Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

>
Ratgeber-Übersicht
>
Vegane Ernährungsberatung: Die häufigsten Fragen

Vegane Ernährungsberatung: Die häufigsten Fragen

Die vegane Ernährungsberatung erfreut sich derzeit einer steigenden Nachfrage. Immer mehr Menschen möchten sich vegan ernähren, da sie das Wohl der Tiere schützen und einen Beitrag zur Umwelt leisten möchten. Es ist jedoch gar nicht so einfach, sich ausschliesslich von pflanzlichen Lebensmitteln zu ernähren und damit seinen gesamten Bedarf an Nährstoffen, Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen zu decken. Aus diesem Grund erfordert Veganismus oft eine ausführliche Beratung und sehr viele Informationen. In diesem Artikel werden alle Fragen rund um das Thema beantwortet und erklärt.

Was versteht man unter der veganen Ernährungsform?

Veganer verzichten bei ihrer Ernährungsweise nicht nur auf Fleisch und Fisch, sondern auch auf alle anderen tierischen Produkte. Veganer verzehren also auch keine Produkte, die in der Herstellung mit Tieren im Zusammenhang stehen. Somit werden auch Milchprodukte und Eier vom Speiseplan gestrichen. Die Ernährung eines Veganers basiert also rein auf pflanzlichen Lebensmitteln.

Welche Nahrungsmittel sind beim Veganismus verboten?

Bei der veganen Ernährung ist alles verboten, was einen tierischen Ursprung hat. Somit sind alle tierischen Produkte, zum Beispiel auch Kuhmilch oder Ziegenmilch, Käse, Quark, Joghurt und Eier, nicht erlaubt

Worin liegt der Unterschied zwischen einem Vegetarier und einem Veganer?

Vegetarier verzichten nur auf Fleisch und Fisch, nicht aber auf alle anderen tierischen Produkte. Das bedeutet, dass Vegetarier Produkte tierischen Ursprungs, wie etwa Milchprodukte oder auch Eier konsumieren. Lediglich der Fleischkonsum wird beim Vegetarier eingestellt. Darüber hinaus gibt es zudem noch die sogenannten Pescetarier, die zwar den Fleischkonsum einstellen, dafür jedoch Fisch essen.

Ist die vegane Ernährungsweise gesund?

Sich vegan zu ernähren, ist nicht ungesund. Viele Menschen glauben, dass bei einer veganen Ernährungsweise nicht genügend Nährstoffe aufgenommen werden können, weil so viele Lebensmittel verboten sind. Hier gilt es jedoch, sich ausreichend zu informieren, denn das Angebot an pflanzlichen Lebensmitteln ist grösser denn je. Oft ist es nur so, dass wir eine bestimmte Ernährungsweise und bestimmte Lebensmittel gewohnt sind. Der Ernährungsplan eines Veganers kann ebenso vielseitig und abwechslungsreich sein, wie jeder andere Ernährungsplan auch. Veganer müssen sich nur etwas ausführlicher mit den Regeln des Veganismus und der Ernährungsumstellung auseinandersetzen. Dann benötigen sie auch keine oder kaum Nahrungsergänzungsmittel. Das einzige Vitamin, was über pflanzliche Lebensmittel nicht aufgenommen werden kann ist Vitamin B12. Dieses müssen Veganer also als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.

Was versteht man unter einer veganen Ernährungsberatung?

Eine Ernährungsberatung ist beim Veganismus auf jeden Fall eine gute Empfehlung. Wie im vorherigen Abschnitt erläutert, ist es möglich, über pflanzliche Lebensmittel alle wichtigen Vitamine zu sich zu nehmen und auch seinen Bedarf an Eiweissen, Kohlenhydraten, Fettsäuren sowie Spurenelementen wie Eisen zu decken. Hierfür benötigt es doch einiges an Wissen. Es reicht nicht aus, sich ausschliesslich von Gemüse und Soja zu ernähren. Eine Ernährungsberatung, die auf Veganismus spezialisiert ist, kann dir einen genauen Ernährungsplan erstellen, sodass dein Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird.

Welche Nahrungsmittel sind bei der veganen Ernährungsform erlaubt?

Veganer dürften alle pflanzlichen Lebensmittel essen. Die Liste der verfügbaren Nahrungsmittel ist deshalb entsprechend lang. Sie ernähren sich nicht, wie Kritiker häufig behaupten, von Insekten und Grünzeug, sondern nutzen ein breites Angebot an Lebensmitteln. Welche Nahrungsmittel auf den Ernährungsplan einer veganen Ernährungsweise stehen, zeigt die folgende Übersicht:

  • Alle Obst und Gemüsesorten
  • Reis, Getreide und Mehl
  • Nudeln aus Hartweizengriess wie beispielsweise Spaghetti oder Tagliatelle
  • Hülsenfrüchte
  • Tofu und Weizeneiweissprodukte
  • Pflanzliche Margarinen und Öle, wie etwa natives Olivenöl, Sonnenblumenöl, Kokosöl, Walnussöl
  • Saucen und Dips, wie etwa Tomatensauce, Basilikumpesto, Senf, Ketchup, Sojasauce
  • Nüsse, Kerne und Samen
  • Pflanzliche Milchprodukte, beispielsweise Sojamilch, Hafermilch, Mandelmilch, Kokosmilch sowie pflanzliche Sahne zum Kochen
  • Trockenfrüche
  • Gewürze und Kräuter

Kann ich mit veganer Ernährung abnehmen?

