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Monatslinsen sind weiche Kontaktlinsen mit einer empfohlenen Tragedauer von 30 Tagen. Sie werden jeden Morgen eingesetzt, abends entfernt und in einer Pflegelösung über Nacht gereinigt und desinfiziert. Nach Ablauf des Monats werden sie entsorgt und durch ein neues Paar ersetzt.
Im Gegensatz dazu stehen Tageslinsen für den einmaligen Tagesgebrauch, Wochenlinsen, formstabile Jahreslinsen und die spezielle Form der Nachtlinsen (Orthokeratologie). Monatslinsen sind im Wesentlichen ein Kompromiss aus Komfort, Kosten und Hygiene: günstiger pro Tragetag als Tageslinsen, aber mit täglichem Pflegeaufwand.
Moderne Monatslinsen werden in der Regel aus Silikon-Hydrogel gefertigt. Dieses Material verbindet zwei wichtige Eigenschaften:
Ein höherer Wassergehalt kann die Linse weicher und im ersten Moment angenehmer machen, kann das Auge unter Umständen aber schneller austrocknen lassen, weil die Linse mehr Feuchtigkeit aus dem Tränenfilm aufnimmt. Bei trockenen Augen sind oft Linsen mit moderatem Wassergehalt und spezieller Oberflächenbenetzung angenehmer. Welches Material individuell am besten passt, klärt eine fachliche Anpassung.
Monatslinsen haben sich vor allem bei regelmässigen Träger:innen durchgesetzt, weil sie mehrere Vorteile vereinen:
Monatslinsen erfordern Disziplin und werden in der Pflege oft unterschätzt:
Eine Monatslinse passt typischerweise zu folgenden Profilen:
Wer mit Monatslinsen startet, sollte die Erstanpassung von einer Augenoptik oder Optometrie begleiten lassen. Die Sitzkontrolle, eine Tränenfilm-Beurteilung und eine ausführliche Einweisung in das Pflegesystem reduzieren spätere Probleme deutlich.
Der Preis hängt von Marke, Dioptrienspanne und Pflegesystem ab. Als grobe Orientierung gelten in der Schweiz folgende Bereiche:
Im Alltag bedeutet das für tägliches Tragen einer Standard-Monatslinse mit Pflegemittel typischerweise rund CHF 30 bis 50 pro Monat beziehungsweise CHF 350 bis 600 pro Jahr für zwei Augen. Online-Anbieter sind häufig günstiger als der stationäre Optiker; dort entfällt aber meist die persönliche Beratung und die fachliche Sitzkontrolle. Manche Anbieter führen Abo-Modelle, in denen Linsen, Pflegemittel und Kontrollen pauschal abgerechnet werden – das vereinfacht die Planung und schützt vor leeren Beständen.
Eine Monatslinse hält nur, was sie verspricht, wenn die tägliche Routine stimmt. Studien zeigen, dass Pflegefehler – allen voran das Tragen der Linsen beim Duschen oder im Schlaf – das Risiko für eine Hornhautinfektion (mikrobielle Keratitis) deutlich erhöhen. In einer Fall-Kontroll-Studie wurde das Duschen mit Linsen als einer der stärksten persönlichen Risikofaktoren identifiziert; bei täglichem Duschen mit Linsen stieg das Risiko um ein Mehrfaches gegenüber Nicht-Duschen mit Linsen [2].
Die wichtigsten Schritte:
Bei sorgfältiger Pflege gelten Monatslinsen als sichere Korrekturmethode. Schwere Komplikationen treten überwiegend bei mangelnder Hygiene oder verlängertem Tragen auf.
Die meisten Monatslinsen sind für eine tägliche Tragedauer von 8 bis 14 Stunden ausgelegt. Das hängt vom Material, der Augenphysiologie und der individuellen Tränenfilmqualität ab:
Wer regelmässig über die empfohlene Zeit hinaus Linsen trägt, riskiert Hornhautstress, Trockenheit, Rötung und ein erhöhtes Infektionsrisiko. Bei langen Bildschirmtagen lohnen sich Nachbenetzungstropfen oder bewusste Linsenpausen.
Manche Menschen kombinieren verschiedene Linsentypen je nach Tagesablauf. Typische Konstellationen:
Vor jedem Wechsel des Systems oder Materials ist eine fachliche Anpassung sinnvoll: Linsen unterschiedlicher Hersteller haben verschiedene Basiskurven, Durchmesser und Materialeigenschaften. Was bei einem Modell gut sitzt, kann bei einem anderen unangenehm sein.
