Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.
Eine Nagelzange ist ein robustes Schneidewerkzeug, das gezielt Druck auf feste, dicke Nägel aufbaut und sie mit einem Schnitt durchtrennt. Anders als eine Nagelschere, die für feine, dünne Nägel gemacht ist, kommt die Zange dort zum Einsatz, wo Schere oder Knipser den Nagel nur quetschen oder zum Splittern bringen würden.
Sinnvoll ist sie vor allem bei besonders harten oder verdickten Fussnägeln – etwa an den grossen Zehen, im höheren Alter oder wenn der Nagel durch Druck oder eine Pilzerkrankung dicker geworden ist [1][4]. Für die feine Formgebung bleibt die Schere oder Feile besser geeignet; die Zange ist das Werkzeug fürs Grobe.
Achte beim Kauf vor allem auf Material, Schneide und Hygiene-Eignung. Eine gute Nagelzange besteht aus hochwertigem Edelstahl (oft als Chirurgenstahl bezeichnet), ist sterilisierbar und liegt griffig in der Hand. Welches Werkzeug für welche Nägel taugt, zeigt der folgende Überblick:
Für den Alltag reicht meist eine solide Nagelzange aus Edelstahl. Sehr widerstandsfähige Nägel lassen sich mit einem sogenannten Kopfschneider, einer besonders kräftigen Variante, leichter bearbeiten.
Wusstest du schon? Fussnägel wachsen deutlich langsamer als Fingernägel – nur etwa einen Millimeter pro Monat. Deshalb musst du sie nicht wöchentlich, sondern in der Regel nur alle paar Wochen kürzen.
Dicke Fussnägel schneidest du am sichersten nach einem kurzen Fussbad und in mehreren kleinen Schnitten – nicht mit einem groben Ruck. Das Einweichen macht den Nagel weicher und senkt die Verletzungsgefahr. So gehst du vor:
Die Nagelhaut solltest du nicht abschneiden, sondern höchstens vorsichtig mit einem Holzstäbchen zurückschieben. Offene Schnittstellen an der Nagelhaut sind eine Eintrittspforte für Bakterien und Pilze.
Verdickte Fussnägel haben meist mehr als eine Ursache. Häufig spielen das Alter, dauerhafter Druck durch zu enge Schuhe, frühere Verletzungen oder eine Nagelpilz-Infektion (Onychomykose) eine Rolle [4]. In der Fachsprache heisst die reine Verdickung des Nagels Onychauxis [1].
Verfärbt sich ein Nagel gelblich, grünlich oder bröckelig, wird er immer dicker oder beginnt zu schmerzen, steckt manchmal eine behandlungsbedürftige Erkrankung dahinter. Eine Nagelpilz-Behandlung kann langwierig sein, lohnt sich aber – und sollte fachlich begleitet werden, etwa beim Hautarzt, bei der Hautärztin oder in der Podologie.
Bei Diabetes, Durchblutungsstörungen oder vermindertem Gefühl in den Füssen solltest du auf spitzes, scharfes Schneidewerkzeug möglichst verzichten. Der Grund: Kleine Verletzungen werden wegen der oft eingeschränkten Schmerzwahrnehmung leicht übersehen, und Wunden heilen schlechter [3]. Statt zu schneiden, ist es sicherer, die Nägel mit einer Feile zu kürzen und gerade zu formen [3].
Sinnvolle Gewohnheiten für Risikofüsse sind:
Diese Vorsicht klingt nach viel, ist aber schnell zur Routine geworden – und sie schützt vor Komplikationen, die sich sonst lange unbemerkt entwickeln können.
Eine saubere Nagelzange ist genauso wichtig wie die richtige Schnitttechnik. Reinige und desinfiziere das Werkzeug nach jeder Anwendung, und teile dein Nagel-Set nicht mit anderen, ohne es vorher zu reinigen – sonst können Keime oder Nagelpilz weitergegeben werden. Nach dem Schneiden tut den Nägeln und der Nagelhaut etwas Nagelöl oder eine pflegende Creme gut.
Wenn dicke, verfärbte oder schmerzende Nägel dir das Schneiden zu Hause schwer machen – oder wenn du zu einer Risikogruppe gehörst –, ist die fachliche Fusspflege der entspanntere Weg. Dort werden Nägel sicher gekürzt, Probleme wie eingewachsene oder verdickte Nägel fachgerecht behandelt und du bekommst Tipps für die Pflege daheim.
Auf truVuna findest du Anbieter:innen für Fusspflege, Podologie und Nageldesign in deiner Nähe. Vergleiche Profile, Leistungen und Bewertungen und nimm einfach Kontakt auf, um die passende Unterstützung zu finden.
Wann lohnt sich eine Nagelzange statt einer Schere?
Eine Nagelzange lohnt sich vor allem bei dicken, harten oder verdickten Fussnägeln, an denen eine Schere abrutscht oder den Nagel splittern lässt. Sie baut mehr Schneidkraft auf und durchtrennt den Nagel kontrolliert. Für dünne Fingernägel oder feine Formgebung bleibt die Schere die bessere Wahl.
Wie oft sollte ich meine Fussnägel schneiden?
Weil Fussnägel langsam wachsen, reicht es meist, sie alle paar Wochen zu kürzen. Wichtiger als ein fester Rhythmus ist, dass die Nägel gerade geschnitten werden und mit der Zehenkuppe abschliessen. Zu kurze oder seitlich zu rund geschnittene Nägel begünstigen das Einwachsen.
