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Vielleicht geht es dir wie den meisten von uns: Je mehr wir über ein bestimmtes medizinisches Thema lesen, desto misstrauischer werden wir unserem eigenen Körper gegenüber. Natürlich würde jeder gern wissen, ob sein Muskeltonus im normalen Rahmen liegt. Mit unseren heutigen technischen Möglichkeiten ist die Messung des Spannungszustands eines Muskels auch kein Problem.
Die Schwierigkeit liegt vielmehr darin, dass nicht die gesamte Muskulatur zu jeder Zeit denselben Ruhetonus hat. Wenn unsere Schultern vom stundenlangen Sitzen vor dem Bildschirm verkrampft sind, weisen sie beispielsweise eine viel höhere Muskelspannung auf als unsere Füsse. Von daher kann ein Arzt keinen „generellen Muskeltonus“ auf einer Skala messen.
Im Wachzustand sind immer irgendwelche Muskeln angespannt, auch wenn wir uns nicht bewegen. Selbst wenn es nur wenige Muskelfasern sind: Solange wir wach sind, ist immer ein gewisser Muskeltonus vorhanden. Sogar um einfach nur unseren Kopf aufrecht zu halten ist Muskelspannung notwendig.
Auch wenn wir einfach nur herumstehen oder auf einem Stuhl sitzen, müssen wir bestimmte Muskelpartien anspannen. Dieser passive Muskeltonus wird als Grundspannung oder Ruhetonus bezeichnet. Er ist die Voraussetzung für
Bei all unseren Aktionen bewegen wir viel mehr Muskeln, als wir glauben: Am Lachen sind beispielsweise bis zu 300 verschiedene Muskeln beteiligt.
In unserem Organismus gibt es glatte und quergestreifte Muskulatur. Sämtliches Muskelgewebe, das wir mit unserem Willen steuern können, besteht aus quergestreiften Muskeln. Je mehr wir die quergestreiften Muskelgruppen trainieren, desto stärker wird ihre Kraft. Der Prozentsatz der Muskelmasse und unser Energieumsatz steigen dadurch an. Die Funktionen des glatten Muskelgewebes (wie beispielsweise der Blutgefässe) können wir hingegen nicht beeinflussen. Sie werden von Stimulationen durch Hormone und verschiedene Nerven gesteuert – können aber medikamentös durch Muskelrelaxantien beeinflusst werden.
Wenn der Verdacht auf eine Störung des Muskeltonus (muskuläre Dystonie) besteht, wird ein Arzt die Muskelspannung untersuchen. Dazu überprüft er am liegenden Patienten die Bewegungen einzelner Gelenke. Dabei bewegt der Arzt die Gelenke passiv – ohne dass der Patient die Bewegungen selbst ausführt. Einen zu niedrigen Muskeltonus erkennt er daran, dass die Muskeln schlaff mitschwingen und keinerlei Widerstand gegen die von ihm verursachte Bewegung zeigen. Bei einem zu hohen Muskeltonus – wie beispielsweise bei einer Spastik – verstärken sich die Symptome durch die Eigenspannung der Muskeln, je schneller das Gelenk bewegt wird. Eine zu niedrige Muskelspannung wird als Hypotonie bezeichnet, eine zu hohe dagegen als Hypertonie.
Ein erhöhter Ruhetonus der Muskulatur hat unangenehme Folgen. Wahrscheinlich weisst du, wie sich ein verspannter Nacken anfühlt. Stell dir vor, dass sich diese Verspannung über deinen gesamten Körper erstreckt. Nicht nur, dass verspannte Muskeln die Beweglichkeit beeinträchtigen – es entsteht dabei häufig auch ein Kontrollverlust über die angespannten Muskelfasern (sensomotorische Amnesie).
Viele Menschen befinden sich heutzutage als Folge unserer modernen Lebensweise in einem permanenten Verspannungszustand. Erscheint beispielsweise der Chef auf der Bildfläche, ziehen sie automatisch die Schultern hoch: eine instinktive Schutzhaltung für den Kopf. Selbst wenn der Chef wieder verschwunden ist, bleiben sie oft in dieser Schutzhaltung ohne sich dessen bewusst zu sein: sensomotorische Amnesie, wie sie im Lehrbuch steht.
Obwohl die meisten Menschen heute eher unter Hypertonie leiden, gibt es auch Fälle von Hypotonie. Erwachsene Hypotoniker werden oft als antriebsarm bezeichnet. Allerdings haben viele gelernt, mit ihrem Handicap umzugehen und suchen deshalb keinen Arzt auf. Vielleicht sind sie in ihrem Bekanntenkreis als Menschen „mit zwei linken Händen“ oder gar als „Faulpelz“ bekannt. Sie kommen aber zumeist mit ihrem Leben zurecht.
Anders bei Kindern: Bei ihnen wird deutlicher, dass die Funktionen bestimmter Muskelgruppen nicht der üblichen Norm entsprechen. Babys in den ersten Monaten tun sich oft schwer damit, den Kopf zu heben. Später sind sie häufig tollpatschig und stossen öfters als andere gegen Hindernisse. In der Schule werden sie als unaufmerksam und unkooperativ wahrgenommen. Nichts davon ist richtig. Diese Kinder leiden unter einer komplexen Störung im Umgang mit ihrer körpereigenen Schwerkraft, die eine Lähmung ihrer Aktivitäten verursacht.