Die obligatorische Grundversicherung übernimmt Kontaktlinsen für Erwachsene nur in eng definierten Ausnahmefällen – etwa bei medizinischen Indikationen wie ausgeprägtem Keratokonus oder nach bestimmten Hornhautoperationen. Für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Altersjahr beteiligt sich die Grundversicherung im Rahmen der Mittel- und Gegenständeliste (MiGeL) grundsätzlich an Sehhilfen. Der Beitrag liegt bei bis zu CHF 180.– pro Jahr für Brillengläser oder Kontaktlinsen [3]. Dieser Beitrag bezieht sich auf Sehhilfen allgemein – ob und wie eine konkrete Linsenversorgung vergütet wird, sollte vorab mit Krankenkasse und Fachperson geklärt werden.
Im Alltag werden Monatslinsen für Erwachsene also fast immer selbst getragen. Einige Zusatzversicherungen für ambulante Leistungen beteiligen sich pauschal an Brillen- und Kontaktlinsenkosten – häufig in Form eines festen Jahres- oder Mehrjahresbeitrags. Ob dieser Beitrag auch Monatslinsen vollständig abdeckt, hängt vom jeweiligen Vertrag ab.
Die Wahl zwischen Monats- und Tageslinsen orientiert sich an drei Hauptfragen: Wie oft werden Linsen getragen, wie hoch ist das Hygiene-Bedürfnis, und wie wichtig ist der Pflegeaufwand? Die wichtigsten Kriterien im direkten Vergleich:
Wer täglich, mehrere Stunden lang Linsen tragen möchte, profitiert in der Regel von einer modernen Silikon-Hydrogel-Monatslinse. Wer nur gelegentlich – etwa beim Sport, am Wochenende, im Urlaub – Linsen braucht, fährt mit Tageslinsen meist besser.
Wenn du unsicher bist, ob Monats- oder Tageslinsen besser zu deinem Alltag passen, oder welches Material zu deinem Tränenfilm passt, hilft ein Beratungsgespräch bei einer Augenoptik mit Spezialisierung auf Kontaktlinsenanpassung. Auf truVuna findest du Optiker:innen und Kontaktlinsen-Anbieter:innen in deiner Region – vergleiche Profile, Leistungen und Bewertungen und finde einen Einstieg, der zu deinem Alltag passt.
Wie lange darf ich eine Monatslinse wirklich tragen?
Die empfohlene Tragedauer beträgt in der Regel 30 Kalendertage ab dem ersten Öffnen beziehungsweise ersten Tragen – nicht 30 einzelne Nutzungstage. Auch wenn du die Linse zwischendurch einige Tage nicht trägst, sollte sie nach Ablauf dieser Frist ersetzt werden. Massgeblich sind immer die Angaben des Herstellers und die Empfehlung der Fachperson.
Sind 30-Tage- und 30-Mal-Tragen das Gleiche?
Nein. Bei den meisten Monatslinsen zählt die Frist ab dem ersten Tragetag in Kalendertagen, unabhängig von der Anzahl Stunden pro Tag. Einige Spezialmodelle erlauben verlängerte Tragezeiten – dies sollte aber nur nach individueller augenärztlicher Freigabe erfolgen, da das Infektionsrisiko bei nächtlichem Tragen deutlich höher ist.
Welche Monatslinsen sind für trockene Augen geeignet?
Bei trockenen Augen werden häufig Linsen aus Silikon-Hydrogel mit moderatem Wassergehalt und spezieller Oberflächenbenetzung empfohlen. Die Verträglichkeit ist allerdings individuell sehr unterschiedlich; eine fachliche Anpassung mit Probe-Tragen schafft Klarheit darüber, welches Material zum eigenen Tränenfilm passt.
Was kosten Monatslinsen in der Schweiz?
Eine 6er-Box Standard-Monatslinsen kostet je nach Marke rund CHF 40 bis 80 und reicht für 6 Monate Tragezeit für ein Auge. Mit Pflegemittel ergeben sich monatlich typischerweise rund CHF 30 bis 50 für beide Augen – im Jahr also etwa CHF 350 bis 600. Online-Anbieter sind oft günstiger als stationäre Optiker, dafür entfällt die persönliche Beratung.
Was passiert, wenn ich die Pflege einmal vergesse?
Wenn eine Monatslinse über Nacht nicht korrekt in frischer Pflegelösung lag, solltest du sie nicht direkt wieder einsetzen. Reinige und desinfiziere sie nur gemäss Pflegesystem und Herstellerangaben. Bei Unsicherheit, sichtbaren Ablagerungen, beschädigter Linse oder Beschwerden wie Rötung, Brennen oder verschwommenem Sehen: Linse entsorgen und fachlich abklären lassen. Wenn solche Pflegefehler häufiger passieren, sind Tageslinsen meist die sicherere Lösung.
