker isst, kann das die Bildung von Kollagen und die Zellerneuerung hemmen. Die Folge sind dünne Haut, kleine Fältchen, ein grauer Teint und Akne.
  • Zu langes Sonnenbaden ohne ausreichenden Schutz kann die Haut schädigen und das Hautvolumen verringern.
  • Alkohol und Nikotin wirken sich negativ auf die Haut und den Wasserhaushalt aus, darüber hinaus hemmen sie die natürlichen Funktionen und Schutzmechanismen der Hautbarriere.

Welchen Einfluss hat übermässige Hautpflege auf die Hautbarriere?

Eine gesunde Haut braucht natürlich Pflege. Doch zu viel oder die falsche Pflege können schädlich sein und das Gegenteil bewirken. Wenn du zum Beispiel Pflegeprodukte benutzt, die nicht zu deinem Hauttypen passen, du zu aggressive Reinigungsmittel verwendest oder deiner Haut keine Ruhephasen gönnst, leidet die Hautbarriere und kann ihre Schutzfunktion nicht ausreichend erfüllen. Dann treten schnell Hautirritationen wie Pickel, Rötungen, ein Brennen oder Juckreiz auf. Die Haut fühlt sich manchmal trocken, fahl und schuppig an. Instinktiv greifen viele Menschen dann zu noch mehr Hautpflege und verschlimmern damit die Situation.

Welche Tipps helfen beim Aufbau der Haut?

Falls die dünne Haut auf eine Erkrankung zurückzuführen ist, wird sich das Volumen der Haut nach erfolgreicher Behandlung langsam von selbst regenerieren. Der Erfolg der natürlichen Regeneration hängt vom Alter und der Hautbeschaffenheit ab. Altersbedingter Abbau lässt sich nie vollständig aufhalten. Doch mit einem gesunden Lebensstil und einer guten Hautpflege lässt sich der Prozess stark verlangsamen. Die folgenden Tipps und Pflegehinweise können dir beim Hautaufbau helfen:

  • Überprüfe deine aktuelle Hautpflege darauf, ob sie auf deinen Hauttyp abgestimmt ist. Wenn du unsicher bist, kann eine Analyse deines Hauttyps helfen, herauszufinden, was deine Haut wirklich braucht.
  • Achte auf eine gesunde, ausgewogene, vitaminreiche Ernährung.
  • Die Einnahme von Kollagen über einen längeren Zeitraum kann einen positiven Einfluss auf das Hautbild haben.
  • Nutze feuchtigkeitsspendende Hautpflege zum Schutz der Hautbarriere.

Welche weiteren Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei dünner Haut?

Neben diesen Tipps für zu Hause gibt es noch andere Methoden, mit denen du deine Haut aufbauen kannst. Dazu gehören:

  • Volumenfiller wie Hyaluronsäure oder Calcium-Hydroxylapatit. Sie werden gezielt an den betroffenen Stellen unter die Haut gespritzt und sorgen für einen primären Volumenaufbau, der durch das Gel selbst entsteht. Darüber hinaus können sie die Kollagenproduktion der Haut anregen.
  • Mikroneedling oder Lasertherapie: Beide Verfahren sollen die Durchblutung fördern sowie die Kollagenproduktion und natürliche Zellerneuerung des Körpers anregen.
  • Peelings: Chemische Peelings klingen zunächst unlogisch, da sie die obersten Schichten der Oberhaut entfernen. Tatsächlich kann eine wiederholte Behandlung über einen längeren Zeitraum zu einer Normalisierung und einem Wiederaufbau der Hornschicht führen und die natürliche Kollagenproduktion ankurbeln.

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