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Die passende Brille ergibt sich aus dem Zusammenspiel von drei Faktoren: deiner Sehkorrektur, deiner Gesichtsform und deinem persönlichen Stil. In der Schweizer Augenoptik werden Brillengestelle bei der Auswahl üblicherweise auf vier Aspekte geprüft: optische Funktion (passend zur Sehkorrektur), Anatomie (Sitz auf Nase, Ohren, Schläfen), Material und Optik [2]. Augenoptikerinnen und Augenoptiker mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis oder einem Bachelor in Optometrie sind nach den Vorgaben des Branchenverbands OPTIKSCHWEIZ dafür ausgebildet, all diese Aspekte zu prüfen und zu beraten [2].
Bevor du dich also für ein bestimmtes Modell entscheidest, lohnen sich folgende Schritte:
Wenn du eine erste Idee von deiner Gesichtsform und deinem Stil hast, fällt die Auswahl im Geschäft oder im Online-Shop deutlich leichter.
Die Gesichtsform lässt sich am einfachsten ermitteln, indem du dich frontal vor einen Spiegel stellst, die Haare zurückbindest und Kontur sowie Proportionen beobachtest. In der Augenoptik wird üblicherweise zwischen sechs Grundformen unterschieden: oval, rund, eckig, herzförmig, länglich-rechteckig und diamantförmig [3].
Achte dabei auf vier Anhaltspunkte:
Wichtig: Reale Gesichter lassen sich selten exakt einer einzigen Form zuordnen. Die Einteilung dient als Orientierung, nicht als starres Schema. Eine Stilberatung im Optikfachgeschäft hilft, deine individuellen Merkmale realistisch einzuschätzen.
Die Augenoptik-Praxis arbeitet seit Jahrzehnten mit einer einfachen Grundregel: Optische Gegensätze wirken ausgleichend. Eine eckige Fassung kann ein rundes Gesicht strenger konturieren, eine runde Fassung ein eckiges Gesicht weicher zeichnen [3]. Diese Empfehlungen sind erfahrungsbasiert und stilberaterisch, nicht wissenschaftlich messbar – sie bieten aber einen bewährten Ausgangspunkt für die Auswahl.
Die folgende Übersicht fasst typische Empfehlungen zusammen, wie sie in Schweizer Optikgeschäften kommuniziert werden:
Diese Übersicht ist eine Orientierungshilfe, kein Regelwerk: Mode, persönlicher Stil und Lebensbereich (Beruf, Freizeit, Sport) spielen ebenfalls eine Rolle. Eine Fachperson kann beurteilen, wie eine bestimmte Fassung in Kombination mit Augenbrauen, Wangenknochen und Hautton wirkt.
Die Wahl des Materials beeinflusst Gewicht, Tragekomfort, Verträglichkeit und Langlebigkeit der Brille mindestens so stark wie die Form [4]. Drei Materialgruppen dominieren den Markt:
Daneben gibt es Spezialmaterialien wie Holz, Horn oder hochwertige Kunststoffe (Polyamid, Optyl), die in Nischenkollektionen verwendet werden.
Eine Brille kann täglich acht bis zwölf Stunden auf der Nase sitzen – Gewicht und Druckverteilung machen sich erst nach längerer Tragedauer bemerkbar. Wer empfindlich auf Druck oder Hitze reagiert, sollte das Material schon beim Anprobieren bewusst wahrnehmen.
Neben Form und Material spielt der Brillenstil eine grosse Rolle für die Wirkung. In den letzten Jahren haben sich einige Modelltypen als zeitlose Klassiker etabliert: Panto-Brillen mit dezent abgerundeter Oberkante, Cat-Eye-Modelle mit nach aussen ansteigender Linie, Aviator-Brillen mit Tropfenform, geometrische Hexagon-Modelle oder filigrane Wayfarer-Varianten. Welcher Stil zu dir passt, hängt nicht nur von deiner Gesichtsform ab, sondern auch von deinem Alltag und deinem Auftritt.
