Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

>
Ratgeber-Übersicht
>
Multifokale Intraokularlinse: Funktion, Eignung und Grenzen im Überblick

Multifokale Intraokularlinse: Funktion, Eignung und Grenzen im Überblick

Wenn die natürliche Augenlinse beim Grauen Star getrübt ist oder im Rahmen eines Linsenaustauschs ersetzt wird, stellt sich die Frage nach der passenden Kunstlinse. Eine multifokale Intraokularlinse (IOL) verspricht scharfes Sehen in mehreren Entfernungen und damit weniger Abhängigkeit von einer Brille. Dieser Vorteil hat allerdings eine Kehrseite, die in der Beratung oft zu kurz kommt. Dieser Ratgeber erklärt verständlich, was eine multifokale IOL ist, wann sie infrage kommt, wie sie sich von einer monofokalen Linse unterscheidet und worauf du bei der Entscheidung achten solltest.

Was ist eine multifokale Intraokularlinse?

Eine Intraokularlinse ist eine künstliche Linse, die bei einer Augenoperation in das Auge eingesetzt wird – meist dann, wenn die natürliche Linse entfernt wurde. Bei einer Operation des Grauen Stars (Katarakt) wird die getrübte Linse durch ein Kunstlinsenimplantat ersetzt; dieser Eingriff zählt zu den häufigsten Operationen überhaupt [1].

Der Unterschied zwischen den Linsentypen liegt in der Zahl der Entfernungsbereiche, in denen sie scharf abbilden:

  • Eine monofokale Linse (Einstärkenlinse) bildet nur einen Entfernungsbereich scharf ab, meist die Ferne. Für die Nähe – etwa zum Lesen – wird in der Regel zusätzlich eine Brille benötigt.
  • Eine multifokale Linse (Mehrstärkenlinse) verteilt das einfallende Licht auf mehrere Brennpunkte und ermöglicht so scharfes Sehen in unterschiedlichen Entfernungen, ohne ständig die Brille zu wechseln [2].

Das menschliche Auge kann seine Brechkraft normalerweise selbst anpassen, indem der Ziliarmuskel die Form der elastischen Linse verändert – ein Vorgang, der Akkommodation genannt wird [3]. Mit dem Alter lässt diese Fähigkeit nach (Alterssichtigkeit), und nach einem Linsenaustausch ist sie nicht mehr vorhanden. Multifokale Linsen sind ein technischer Versuch, das Sehen in mehreren Distanzen wiederherzustellen, ohne dass die Linse selbst ihre Form ändern muss.

Wann wird eine multifokale Intraokularlinse eingesetzt?

Eine Intraokularlinse kommt vor allem in zwei Situationen zum Einsatz:

Beim Grauen Star (Katarakt) trübt sich die natürliche Linse zunehmend ein, das Sehen wird verschwommen und neblig. Der einzige wirksame Weg, dies zu beheben, ist die operative Entfernung der getrübten Linse und der Ersatz durch ein Kunstlinsenimplantat [1]. Hier kann statt einer Standard-Einstärkenlinse auf Wunsch und bei Eignung eine multifokale Linse gewählt werden.

Beim refraktiven Linsenaustausch wird die klare natürliche Linse ersetzt, um eine Fehlsichtigkeit oder Alterssichtigkeit zu korrigieren – ohne dass ein Grauer Star vorliegt. Dieser Eingriff erfolgt aus dem Wunsch heraus, unabhängiger von Brille oder Kontaktlinsen zu werden, und nicht aus einer medizinischen Notwendigkeit.

Der Ablauf der Operation ist in beiden Fällen ähnlich: Die natürliche Linse wird in der Regel mit Ultraschall zerkleinert und abgesaugt, anschliessend wird die gefaltete Kunstlinse durch einen kleinen Schnitt eingesetzt und entfaltet sich im Auge. Der Eingriff erfolgt meist ambulant und in örtlicher Betäubung [1].

