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Falsche Augenbrauen lassen viele Menschen entfernen, weil die Farbe mit der Zeit verblasst, sich der persönliche Geschmack ändert oder das Ergebnis nicht den Vorstellungen entspricht. Permanent Make-up wie falsche Augenbrauen haben durchaus ihre Vorteile. Du musst dich nicht jeden Morgen neu schminken. Stattdessen sind die Farben bereits in die Haut eingestochen. Oft setzt man diese künstlichen Pigmente bei den Augenbrauen oder Wimpern ein, um ihnen ein volleres und dichteres Aussehen zu geben. Eine häufig angewendete Methode ist hierbei das Microblading, bei dem dir im Studio mit feinen Nadeln Pigmentierungen in die Haut eingestochen werden. Wirklich „permanent“ ist diese Art von Make-up allerdings nicht. Mit der Zeit verblassen die Farben, die Brauen lichten sich und verlieren an Fülle. Um wieder schnell zu einem natürlichen Look zurückzukehren, lassen viele daher das Microblading entfernen. Andere Gründe dafür sind wechselnde Geschmäcker und Moden. Mit der Zeit passt der Look nicht mehr, du möchtest eine komplett andere Art von Permanent Make-up auftragen oder wieder zurück zu deinem natürlichen Äusseren. In manchen Fällen entwickelt sich auch ein gesundheitliches Problem durch die künstlichen Farbpigmente in der Haut [3]. Welche Behandlung du wählst, hängt unter anderem von der Art der falschen Brauen oder der kosmetischen Tätowierung ab.
Gängige Methoden zur Entfernung von Microblading sind Fruchtsäure-Peelings, Laserbehandlungen und Pigmentoff-Remover [1] [2]. Wichtig ist, dass du dich zunächst von einer Fachperson beraten lässt. Auf unserer Plattform findest du verschiedene Kosmetikstudios, die dir zum Thema „Microblading entfernen" Informationen geben können. Welche Methoden infrage kommen, hängt von der Art des Permanent Make-ups ab und davon, wo auf der Haut sich dieses Make-up befindet.
Die gängigen Methoden mit Funktionsweise und Eignung im Überblick:
Letztlich stellt jede Entfernung eines Microbladings einen Einzelfall dar. Ausserdem gilt: Egal, welche Methoden du wählst, entscheidend ist die Qualität der Behandlung. Sonst ist eine Korrektur notwendig oder das Ergebnis sieht noch unschöner aus als die verblassenden Farbpigmente in der Haut. Die Behandlung muss eine ausgewiesene Fachperson durchführen. Alternativen sind das Abschleifen der Haut oder die chirurgische Tattooentfernung. Allerdings ist von diesen dringend abzuraten, wenn sie nicht absolut nötig sind. Bei solchen Methoden sind die Risiken von Infektionen und Narbenbildung äusserst hoch.
Wichtiger Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel ersetzen keine medizinische Beratung. Bei Hautproblemen, Entzündungen oder Unsicherheiten bezüglich der Entfernung von Permanent Make-up solltest du immer eine dermatologische Fachperson konsultieren.
Eine Behandlung mit Fruchtsäure funktioniert durch das Auftragen eines speziellen Peelings, das die oberen Hautschichten abschält und so die künstlichen Pigmente nach und nach entfernt. Der Einsatz von Fruchtsäure ist eine beliebte Methode, um ein Microblading zu entfernen. Dabei handelt es sich um ein spezielles Peeling aus Alpha-Hydroxysäuren (AHA). Man setzt es auch gegen Pigmentflecken und Falten ein [2]. Die dermatologische Praxis oder das Studio tragen das Peeling auf die betreffenden Stellen auf. Die Fruchtsäure führt zu einer Abschälung der oberen Hautschichten, in denen sich auch die künstlichen Pigmente befinden. Darunter bildet sich dann eine neue, ganz weiche Haut ohne das Permanent Make-up. Es sind mehrere Behandlungen in regelmässigen Abständen notwendig, bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist. Daneben gibt es noch Fruchtsäure-Produkte aus der Drogerie. Allerdings solltest du nicht versuchen, das Microblading ganz alleine ohne eine Fachperson zu entfernen. Die übermässige Verwendung von Fruchtsäure kann die Haut beschädigen. Eine Fachperson führt die Behandlung möglichst hautverträglich durch. Ein Nachteil ist der lange Behandlungszeitraum.
Eine Laserbehandlung funktioniert, indem hochenergetische Lichtimpulse die Farbpigmente in der Haut erhitzen und in winzige Teile zersprengen, die der Körper dann abbauen kann. Die Laserbehandlung darfst du nur von einer ausgewiesenen und geschulten Fachperson durchführen lassen. Hierbei setzt man einen speziellen Laser (oft Picosekunden- oder gütegeschaltete Nd:YAG-Laser) ein [1]. Diese Methode ist etwas schmerzhaft, dafür aber sehr möglich.
So läuft die Laserbehandlung ab:
Wie viele Sitzungen notwendig sind, um die Tätowierung komplett verschwinden zu lassen, hängt von dem Make-up ab und von der Beschaffenheit deiner Haut. Die Laserbehandlung hat den Nachteil, nur mit dunklen und roten Farben gut zu funktionieren. Hellere Farbtöne, auch grün und blau, entfernt der Laser nicht effektiv. Hier müssen andere Methoden zur Anwendung kommen. Manche Menschen empfinden die Behandlung mit einem Laser auch als unangenehm. Dafür hinterlässt diese Methode so gut wie keine Narben.
