Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

>
Ratgeber-Übersicht
>
Vampire Lifting – Faltenbehandlung mit Eigenblut

Vampire Lifting – Faltenbehandlung mit Eigenblut

Beim Vampire Lifting handelt es sich um eine relativ moderne Therapie, um die Vorgänge der Hautalterung zu verlangsamen. Dabei handelt es sich allerdings nicht wirklich um ein Lifting. Anders als beispielsweise bei einer Nasenkorrektur ist kein operativer Eingriff notwendig. Die Verbesserung des Hautbilds erfolgt durch Unterspritzung entsprechender Hautpartien mit körpereigenem Material. Als Grundlage dient dein Blut. Das Vampire Lifting ist eine Form der Eigenbluttherapie, daher auch die Namensgebung. So abenteuerlich das Vampirlifting klingt, mittlerweile hat es viele Fans gefunden und zahlreiche Hollywoodstars schwören darauf. Die Behandlung kann zur Verjüngung der Haut von Gesicht, Hals, Dekolleté und Handrücken angewandt werden.

Was ist Vampire Lifting?

Nutzt man die korrekte medizinische Bezeichnung für das Vampire Lifting, so spricht man von einer PRP-Therapie. Die Abkürzung „PRP“ steht für „Platelet Rich Plasma“. Ins Deutsche könnte man dies mit „plättchenreiches Plasma“ übersetzen. Dieses Plasma ist besonders reich an Blutplättchen und wird beim Vampire Lifting wie bei der Mesotherapie mit vielen kleinen Nadeln unter die Haut gebracht. Der Zweck besteht darin, erschlaffte Bereiche an Wangen, Augen und Hals dadurch zu straffen.

Wie funktioniert die Behandlung?

Für die Therapie wird Blut mit einer Spritze aus der Vene des Patienten entnommen. In der Regel handelt es sich dabei nur um wenige Milliliter. Unmittelbar nach der Entnahme wird das Blut des Patienten zentrifugiert. Die weissen und roten Blutkörperchen werden vom Blutplasma getrennt und es können Stoffe wie Aminosäuren und Calciumchlorid hinzugefügt werden. Die Blutplättchen (Thrombozyten) verbleiben im Blutplasma. Das Blut muss vorbehandelt werden, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Die Behandlung mit dem Blutplasma kann auch mit anderen Methoden kombiniert werden. So kann dem Blutplasma beispielsweise Hyaluronsäure beigemengt werden. Die Hyaluronsäure verstärkt den verjüngenden Effekt des Vampire Liftings noch zusätzlich, da die Fähigkeit der Haut, Feuchtigkeit zu binden, verstärkt. Für ein optimales Ergebnis sollte die Behandlung nach etwa drei bis sechs Monaten wiederholt werden. Zudem solltest du das Vampire Lifting mehrfach durchführen lassen. Als ideal gelten mindestens drei Sitzungen. Die Behandlung dauert in der Regel nur 30 Minuten und die Regenerationszeit liegt bei einem Tag.

Wie kann ich mich auf diese Therapie vorbereiten?

In manchen Fällen wird empfohlen, vor dem Vampire Lifting eine Mikrodermabrasion durchführen zu lassen. Diese Behandlung sollte etwa zwei bis drei Tage vor der PRP-Behandlung stattfinden. Ihr Ziel ist es, verhornte Hautschichten zu entfernen, sodass die Haut für das spätere Vampire Lifting aufnahmefähiger ist. Alternativ zur Mikrodermabrasion bietet sich ein oberflächliches Fruchtsäurepeeling an. Vor der eigentlichen PRP-Behandlung wird ausserdem eine lokale Betäubung empfohlen. Da die feinen Nadeln beim Vampire Lifting vergleichsweise tief in die Haut eindringen, ist es besser, entsprechende Bereiche zu betäuben.

Für wen ist eine Therapie wie das Vampire Lifting geeignet?

Grundsätzlich kann das Vampire Lifting in jedem Alter und bei jedem Hauttyp für die Gesichtsstraffung angewandt werden. Als besonders empfehlenswert gilt diese Therapie für Menschen, die ihr Hautbild auf schonende Weise verbessern, auf einen operativen Eingriff aber lieber verzichten möchten. In der Regel werden beim Vampire Lifting keine synthetischen Wirkstoffe eingesetzt, weshalb die Gefahr von Unverträglichkeiten gering ist.

Welche Gründe sprechen gegen eine Faltenbehandlung mit Plasma?

