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Als hormonelle Akne werden Hautunreinheiten bezeichnet, deren Auftreten eng mit Schwankungen im Hormonhaushalt zusammenhängt. Medizinisch handelt es sich dabei um die Akne vulgaris, eine entzündliche Erkrankung der Talgdrüsen und Haarfollikel, die durch endogene Faktoren wie Hormone und exogene Einflüsse mitbestimmt wird [5]. Akne ist die häufigste Hautkrankheit bei Jugendlichen; die meisten entwickeln in der Pubertät eine mehr oder weniger ausgeprägte Form, und häufig bessert sie sich gegen Ende der Pubertät wieder [1]. Sie kann aber auch im Erwachsenenalter bestehen bleiben oder neu auftreten.
Gut zu wissen: «Hormonelle Akne» ist vor allem ein verbreiteter Alltagsbegriff. In der Medizin wird von Akne vulgaris gesprochen, deren Verlauf unter anderem durch Hormone, Veranlagung und weitere Faktoren beeinflusst wird [5].
Hormonelle Akne entsteht durch ein Zusammenspiel aus erhöhter Talgproduktion, einer Verhornungsstörung der Haarfollikel und Entzündungsprozessen. Die wichtigsten Treiber sind dabei die Androgene – männliche Geschlechtshormone wie Testosteron, die in geringerer Menge auch im weiblichen Körper vorkommen [5]. Androgene regen die Talgdrüsen an, mehr Talg (Hautfett) zu produzieren [5]. Gleichzeitig verhornt die Haut am Ausgang der Talgdrüsen stärker, wodurch die Poren leichter verstopfen.
In diesem verstopften Follikel sammeln sich Talg und abgestorbene Hautzellen. Wenn sich darin bestimmte Bakterien vermehren, kann eine Entzündung entstehen – der typische Pickel [3]. Wichtig ist: Akne hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun [3]. Neben Hormonen spielen auch genetische Veranlagung und weitere Einflüsse eine Rolle [5].
Bei Frauen können Schwankungen der Geschlechtshormone das Hautbild im Verlauf des Zyklus verändern. In der zweiten Zyklushälfte, kurz vor der Menstruation, sinkt der Östrogenspiegel, während die relative Wirkung der Androgene stärker zum Tragen kommt – in dieser Phase berichten viele Frauen über vermehrte Unreinheiten [13]. Auch andere Lebensphasen mit deutlichen Hormonveränderungen wie die Pubertät, eine Schwangerschaft, die Wechseljahre oder das Absetzen der Pille können das Hautbild beeinflussen [3][13].
Eine mögliche Ursache für einen Androgenüberschuss bei Frauen ist das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS), das häufig mit Akne einhergeht [13]. Bestehen neben der Akne weitere Auffälligkeiten wie ein unregelmässiger Zyklus oder verstärkter Haarwuchs, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.
Typisch sind verstopfte Poren (Mitesser), entzündete rote Knötchen und eitrige Pickel, oft begleitet von einer fettig glänzenden Haut [3][5]. Die Hautveränderungen treten bevorzugt im Gesicht auf, können aber auch am Hals, im oberen Brustbereich und am Rücken vorkommen [6]. Bei hormonell mitbedingter Akne im Erwachsenenalter zeigen sich die Entzündungen häufig im unteren Gesichtsdrittel, etwa an Kinn und Kieferlinie.
Akne wird je nach Ausprägung in leichte, mittelschwere und schwere Formen unterteilt, und es gibt entzündliche sowie nicht entzündliche Varianten [1]. Diese Einordnung ist wichtig, weil sie über die geeignete Behandlung mitentscheidet. Vor allem bei schwerer Akne können nach dem Abheilen Narben zurückbleiben [1].
Für Akne stehen wirksame äusserliche und innerliche Behandlungen zur Verfügung, die sich nach Schweregrad und Hautbefund richten [5]. Bei leichter bis mittelschwerer Akne kommen zunächst Mittel zum Auftragen auf die Haut zum Einsatz; bei stärkerer oder hartnäckiger Akne können zusätzlich Medikamente zum Einnehmen sinnvoll sein [2]. Die gängigen Ansätze lassen sich so einordnen:
Benzoylperoxid ist frei verkäuflich und kann bei leichter bis mittelschwerer Akne helfen, das Hautbild innerhalb einiger Wochen zu bessern; mögliche Nebenwirkungen sind Rötungen und Juckreiz [2]. Für fast alle Behandlungen gilt: Man braucht Geduld, bis sie wirken, und es lohnt sich, dranzubleiben, statt ständig das Mittel zu wechseln [1][2]. Welche Therapie geeignet ist, sollte ärztlich abgeklärt werden – auch, weil manche Wirkstoffe rezeptpflichtig sind und überwacht werden müssen.