Auch die Farbe der Fassung beeinflusst das Gesamtbild deutlich. In der Stilberatung im Optikfachgeschäft werden meistens drei Faktoren betrachtet:
Wer den eigenen Stil zum ersten Mal definiert, kann sich an dieser Faustregel orientieren: Eine zurückhaltende Fassung passt zu vielen Outfits und beruflichen Anlässen, eine markante Brille wird selbst zum Akzent. Augenoptikerinnen und Augenoptiker beraten in dieser Frage gerne und unverbindlich.
Eine gut angepasste Brille sitzt fest, ohne zu drücken, und zeichnet keine sichtbaren Spuren auf Nasenrücken oder hinter den Ohren. Augenoptikerinnen und Augenoptiker prüfen den Sitz nach mehreren Kriterien [2, 5]:
Diese Anpassung erfolgt zum Schluss durch eine Fachperson und ist ein wesentlicher Qualitätsunterschied zwischen einer pauschal gekauften Onlinebrille und einer im Fachgeschäft individuell angepassten Brille. Bei Gleitsicht- oder hochkorrigierten Gläsern wird zusätzlich der Augenabstand (Pupillendistanz, PD), die Durchblickhöhe und der Hornhautscheitelabstand gemessen [5].
Die Pupillendistanz ist der Abstand zwischen den Pupillen in Millimetern. Bei Erwachsenen liegt sie typischerweise zwischen 54 und 74 Millimetern. Eine ungenaue Zentrierung kann zu Kopfschmerzen, Doppelbildern oder einem Gefühl der visuellen Anstrengung führen. Vor allem bei Gleitsichtgläsern ist eine präzise Messung entscheidend, damit die verschiedenen Sehzonen genau dort liegen, wo der Blick natürlicherweise hinwandert.
Die Preise für eine Komplettbrille (Fassung plus zwei Korrekturgläser) variieren in der Schweiz deutlich. Auswertungen des Konsumentenmagazins saldo haben in den letzten Jahren erhebliche Preisunterschiede zwischen den grossen Optikerketten dokumentiert [6]. Eine grobe Orientierung:
Die Preise verstehen sich als grobe Richtwerte und gelten für Standardkorrekturen. Bei stärkeren Sehfehlern, speziellen Beschichtungen (Entspiegelung, Härtung, Blaulichtfilter) oder Mehrstärkengläsern liegen die Kosten höher. Mehrere Anbieter bieten zusätzlich Brillen-Abos an (etwa Visilab Optimum ab CHF 27 pro Monat für zwei Brillen über 24 Monate oder McOptic Plus ab CHF 9 pro Monat) [7, 8]. Solche Modelle sind sinnvoll, wenn sich die Sehkorrektur regelmässig ändert oder ein laufender Service eingeschlossen werden soll.
Wichtig: In bestimmten medizinischen Fällen – etwa bei Keratokonus oder anderen Augenerkrankungen – können Teile der Brillenkosten über die obligatorische Krankenversicherung (MiGeL) abgedeckt werden [9]. Eine Abklärung mit der Krankenkasse vor dem Kauf ist in solchen Fällen sinnvoll.
Wer mit einer Vorauswahl ins Geschäft geht, spart Zeit und Nerven. Folgende Hinweise haben sich in der Praxis bewährt:
Manchmal hilft es auch, eine Brille zwei oder drei Tage im Alltag zu testen – einige Optikerketten bieten dafür eine Probetrage- oder Reservierungsfunktion an. Wenn du unsicher bist, welche Form oder welches Material wirklich zu dir passt, lohnt sich eine persönliche Stilberatung beim Optiker oder bei der Optometristin in deiner Nähe. Eine Fachperson kann nicht nur die Sehstärke präzise bestimmen, sondern auch beurteilen, welche Fassung deine Augen optimal zentriert und welche Korrektur für deinen Alltag (Bildschirmarbeit, Sport, Autofahren) sinnvoll ist.