Wie bei jeder medizinischen Behandlung, gibt es auch Gründe, die unter Umständen gegen ein Vampire Lifting sprechen. Grundsätzlich sind bei diesem Verfahren wenig bis keine allergischen Reaktionen oder substanzbedingte Unverträglichkeiten zu erwarten. Eine Ausnahme ist hier, wenn zusätzliche Substanzen wie Hyaluronsäure dem Blutplasma beigemischt wurden. Dennoch sind nach der Behandlung Rötungen, Schwellungen und leichte Blutergüsse möglich. Bei folgenden Erkrankungen oder Gegebenheiten sollte keine Eigenbluttherapie durchgeführt werden:

  • Blutgerinnungsstörungen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Einige Tumorarten
  • Lebererkrankungen
  • Erkrankungen wie HIV und Hepatitis
  • Akute und chronische Erkrankungen der Haut (zum Beispiel Psoriasis und Neurodermitis
  • Akute Erkrankungen wie Grippe oder Erkältung
  • Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn du ein Vampire Lifting machen möchtest und eine akute oder chronische Erkrankung hast, besprich dein Vorhaben zunächst mit deinem Arzt. Er kann mit dir gemeinsam entscheiden, ob eine Therapie mit Eigenblut in deinem Fall möglich ist. Auch ein Facharzt für ästhetische Medizin ist hier der richtige Ansprechpartner.

Wann kommt die Eigenbluttherapie in der ästhetischen Medizin zum Einsatz?

In der ästhetischen Medizin wird die Eigenbluttherapie vor allem zur Behandlung von Falten und zur Hautverjüngung eingesetzt. Bei leichten Gesichtsfältchen, Narben und Dehnungsstreifen kann das Verfahren sehr wirkungsvoll sein. Wer bereits stark ausgeprägte Mimikfalten hat, ist möglicherweise mit einer anderen Behandlungsmethode besser beraten. Beispiele für die Anwendung der PRP-Behandlung sind:

  • Kleine Falten im Gesicht, am Hals, im Dekolleté oder am Handrücken
  • Optimierung eines grobporigen Hautbilds
  • Kleine Narben
  • Zur Milderung von Aknenarben
  • Zur Milderung von Schwangerschafts- beziehungsweise Dehnungsstreifen
  • Wenn ein Glow-Effekt erreicht werden soll
  • Wenn du dir eine Verbesserung des Hautbilds durch körpereigene Stoffe wünschst
  • Als nicht-operative Alternative zu anderen Faltenbehandlungsmethoden

Welche Vorteile bietet das Vampire Lifting neben der Behandlung von Falten?

Beim Vampire Lifting handelt es sich um eine sehr schonende Art der Faltenbehandlung. Es kommen körpereigene Wirkstoffe zum Einsatz, wodurch sich das Risiko von Unverträglichkeiten und Allergien deutlich minimieren lässt. Mit diesem Verfahren kannst du nicht nur bestehende Falten glätten lassen, sondern es wird die natürliche Regenerationskraft der Haut angeregt. Die Haut gewinnt an Spannkraft und Elastizität, ohne dass künstliche Wirkstoffe eingesetzt werden müssen. Die Behandlung mit Eigenblut gilt als sicher, einfach und risikoarm. Die Ausfallzeiten sind minimal. Und: Ein Termin zum Vampire Lifting nimmt inklusive Vor- und Nachsorge nur 60 Minuten in Anspruch. Eine aufwändige Nachsorge ist nicht notwendig und auch Narben sind nicht zu erwarten. Die Vorteile des Vampire Liftings auf einen Blick:

  • Es sind nur wenige Milliliter Blut notwendig
  • Der Eingriff dauert nur wenige Minuten
  • Die Behandlung erfolgt ohne Skalpell
  • Aufgrund der Behandlung mit Eigenblut sind keine allergischen Reaktionen zu erwarten
  • Es bleiben keine Narben zurück
  • Die Eigenblutbehandlung kann mit anderen Präparaten wie Hyaluronsäure kombiniert werden für noch überzeugendere Ergebnisse
  • Minimale Ausfallzeit, da die Genesung schnell abläuft
  • Keine langwierige Nachsorge
  • Natürlich aussehende Ergebnisse

Das könnte dich auch interessieren

Pflanzliche Antibiotika: Wirkung, Heilpflanzen und sinnvolle Anwendung

Viele Menschen möchten bei leichten Infekten zunächst auf die Kraft der Natur setzen, bevor sie zu einem klassischen Antibiotikum greifen. Pflanzliche Antibiotika sind Heilpflanzen mit antibakteriellen Inhaltsstoffen, die in der Naturheilkunde traditionell zur Unterstützung bei Infekten eingesetzt werden. Dieser Ratgeber erklärt dir, was hinter dem Begriff steckt, welche Pflanzen dazugehören, wie du sie sinnvoll anwendest – und wo ihre Grenzen liegen. Denn bei einer behandlungsbedürftigen bakteriellen Infektion ersetzen sie eine ärztliche Behandlung nicht.