Wie unterscheidet sich die multifokale von der monofokalen Linse?

Die folgenden Absätze fassen die wichtigsten Unterschiede zusammen. Sie ersetzen keine individuelle Beratung, sondern helfen, die richtigen Fragen zu stellen.

Eine monofokale Linse bildet in der Regel nur einen Entfernungsbereich scharf ab – meist die Ferne –, sodass für die Nähe meist eine Brille nötig bleibt. Nächtliche Blendung und Lichthöfe treten dabei selten auf, und das Kontrastsehen bleibt in der Regel unverändert. In der Schweiz ist die Standardlinse über die obligatorische Grundversicherung meist gedeckt.

Eine multifokale Linse bildet dagegen mehrere Bereiche scharf ab (Nähe, Mitte und Ferne), wodurch im Alltag oft seltener eine Brille nötig ist. Im Gegenzug werden nächtliche Blendung und Lichthöfe häufiger berichtet, und das Kontrastsehen kann reduziert sein. Den Aufpreis für die multifokale Speziallinse muss man in der Regel selbst tragen.

Der zentrale Unterschied: Die multifokale Linse kann die Brillenabhängigkeit verringern, dies geht aber tendenziell zulasten der Kontrastwahrnehmung und kann optische Nebenwirkungen mit sich bringen [2][4].

Welche Vorteile kann eine multifokale Linse haben?

Studien deuten darauf hin, dass multifokale Linsen die Nahsicht im Vergleich zu monofokalen Linsen verbessern und dass Trägerinnen und Träger danach seltener auf eine Brille angewiesen sind [2]. Ein systematischer Cochrane-Review kommt zu dem Schluss, dass multifokale Intraokularlinsen die Nahsicht gegenüber monofokalen Linsen wirksam verbessern – ob dieser Vorteil die unerwünschten Effekte aufwiegt, hängt jedoch stark von der einzelnen Person ab [2].

Entscheidend ist dabei weniger die Technik als die persönliche Motivation: Wer grossen Wert auf möglichst weitgehende Brillenunabhängigkeit legt und bereit ist, dafür mögliche Einschränkungen in Kauf zu nehmen, profitiert eher. Die Formulierung „brillenfreies Leben" greift jedoch zu kurz – auch mit einer multifokalen Linse kann in bestimmten Situationen weiterhin eine Brille nötig sein.

Welche Nachteile und Risiken bestehen?

Neben den allgemeinen Risiken jeder Augenoperation sind bei multifokalen Linsen einige spezifische Punkte gut dokumentiert:

Lichthöfe und Blendung (Halos, Glare): Ringe oder Höfe um Lichtquellen, besonders nachts, werden bei multifokalen Linsen häufiger und als störender berichtet als bei monofokalen Linsen [2][4]. Das kann etwa beim Autofahren in der Dunkelheit relevant sein.

Vermindertes Kontrastsehen: Mehrere Untersuchungen beschreiben eine reduzierte Kontrastempfindlichkeit, weil das Licht auf mehrere Brennpunkte aufgeteilt wird [2][4]. Bei schlechten Lichtverhältnissen kann das Sehen dadurch weniger klar wirken.

Eingewöhnung und Unzufriedenheit: Das Gehirn muss sich an das neue Seherlebnis gewöhnen. Ein Teil der Operierten ist mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Eine eingesetzte Linse ist dauerhaft vorgesehen; ein Austausch ist zwar grundsätzlich möglich, bedeutet aber einen erneuten operativen Eingriff mit entsprechenden Risiken [4]. Schweizer Fachleute weisen darauf hin, dass viele Patientinnen und Patienten nach dem Eingriff doch wieder eine Brille benötigen oder eine schlechtere Sehqualität beklagen [5].

Spätere Augenerkrankungen: Kommt im Alter eine weitere Augenerkrankung wie eine Makuladegeneration hinzu, kann eine zuvor eingesetzte multifokale Linse zusätzlich problematisch werden [5].

