Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.
Aknenarben entstehen, wenn eine tiefe Akne-Entzündung das Bindegewebe und die Kollagenfasern der Haut schädigt und die Wunde nicht vollständig und gleichmässig ausheilt [2]. Reicht die Entzündung bis in tiefere Hautschichten, wird das Kollagengerüst beschädigt. Heilt die Haut anschliessend mit zu wenig Gewebe ab, entsteht eine eingesunkene Delle; bildet sich zu viel Gewebe, entsteht eine erhabene Narbe.
Weil sich im Gesicht – vor allem an Wangen, Stirn und Kinn – besonders viele Talgdrüsen befinden und sich Akne dort häufig stark entzündet, sind Narben in diesen Bereichen am häufigsten. Ob jemand Narben entwickelt, hängt unter anderem von der Schwere der Akne, der genetischen Veranlagung und davon ab, ob Pickel manipuliert wurden [2].
Grundsätzlich werden eingesunkene (atrophe) und erhabene (hypertrophe) Aknenarben unterschieden – atrophe Narben sind dabei am häufigsten [2,5]. Die Unterscheidung ist wichtig, weil verschiedene Narbentypen unterschiedlich gut auf die einzelnen Verfahren ansprechen.
Atrophe Narben werden in der Dermatologie üblicherweise weiter unterteilt. Die gängigen Typen lassen sich so einordnen:
Welcher Typ vorliegt, lässt sich am besten in einer ärztlichen Untersuchung beurteilen. Oft treten bei einer Person mehrere Narbentypen gleichzeitig auf, weshalb häufig mehrere Verfahren kombiniert werden [5].
Wichtig: Welche Methode oder Methodenkombination im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von Narbentyp, Hauttyp und Ausprägung ab. Ablauf, eingesetzte Geräte und Kosten können sich zwischen Praxen und Anbieter:innen deutlich unterscheiden. Die Beschreibungen hier sind eine allgemeine Orientierung, kein Behandlungsplan.
Zur Behandlung von Aknenarben kommen vor allem Laser, Microneedling, chemische Peelings, Unterspritzungen (Filler) sowie kleine operative Verfahren wie Subzision oder Stanztechniken zum Einsatz [2,5]. Welche Methode passt, richtet sich nach dem Narbentyp – nicht jedes Verfahren wirkt bei jeder Narbe gleich gut.
In der Praxis werden diese Verfahren oft kombiniert, weil tiefe Aknenarben mehrere Hautschichten betreffen und ein einzelnes Verfahren selten alle Anteile erreicht [5].
Die genannten Verfahren können das Erscheinungsbild von Aknenarben sichtbar verbessern, eine vollständige Entfernung gelingt jedoch meist nicht [2]. Realistisch ist eine deutliche Verbesserung, kein vollständig narbenfreies Hautbild.
Die Evidenzlage ist dabei differenzierter, als Werbeversprechen oft vermuten lassen. Eine umfassende Cochrane-Übersicht kam zum Schluss, dass es insgesamt an hochwertiger Evidenz mangelt – unter anderem wegen kleiner Studien und uneinheitlicher Messmethoden; am ehesten zeigte sich eine moderate Wirksamkeit für unterspritzende Filler bei atrophen Narben, während die Belege für Laser, Peelings, Radiofrequenz und Microneedling begrenzter ausfielen [2]. Für Microneedling deuten systematische Übersichtsarbeiten darauf hin, dass es atrophe Narben verbessern kann und dabei vergleichsweise wenige Nebenwirkungen verursacht [3,4]. Eine neuere Netzwerk-Metaanalyse ordnete Microneedling sowie Kombinationen aus Laser und Peeling vergleichsweise günstig ein – solche Rangfolgen sind wegen der begrenzten Datenlage aber nur eingeschränkt aussagekräftig [6].