[1] Stapleton F, Stretton S, Papas E, Skotnitsky C, Sweeney DF. Silicone hydrogel contact lenses and the ocular surface. The Ocular Surface, 2006. Brien Holden Vision Institute / School of Optometry, University of New South Wales. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17146496/ [2] Stellwagen A, MacGregor C, Kung R, Konstantopoulos A, Hossain P. Personal hygiene risk factors for contact lens-related microbial keratitis. BMJ Open Ophthalmology, 2020. University Hospital Southampton / University of Southampton. DOI: 10.1136/bmjophth-2020-000476. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32953996/ [3] Bundesamt für Gesundheit (BAG): Mittel- und Gegenständeliste (MiGeL) – Kapitel 25 "Sehhilfen". Offizielle Schweizer Verordnung des EDI nach Art. 33 KVG. https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/versicherungen/krankenversicherung/krankenversicherung-leistungen-tarife/Mittel-und-Gegenstaendeliste.html
Die Hornhaut entfernen, egal ob an Händen oder Füssen, ist für gewöhnlich eine der ungeliebten Tätigkeiten bei der Körperpflege. Der Körper bildet diese dicken Schichten aus Haut dort, wo Teile der Gliedmassen intensiv beansprucht werden. An den Füssen sind dies in der Regel die Ballen und die Fersen. Aber auch die Handballen und sogar die Fingerspitzen können von mehreren harten, trockenen Hautschichten überzogen sein, die teils sogar Risse aufweisen. Um derartigen Schwielen beizukommen und schonend Hornhaut entfernen zu können, stehen dir Hausmittel ebenso zur Auswahl wie eine Reihe von technischen Hilfsmitteln – vom Hornhauthobel über die Fusscreme bis zum Bimsstein.
Ein schön geschminktes Auge wirkt oft mühelos – und genau das täuscht. Hinter einem gleichmässigen Verlauf und weichen Übergängen stecken eine klare Reihenfolge, die passenden Pinsel und ein bisschen Übung. Die gute Nachricht: Lidschatten auftragen lässt sich gut lernen, wenn du die einzelnen Schritte kennst und weisst, welche Farben deine Augen zur Geltung bringen. In diesem Ratgeber gehen wir die Technik Schritt für Schritt durch, schauen uns Farbwahl, Pinsel und typische Fehler an und klären, worauf du an der empfindlichen Augenpartie achten solltest.
Finger- und Zehennägel werden wie die Haut selbst aus Hautzellen gebildet. Sie werden daher den Hautanhangsgebilden zugeordnet. Das, was wir als Fingernägel beziehungsweise Zehennägel kennen, wird von Fachleuten als Nagelplatte bezeichnet. Die Nagelplatte besteht vor allem aus Keratin. Sie beginnt an der Nagelwurzel und ist fest mit dem Nagelbett darunter verwachsen. An den Kuppen der Finger und Zehen trennen sich Nagelbett und Nagelplatte jedoch, sodass wir diese als Werkzeug benutzen können. Zudem sind die Nägel Teil des Tastsinns. An den Seiten der Nagelplatte gibt es Hautränder. Diese Hautränder schützen den Nagel und werden auch als Nagelwall bezeichnet.
Myopiekontrolle oder Myopie-Management hat die Aufgabe, das Fortschreiten der Myopie, also der Kurzsichtigkeit zu verhindern. In der Tat ist in den westlichen Gesellschaften und in Asien während der letzten Jahrzehnte zu beobachten, dass ein Trend zu verstärkter Kurzsichtigkeit besteht. Zahlreiche Forschungsprojekte auf der ganzen Welt beschäftigen sich mit dem Phänomen, das sich nicht mehr allein durch Vererbung erklären lässt. Die Ergebnisse legen nahe, dass konkrete Massnahmen dazu beitragen können, diese Fehlsichtigkeit zu verhindern oder doch abzumildern. Die Myopiekontrolle als Therapie oder Prophylaxe sollte möglichst früh beginnen.
Nystagmus ist umgangssprachlich auch unter der Bezeichnung Augenzittern bekannt. Es handelt sich um eine häufige Augenerkrankung – genau genommen sogar um eine der häufigsten Erkrankungen im Bereich der Augenheilkunde. Betroffene leiden nicht nur unter den Augenzuckungen, sondern oftmals auch unter Begleitsymptomen wie Schwindel oder Übelkeit. Auch die psychische Belastung, die vor allem dann auftritt, wenn der Nystagmus für jedermann sichtbar ist, ist nicht zu vernachlässigen. Einen Überblick über typische Auslöser von Nystagmus, Informationen zur Behandlung und vieles mehr findest du im nachfolgenden Artikel.
Schmerzen tief im unteren Rücken, knapp oberhalb des Gesässes, werden oft mit der Lendenwirbelsäule oder dem Ischiasnerv in Verbindung gebracht. Eine weitere mögliche Quelle ist das Iliosakralgelenk, kurz ISG – die Verbindung zwischen Kreuzbein und Becken. Wird das ISG als Schmerzquelle vermutet, spricht man von einer ISG-Dysfunktion oder einem ISG-Syndrom. Dieser Ratgeber erklärt, wo das Gelenk liegt, wie sich Beschwerden typischerweise zeigen, was du selbst tun kannst und wann eine fachliche Abklärung sinnvoll ist.