Aus diesen Gründen raten manche Augenärztinnen und Augenärzte eher zurückhaltend zur multifokalen Linse und empfehlen sie nur nach intensiver Vorbesprechung [5].

Für wen ist eine multifokale Linse geeignet – und für wen weniger?

Ob eine multifokale Linse infrage kommt, hängt von vielen individuellen Faktoren ab und lässt sich nur in einer augenärztlichen Untersuchung klären. Allgemein gilt:

Eher geeignet kann die Linse für Menschen sein, die gesunde Augen ohne weitere Erkrankungen haben, grossen Wert auf Brillenunabhängigkeit legen und bereit sind, mögliche Einbussen bei Kontrast und Nachtsicht zu akzeptieren.

Weniger geeignet ist sie tendenziell bei bestehenden Erkrankungen von Hornhaut, Netzhaut oder Makula sowie bei Menschen mit hohen Ansprüchen an das Sehen bei Dämmerung und Dunkelheit – etwa bei häufigen Nachtfahrten. Auch bestimmte anatomische Voraussetzungen können gegen eine multifokale Linse sprechen. Solche Ausschlussgründe sollten immer individuell mit der behandelnden Fachperson abgeklärt werden.

Warum die augenärztliche Abklärung zentral ist

Die Wahl der Linse ist eine weitreichende Entscheidung, denn das Implantat verbleibt dauerhaft im Auge. Eine gründliche Voruntersuchung ist die Grundvoraussetzung dafür, einzuschätzen, ob eine multifokale Linse zu deinen Augen und deinem Alltag passt [1]. Dazu gehört ein offenes Gespräch über deine Erwartungen, deine Sehgewohnheiten und die möglichen Nebenwirkungen.

Sinnvoll ist es ausserdem, sich über die Operationsmethode und den Linsentyp gut zu informieren und bei einer geplanten Speziallinse die Preise zu besprechen [5]. Da es sich um eine individuelle Entscheidung mit dauerhaften Folgen handelt, kann auch eine Zweitmeinung hilfreich sein.

Was kostet eine multifokale Intraokularlinse in der Schweiz?

Bei einer medizinisch notwendigen Operation des Grauen Stars übernimmt die obligatorische Krankenversicherung die Kosten des Eingriffs und einer Standardlinse. Entscheidet man sich für eine multifokale Speziallinse, ist in der Regel ein Aufpreis selbst zu tragen, da dieser nicht von der Grundversicherung gedeckt wird [5].

Für die multifokale Speziallinse liegt der Aufpreis in der Schweiz typischerweise im Bereich von etwa CHF 1'500 bis 2'300 pro Linse; bei einer zusätzlich torischen multifokalen Linse (zur Korrektur einer Hornhautverkrümmung) werden teils höhere Beträge genannt [5]. Wird ein refraktiver Linsenaustausch ohne medizinische Notwendigkeit durchgeführt, sind die gesamten Kosten selbst zu tragen; die Gesamtkosten pro Auge liegen dann deutlich höher und variieren je nach Anbieter und Aufwand erheblich.

Die genannten Beträge sind Richtwerte und ersetzen kein persönliches Angebot. Da die Aufpreise zwischen Anbietern stark schwanken können, lohnt es sich, vor dem Eingriff einen konkreten Kostenvoranschlag einzuholen und verschiedene Angebote zu vergleichen [5].

Worauf du bei der Anbieterwahl achten kannst

Bei einem so individuellen Eingriff zählt vor allem eine sorgfältige, transparente Beratung. Sinnvoll ist es, gezielt nach der vorgesehenen Operationsmethode, dem Linsentyp und den möglichen Nebenwirkungen zu fragen sowie sich den Aufpreis schriftlich und nachvollziehbar aufschlüsseln zu lassen. Nimm dir Zeit für die Entscheidung und scheue dich nicht, eine zweite Einschätzung einzuholen.

