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Faszien sind Teil des Bindegewebes, sie trennen durch ihre Struktur Organe und Muskeln voneinander und sind im normalen Zustand flüssig und flexibel. Wenn diese jedoch verhärten und verkleben, sorgt die Unbeweglichkeit für Verspannungen und Schmerzen. Die feinen Fasern verdicken und engen die Nerven ein. Sobald du dann deinen Nacken, die Schultern oder den Kopf bewegst, spürst du einen stechenden Schmerz und bist in deiner Bewegung eingeschränkt.
Den Bereich deines Nackens und deines Halses bewegst du bei jeder körperlichen Aktion am meisten. Dazu muss der Hals den viel grösseren Kopf tragen und alle Drehbewegungen ermöglichen. Die Muskulatur im Nacken ist dabei ständig beansprucht und stark belastet. Das führt zu Blockaden und Einschränkungen, besonders wenn die Faszien, Muskeln und Sehnen verhärten.
Unterschieden werden zwei Arten von Nackenschmerzen. Das sind:
Ursachen für Nackenverspannungen hängen immer mit der Muskelaktivität in diesem Bereich zusammen. Schon Fehlhaltungen beim Schlafen und Sitzen führen zur Überdehnung oder Anspannung des Nackens. Dabei werden die Muskeln nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Eine Störung im Stoffwechsel tritt auf und die Faszien und Muskeln verlieren an Flüssigkeit und verhärten. Eine solche Verspannung und Verhärtung ist für dich sehr schmerzhaft. Auslöser sind häufig auch das zu lange Stehen und Sitzen, wenn du zum Beispiel im Büro viel am PC arbeitest. Wenn erste Schmerzen auftreten, versuchst du den Nacken durch eine andere Haltung und Position zu entlasten. Das jedoch führt zu einer verstärkten Anspannung und zu weiteren Schmerzen.
Ursachen für Nackenverspannungen sind jedoch auch Hektik und Stress oder eine dauerhafte Belastung und Erkrankungen wie Osteoporose oder Arthrose. Gerade der Verschleiss an der Halswirbelsäule sorgt für eine höhere Belastung und geringere Bewegungskompensation. Die Bandscheiben werden dünner, es bilden sich Zacken an den Wirbelkörperrändern. All das beeinflusst die Bewegung. Verletzungen wie ein Schleudertrauma bewirken ebenfalls Nackenschmerzen. Selbst Übergewicht und Zugluft sind typische Auslöser. Schmerzen werden auch durch einen Bandscheibenvorfall oder eine Fehlstellung der Wirbelsäule verursacht oder entstehen durch Entzündungen und Nervenreizstörungen.
Die Halswirbelsäule besteht aus sieben Wirbeln und ist im Körper der beweglichste Bereich der Wirbelsäule. Entstehen hier Verspannungen, hilft am Ende nur eine Massage, um die Faszien wieder zu verflüssigen und die Muskeln neu zu aktivieren. Auch ein wohldosiertes sportliches Training unterstützt das Lösen von Nackenschmerzen und kann derartigen Beschwerden vorbeugen. Wichtig ist die Stressreduktion, da die alltägliche Überbelastung oft Nackenverspannungen nach sich zieht. Schmerztherapeuten arbeiten in der Praxis mit Massagen, Wärme, Physiotherapie, schmerzstillenden Massnahmen und der Behandlung vorhandener Grunderkrankungen.
Nackenverspannungen sind selten Teil bestimmter Krankheiten. Trotzdem können sie schwerwiegender auftreten und benötigen dann auch fachärztliche Hilfe. Das ist bei folgenden Beschwerden der Fall:
Generell sind Nackenschmerzen im Bereich der Osteopathie eine bekannte Folge der Verschleissvorgänge im Körper. Krankheiten wie Arthrosen und Osteoporose lösen Verspannungen aus. Aber auch Reflux, genauer gesagt Sodbrennen, kann Schmerzen im Nackenbereich und an der Brustwirbelsäule verursachen, da die Muskelkontraktionen durch das ständige Aufstossen verstärkt stattfinden. Genauso verläuft der Effekt in umgekehrter Form. Verspannungen bewirken Sodbrennen, das dann als stechendes und brennendes Gefühl in deinem Hals hochsteigt. Für die Diagnose muss geklärt werden, welche Krankheiten vorliegen oder ob die Nackenschmerzen durch Muskelverspannungen verursacht werden.
Nackenschmerzen, die keine erkennbare Ursache haben, reduzierst du in der Praxis, wenn du dich mehr bewegst und spezielle Übungen machst, die deine Nackenmuskulatur stärken. Wenn die Schmerzen jedoch nicht verschwinden oder eine eindeutige Ursache haben, ist eine Physiotherapie und Behandlung notwendig. Chronisch sind Nackenschmerzen, wenn sie länger als drei Monate andauern. Auch für solche Patienten ist es wichtig, sich nicht auszuruhen, sondern aktiv zu bleiben. Bei Nackenverspannungen durch Nervenreizungen hilft das Kühlen des Bereichs. Ansonsten werden Nackenschmerzen mit Wärme behandelt. Ebenso sind Übungen zum Kräftigen und Dehnen oder auch manuelle Massagen sinnvoll.
Einige Therapeuten wenden physikalische Therapien an, darunter solche mit Wärme, Kälte, Licht und Strom. Bekannt ist die Elektrotherapie, besonders die perkutane elektrische und die transkutane elektrische Nervenstimulation. Damit soll die Weiterleitung der Signale an die Schmerzrezeptoren im Nacken und Rücken gehemmt werden. Bewährt haben sich auch die Akupunktur und die Akupressur, eine medikamentöse Behandlung mit Schmerzmitteln oder die Infiltration mit Kortison.
Wenn deine Nackenschmerzen durch das zu lange Sitzen am Schreibtisch entstehen, lassen sich vorbeugende Massnahmen treffen, die den Nacken entlasten und Verspannungen lösen. Zum einen gehören dazu ergonomische Sitzmöbel, wobei am Stuhl unter anderem eine Anpassung der Sitzhöhe oder Positionsveränderung der Stuhllehne möglich sind. Auch Arbeitshilfen erleichtern die Sitzhaltung, darunter spezielle Mousepads, Tastaturen und PC-Mäuse. Versuche dabei, gezielt auf deine Sitzhaltung zu achten und mache häufiger Pausen, um deinen Körper zu bewegen, zu entspannen und zu entlasten.
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