Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.
Schuppenflechte im Gesicht ist eine Form der Psoriasis vulgaris – einer chronisch-entzündlichen Hauterkrankung, die zu den Autoimmunerkrankungen zählt und nicht ansteckend ist. Bei einer Psoriasis ist das Immunsystem überaktiv und schüttet vermehrt bestimmte Botenstoffe (Zytokine) aus, die Entzündungsreaktionen in der Haut auslösen [2]. In der Folge erneuern sich die obersten Hautzellen viel zu schnell: Statt der üblichen rund vier Wochen teilen sie sich fast zehnmal so rasch und wandern in nur etwa vier Tagen an die Hautoberfläche. Die abgestorbenen Zellen können dann nicht schnell genug abgestossen werden – die Haut verdickt sich und schuppt deutlich [2].
Grundsätzlich kann Schuppenflechte am ganzen Körper auftreten, besonders häufig an stark beanspruchten Stellen wie Ellenbogen, Knien und Kopfhaut. Das Gesicht ist seltener betroffen, ein Gesichtsbefall kommt im Krankheitsverlauf aber bei etwa der Hälfte der Betroffenen irgendwann vor [3]. Typische Regionen sind die Augenbrauen, der Haaransatz, die Augenlider, Nase und der Bereich rund um die Ohren [3].
Schuppenflechte im Gesicht zeigt sich vor allem durch scharf begrenzte, gerötete Hautstellen mit silbrig-weissen Schuppen, die jucken, spannen oder schmerzen können [2][3]. Die Hautveränderungen ähneln denen an anderen Körperstellen, fallen im Gesicht aber stärker auf.
Weil die Gesichtshaut dünner und empfindlicher ist und stärker Licht, Wetter und Umwelteinflüssen ausgesetzt ist, können die Beschwerden hier ausgeprägt sein. Betroffen sind häufig der Stirn- und Augenbrauenbereich, die Nasenflügel und Wangen sowie die Region um die Ohren. Sind die Augenlider beteiligt, können die Ränder gereizt und verkrustet sein [3].
Zur körperlichen Belastung kommt oft eine seelische hinzu. Sichtbare Hautveränderungen im Gesicht können das Selbstwertgefühl und die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen [4]. Das Universitätsspital Zürich rät ausdrücklich dazu, bei Bedarf auch psychische Unterstützung in Anspruch zu nehmen – das kann die Lebensqualität und sogar den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen [5].
Gut zu wissen: Schuppenflechte ist nicht ansteckend und keine Frage mangelnder Hygiene. Es handelt sich um eine entzündliche Autoimmunerkrankung – Betroffene sind also weder „selbst schuld“ noch eine Gefahr für andere [4][5].
Schuppenflechte entsteht aus einer erblichen Veranlagung in Kombination mit einer fehlgeleiteten, überaktiven Immunreaktion [2][5]. Die genetische Anlage allein löst die Krankheit aber meist nicht aus – häufig kommen bestimmte Auslöser (Trigger) hinzu, die einen ersten Ausbruch oder einen neuen Schub anstossen können.
Zu den bekannten Auslösern und begünstigenden Faktoren zählen:
Diese Faktoren sind individuell sehr unterschiedlich und nicht immer eindeutig zu erkennen [5]. Wenn du deine persönlichen Auslöser kennst, kann es helfen, sie nach Möglichkeit zu meiden. Eine gesunde Lebensweise – etwa Rauchstopp und Gewichtsregulation – kann den Verlauf zusätzlich günstig beeinflussen.
Schuppenflechte verläuft chronisch und in Schüben: Phasen mit sichtbaren Hautveränderungen wechseln sich mit beschwerdearmen oder beschwerdefreien Zeiten ab [5]. Wann ein Schub auftritt und wie lange er dauert, lässt sich kaum vorhersagen; die beschwerdefreien Abschnitte können bei manchen Menschen Jahre, bei anderen nur Wochen dauern.
Medizinisch werden zwei Typen unterschieden: Beim Frühtyp (Typ 1) beginnt die Erkrankung meist vor dem 40. Lebensjahr und betrifft vor allem jüngere Menschen, beim Spättyp (Typ 2) setzt sie später ein [5]. Welcher Typ vorliegt, sagt allein noch nichts über die Schwere im Einzelfall aus – der Verlauf ist individuell sehr verschieden.
Die Gesichtshaut bei Schuppenflechte braucht eine milde, rückfettende Pflege ohne reizende Inhaltsstoffe. Eine konsequente Hautpflege gehört – auch in beschwerdefreien Zeiten – zur Grundlage jeder Behandlung und kann helfen, Schübe zu mildern [5]. Diese Massnahmen ersetzen keine ärztliche Behandlung, unterstützen sie aber sinnvoll.