Auf truVuna findest du Augenärztinnen und Augenärzte sowie Praxen in deiner Region. Vergleiche Profile, Leistungen und Bewertungen und kontaktiere passende Anbieter:innen direkt für ein persönliches Beratungsgespräch.

Häufige Fragen zur multifokalen Intraokularlinse

Ist eine multifokale Intraokularlinse dasselbe wie eine multifokale Kontaktlinse?

Nein. Eine multifokale Intraokularlinse wird bei einer Operation dauerhaft im Auge eingesetzt und ersetzt die natürliche Linse. Eine multifokale Kontaktlinse liegt nur auf der Augenoberfläche und lässt sich jederzeit entfernen. Beide sollen das Sehen in mehreren Entfernungen ermöglichen, unterscheiden sich aber grundlegend in Anwendung und Tragweite.

Bedeutet eine multifokale Linse, dass ich keine Brille mehr brauche?

Nicht zwingend. Multifokale Linsen können die Abhängigkeit von einer Brille verringern, eine vollständige Brillenfreiheit ist aber nicht garantiert. In bestimmten Situationen kann weiterhin eine Brille nötig sein.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Häufiger als bei monofokalen Linsen werden Lichthöfe und Blendung, besonders nachts, sowie ein vermindertes Kontrastsehen berichtet. Auch eine Eingewöhnungsphase ist üblich. Wie stark diese Effekte auftreten, ist individuell verschieden.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Bei einer medizinisch notwendigen Star-Operation deckt die Grundversicherung den Eingriff und eine Standardlinse. Der Aufpreis für eine multifokale Speziallinse ist in der Regel selbst zu tragen. Eine Klärung mit der eigenen Krankenkasse vor dem Eingriff ist sinnvoll.

Kann die Linse später wieder entfernt werden?

Eine einmal eingesetzte Intraokularlinse ist dauerhaft vorgesehen. Ein Austausch ist zwar grundsätzlich möglich, bedeutet aber einen erneuten operativen Eingriff mit entsprechenden Risiken. Deshalb ist die sorgfältige Vorbesprechung besonders wichtig.

Quellen

[1] MSD Manual, Ausgabe für Patienten, 2025, Katarakt (grauer Star), https://www.msdmanuals.com/de/heim/augenkrankheiten/katarakt-grauer-star/katarakt-grauer-star

[2] de Silva SR, Evans JR, Kirthi V, Ziaei M, Leyland M, 2016, Multifocal versus monofocal intraocular lenses after cataract extraction, Cochrane Database of Systematic Reviews, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC10496622/

[3] MSD Manual, Profi-Ausgabe, 2024, Übersicht über Refraktionsfehler, https://www.msdmanuals.com/de/profi/augenkrankheiten/refraktionsfehler/%C3%BCbersicht-%C3%BCber-refraktionsfehler

[4] Agency for Healthcare Research and Quality (NCBI Bookshelf), Comparative Effectiveness of Multifocal, Accommodative, and Monofocal Intraocular Lenses, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK524956/

[5] Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), 2025, Kostenfalle Grauer Star – Augen auf vor der Operation, https://www.srf.ch/wissen/gesundheit/vorsicht-kostenfalle-augen-auf-vor-der-operation-des-grauen-stars

Das könnte dich auch interessieren

Monosaccharide: Einfachzucker, Eigenschaften und Vorkommen

Monosaccharide tauchen auf jeder Nährwerttabelle auf – meist versteckt hinter der Zeile «davon Zucker». Doch was genau sind diese Einfachzucker, wie unterscheiden sich Glucose, Fructose und Galactose, und sind sie nun gesund oder nicht? Dieser Ratgeber erklärt verständlich, woraus Monosaccharide bestehen, welche Eigenschaften sie haben, in welchen Lebensmitteln sie vorkommen und wie du sie ernährungsphysiologisch einordnen kannst.