Psoriasis pustulosa: Formen, Ursachen und Behandlung im Überblick

Psoriasis pustulosa ist eine seltene Form der Schuppenflechte (Psoriasis), bei der sich kleine, mit hellem Sekret gefüllte Bläschen – sogenannte Pusteln – auf geröteter Haut bilden. Anders als bei einer eitrigen Infektion sind diese Pusteln steril: Sie enthalten keine Bakterien und sind nicht ansteckend [4,5]. Die Erkrankung kann auf Handflächen und Fusssohlen begrenzt bleiben oder – in seltenen, schweren Fällen – den ganzen Körper betreffen und mit Fieber und einem deutlich gestörten Allgemeinbefinden einhergehen [1,5]. Die generalisierte Form gilt als potenziell lebensbedrohlich und braucht rasch ärztliche Behandlung [1,5]. Dieser Ratgeber erklärt, wie sich Psoriasis pustulosa in die Schuppenflechte einordnet, welche Formen es gibt, wodurch sie ausgelöst wird, wann eine ärztliche Abklärung dringend ist und welche Behandlungsmöglichkeiten heute zur Verfügung stehen.

Triggerpunkttherapie: verhärtete Schmerzpunkte gezielt behandeln

Kennst du dieses Gefühl, wenn ein verspannter Punkt im Rücken einfach nicht weggehen will – egal, wie oft du dich dehnst oder die Schulter kreisen lässt? Manchmal steckt dahinter ein Triggerpunkt: eine kleine, hartnäckige Verhärtung im Muskel, die nicht nur an Ort und Stelle schmerzt, sondern auch in andere Körperregionen ausstrahlen kann. Die Triggerpunkttherapie ist darauf ausgerichtet, genau solche Punkte aufzuspüren und zu lösen. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Methoden dazugehören, was die Forschung zur Wirkung sagt, welche Risiken es gibt und was eine Behandlung in der Schweiz kostet.

French Nägel: Varianten, Kosten und Pflege im Überblick

French Nägel sind so etwas wie das kleine Schwarze unter den Nageldesigns: schlicht, elegant und nie wirklich aus der Mode. Die natürlich wirkende Basis mit der abgesetzten, hellen Spitze passt zu fast jedem Anlass – vom Büroalltag über die Hochzeit bis zum Feierabend. Und doch ist die französische Maniküre längst kein starres Konzept mehr: Von der klassischen weissen Spitze bis zum sanften Babyboomer-Verlauf gibt es unzählige Varianten. In diesem Ratgeber erfährst du, was French Nägel genau ausmacht, welche Varianten es gibt, wie sie gemacht werden, wie lange sie halten, was sie in der Schweiz kosten – und wie du sie pflegst, damit sie lange schön bleiben.

Nagelbettentzündung: Ursachen, Symptome und Behandlung

Eine Nagelbettentzündung entsteht, wenn Bakterien, Pilze oder Viren durch kleine Verletzungen in das Gewebe rund um den Nagel eindringen und dort eine Entzündung auslösen. Was zunächst wie ein harmloser Pickel am Finger wirkt, kann sich ohne Behandlung zu einem ernsthaften medizinischen Problem entwickeln. In diesem Ratgeber erfährst du, wie du eine Nagelbettentzündung frühzeitig erkennst, was du dagegen tun kannst und wann ein Arztbesuch unbedingt notwendig ist.

Thermalquellen in der Schweiz: Wirkung, Tradition und die schönsten Adressen

Warmes Wasser, das aus der Tiefe der Erde sprudelt, mit Mineralien angereichert und über Jahrtausende von Gestein gefiltert – Thermalquellen üben seit der Antike eine besondere Anziehungskraft aus. In der Schweiz haben sie eine besonders reiche Tradition: Vom Tessin bis ins Wallis, vom Aargau bis nach Graubünden gibt es Orte, an denen Menschen seit Jahrhunderten in das wohltuende Thermalwasser eintauchen. Heute sind diese Quellen das Herzstück moderner Wellness-Anlagen – mit Wohlfühlbädern, Saunabereichen und ganzen Spa-Welten. In diesem Ratgeber erfährst du, was Thermalwasser ausmacht, wie es wirken kann, welche Tradition dahinter steht und welche Schweizer Thermalquellen besonders sehenswert sind.