Ein Pigmentoff-Remover ist eine Remover-Technik, bei der eine spezielle Lösung oder Paste in die oberflächlichen Hautschichten eingebracht wird, um Pigmente schrittweise an die Hautoberfläche zu transportieren. Die unabhängige Studienlage zu solchen Remover-Verfahren ist deutlich schwächer als zur Laserentfernung. Deshalb sind Beratung, hygienische Durchführung, sorgfältige Nachsorge und realistische Erwartungen besonders wichtig. In Augennähe ist zusätzliche Vorsicht nötig, weil Remover-Flüssigkeiten oder -Pasten nicht ins Auge gelangen dürfen.
Wusstest du schon?
Die Entfernung von Permanent Make-up erfordert oft mehr Geduld als das Stechen selbst. Während ein Microblading in ein bis zwei Stunden erledigt ist, dauert die vollständige Entfernung mittels Laser oder Fruchtsäure mehrere Monate, da zwischen den einzelnen Sitzungen Heilungspausen von vier bis sechs Wochen eingehalten werden müssen.
Die Nachbehandlung geeigneteht aus konsequentem Sonnenschutz, dem Vermeiden von Wasser und Sport in den ersten Tagen sowie der Pflege mit möglichst hautverträglichen Wundsalben [1]. Wie genau die Nachbehandlung aussieht, hängt von der gewählten Methode und von der behandelten Stelle ab. Bei einer Laserbehandlung etwa sollte die Stelle nicht der Sonne ausgesetzt sein und im geeigneten Fall für ein paar Tage nicht mit Wasser in Kontakt kommen. Die Haut ist nach der Behandlung sehr empfindlich und kann schnell einen Sonnenbrand bekommen. Achte daher auf eine Sonnencreme. Auf Sport solltest du für eine Weile verzichten. Wichtig ist die Gesichtspflege mit möglichst hautverträglichen Cremes und Wundsalben. Make-up solltest du auf die betreffenden Stellen erst einmal nicht auftragen. Nach der Behandlung solltest du auf jeden Fall eine dermatologische Praxis aufsuchen und die Stelle genau untersuchen lassen.
Häufige Nebenwirkungen sind Rötungen, Schwellungen und eine leichte Schorfbildung an der behandelten Stelle. In der Regel verschwinden sie nach nur wenigen Tagen. Mitunter kann sich eine Art Schorf bilden. Du solltest ihn nicht abkratzen. Am geeigneten lässt du die Finger ganz von der Stelle, ausser um eine Salbe aufzutragen. Damit begünstigst du die Heilung. Bei unsachgemässer Anwendung oder mangelnder Hygiene können in seltenen Fällen auch Infektionen oder Narben entstehen [3].
Die Kosten für die Entfernung von Microblading in der Schweiz variieren je nach Methode, Grösse des Areals und Anzahl der benötigten Sitzungen. In der Regel musst du mit Preisen zwischen CHF 100.– und CHF 440.– pro Sitzung rechnen.
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Ist die Entfernung von Microblading schmerzhaft? Das Schmerzempfinden ist individuell. Eine Laserbehandlung kann sich wie das Schnalzen eines Gummibandes auf der Haut anfühlen. Oft wird vor der Behandlung eine betäubende Creme aufgetragen, um die Schmerzen zu lindern.
Wie lange dauert es, bis das Microblading komplett entfernt ist? Das hängt von der Methode, der verwendeten Farbe und der Tiefe der Pigmente ab. In der Regel sind mehrere Sitzungen im Abstand von vier bis sechs Wochen notwendig. Der gesamte Prozess kann mehrere Monate dauern.
Bleiben nach der Entfernung Narben zurück? Bei fachgerechter Anwendung durch geschultes Personal ist das Risiko der Narbenbildung sehr gering. Besonders moderne Laserverfahren und Fruchtsäure-Peelings gelten als sehr möglichst hautverträglich.
Kann ich nach der Entfernung sofort wieder neues Permanent Make-up auftragen lassen? Nein, die Haut benötigt Zeit zur Heilung. Es wird empfohlen, mindestens drei bis sechs Monate zu warten, bevor ein neues Microblading oder Permanent Make-up gestochen wird.
Zahlt die Krankenkasse die Entfernung von Permanent Make-up? In der Regel handelt es sich um einen rein ästhetischen Eingriff, dessen Kosten nicht von der Krankenkasse übernommen werden. Die Kosten musst du selbst tragen.
[1] Geisler, A. N. et al., 2023, Lasers for the treatment of eyebrow microblading and cosmetic tattoo pigment: a review of the literature, Lasers in Medical Science, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37932517/.
[2] Wiest, L. G. & Habig, J., 2015, Chemische Peels in der Dermatologie, Der Hautarzt, https://link.springer.com/article/10.1007/s00105-015-3672-3.
[3] Verbraucherzentrale Deutschland, 2024, Tattoos und Permanent Make-up: gesundheitliche Risiken, Verbraucherzentrale, https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/produkte/tattoos-und-permanent-makeup-gesundheitliche-risiken-10964.
[4] Kream, E. et al., 2023, Laser Removal of Eyeliner and Eyebrow Tattoos: Chart Review, Experiences, and Learnings, Journal of Clinical and Aesthetic Dermatology, https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10703503/.
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