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Yoga hat seinen Ursprung in Indien und blickt auf eine über 2.000-jährige Geschichte zurück. Die klassischen Texte – die Yoga Sutras des Patanjali – beschreiben Yoga als achtgliedrigen Pfad, der weit mehr umfasst als nur Körperhaltungen: ethische Prinzipien (Yamas und Niyamas), Körperübungen (Asanas), Atemtechniken (Pranayama), Sinnesrückzug (Pratyahara), Konzentration (Dharana), Meditation (Dhyana) und Versenkung (Samadhi).
Was wir heute im Westen oft «Yoga» nennen, ist meist der körperliche Aspekt – die Asana-Praxis. Diese hat sich aus dem Hatha Yoga entwickelt, das im 15. Jahrhundert systematisiert wurde. Aus Hatha Yoga sind im 20. und 21. Jahrhundert dutzende moderne Stile entstanden, die alle eigene Schwerpunkte und Lehrer-Linien haben.
Der Klassiker und die Grundlage fast aller modernen Stile. Hatha Yoga arbeitet mit statischen Posen (Asanas), die typischerweise einige Atemzüge gehalten werden. Das Tempo ist meist langsam bis moderat, mit klaren Anweisungen und ausreichend Zeit für jede Position. Hatha Yoga eignet sich sehr gut für Einsteiger:innen und ist meist breit zugänglich – von sehr sanft bis fordernd, je nach Lehrperson.
Eignung: Anfänger:innen, alle Altersgruppen, breit einsetzbar.
Vinyasa bedeutet «Atem-Bewegungs-Verbindung». Posen werden im Atemrhythmus fliessend miteinander verbunden, oft als zusammenhängende Sequenzen («Flow»). Das Tempo ist meist schneller und dynamischer als bei Hatha. Vinyasa-Klassen variieren stark in Anstrengung – von ruhigen «Slow Flows» bis zu schweisstreibenden «Power Flows».
Eignung: Fitness-orientierte Yoga-Praktizierende, Menschen, die Bewegung und Schweiss mögen.
Eine sehr fordernde, traditionelle Form des Vinyasa Yoga, entwickelt von Pattabhi Jois im 20. Jahrhundert. Folgt einer festen Serie von Asanas, die immer in derselben Reihenfolge geübt werden. Sehr körperintensiv, mit klarem Aufbau und konsequentem Atemfokus (Ujjayi-Atmung).
Eignung: sportlich, fortgeschritten, mit Wunsch nach klarer Struktur und Disziplin.
Entwickelt von B. K. S. Iyengar, mit Fokus auf präzise Ausrichtung und Detailarbeit. Posen werden oft länger gehalten, mit vielen Hilfsmitteln (Klötze, Gurte, Stühle, Wand). Sehr lehrintensiv, mit klarem körperlichem Verständnis.
Eignung: alle Altersgruppen, besonders bei körperlichen Beschwerden, Anfänger:innen, ältere Menschen.
Eine ruhige, passive Yoga-Form, in der Posen 3 bis 5 Minuten gehalten werden – meist im Sitzen oder Liegen. Fokus auf Bindegewebe, Faszien und tiefe Entspannung. Ergänzt sich gut mit dynamischen Stilen.
Eignung: zur Stressreduktion, als Ausgleich zu sportlichen Aktivitäten, bei Verspannungen.
Sehr sanftes Yoga mit langen Haltephasen in gestützten, bequemen Positionen (mit Bolstern, Decken, Kissen). Es geht weniger um Dehnung, sondern um tiefe Regeneration. Wird oft therapeutisch eingesetzt.
Eignung: bei Erschöpfung, Burnout, chronischen Krankheiten, Schwangerschaft.
Eine spirituell ausgerichtete Praxis mit dynamischen Bewegungssequenzen, Mantras, Atemtechniken und Meditation. Fokus auf das Energiesystem und das «Erwecken der Kundalini-Energie». Oft mit traditioneller Kleidung (weiss) und spezifischer Atmosphäre. Hinweis: Die Kundalini-Yoga-Tradition wurde durch die Aufdeckung von Übergriffen durch ihren Begründer Yogi Bhajan in den letzten Jahren stark erschüttert – wer Kundalini Yoga praktizieren möchte, sollte sich bewusst eine Schule oder Lehrperson aussuchen, die diese Aufarbeitung kritisch begleitet.
Eignung: spirituell Interessierte; mit kritischer Auseinandersetzung mit der Tradition.
Eine Yoga-Form, die in einem auf etwa 40 °C aufgeheizten Raum praktiziert wird. Bikram Yoga folgt einer festen Serie von 26 Posen. Hot Yoga ist freier in der Sequenz, aber ebenfalls in stark erhitzten Räumen. Die Hitze soll Beweglichkeit fördern und das Schwitzen anregen. Wichtig: Hot Yoga ist nicht für alle geeignet – bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schwangerschaft, Bluthochdruck oder Kreislaufproblemen kontraindiziert.
Eignung: gesunde, leistungsorientierte Erwachsene ohne Herz-Kreislauf-Probleme.