Wenn du bei deinem Kind eine muskuläre Hypotonie vermutest, solltest du seinen Muskeltonus vom Arzt untersuchen lassen. Ausser Ergotherapie und Physiotherapie eignet sich besonders die Sensorische Integrationstherapie, um das zugrunde liegende Wahrnehmungsproblem zu lösen. Gegen stressbedingte Hypertonie helfen Übungen von Feldenkrais oder Bobbard und progressive Muskelentspannung. Yoga und autogenes Training verhelfen dir zu einer besseren Selbstwahrnehmung. Dadurch kannst du deine Verspannungen besser lokalisieren und gezielter gegen sie vorgehen.
Leidest du an orthopädischen Problemen wie einem Fersensporn oder der Kalkschulter, musst du nicht gleich an eine Operation denken. Die Stosswellentherapie ist eine Behandlung, deren positive Wirkung nachweislich bestätigt ist. Vor allem bei einem Fersensporn kann dir diese physikalische Therapie schnell helfen, die Schmerzen loszuwerden. Die Stosswellentherapie wird von Orthopäden oder von Physiotherapeuten durchgeführt.
Homöopathische Potenzen finden sich in Angaben wie D6 oder C15 auf homöopathischen Mitteln wieder und beschreiben, mit welcher Potenzierung oder Verdünnung der ursprüngliche Wirkstoff enthalten ist. Je höher die Zahl, desto häufiger wurde der Potenzierungsprozess durchgeführt. Der Buchstabe vor der Zahl beschreibt dabei das Mischungsverhältnis. Viele stellen sich dabei die Frage, welche Potenz die stärkste und damit die wirkungsvollste bei dem entsprechenden Präparat ist. Wie effizient homöopathische Mittel wirken, ist jedoch in wissenschaftlichen Kreisen höchst umstritten, da die Herstellung der Mittel im genauen Gegensatz zur Herstellung herkömmlicher Arzneien steht.
Bei der Ozontherapie wird Sauerstoff in einer besonderen Form verwendet. Statt wie in der Raumluft als O2, besteht dieses Gas aus O3, also aus drei miteinander verbundenen Sauerstoffmolekülen. Industriell kommt diese besondere Form des Sauerstoffs als Desinfektionsmittel zur Anwendung, insbesondere dort, wo keine flüssigen Mittel eingesetzt werden können. Ausserdem wird Ozon in der Naturheilkunde und in der Komplementärmedizin innerlich bei der Eigenbluttherapie genutzt. Überdies wird die Ozontherapie erfolgreich zur äusseren Behandlung verwendet. Sie beschleunigt den Heilungsprozess bei Wunden und kann bei diabetischen Geschwüren oder einer beginnenden Nekrose die Durchblutung verbessern sowie Infektionen wirkungsvoll bekämpfen – ist aber nicht ohne Nebenwirkungen.
Die alten Römer prägten das Leben in ihrem Reich und ihren Provinzen über Jahrhunderte. Vieles hat die Zeit überdauert. Dazu gehört die römische Badekultur, die bereits in Badeanstalten wie Aquae Helveticae (Baden) praktiziert wurde. Die klassischen prunkvollen römischen Thermen gibt es derweil kaum noch. Heute sind sie Bäderlandschaften gewichen, die abwechslungsreich mit verschiedenen Anwendungen ausgestattet sind. Das römische Bad dient nicht mehr in erster Linie der Hygiene, Kommunikation oder Repräsentation von Macht. Die heutigen Badetempel bieten umfangreiche Leistungen für Körper und Psyche. Was du schon immer zum römischen Bad wissen wolltest und wo du Angebote findest, erfährst du hier.
Das Fuss- oder Sprunggelenk hat wichtige Funktionen und trägt das gesamte Körpergewicht. Das macht es anfällig für Verletzungen, die du im Ernstfall von einem Orthopäden behandeln lässt. Der aufrechte Gang ist eine Belastung für den Bewegungsapparat und dasselbe gilt für die Bewegung beim Sport: Beim Springen und Laufen wächst der Anspruch an die Gelenke. Ist die dort sitzende intrinsische Muskulatur geschwächt, kommt es zu Fussfehlstellungen und Erkrankungen. Vorbeugende Massnahmen für den Schutz des Fussgelenks sind daher genauso wichtig wie eine Behandlung bei Beschwerden. Alles rund um das wichtige Thema gibt es hier.
Ein roter, schmerzhafter Ausschlag im Gesicht ist ein häufiges Bild bei Menschen mit systemischem Lupus erythematodes. Kurz SLE oder auch Lupus genannt, hat die Krankheit mit dem umständlichen Namen viele Erscheinungsformen. Die wichtigsten Fragen rund um Autoimmunkrankheiten, über Symptome, die Behandlung und den Verlauf, über Medizin und Ernährung bei Lupus haben wir dir hier zusammengestellt.