Sicherheitshinweis: Isotretinoin und hormonelle Medikamente sind verschreibungspflichtig und dürfen nur unter ärztlicher Begleitung eingenommen werden. Isotretinoin darf in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, da es das ungeborene Kind schwer schädigen kann. Kläre vor Beginn jeder medikamentösen Behandlung deine individuelle Situation ärztlich ab.
Bei Frauen können bestimmte hormonelle Verhütungsmittel das Hautbild verbessern, allerdings wirken nur Präparate mit antiandrogener Wirkung, und der Effekt setzt verzögert ein [6]. Damit eine solche Behandlung Erfolg zeigt, muss sie über mehrere Monate fortgeführt werden [3]. Solche Mittel sollten jedoch vor allem dann eingesetzt werden, wenn ohnehin eine Verhütung gewünscht ist, da ihre Einnahme mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Komplikationen verbunden sein kann [6].
Ob die Pille im Einzelfall sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal beantworten und hängt von der persönlichen Situation, dem Hormonprofil und möglichen Risikofaktoren ab. Eine ärztliche oder gynäkologische Beratung ist hier unverzichtbar. Bei manchen Frauen kann zudem der Wirkstoff Spironolacton, der die Wirkung von Androgenen an der Haut hemmt, eine Option sein [3].
Die Rolle der Ernährung bei Akne wird wissenschaftlich diskutiert und ist nicht abschliessend geklärt. Eine Ernährung mit wenig Zucker und wenigen stark verarbeiteten Kohlenhydraten (niedriger glykämischer Index) sowie ein eher zurückhaltender Konsum von Milch können erwogen werden, wenn eine Aknebehandlung nicht ausreichend anspricht – die Wirksamkeit dieser Massnahmen ist jedoch umstritten [3]. Eine ausgewogene, gemüse- und obstreiche Ernährung ist aus allgemeinen Gesundheitsgründen ohnehin sinnvoll.
Wichtig ist die richtige Erwartung: Eine Ernährungsumstellung allein ist keine zuverlässige Aknebehandlung und ersetzt keine wirksame Therapie. Wer das Gefühl hat, dass bestimmte Lebensmittel das eigene Hautbild beeinflussen, kann dies beobachten und mit der behandelnden Fachperson besprechen.
Im Alltag helfen vor allem eine schonende Hautpflege und der Verzicht darauf, an Pickeln zu drücken. Das Ausdrücken oder Aufkratzen von Pickeln verschlimmert die Entzündung, verlängert die Abheilung und erhöht das Risiko für Narben [3]. Bei der Pflege gilt: Sehr fetthaltige Produkte können die Poren zusätzlich verstopfen, daher sind leichte, nicht komedogene Produkte besser geeignet [1]. Wer Make-up verwendet, sollte es gründlich entfernen.
Gut zu wissen: Hausmittel wie Apfelessig, Teebaumöl oder verschiedene Masken sind beliebt, ihre Wirksamkeit bei Akne ist wissenschaftlich aber kaum belegt. Manche dieser Mittel können die Haut zusätzlich reizen – im Zweifel ist eine fachliche Einschätzung sinnvoller als das Experimentieren auf eigene Faust.
Auch Stress kann die Talgproduktion und damit Akne beeinflussen; Entspannungstechniken können daher unterstützend wirken [11]. Solche Massnahmen ersetzen jedoch keine medizinische Behandlung, wenn die Akne stärker ausgeprägt ist.
Eine ärztliche Abklärung ist sinnvoll, wenn die Akne stärker ausgeprägt, hartnäckig oder entzündlich ist, belastend wirkt oder Narben zu hinterlassen droht. Schätzungsweise 15 bis 30 von 100 Jugendlichen haben eine stärkere Akne, bei der eine ärztliche Beratung oder Behandlung sinnvoll sein kann [1]. Eine rechtzeitig begonnene Behandlung kann das Wohlbefinden verbessern und dazu beitragen, dass keine Narben zurückbleiben [3]. Auch wenn die Akne psychisch stark belastet, ist es ein guter Grund, fachliche Hilfe zu suchen [1].