Für fraktionierte Laser sprechen Fachleitlinien bei atrophen Narben eine starke Empfehlung aus [1,5]. Diese Empfehlung beruht stark auf Fachkonsens und Praxiserfahrung; die kontrollierte Studienlage bleibt, wie die Cochrane-Übersicht zeigt, in Teilen begrenzt [2]. Unterm Strich gilt: Es gibt nicht das eine überlegene Verfahren. Die Wahl hängt vom Narbentyp, Hauttyp und individuellen Befund ab und wird am besten gemeinsam mit einer Hautärztin oder einem Hautarzt getroffen.
Eine einzelne Lasersitzung kostet in der Schweiz typischerweise rund CHF 150 bis 600 pro Sitzung, je nach Methode, Grösse des behandelten Areals und Aufwand. Grossflächige Behandlungen – etwa das ganze Gesicht oder Kombinationsverfahren – können höher liegen, teils gegen CHF 1'000 und mehr. Da bei Aknenarben fast immer mehrere Sitzungen im Abstand von Wochen nötig sind, summieren sich die Gesamtkosten entsprechend.
Die tatsächlichen Kosten hängen vom gewählten Verfahren, der Narbenausprägung und der Anzahl der Sitzungen ab. Eine verbindliche Auskunft erhältst du in einem persönlichen Beratungsgespräch. Behandlungen aus rein ästhetischen Gründen werden in der Regel nicht von der Grundversicherung übernommen – kläre die Kostenfrage deshalb vor Behandlungsbeginn mit deiner Krankenkasse ab.
Typische Nebenwirkungen sind vorübergehende Rötungen, Schwellungen, Krustenbildung und Pigmentverschiebungen; seltener können neue Narben entstehen [1,4]. Die meisten dieser Reaktionen klingen innerhalb von Tagen bis wenigen Wochen ab, hängen aber von Verfahren, Intensität und Hauttyp ab.
Besonders zu beachten ist das Risiko von Pigmentverschiebungen. Bei dunkleren Hauttypen (Fitzpatrick-Typen IV–VI) sollte wegen des erhöhten Risikos für eine sogenannte postinflammatorische Hyperpigmentierung – also dunkle Flecken nach der Behandlung – möglichst auf ablative Laser verzichtet werden [1,5]. Auch deshalb ist eine sorgfältige ärztliche Voruntersuchung wichtig, ebenso wie konsequenter Sonnenschutz in der Heilungsphase.
Sicherheitshinweis: Laser, Microneedling, Peelings und Unterspritzungen sind medizinische Eingriffe mit möglichen Nebenwirkungen. Sie gehören in fachkundige, ärztliche Hände – insbesondere bei tieferen Narben oder dunkleren Hauttypen. Von Microneedling oder aggressiven Peelings in Eigenregie zur Narbenbehandlung ist abzuraten, da unsachgemässe Anwendung das Hautbild verschlechtern kann.
Aknenarben lassen sich am ehesten vermeiden, indem aktive Akne früh ärztlich behandelt und das Ausdrücken oder Aufkratzen von Pickeln unterlassen wird [2]. Je früher eine entzündliche Akne kontrolliert wird, desto geringer ist das Risiko bleibender Narben.
Unterstützend kannst du auf einige Alltagsfaktoren achten:
Diese Massnahmen ersetzen keine Akne-Therapie, können aber helfen, das Risiko neuer Narben zu senken. Bei anhaltender oder entzündlicher Akne ist eine dermatologische Abklärung der wichtigste Schritt.
Sinnvoll ist eine Narbenbehandlung in der Regel erst, wenn die aktive Akne weitgehend abgeklungen ist – sonst können laufend neue Narben entstehen [2]. Vor der eigentlichen Behandlung steht deshalb immer eine genaue Beurteilung von Narbentyp, Hauttyp und Erwartungen.
Wichtig ist ein realistisches Bild: Mehrere Sitzungen, eine gewisse Ausfallzeit nach dem Eingriff und eine Verbesserung statt einer vollständigen Entfernung sind die Regel. Frage in der Beratung gezielt nach dem geplanten Verfahren, der Zahl der Sitzungen, möglichen Nebenwirkungen und den Gesamtkosten.