Stewardessenkrankheit (periorale Dermatitis): Ursachen, Symptome und Pflege

Ein geröteter, leicht schuppender Ausschlag rund um den Mund, der spannt und brennt – und trotz reichlich Pflege einfach nicht abklingen will: Dahinter steckt häufig die sogenannte Stewardessenkrankheit. Der Name klingt kurios, das Hautbild ist für viele Betroffene aber eine echte Belastung. Dieser Ratgeber erklärt, was hinter der Erkrankung steckt, warum gerade gut gemeinte Pflege das Problem verstärken kann und welche Schritte erfahrungsgemäss helfen.

Aknenarben entfernen: Methoden, Wirkung und Kosten im Überblick

Aknenarben sind für viele Menschen belastend – gerade weil sie meist im Gesicht sichtbar bleiben, lange nachdem die eigentliche Akne abgeklungen ist. Die gute Nachricht: Das Hautbild lässt sich mit verschiedenen Verfahren oft deutlich verbessern. Die ehrliche Nachricht: Eine vollständige Entfernung gelingt nur selten. Dieser Ratgeber erklärt dir verständlich, wie Aknenarben entstehen, welche Behandlungsmethoden es gibt, was die Forschung dazu sagt, welche Risiken bestehen und mit welchen Kosten du in der Schweiz rechnen kannst.

Tierversuchsfreie Kosmetik erkennen: Siegel, Recht und Praxistipps

Zwischen den Regalen in der Drogerie springen sie einem förmlich entgegen: kleine Häschen-Logos und Aufschriften wie «nicht an Tieren getestet». Das wirkt beruhigend – doch wer genauer hinschaut, merkt schnell, dass nicht jedes Versprechen gleich viel wert ist. Tatsächlich erkennst du tierversuchsfreie Kosmetik am zuverlässigsten an den Siegeln unabhängiger Organisationen, weil die gesetzlichen Verbote Lücken haben und die Eigenaussagen der Hersteller nicht überprüft werden. In diesem Ratgeber erfährst du, was hinter dem Begriff steckt, warum trotz Verbot noch Tierversuche vorkommen und welche Kennzeichen dir bei der Auswahl wirklich helfen.

Permanent Make-up Lidstrich: Was du vor der Behandlung wissen musst

Ein präziser Lidstrich, der nicht verwischt – für viele ein täglicher Traum. Permanent Make-up verspricht genau das: ausdrucksstarke Augen, direkt nach dem Aufwachen. Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff, welche Risiken gibt es und wie findest du ein passendes Studio? Gönne dir einen Moment der Klarheit und entdecke, wie du die richtige Entscheidung für deine Schönheit und Gesundheit triffst.

Rückenschmerzen in der Frühschwangerschaft: Ursachen, Hilfe und Warnzeichen

Schon in den ersten Wochen einer Schwangerschaft spüren manche Frauen ein Ziehen im unteren Rücken oder im Kreuz. Das verunsichert oft, weil vom Babybauch noch nichts zu sehen ist und unklar bleibt, woher die Beschwerden kommen. Dieser Ratgeber erklärt ruhig und sachlich, warum Rückenschmerzen in der Frühschwangerschaft auftreten können, was du selbst tun kannst, wann eine Physiotherapie unterstützt und welche Warnzeichen du ärztlich abklären lassen solltest. Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden in der Schwangerschaft. Mehr als zwei Drittel der Schwangeren erleben im Verlauf Schmerzen im unteren Rücken, und fast ein Fünftel Beckenschmerzen; die Beschwerden nehmen typischerweise mit fortschreitender Schwangerschaft zu und können Alltag, Arbeit und Schlaf beeinträchtigen [1]. In der Frühschwangerschaft sind sie meist harmlos – es gibt aber Situationen, in denen ärztlicher Rat wichtig ist.