Besteht der Verdacht auf eine hormonelle Ursache – etwa bei zusätzlich unregelmässigem Zyklus oder verstärktem Haarwuchs – kann eine weiterführende Abklärung, zum Beispiel in einer hautärztlichen oder gynäkologischen Praxis, hilfreich sein.
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Verschwindet hormonelle Akne von selbst?
Akne bessert sich bei vielen Jugendlichen gegen Ende der Pubertät von selbst, häufig um das 20. Lebensjahr [1]. Bei manchen Menschen bleibt sie jedoch über das 30. Lebensjahr hinaus bestehen oder tritt durch hormonelle Veränderungen erneut auf [1]. Ob und wann sie zurückgeht, lässt sich individuell nicht sicher vorhersagen. Bei hartnäckiger oder belastender Akne lohnt sich eine ärztliche Behandlung.
Wie lange dauert es, bis eine Aknebehandlung wirkt?
Die meisten Aknebehandlungen brauchen einige Wochen bis Monate, bis sich das Hautbild bessert [1][2]. Hormonelle Ansätze bei Frauen zeigen ihre Wirkung ebenfalls erst nach mehreren Monaten [3]. Diese Geduld lohnt sich – häufiges Wechseln der Behandlung kann den Eindruck verstärken, dass nichts hilft [1]. Wichtig ist, die Therapie wie vereinbart fortzuführen und Fortschritte mit der Fachperson zu besprechen.
Ist Schokolade oder Milch schuld an meiner Akne?
Ein eindeutiger Beweis dafür fehlt, denn der Einfluss der Ernährung auf Akne ist wissenschaftlich umstritten [3]. Eine zucker- und kohlenhydratärmere Ernährung sowie ein zurückhaltender Milchkonsum können erwogen werden, wenn eine Behandlung nicht ausreichend wirkt – als alleinige Therapie sind sie aber nicht verlässlich [3]. Eine ausgewogene Ernährung ist generell empfehlenswert.
Darf ich Pickel ausdrücken?
Nein, vom Ausdrücken ist abzuraten. Das Quetschen oder Aufkratzen verschlimmert die Entzündung, verlängert die Abheilung und erhöht das Risiko für bleibende Narben [3]. Wenn Mitesser entfernt werden sollen, kann dies in einer Hautarztpraxis oder einem medizinischen Kosmetikstudio unter hygienischen Bedingungen geschehen [2]. Im Alltag ist es besser, die Haut in Ruhe zu lassen und gezielt zu behandeln.
[1] Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) / gesundheitsinformation.de, 2025, Akne, https://www.gesundheitsinformation.de/akne.html
[2] Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) / gesundheitsinformation.de, 2025, Akne: Helfen Salben, Tabletten oder Lichtbehandlung?, https://www.gesundheitsinformation.de/akne-helfen-salben-tabletten-oder-lichtbehandlung.html
[3] MSD Manual Ausgabe für Patienten, 2025, Akne, https://www.msdmanuals.com/de/heim/hauterkrankungen/akne-und-verwandte-erkrankungen/akne
[4] Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG), Nast A, Bayerl C, Borelli C et al., S2k-Leitlinie Behandlung der Akne, AWMF-Register-Nr. 013/017, https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/013-017
[5] Degitz K, Ochsendorf F, 2017, Akne, JDDG: Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/ddg.30_13278
[6] Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ), 2024, Acne vulgaris bei Jugendlichen und Erwachsenen, Arzneiverordnung in der Praxis (AVP), https://www.akdae.de/arzneimitteltherapie/avp
[11] Eau Thermale Avène / nicht-medizinische Einordnung Stress, 2026, Hormonelle Akne, https://www.eau-thermale-avene.de/deine-haut/akne/was-ist-zu-akne-neigende-haut/ursachen-von-akne/hormonelle-akne
[13] Eau Thermale Avène / Hinweis siehe Backend, 2026, Hormonelle Akne, https://www.eau-thermale-avene.de
Ophthalmologie bedeutet Augenheilkunde. Das Fachgebiet befasst sich mit Diagnose, Behandlung und Vorbeugung von Augenerkrankungen – vom einfachen Sehtest über die Kataraktoperation bis zur Behandlung einer Netzhautablösung. In der Schweiz darf nur, wer eine mehrjährige fachärztliche Weiterbildung abgeschlossen und die Facharztprüfung bestanden hat, den Titel Facharzt FMH für Ophthalmologie führen. Dieser Ratgeber erklärt, was Ophthalmologie umfasst, wie die Ausbildung in der Schweiz aufgebaut ist, welche Schwerpunkte es gibt und wann eine augenärztliche Abklärung sinnvoll ist.