Folgende Punkte sind im Alltag hilfreich:
Wichtig ist, dass du Pflegeprodukte gerade im empfindlichen Gesichts- und Augenbereich mit deiner Hautärztin oder deinem Hautarzt abstimmst. Was am Körper gut funktioniert, ist für die dünne Gesichtshaut nicht automatisch geeignet.
Schuppenflechte im Gesicht wird je nach Schweregrad mit äusserlichen Mitteln, Lichttherapie oder innerlichen Medikamenten behandelt; heilbar ist sie bislang nicht, lässt sich aber in den meisten Fällen gut kontrollieren [5]. Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt von der Ausprägung, dem Befallsmuster und individuellen Faktoren ab und wird ärztlich entschieden.
Grundsätzlich kommen folgende Ansätze infrage:
Gerade weil die Gesichtshaut dünn und empfindlich ist, gehört die Behandlung in fachärztliche Hände: Kortisonhaltige Cremes sollten nicht eigenmächtig und nicht dauerhaft im Gesicht angewendet werden. Komplementäre Ansätze wie Homöopathie werden mitunter zusätzlich gewünscht, ersetzen eine leitliniengerechte Behandlung aber nicht und sollten vorab mit der behandelnden Fachperson besprochen werden.
Eine ärztliche Abklärung ist sinnvoll, sobald anhaltende gerötete, schuppende Stellen im Gesicht auftreten oder bestehende Beschwerden sich verschlechtern. Da Schuppenflechte anderen Hauterkrankungen ähneln kann, ist eine fachärztliche Einschätzung wichtig, um die richtige Diagnose zu stellen und eine passende Behandlung zu finden [2]. Auch wenn dich die Hautveränderungen seelisch stark belasten oder vorhandene Massnahmen nicht mehr greifen, lohnt sich der Gang in die dermatologische Praxis.
Eine frühzeitige und konsequente Behandlung kann nicht nur die Hautbeschwerden lindern, sondern auch die Lebensqualität verbessern. Auf truVuna findest du Hautärztinnen und Hautärzte in deiner Region. Vergleiche Profile, Leistungen und Bewertungen und kontaktiere passende Praxen direkt, um einen Termin für eine Abklärung zu vereinbaren.
Ist Schuppenflechte im Gesicht ansteckend?
Nein, Schuppenflechte ist nicht ansteckend. Es handelt sich um eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung, bei der das eigene Immunsystem überaktiv ist – sie wird nicht durch Erreger übertragen [4][5]. Auch wenn die schuppenden Stellen im Gesicht auffallen, besteht für andere keinerlei Ansteckungsrisiko. Diese Tatsache ist wichtig, weil viele Betroffene unter Blicken und Stigmatisierung leiden.
Kann Schuppenflechte im Gesicht heilen?
Schuppenflechte ist bislang nicht heilbar, lässt sich mit der passenden Behandlung aber in den meisten Fällen gut kontrollieren [5]. Typisch ist ein schubweiser Verlauf mit beschwerdearmen Phasen. Ziel der Therapie ist es, die Beschwerden zu lindern, Schübe zu reduzieren und die Lebensqualität zu verbessern. Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt vom individuellen Befund ab und wird ärztlich festgelegt.
Welche Creme hilft bei Schuppenflechte im Gesicht?
Im Gesicht werden je nach Befund äusserliche Mittel wie Calcineurin-Hemmer, Vitamin-D-Abkömmlinge oder – kurzzeitig und niedrig dosiert – kortisonhaltige Cremes eingesetzt [1][3]. Weil die Gesichtshaut dünn und empfindlich ist, sollten Wirkstoffe nur nach ärztlicher Verordnung verwendet werden. Welches Präparat geeignet ist, entscheidet die Hautärztin oder der Hautarzt individuell – Selbstbehandlung mit starken Cremes ist hier nicht ratsam.
Was kann einen Schub im Gesicht auslösen?
Mögliche Auslöser sind unter anderem Stress, Infektionen, Hautreizungen, Rauchen, Übergewicht, bestimmte Medikamente sowie klimatische Einflüsse [5]. Diese Trigger sind individuell verschieden und nicht immer eindeutig erkennbar. Wenn du deine persönlichen Auslöser kennst und nach Möglichkeit meidest, kannst du Schüben vorbeugen. Eine gesunde Lebensweise unterstützt den Verlauf zusätzlich.