Auf truVuna findest du Optikerinnen und Optiker in deiner Region. Du kannst Profile, Leistungen und Bewertungen vergleichen und einen Anbieter auswählen, der zu deinen Bedürfnissen passt – ob klassisches Fachgeschäft, spezialisierte Boutique oder Filiale einer grösseren Kette.
Welche Brille passt zu einem runden Gesicht? Bei einem runden Gesicht wirken eckige, rechteckige oder leicht geometrische Brillenformen häufig harmonisch, weil sie der weichen Linie des Gesichts mehr Kontur verleihen. Sehr kleine, sehr runde Modelle können die Gesichtsform optisch zusätzlich betonen. Eine Stilberatung im Geschäft hilft, das passende Verhältnis von Brillenbreite und Gesichtsbreite zu finden.
Wie finde ich die richtige Brillengrösse? Die wichtigsten Mass-Angaben stehen meist auf der Bügelinnenseite und werden in Millimetern angegeben: Glasbreite, Stegbreite und Bügellänge. Die Brille sollte etwa so breit sein wie dein Gesicht auf Höhe der Schläfen. Wenn du bereits eine gut passende Brille besitzt, kannst du deren Werte als Referenz nutzen. Eine fachliche Anpassung im Geschäft ist trotzdem sinnvoll.
Ist Titan oder Acetat besser für eine Brille? Beide Materialien haben Vorteile. Titan ist sehr leicht, korrosionsbeständig und für Menschen mit Nickelallergie geeignet. Acetat bietet eine grosse Farbvielfalt und gilt als gut hautverträglich. Welches Material besser passt, hängt von individuellen Präferenzen ab: Wer ein geringes Gewicht schätzt, profitiert von Titan; wer auffällige Designs mag, findet bei Acetat mehr Auswahl.
Sollte ich meine Brille online oder im Fachgeschäft kaufen? Beides ist möglich. Im Fachgeschäft wird die Brille individuell angepasst, die Sehstärke vor Ort gemessen und die Zentrierung präzise vorgenommen. Online-Anbieter sind oft günstiger, ein passender Sitz lässt sich aber nur eingeschränkt prüfen. Bei höheren Sehkorrekturen, Gleitsichtgläsern oder Sonderwünschen ist die Beratung durch eine Fachperson in der Regel der sicherere Weg.
Wann sollte ich meine Brille ersetzen? Brillen sollten alle ein bis zwei Jahre auf Sehstärke und Sitz überprüft werden. Ein neuer Sehtest ist besonders dann sinnvoll, wenn du beim Sehen Schwierigkeiten bemerkst – etwa beim Autofahren, beim Lesen oder am Bildschirm. Auch Beschichtungen können nach mehreren Jahren ihre Wirkung verlieren. Die meisten Schweizer Optiker bieten Sehtests kostenlos oder zu geringen Kosten an.
[1] OPTIKSCHWEIZ (2025): Sehen Schweiz 2025. Erhebung zum Sehverhalten in der Schweizer Bevölkerung, durchgeführt durch NIQ GfK im Auftrag von OPTIKSCHWEIZ. https://www.optikschweiz.ch/sehen-schweiz-2021/
[2] OPTIKSCHWEIZ – Der Fachverband für Augenoptik und Optometrie: Augenoptik – Berufsbild und Tätigkeitsfelder. https://www.optikschweiz.ch/augenoptik/
[3] Optic 2000 Schweiz: Brillenformen für jedes Gesicht (Stilberatung – herangezogen zur Darstellung in der Schweiz üblicher Augenoptik-Beratungspraxis). https://www.optic2000.ch/de/trends/trendig-sein/brillenformen-fur-dein-gesicht/
[4] optikum – Fachmagazin für Augenoptik und Optometrie: Hochwertige Fassungsmaterialien – eine Übersicht. Fachpublikation, https://www.optikum.at/hochwertige-fassungsmaterialien-eine-ubersicht/
[5] SBAO – Schweizerischer Berufsverband für Augenoptik und Optometrie. https://sbao.ch/de/