Bei dem angioneurotischen Ödem oder Angioödem handelt es sich um eine Wasseransammlung in der Unterhaut. Die Schwellungen treten häufig im Gesicht auf, wobei die Lippen oder der Bereich um die Augen besonders stark betroffen sind. Angioödeme können harmlos sein und sich ohne Spätschäden zurückbilden oder lebensbedrohliche Komplikationen verursachen. Falls du an einem Angioödem leidest, solltest du entsprechend die Ursache ermitteln lassen. Die Therapie richtet sich nach dem Grund für das Ödem. In den meisten Fällen spricht das angioneurotische Ödem gut auf eine Behandlung an. Hier erfährst du alles zu Ursachen, Diagnose und Therapie.
Myopiekontrolle oder Myopie-Management hat die Aufgabe, das Fortschreiten der Myopie, also der Kurzsichtigkeit zu verhindern. In der Tat ist in den westlichen Gesellschaften und in Asien während der letzten Jahrzehnte zu beobachten, dass ein Trend zu verstärkter Kurzsichtigkeit besteht. Zahlreiche Forschungsprojekte auf der ganzen Welt beschäftigen sich mit dem Phänomen, das sich nicht mehr allein durch Vererbung erklären lässt. Die Ergebnisse legen nahe, dass konkrete Massnahmen dazu beitragen können, diese Fehlsichtigkeit zu verhindern oder doch abzumildern. Die Myopiekontrolle als Therapie oder Prophylaxe sollte möglichst früh beginnen.
Eine Physiotherapie ist für den Menschen bei Erkrankungen des Bewegungsapparates normal. Auch in der Veterinärmedizin gibt es zum Wohle der vierbeinigen Patienten seit Jahren eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Hundephysiotherapeuten. Bei den Hundesportlern gehört die Physiotherapie bereits zum Alltag. Hier wird die Behandlung als Prävention oder zur Schmerzlinderung bei Sportverletzungen eingesetzt. Bei älteren Hunden kann ein Hundephysiotherapeut die Lebensqualität steigern. Durch eine gezielte Massage wird eine bessere Beweglichkeit der „alten Gelenke“ erreicht. Ein Hundephysiotherapeut verbessert die Rehabilitation nach Unfällen oder Operationen. Alles zu seiner Tätigkeit gibt es hier.
Die eigene Sauna im Haus oder im Garten – für viele ein langjähriger Wunsch. Eine Heimsauna bedeutet Flexibilität, Privatsphäre und keine Wartezeiten. Sie ist aber auch eine bauliche und finanzielle Investition mit langfristigen Konsequenzen für Energieverbrauch, Statik und Pflege. In diesem Ratgeber findest du eine ehrliche Übersicht: Welche Sauna passt zu deinem Zuhause? Wo wird sie aufgestellt? Mit welchen Kosten musst du rechnen? Und wie sieht der Alltag mit einer eigenen Sauna aus?
Das Caldarium ist eines der ältesten Wellness-Konzepte überhaupt. In den Thermen der römischen Antike war es ein zentraler Raum des Baderituals – ein warmes, dampfgefülltes Wohlfühlzimmer mit Marmorflächen, in dem sich der Körper langsam erwärmt und entspannt. Heute findest du das Caldarium als sanfte Dampfbad-Variante in vielen Schweizer Thermen und Wellness-Anlagen – oft als Ergänzung zur klassischen Sauna und gerade für Einsteiger:innen eine angenehmere Alternative. In diesem Ratgeber erklären wir dir, was ein Caldarium ist, wie es sich vom Tepidarium und Laconium unterscheidet, was es auf den Körper wirken kann – und worauf du beim Besuch achten solltest.