Wenn deine Akne noch aktiv ist, Narben dich stark belasten oder du unsicher bist, welche Methode infrage kommt, ist eine dermatologische Beratung der sinnvollste erste Schritt. Dort lässt sich abklären, welche Verfahren zu deiner Haut passen und welche Erwartungen realistisch sind.
Auf truVuna findest du Hautärzt:innen und Anbieter:innen für Hautbehandlungen in deiner Region. Vergleiche Profile, Leistungen und Bewertungen und kontaktiere passende Anbieter:innen direkt für ein Beratungsgespräch.
Kann man Aknenarben vollständig entfernen?
Eine vollständige Entfernung ist in der Regel nicht möglich. Mit Verfahren wie Laser, Microneedling, Peelings oder Unterspritzungen lässt sich das Hautbild aber häufig sichtbar verbessern. Wie stark die Verbesserung ausfällt, hängt vom Narbentyp, der Hautbeschaffenheit und der Anzahl der Behandlungen ab. Realistisch ist eine deutliche Reduktion der Sichtbarkeit, kein narbenfreies Ergebnis [2].
Wie viele Sitzungen sind nötig?
Meist sind mehrere Sitzungen im Abstand von einigen Wochen erforderlich. Die genaue Zahl hängt vom Verfahren, vom Narbentyp und von der Hautreaktion ab und lässt sich erst nach einer individuellen Beurteilung festlegen. Tiefe oder ausgeprägte Narben benötigen tendenziell mehr Sitzungen als oberflächliche [5]. Eine verlässliche Einschätzung gibt dir die behandelnde Fachperson im Beratungsgespräch.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Behandlungen von Aknenarben aus ästhetischen Gründen werden in der Regel nicht von der Grundversicherung übernommen. Ob in deinem Fall eine Kostenbeteiligung möglich ist, hängt von der individuellen Situation und einer allfälligen Zusatzversicherung ab. Kläre das deshalb vor Behandlungsbeginn direkt mit deiner Krankenkasse ab, um spätere Überraschungen zu vermeiden.
Ist Microneedling zu Hause sinnvoll?
Von Microneedling in Eigenregie zur Narbenbehandlung ist abzuraten. Geräte für zu Hause arbeiten mit geringerer Eindringtiefe und bergen bei unsachgemässer Anwendung das Risiko von Entzündungen, Infektionen oder einer Verschlechterung des Hautbilds. Für die Behandlung von Aknenarben ist eine ärztliche oder fachkundige Anwendung mit vorheriger Beurteilung der Haut die sicherere Wahl [4].
Ab wann sollte man Aknenarben behandeln lassen?
Sinnvoll ist eine Behandlung, wenn die aktive Akne weitgehend abgeklungen ist, da bei bestehender Akne laufend neue Narben entstehen können. Solange die Akne noch aktiv ist, steht deren Behandlung im Vordergrund. Wenn dich vorhandene Narben belasten, ist eine dermatologische Beratung der beste Ausgangspunkt, um Möglichkeiten und realistische Erwartungen zu besprechen [2].
[1] AWMF (Deutsche Dermatologische Gesellschaft u. a.), 2022, S2k-Leitlinie Lasertherapie der Haut, AWMF-Register-Nr. 013-095, https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/013-095
[2] Abdel Hay R. et al., 2016, Interventions for acne scars, Cochrane Database of Systematic Reviews, https://www.cochranelibrary.com/cdsr/doi/10.1002/14651858.CD011946.pub2/full
[3] Journal of the American Academy of Dermatology (Gao J. et al.), 2019, Efficacy of microneedling as monotherapy for atrophic acne scars: A systematic review and meta-analysis, https://www.jaad.org/article/S0190-9622(19)31743-8/abstract
[4] Alster T. S. et al., 2021, Microneedling in the treatment of atrophic scars: A systematic review of randomised controlled trials, PMC, https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8450803/
[5] Riedemann J. et al., 2023, Therapie pathologischer Narben, JDDG: Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/ddg.15088_g
[6] Optimal treatment options for acne scars: a systematic review and network meta-analysis, 2025, PMC, https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12515001/
Hautkrebs ist in der Schweiz häufig – und je früher er entdeckt wird, desto besser sind in der Regel die Heilungschancen [1][4]. Die gute Nachricht: Viele Hautveränderungen sind mit blossem Auge sichtbar, und du kannst deine Haut selbst regelmässig beobachten. Dieser Ratgeber erklärt dir die wichtigsten Anzeichen für Hautkrebs, wie die ABCDE-Regel bei der Selbstuntersuchung hilft und woran du erkennst, wann eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist. Eine Selbstuntersuchung ersetzt dabei keine fachliche Beurteilung – sie hilft dir aber, Auffälligkeiten frühzeitig zu bemerken.