Eine westlich entwickelte, fitnessorientierte Form des Vinyasa Yoga mit hoher Intensität. Fokus auf Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit. Oft mit musikalischer Begleitung und sehr dynamisch.
Eignung: sportlich aktive Menschen, Fitness-Studio-Atmosphäre.
Eine traditionelle Form mit klarer Sequenz aus 12 Grundposen, ergänzt durch Atemtechniken, Meditation und vegetarischer Ernährung. Eingebettet in eine spirituelle Lehre nach Swami Sivananda.
Eignung: Praktizierende, die ein ganzheitliches Yoga-System mit spirituellem Bezug suchen.
Aus dem Iyengar-System hervorgegangen, mit Fokus auf biomechanisch fundierte Ausrichtung und einer positiv-lebensbejahenden Tonalität. Hat sich nach Skandalen um den Begründer in den 2010er-Jahren neu organisiert.
Eignung: alle Levels, mit Wunsch nach guter Ausrichtungsschulung.
Eine moderne, dynamische Yoga-Form, die Vinyasa-Praxis mit spirituellen Inhalten, Mantras, Musik und ethischen Themen (Vegetarismus, Tierschutz) verbindet.
Eignung: Praktizierende, die Yoga mit Lifestyle und ethischen Werten verbinden möchten.
Über die klassischen Stile hinaus haben sich Yoga-Formen für spezifische Bedürfnisse entwickelt. Die wichtigsten speziellen Formen mit ihrem Ziel bzw. ihrer Zielgruppe im Überblick:
Wichtigste Erkenntnis: Wenn du ein konkretes Ziel oder eine spezifische Lebenssituation hast, lohnt sich oft ein spezialisierter Kurs – die Übungen sind dann gezielt auf deine Bedürfnisse abgestimmt.
Die Wahl des Stils hängt von deinem Ziel, deiner aktuellen körperlichen Verfassung und deinen Vorlieben ab:
Viele erfahrene Praktizierende kombinieren mehrere Stile: zum Beispiel Vinyasa unter der Woche und Yin Yoga am Wochenende. Es gibt nicht den «einen richtigen» Stil – nur den, der zu deinem aktuellen Leben passt.
Yoga ist insgesamt eine relativ gut untersuchte Bewegungsform mit moderater Evidenzlage. Metaanalysen zeigen positive Effekte auf:
Wichtig: Die meisten Studien untersuchen nicht spezifische Stile, sondern «Yoga» allgemein – meist Hatha-basierte Programme. Die berichteten Effekte sind vielversprechend, sollten aber vorsichtig interpretiert werden, da methodische Qualität, Stilauswahl und Kursdauer in Studien stark variieren.
Die Kosten variieren je nach Stil, Studio und Region. Die typischen Preisspannen in der Schweiz im Überblick:
In Schweizer Städten wie Zürich, Bern, Basel, Luzern und Genf gibt es eine breite Auswahl an Studios mit unterschiedlichen Stilen. Auf dem Land ist das Angebot kleiner, dafür sind Online-Kurse eine sinnvolle Ergänzung.
Auf truVuna findest du Yoga-Studios in deiner Nähe mit verschiedenen Stilen. Vergleiche Profile, Stilangebote und Bewertungen, um einen Einstieg zu finden, der zu deinem Ziel und Alltag passt – und kontaktiere die Anbieter:innen direkt für ein Erstgespräch oder eine Schnupperstunde.
Hatha Yoga und sanfte Vinyasa-Klassen sind klassische Einstiege. Sie sind klar strukturiert, das Tempo ist moderat und die Übungen werden meist gut erklärt. Wer Wert auf präzise Ausrichtung legt, ist mit Iyengar Yoga gut bedient. Wichtig: Sage der Lehrperson, dass du Anfänger:in bist – die meisten Stile sind anpassbar.
Hatha Yoga arbeitet meist mit kürzeren Haltephasen (5 bis 8 Atemzüge) und einer Mischung aus stehenden, sitzenden und liegenden Posen. Yin Yoga ist deutlich passiver, mit Haltephasen von 3 bis 5 Minuten in meist sitzenden oder liegenden Positionen. Yin Yoga zielt mehr auf Bindegewebe und Entspannung, Hatha auf eine ausgewogene Gesamtpraxis.
Ja – das machen viele erfahrene Praktizierende. Ein dynamischer Stil unter der Woche (Vinyasa, Power) und ein ruhiger Stil am Wochenende (Yin, Restorative) ergänzt sich oft sehr gut. Wichtig ist, dass die Mischung zu deinem Energie-Niveau und deinen Zielen passt.
Es gibt nicht «den» schnellsten Stil. Studien zur Yoga-Wirkung untersuchen typischerweise Programme mit zwei bis drei Sitzungen pro Woche über 8 bis 12 Wochen. Erste Effekte – mehr Körperwahrnehmung, ruhigere Atmung – spüren viele bereits nach 2 bis 4 Wochen. Sichtbare Veränderungen brauchen länger und hängen mehr von Regelmässigkeit ab als vom Stil.