[1] Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG), 2025, S3-Leitlinie „Therapie der Psoriasis vulgaris“ (AWMF-Reg.-Nr. 013-001), AWMF, https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/013-001
[2] Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), Schuppenflechte (Psoriasis), gesundheitsinformation.de, https://www.gesundheitsinformation.de/schuppenflechte-psoriasis.html
[3] DermNet, Facial psoriasis, https://dermnetnz.org/topics/facial-psoriasis
[4] Weltgesundheitsorganisation (WHO), 2016, Global report on psoriasis, https://www.who.int/publications/i/item/9789241565189
[5] Universitätsspital Zürich (USZ), Psoriasis (Schuppenflechte): Symptome & Behandlung, https://www.usz.ch/krankheit/schuppenflechte/
Diabetes mellitus Typ 2 ist die häufigste Form der „Zuckerkrankheit“ – und sie entwickelt sich meist so langsam, dass viele Betroffene jahrelang nichts davon bemerken. In der Schweiz leben Schätzungen zufolge rund eine halbe Million Menschen mit Diabetes, der weitaus grösste Teil davon mit Typ 2 [1][2]. Dieser Ratgeber erklärt verständlich, wie die Erkrankung entsteht, an welchen Anzeichen du sie erkennen kannst, wie sie diagnostiziert und behandelt wird und welche Rolle die Ernährung dabei spielt.
Ein Ernährungsplan hilft dir, deine Mahlzeiten bewusst an deinem Energiebedarf und deinen Zielen auszurichten – sei es Abnehmen, Muskelaufbau oder einfach eine ausgewogenere Ernährung im Alltag. Mit ein paar Grundlagen kannst du einen solchen Plan selbst erstellen: Du ermittelst deinen Kalorienbedarf, verteilst die Nährstoffe sinnvoll und passt das Ganze an deinen Tagesablauf an. Dieser Ratgeber führt dich Schritt für Schritt durch die wichtigsten Punkte und zeigt, worauf du beim Abnehmen, beim Muskelaufbau und bei bekannten Diätformen wie Keto oder Paleo achten solltest.
Rosacea ist eine Hauterkrankung, die vorrangig im Gesicht auftritt. Stirn, Nase, Kinn und Wangen sind besonders häufig betroffen. Diese Stellen weisen die für die Krankheit typische Rotfärbung auf, die durch erweiterte Blutgefässe entstehen. Auch die Augen können betroffen sein. Bestimmte Faktoren wie Stress, Alkohol oder zu viel Sonneneinstrahlung können die Symptome der Rosacea verschlimmern. Glücklicherweise kann man Rosacea behandeln: Ein Hautarzt hilft dir dabei, die Symptome so gut es geht in den Griff zu bekommen.
Wer schon einmal einen eingewachsenen Zehennagel hatte, der weiss, wie schmerzhaft das sein kann – vor allem dann, wenn sich das umliegende Nagelbett entzündet hat. Nicht immer helfen Salben und Fussbäder. Eine sogenannte Nagelspange kann als schmerzfreie Behandlungsmethode eine gute Alternative zu einer Operation sein. Alles, was du über die Nagelkorrekturspange mit ihren Anwendungsgebieten und zu ihrer Funktionsweise wissen solltest, erläutern wir in unserem Ratgeber. Ausserdem geben wir dir die wichtigsten Infos zum Behandlungsablauf.
Bei der Episkleritis handelt es sich um eine Entzündung im Auge. Betroffen ist vor allem die Episklera – eine feine Bindegewebsschicht, die unterhalb der Lederhaut liegt. Im Vergleich dazu bezieht sich eine Skleritis direkt auf die Lederhaut (Fachbegriff Sklera). Beide Formen haben gemeinsam, dass sie häufig durch andere Krankheiten ausgelöst werden, zum Beispiel durch Autoimmunerkrankungen. Welche Ursachen für eine Episkleritis noch infrage kommen, welche Menschen besonders häufig betroffen sind und warum du bei Augenkrankheiten immer einen Experten zurate ziehen solltest, erfährst du nachfolgend.
AcroYoga ist eine Bewegungsform für mindestens zwei Personen, die Yoga-Asanas, akrobatische Elemente und Thai-Massage zu einer eigenständigen Partner-Praxis verbindet. Eine Person trägt am Boden (die «Basis»), eine andere wird darüber balanciert (der «Flyer») und idealerweise gibt es eine dritte Person, die absichert (der «Spotter»). Die Praxis lebt von Vertrauen, klarer Kommunikation und gegenseitiger Aufmerksamkeit. In diesem Ratgeber findest du eine klare Einführung: Was AcroYoga ist, woher der Stil stammt, welche Rollen und Disziplinen es gibt, wie eine typische Stunde abläuft und worauf du achten kannst, wenn du in der Schweiz einsteigen möchtest.