[6] saldo (Konsumentenmagazin): Preisvergleich Optiker: Brillengläser sind bei Koch Optik am teuersten. Test-Bericht zum Preisniveau der grossen Schweizer Optikerketten. https://www.saldo.ch/tests/produktetests/detail/artikeldetail/preisvergleich-optiker-brillenglaeser-sind-bei-koch-optik-am-teuersten
[7] Visilab Schweiz: Brillen-Abo Visilab Optimum (zur organisatorischen Einordnung). https://www.visilab.ch/de/angebote/brillen-abo
[8] McOptic Schweiz: Angebote – McOptic Plus, Basisangebot (zur organisatorischen Einordnung). https://www.mcoptic.ch/de/page/angebote-aktionen
[9] OPTIKSCHWEIZ / SBAO Projektgruppe: Anpassungen MiGeL für Brillen (organisatorische Einordnung zur Kostenübernahme). https://sbao.ch/de/
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Pickel am Po sind unangenehm, aber sehr häufig – und meist harmlos. Anders als oft vermutet, handelt es sich dabei selten um klassische Akne. Hinter den kleinen roten oder eitrigen Erhebungen am Gesäss steckt meistens eine Entzündung der Haarfollikel oder eine harmlose Verhornungsstörung der Haut. Leichte Formen bessern sich oft von selbst, wenn du Reibung und Schwitzen reduzierst und die Haut sanft pflegst. In diesem Ratgeber erfährst du, wodurch Pickel am Po entstehen, was du selbst tun kannst, warum Ausdrücken keine gute Idee ist und wann eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist.
Ein reiner, ebenmässiger Teint – wer wünscht sich das nicht? Doch Mitesser und verstopfte Poren machen diesem Wunsch oft einen Strich durch die Rechnung. Ein beliebtes Beauty-Tool verspricht schnelle Abhilfe: der Mitesser-Sauger, auch Porenreiniger genannt. Dieses Gerät nutzt Vakuum, um Unreinheiten wie Mitesser (Komedonen), Talg und Schmutz direkt aus den Poren zu ziehen. Doch wie funktioniert die Anwendung eines Mitesser-Saugers genau, ist sie sicher und was sagen Dermatolog:innen dazu? In diesem Ratgeber klären wir die wichtigsten Fragen, zeigen dir, wie du das Gerät richtig anwendest und worauf du beim Kauf achten solltest.
Trockene Augenlider kennt fast jeder. Sie gehören zu den häufigsten Beschwerden rund um das Auge. Die Trockenheit kann sich sehr unangenehm anfühlen, da sie häufig mit Juckreiz, brennenden, geröteten Augen und Schwellungen verbunden ist. Welche Ursachen sie hat, wie man die Beschwerden am besten therapiert und welche Tipps helfen, damit sie erst gar nicht entsteht, haben wir dir hier zusammengestellt.
Nach einem langen Tag auf den Beinen einfach die Füsse irgendwo reinstellen und durchkneten lassen, ohne dass jemand mitmassieren muss – genau dieses Versprechen macht ein Fussmassagegerät. Aber halten die Geräte, was die Werbung verspricht? Lohnt sich die Anschaffung, oder ist das hübsch verpacktes Geld zum Fenster hinaus? Hier bekommst du eine ehrliche Übersicht: welche Arten es gibt, was sie können (und was nicht), worauf du beim Kauf achten solltest und was du in der Schweiz dafür einplanen musst.
Ku Nye ist eine äussere Behandlung der traditionellen tibetischen Medizin, auch Sowa Rigpa genannt. Der Begriff wird meist mit Einölen und Massieren verbunden. Je nach Ausbildung und Praxis können Streichungen, Knetungen, Drucktechniken, Wärme oder weitere traditionelle Anwendungen kombiniert werden. Wichtig ist die Einordnung: Vorstellungen wie rLung, Energiefluss oder die drei „Nyes pa" gehören zum traditionellen Medizinsystem und sind keine anatomisch oder physiologisch nachgewiesenen Strukturen.