Viele Menschen, die mit Übergewicht zu kämpfen haben, entscheiden sich für eine vegane Ernährungsweise. Dass die vegane Ernährungsform oder die pflanzlichen Nahrungsmittel tatsächlich schlank machen, ist jedoch ein Trugschluss. Bei dem Gewicht kommt es letztendlich darauf an, dem Körper die richtige Menge an Kalorien bereitzustellen. Wer mehr Energie aufnimmt, als er verbraucht, der nimmt automatisch an Gewicht zu. Ob diese Kalorien nun aus tierischen oder aus pflanzlichen Lebensmitteln stammen, ist dabei vollkommen egal. Statistisch gesehen sind Veganer trotzdem schlanker als Menschen, die Fleisch konsumieren. Das liegt aber ausschliesslich daran, dass Veganer sich intensiv mit ihrer Ernährungsform auseinandersetzen müssen. Sie wissen deshalb in der Regel mehr über Nahrungsmittel und interessieren sich auch stärker für eine gesunde und ausgewogene Lebensweise. Es handelt sich bei Veganern also häufig um Menschen, die einen höheren Wert auf Gesundheit legen. Nötig ist eine vegane Ernährungsweise zum Abnehmen jedoch auf gar keinen Fall. Auch mit jeder anderen Ernährungsform, egal ob vegetarisch, flexitarisch oder mit dem Verzehr von Fleisch und Fisch, kannst du abnehmen und gesund leben. Achte bei den Lebensmitteln vor allem auf gute Qualität.

Das könnte dich auch interessieren

Knieschmerzen an der Innenseite: alles über Ursachen und Behandlung

Viele Erkrankungen können Schmerzen im oder um das Knie verursachen. Das Kniegelenk trägt das Gewicht unseres Körpers, wenn wir laufen, springen, gehen und unserem täglichen Leben nachgehen. Oft plagt uns ein chronischer Schmerz an der Innenseite der Knie. Worin die Ursachen liegen und was du gegen Knieschmerzen tun kannst, erfährst du hier.

Vitrektomie: Indikation, Operation, Durchführung und Risiken

Leidest du unter einem Verlust des Gesichtsfeldes, siehst du schwarze Flecken oder Blitze vor deinen Augen? Dann könnte eine Netzhautablösung vorliegen, die schnellstmöglich operativ behandelt werden muss. Aber auch Erkrankungen wie die Makuladegeneration oder eine diabetische Retinopathie machen eine Vitrektomie – wie Ärzte die Operation am Glaskörper des Auges bezeichnen – notwendig. Vielleicht hat dein Augenarzt bereits festgestellt, dass ein solcher Eingriff bei dir unabdingbar ist. In diesem Artikel erklären wir, was eine Vitrektomie ist, wie sie durchgeführt wird, was dich als Patienten erwartet, welche Risiken und Komplikationen auftreten können – und worauf du anschliessend besonders achten solltest.

Ernährung bei Gicht: Warum eine purinarme und gesunde Mischkost so wichtig ist

Heftige Gelenkschmerzen, die häufig von Fieber begleitet werden, sind die wesentlichen Symptome bei der Stoffwechselerkrankung Gicht. Oberstes Ziel der Ernährung bei Gicht ist es, die Harnsäurekonzentration im Blut zu senken. Die Gicht ist meist angeboren und bricht dann aus, wenn du dich ungesund ernährst, Übergewicht hast oder dich nicht ausreichend bewegst. Mit einer purinarmen, gesunden und ausgewogenen Ernährung kannst du die Konzentration von Harnsäure in deinem Blut meist schnell wieder senken und die Symptome verschwinden dann.

Vegetatives Nervensystem – der Autopilot des Körpers

Viele Aktivitäten und Funktionen in deinem Körper laufen ganz automatisch ab, ohne dass du dir dessen bewusst bist. Dein vegetatives Nervensystem arbeitet unermüdlich im Hintergrund und sorgt im Idealfall für einen reibungslosen Ablauf und die schnelle Anpassung an sich ändernde äussere Umstände. Was steckt dahinter und welche überraschenden Funktionen übernimmt der stille Partner des somatischen Nervensystems sonst noch?

Acroyoga – Yoga mit dem Partner für das Selbstvertrauen

Neben altbewährten Yogakonzepten gibt es auch zahlreiche weiterentwickelte und moderne Stile, die sowohl Bewegung und Balance fördern als auch Spass machen sollen. Dazu gehört das Acroyoga, das am besten mit einem Partner betrieben wird und tolle Übungen für Anfänger und Fortgeschrittene bereithält. Die Akrobatik dieses Yogastils liegt im Trend und überzeugt durch spielerische Elemente, die gleichzeitig auch eine therapeutische Wirkung haben sollen.

Neuropathische Schmerzen – wenn kranke Nerven Alarm schlagen

Die schnelle, unmissverständliche Warnung vor Gefahren für den Körper bewahrt uns im Normalfall vor folgenschwerem Übermut und Überforderung unserer angeborenen Schutzmechanismen: Durch Nerven ans Hirn vermittelte Schmerzen sind prinzipiell nützlich. Doch Schmerzen sind nicht gleich Schmerzen. Und manches Mal schlagen die schmerzleitenden Nerven Fehlalarm, brennen förmlich – dann nämlich, wenn mit ihnen etwas nicht stimmt. Wie sich neuropathische Schmerzen anfühlen, woher sie kommen und was sie so tückisch macht, das erfährst du hier kompakt und übersichtlich.