Gerötete, schuppende Stellen an Stirn, Augenbrauen oder Nasenflügeln sind nicht nur körperlich unangenehm – im Gesicht sind sie auch sofort sichtbar und können belasten. Schuppenflechte (Psoriasis) tritt im Gesicht seltener auf als an Ellenbogen, Knien oder Kopfhaut, ist dort aber besonders auffällig und wegen der empfindlichen Haut oft heikler zu behandeln. Dieser Ratgeber erklärt dir, wie du die Erkrankung erkennst, was Schübe auslösen kann, wie du die Gesichtshaut im Alltag schonend pflegst und welche Behandlungen es heute gibt.
Dornwarzen – fachlich Plantarwarzen oder Verrucae plantares genannt – sitzen an der Fusssohle und können beim Gehen unangenehm drücken oder schmerzen. Anders als andere Warzen wachsen sie durch das Körpergewicht nach innen, weshalb sie oft flach erscheinen und sich hartnäckig halten. In diesem Ratgeber erfährst du, wie du eine Dornwarze von Hühneraugen und Schwielen unterscheidest, wie sie entsteht, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, wie du Schmerzen lindern kannst und wann ein Besuch in der dermatologischen Praxis sinnvoll ist.
Die Schulter ist das beweglichste Gelenk des Körpers – und genau deshalb auch eines der empfindlichsten. Einen grossen Teil ihrer Stabilität verdankt sie der Rotatorenmanschette, einer Gruppe von vier Muskeln und ihren Sehnen. Wenn die Schulter schmerzt, der Arm sich nicht mehr schmerzfrei heben lässt oder nächtliche Schmerzen den Schlaf stören, steckt oft eine Reizung oder Schädigung dieser Strukturen dahinter – am häufigsten an der Supraspinatussehne. Dieser Ratgeber erklärt verständlich, wie die Rotatorenmanschette aufgebaut ist, welche Beschwerden von ihr ausgehen können, wann eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist und welche Behandlungswege es gibt.
Wenn es beim Einatmen sticht oder zieht, ist schnelle Orientierung wichtig: Schmerzen beim Einatmen haben häufig harmlose Ursachen – am häufigsten stecken Muskeln, Rippen und Gelenke der Brustwand dahinter [2]. Sie können aber auch Symptom einer Erkrankung von Lunge, Rippenfell oder Herz sein, die behandelt werden muss [1]. Dieser Ratgeber erklärt dir, welche Ursachen infrage kommen, an welchen Warnzeichen du einen Notfall erkennst, wie die Abklärung abläuft und was du selbst tun kannst. Eine Ferndiagnose ersetzt er nicht: Ob deine Beschwerden harmlos sind, lässt sich nur durch eine Untersuchung klären.
Jivamukti Yoga ist einer der bekanntesten modernen Yoga-Stile – eine dynamische Vinyasa-Praxis, die körperliche Bewegung mit Schriftstudium, Mantren, Meditation und einer klaren ethischen Ausrichtung verbindet. 1984 in New York von Sharon Gannon und David Life gegründet, hat sich Jivamukti zu einem global etablierten Yoga-Stil entwickelt. In diesem Ratgeber findest du eine klare Einführung: Was Jivamukti Yoga ist, woher der Name stammt, wer die Begründer:innen sind, welche fünf Säulen die Praxis prägen, wie eine typische Klasse aufgebaut ist und worauf du achten solltest, wenn du Jivamukti in der Schweiz ausprobieren möchtest.