Anheyer D, Klose P, Lauche R, Saha FJ, Cramer H. (2022). Yoga for treating low back pain: a systematic review and meta-analysis. Pain, 163(4):e504–e517. PubMed: 34326296 — zur Wirkungsbelegung bei chronischen Rückenschmerzen
Cramer H, Lauche R, Langhorst J, Dobos G. (2013). Yoga for depression: A systematic review and meta-analysis. Depression and Anxiety, 30(11):1068–1083. PubMed: 23922209 — zur Wirkungsbelegung auf depressive Symptome
Youkhana S, Dean CM, Wolff M, et al. (2016). Yoga-based exercise improves balance and mobility in people aged 60 and over: a systematic review and meta-analysis. Age and Ageing, 45(1):21–29. PubMed: 26707903 — zur Wirkungsbelegung im Alter
Sich in den eigenen vier Wänden rundum wohlfühlen – das wünschen sich die meisten Menschen. Mit Feng-Shui bringst du mit einfachen Mitteln Harmonie, Geborgenheit und Wohlbefinden in dein Zuhause. Wofür der Einrichtungsstil, der aus der chinesischen Kultur kommt, steht und wie du ihn selbst in deiner wohnlichen Umgebung umsetzt, erklären wir dir mit wichtigen Wohlfühl-Tipps und kreativen Ideen zu Gestaltung, Nutzung und Einrichtung deiner Wohnung. Wir verraten dir zudem, was es mit dem optimalen Feng-Shui „Lageplan“ und den fünf Elementen auf sich hat.
Beim Autofahren werden etwa 90 Prozent der notwendigen Eindrücke über die Augen aufgenommen: Du musst Schilder lesen, andere Verkehrsteilnehmer erkennen und Geschwindigkeiten einschätzen können. Es ist also wichtig, dass du gut siehst, wenn du dich ans Steuer setzt. Deshalb ist ein Sehtest der erste Schritt zur Autoprüfung – noch bevor du deinen Fahrlehrer triffst. Welche Anforderungen werden dabei gestellt? Was gilt für Brillenträger beim Führerausweis? Wie lange gilt der Test? Hier findest du alle Informationen zum Thema und Antworten auf deine Fragen!
Klare Ernährungsregeln können sich entlastend anfühlen: Wenn Eiweiss und Kohlenhydrate getrennt werden, scheint Essen plötzlich übersichtlicher. Die Trennkost verspricht genau das – einfache Ordnung auf dem Teller. Wissenschaftlich ist die ursprüngliche Begründung jedoch nicht überzeugend. Dieser Ratgeber erklärt dir, wie Trennkost funktioniert, warum der Körper Mischmahlzeiten gut verdauen kann und weshalb Gewichtsverlust eher durch veränderte Lebensmittelauswahl als durch die eigentliche Trennung entsteht.
Eine Ernährung fast ausschliesslich aus Fleisch, Fisch, Eiern und tierischen Fetten – ganz ohne Gemüse, Obst oder Getreide: Die Carnivore-Diät klingt radikal, und genau das ist sie auch. In den sozialen Medien wird sie als Weg zu Gewichtsverlust, mehr Energie und weniger Entzündungen beworben. Was davon belegt ist, wo die Risiken liegen und für wen diese Ernährungsform problematisch sein kann, ordnet dieser Ratgeber sachlich ein. Du erfährst, was die Carnivore-Diät genau bedeutet, wie sie sich von verwandten Konzepten unterscheidet, was die aktuelle Studienlage hergibt und worauf du achten solltest, falls du dich näher damit beschäftigst.
Kosmetiktische, auch Schminktische genannt, sind praktische Styling-Stationen für alle, die einen eigenen Platz für das Schminken und das Frisieren bevorzugen. Mit einem Schminktisch hast du alles für das Styling griffbereit, ohne das Badezimmer zu blockieren. Viele Auflagen, Schubladen, ein integrierter Spiegel und ein zusätzlicher Kosmetikspiegel bieten dir alles, was du beim Schminken brauchst. Dazu sehen die Kosmetiktische edel aus und verschönern jedes Zimmer. Alles Wichtige rund um die Kosmetiktische erfährst du in unserem Ratgeber.
Stell dir vor, du wachst morgens auf und deine Augenbrauen sind bereits perfekt definiert – ohne Schminken, ohne Nachziehen, einfach natürlich schön. Das Augenbrauen Microblading macht genau das möglich und wird immer beliebter. Diese semi-permanente Technik verleiht deinen Brauen Fülle, Form und Symmetrie, ganz ohne den täglichen Griff zum Augenbrauenstift. Anders als beim klassischen Permanent Make-up wird beim Microblading nicht mit einer Maschine, sondern mit einem speziellen Blade-Gerät gearbeitet. Dieses feine Werkzeug, das einem Skalpell ähnelt, ist mit vielen hauchdünnen Nadeln versehen, die Farbpigmente manuell in die oberste Hautschicht einbringen. Das Ziel sind natürlich wirkende, feine Härchen, die sich nahtlos in deine natürliche Brauenform einfügen. Auf truVuna erfährst du alles Wissenswerte über diese Behandlung und findest Kosmetikstudios in deiner Nähe.