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Trockene Haut – Ursachen, Risikofaktoren und die richtige Hautpflege

Trockene Haut – Ursachen, Risikofaktoren und die richtige Hautpflege

Viele Menschen leiden unter trockener Haut. Hauttrockenheit sorgt für Juckreiz, Spannungsgefühle und trockene Haut besonders empfindlich. Bei den Betroffenen sorgt es daher für Unbehagen und hat nicht nur körperliche Auswirkungen. Doch wie entsteht sie, was sind die häufigsten Ursachen trockener Haut und wie kann Hautpflege den Hautzustand verbessern? Diese und andere interessante Fragen zum Thema trockene Haut haben wir nachfolgend für dich beantwortet.

Was ist trockene Haut?

Hauttrockenheit entsteht in erster Linie durch einen Mangel entweder an Feuchtigkeit oder an Fett in Form von Hauttalg. Bei trockener Haut spricht der Hautarzt von einer Xerosis Cutis. Frauen leiden häufiger unter trockener Haut als Männer. Im Laufe des Lebens kann sich der Hautzustand ausserdem verändern, sodass mit zunehmendem Alter die Wahrscheinlichkeit von trockener Haut zunimmt.

Woran erkenne ich Hauttrockenheit?

Trockene Haut macht sich besonders häufig im Gesicht oder an den Händen bemerkbar. Sie kann aber grundsätzlich an anderen Hautstellen am Körper auftreten. Wenn die Haut nur leicht trocken ist, dann bemerken viele das gar nicht. Erst wenn die Hauttrockenheit stärker wird, zeigen sich die ersten Beschwerden. Die deutlichsten Anzeichen sind dabei:

  • Die Haut ist rau, spröde und verliert verstärkt Hautschuppen.
  • Es kommt zu Hautrötungen, Juckreiz und gelegentlich auch Ausschlag.
  • Das Gesicht kann fahl und grau wirken.
  • Die Haut spannt stark und reisst schnell ein.
  • Der Turgor, die Hautspannung, lässt nach.

Den letzten Punkt kannst du leicht überprüfen, wenn du zum Beispiel die Haut auf dem Handrücken einige Sekunden zwischen Zeigefinger und Daumen zusammendrückst und hochziehst. Wenn die Hautfalte, nachdem du sie wieder losgelassen hast, nicht sofort wieder in ihren Ausgangszustand zurückkehrt, dann ist das ein Anzeichen für Hauttrockenheit.

Welche gesundheitlichen Folgen kann trockene Haut haben?

Die Haut ist ein wichtiges Organ. Wenn sie zu trocken ist, können die einzelnen Hautschichten ihre Funktionen nicht richtig erfüllen. Dazu gehören:

  • Sonnenschutz
  • Regulation von Körpertemperatur und Wasserhaushalt
  • Sinneswahrnehmung
  • Schutz vor Krankheitserregern, Verletzungen und anderen äusseren Einflüssen. Daher ist trockene Haut besonders anfällig für Infektionserkrankungen und allergische Reaktionen.
  • Hauttrockenheit kann auch zur psychischen Belastung werden und Stress auslösen, da sie schmerzhaft sein kann. Darüber hinaus sorgt sie für Unbehagen, wenn sie Hautstellen betrifft, die für die Mitmenschen sichtbar ist.

Was sind die häufigsten Ursachen für diesen Hautzustand?

Viele Faktoren können trockene Haut verursachen oder den bestehenden Hautzustand verschlimmern. Dabei muss man zwischen inneren und äusseren Ursachen unterscheiden. Zu den inneren Faktoren gehören:

  • Erblich bedingte Hauttrockenheit
  • Alter, wobei hier gleich mehrere Faktoren mitverantwortlich sein können. Zum einen arbeiten Talg- und Schweissdrüsen mit zunehmendem Alter immer schlechter, das ist ein natürlicher Prozess. Zum anderen ist die Hautbarriere der Epidermis nicht mehr so leistungsfähig und kann weniger Feuchtigkeit binden.
  • Hormone beeinflussen den Feuchtigkeitsgehalt und den allgemeinen Hautzustand erheblich.
  • Hauterkrankungen und andere Krankheiten
  • Beeinträchtigungen des Immunsystems und Allergien

Zu den äusseren Ursachen für trockene Haut zählen:

  • UV-Strahlung
  • Das Wetter im Allgemeinen. Dabei kann sowohl übermässige Hitze, Kälte, Luftfeuchtigkeit und Heizungsluft die Haut austrocknen.
  • Krankheitserreger wie Bakterien oder Pilze
  • Häufiger oder langer Kontakt mit Wasser
  • Zu häufiges Duschen, insbesondere mit entfettender Seife und Duschgel mit dem falschen pH-Wert
  • Hormonelle Verhütungsmittel und Medikamente, wie zum Beispiel die Antibaby-Pille, verändern den Hormonhaushalt.
  • Auch einige andere Medikamente können Hauttrockenheit als Nebenwirkung verursachen.
  • Alkohol und Zigaretten schädigen die Haut und insbesondere die Hautbarriere.
  • Falsche Ernährung und Mangelerscheinungen
  • Kosmetika und Parfums

Welche Krankheiten können trockene Haut verursachen?

Wie bereits erwähnt, können einige Krankheiten zu trockener Haut führen. Verschiedene Hauterkrankungen, wie zum Beispiel Schuppenflechte, Neurodermitis, Mundrose oder die Fischschuppenkrankheit, können trockene Haut verursachen. Ekzeme entstehen einerseits durch trockene Haut, sie können andererseits aber auch deren Auslöser sein. Darüber hinaus können folgende Krankheiten Hauttrockenheit als charakteristische Symptome haben:

  • Diabetes
  • Unterfunktionen der Schilddrüsen und Nebenschilddrüsen
  • Erkrankungen des Magens oder Darms, wie zum Beispiel Zöliakie, Magenschleimhautentzündung, Morbus Crohn, Zöllinger-Ellison-Syndrom oder Dünndarmentzündungen
  • Allergien, insbesondere Kontaktallergien

Warum ist eine intakte Hautbarriere bei trockener Haut so wichtig?

Neben der Talg- und Schweissproduktion ist eine intakte Hautbarriere ein entscheidender Faktor, wenn es darum geht, die Gesundheit der Haut zu gewährleisten. Wenn die Hautbarriere nicht gleichmässig ist und anfängt zu bröckeln, verliert der Körper schneller Wasser und Fett. So trocknet sie noch schneller aus. Darüber hinaus macht sie den Körper angreifbar für Krankheitserreger, die wiederum ebenfalls eine Hauttrockenheit verursachen können.

Welche Hautpflege hilft trockener Haut vorzubeugen?

Achte bei der Hautpflege darauf, dass sie möglichst sanft und pH-neutral ist, um die Hautbarriere nicht zu beschädigen oder der Haut Feuchtigkeit zu entziehen. Alkoholhaltige Gesichtsreiniger können die Haut ebenfalls austrocknen. Beim Duschen sollte das Wasser nur lauwarm sein, denn heisses Wasser entzieht der Haut ebenfalls Feuchtigkeit. Achte bei Cremes und Körperlotionen darauf, dass sie speziell für trockene Haut gemacht sind. In der Regel sind solche Produkte wasserfrei, besonders fetthaltig und mit den Vitaminen A und E angereichert. Darüber hinaus solltest du immer darauf achten, ausreichend zu trinken.

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