Darf ich dicke Nägel bei Diabetes selbst schneiden?
Bei Diabetes wird statt Schneiden meist das Feilen empfohlen, weil Verletzungen leicht übersehen werden und schlechter heilen. Spitze Werkzeuge solltest du vermeiden, die Füsse täglich kontrollieren und im Zweifel die medizinische Fusspflege nutzen, die bei Diabetes unter bestimmten Voraussetzungen von der Krankenkasse vergütet wird.
Was tun, wenn der Fussnagel immer dicker wird?
Wird ein Nagel zunehmend dicker, verfärbt sich oder schmerzt, kann eine Pilzinfektion oder eine andere Nagelerkrankung dahinterstecken. Das gehört fachlich abgeklärt – bei der Hautärztin, beim Hautarzt oder in der Podologie. Eine Behandlung kann Zeit brauchen, verbessert das Nagelbild aber meist deutlich.
[1] Schweizerischer Podologen-Verband (SPV), Das 1×1 der Podologie – Nagelbehandlungen (u. a. Onychauxis und eingewachsene Nägel). https://www.podologie.swiss/podologie/1x1-der-podologie/
[2] Schweizerische Diabetesgesellschaft, Medizinische Fusspflege / Podologie. https://www.diabetesschweiz.ch/mehr-zur-fachberatung/medizinische-fusspflegepodologie
[3] d-journal (Schweizerische Diabetes-Gesellschaft), Diabetes mellitus und Fusspflege – Vorbeugen ist das A und O. https://www.d-journal.ch/wissen/diabetes-mellitus-und-fusspflege-vorbeugen-ist-das-a-und-o/
[4] Universitätsklinik für Dermatologie, Inselspital Bern, Nagelerkrankungen. https://dermatologie.insel.ch/de/unser-angebot/spezialsprechstunden-und-fachbereiche/nagelerkrankungen
Cystein ist eine schwefelhaltige Aminosäure und damit einer der Bausteine, aus denen unser Körper Proteine bildet. Bekannt ist es vor allem als wichtiger Bestandteil von Haaren und Nägeln – es erfüllt im Stoffwechsel aber noch weitere Aufgaben, etwa als Vorstufe des körpereigenen Antioxidans Glutathion. In diesem Überblick erfährst du, was Cystein ausmacht, welche Funktionen es übernimmt, wie der Körper es selbst herstellt und in welchen Lebensmitteln es vorkommt.
Einen Leberfleck lässt man entweder aus medizinischen Gründen entfernen, wenn er auffällig ist und abgeklärt werden muss, oder aus rein kosmetischen Gründen, wenn er als störend empfunden wird. Die wichtigste Regel vorweg: Bevor ein Leberfleck entfernt wird, sollte er von einer dermatologischen Fachperson beurteilt werden. So lässt sich vermeiden, dass eine bösartige Veränderung übersehen wird. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Verfahren es gibt, wann eine Entfernung sinnvoll ist, warum du selbst nicht Hand anlegen solltest und mit welchen Kosten in der Schweiz zu rechnen ist.
Morgens, noch halb verschlafen, greifst du zur Creme – und hoffst, dass sie das Richtige für deine Haut tut. Aber stimmt das auch? Gerade im Dschungel der unzähligen Produkte und Versprechen verliert man schnell den Überblick. Die gute Nachricht: Es braucht keine teure Apothekencreme und kein kompliziertes 10-Step-Ritual. Es braucht die richtige Creme für deine Haut – und ein bisschen Wissen darüber, was wirklich wirkt. Dieser Ratgeber hilft dir dabei.
Wenn ein System wie beispielsweise der menschliche Körper mithilfe von bestimmten Funktionen in einem Gleichgewichtszustand gehalten wird, dann spricht man von Homöostase. Der Begriff der Homöostase wird insbesondere im Bereich der Biologie verwendet und beschreibt meistens Prozesse der Selbstregulation. Doch nicht nur in der Biologie, sondern auch in anderen Dachbereichen wird der Begriff der Homöostase gebraucht. Wie eine Homöostase genau abläuft, was du dir darunter vorstellen kannst und wofür sie gebraucht wird, erfährst du in diesem Artikel.
Schmerzen am Fussrücken – also auf der Oberseite des Fusses zwischen Sprunggelenk und Zehen – sind weit verbreitet und meist die Folge einer Überlastung. Oft stecken gereizte Sehnen, ungeeignetes Schuhwerk oder eine ungewohnte Belastung dahinter. In den meisten Fällen bessern sich die Beschwerden mit Entlastung wieder. Manchmal verbirgt sich aber auch eine ernstere Ursache wie ein Ermüdungsbruch. Dieser Ratgeber erklärt, wie Schmerzen am Fussrücken entstehen, was du selbst tun kannst und wann eine Abklärung wichtig ist.
Ob nach einer Überlastung am Schreibtisch, einem unglücklichen Abstützen beim Sport oder bei ziehenden Schmerzen im Daumenbereich: Ein Tape am Handgelenk soll Halt geben, ohne die Hand komplett ruhigzustellen. Das Anlegen ist mit etwas Übung gut selbst machbar. Dieser Ratgeber zeigt dir Schritt für Schritt, wie du dein Handgelenk tapen kannst, wann das sinnvoll ist, was die Forschung zur Wirkung sagt – und in welchen Situationen du das Tape besser weglässt und stattdessen eine fachliche Abklärung suchst.