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«Yogafiguren» ist ein umgangssprachlicher Begriff für die klassischen Übungs-Stellungen im Yoga. Im Sanskrit heissen sie Asanas (आसन, āsana). Das Wort bedeutet wörtlich «Sitz», «Sitzhaltung» oder «Stellung».
Die Bezeichnung «Figur» betont das visuell-körperliche Element: Der Körper formt eine bestimmte Form, die in der Tradition oft mit Tieren (Kobra, Krähe, Hund), mit Naturphänomenen (Baum, Berg) oder mit mythologischen Gestalten (Krieger) benannt ist. Die Vielfalt der Bilder zeigt, wie eng die Yoga-Praxis mit der Beobachtung von Natur und Körper verbunden ist.
In der modernen Yoga-Praxis werden Yogafiguren in mehreren Stilrichtungen unterschiedlich kombiniert: Hatha Yoga, Vinyasa Yoga, Iyengar Yoga, Ashtanga Yoga, Yin Yoga und viele weitere haben jeweils eigene Schwerpunkte. Die einzelnen Figuren sind aber weitgehend identisch – sie werden nur unterschiedlich angeordnet, gehalten und kombiniert.
Eine kurze Antwort gibt es nicht: Klassische Hatha-Yoga-Texte wie die Hatha Yoga Pradipika (15. Jahrhundert) beschreiben rund 15 Asanas. Die Gheranda Samhita (17. Jahrhundert) erwähnt etwa 32. Im modernen Yoga sind hingegen Hunderte von Stellungen geläufig – manche Quellen sprechen von 84 «Haupt-Asanas», andere von mehreren Tausend, wenn man alle Variationen mitzählt [3].
Die Aussage, es gebe «84 klassische Yogafiguren», bezieht sich auf eine traditionelle Aufzählung in einigen Hatha-Yoga-Texten – die Zahl ist symbolisch zu verstehen, nicht als exakte Liste. Wer Yoga praktiziert, lernt im Lauf der Zeit eine persönliche Auswahl an Figuren kennen, nicht alle.
Eine Auswahl besonders verbreiteter Yogafiguren – mit Sanskrit-Namen und kurzer Beschreibung:
Diese Auswahl deckt die wichtigsten Kategorien ab: Standhaltungen, Vorbeugen, Rückbeugen, Umkehrhaltungen, Drehungen, Armstütze. Eine ausgewogene Yoga-Praxis enthält im Lauf der Zeit Figuren aus allen Kategorien.
Wenn du Yogafiguren systematisch kennenlernen möchtest, hilft die Einteilung in Kategorien:
Diese Kategorien sind Werkzeuge der Orientierung. Die meisten Stunden enthalten eine Mischung – mit unterschiedlichem Schwerpunkt je nach Stil.
Beim Einstieg ins Yoga ist es nicht nötig, viele Figuren auf einmal zu lernen. Eine kleine, regelmässig geübte Auswahl ist hilfreicher als ein umfangreicher Katalog. Eine sanfte Anfänger:innen-Sequenz könnte aussehen wie folgt:
Diese Sequenz dauert je nach Tempo 15 bis 30 Minuten und bildet einen sanften, gut zugänglichen Einstieg. Wer noch nicht praktiziert hat, profitiert davon, sich von Anfang an in einer Klasse oder mit einer Lehrperson begleiten zu lassen – die Ausrichtung der einzelnen Figuren ist wichtig für die Wirkung und die Sicherheit.
Die Suche nach «Yogafiguren zu zweit» ist verbreitet – sie zielt meist auf Acro Yoga oder Partner Yoga ab, in denen zwei Personen gemeinsam Stellungen einnehmen, sich gegenseitig stützen oder eine Person eine andere trägt. Solche Praxen sind anspruchsvoll und verlangen eine Lehrperson mit Erfahrung – auch zur Sicherheit.
Bei Eltern-Kind-Yoga oder Familienyoga sind die Stellungen meist einfacher und auf Spass ausgerichtet. Hier geht es weniger um perfekte Ausrichtung als um gemeinsames Erleben.
In allen Partner-Formaten gilt: Beim Üben gegenseitig kommunizieren, langsam herangehen, Grenzen achten – und nicht versuchen, etwas auf den eigenen Körper zu erzwingen, weil die andere Person oder ein Bild es vorgibt.
Die Wirkung der einzelnen Yogafiguren ist je nach Stellung unterschiedlich. Was die Forschung zur Yoga-Praxis insgesamt zeigt:
Einordnung: Yogafiguren sind eine bewährte Übungspraxis mit mehreren körperlichen und mentalen Effekten. Sie sind keine Wundermittel und ersetzen keine ärztliche Behandlung – aber sie können eine wertvolle Ergänzung sein, wenn sie regelmässig und mit Aufmerksamkeit für die eigenen Grenzen geübt werden.
Eine Yoga-Sicherheits-Studie zeigt, dass die Yoga-Praxis insgesamt ein gutes Sicherheitsprofil hat – Verletzungen treten am häufigsten bei zu intensivem Üben oder bei Vernachlässigung individueller Grenzen auf [1]. Allgemeine Hinweise:
Wenn du Yogafiguren in einer angeleiteten Klasse erlernen möchtest, findest du in der Schweiz ein vielfältiges Angebot: Hatha-Yoga, Vinyasa-Yoga, Iyengar-Yoga, Yin-Yoga, Anfänger-Kurse, Privatstunden und Online-Kurse.
Die typischen Kosten in der Schweiz im Überblick:
Eine Yoga-Lehrperson, die mit Anfänger:innen arbeitet, sollte fundierte Ausbildung und Erfahrung mitbringen – und in der Lage sein, Modifikationen anzubieten, wenn etwas nicht passt. Frage gerne nach Stilrichtung, Erfahrung und Schwerpunkt.
Wenn du in den Yoga-Einstieg starten oder eine neue Lehrperson finden möchtest, findest du auf truVuna Yogastudios und Lehrer:innen in deiner Nähe – mit verschiedenen Stilrichtungen und Ausrichtungen. Vergleiche Profile, Bewertungen und Stilrichtungen, um eine Klasse zu finden, die zu dir passt.
Im Yoga heissen die einzelnen Stellungen «Asanas» (Sanskrit: आसन, āsana), wörtlich «Sitz» oder «Stellung». Im Alltag werden sie oft «Yogafiguren» oder «Yogapositionen» genannt. Jede Asana hat einen Sanskrit-Namen (z. B. Tadasana = Berg, Vrksasana = Baum) und meist einen deutschen oder englischen Namen, der oft auf Tieren, Naturphänomenen oder Mythen beruht.
Eine sanfte Auswahl für den Einstieg: Berg, tiefe Vorbeuge, herabschauender Hund, Kindeshaltung, Kobra, Sitzhaltungen wie Schmetterling oder Schneidersitz, sowie die Totenstellung am Schluss. Wichtiger als viele Figuren auf einmal ist die regelmässige Übung weniger Stellungen mit guter Ausrichtung und ruhigem Atem.
Eine genaue Zahl gibt es nicht. Klassische Hatha-Yoga-Texte erwähnen rund 15 bis 84 Asanas, im modernen Yoga sind Hunderte verbreitet. Wichtig zu wissen: Niemand «muss» alle Figuren beherrschen. Eine persönliche Auswahl, regelmässig geübt, ist wertvoller als ein Katalog beherrschter Stellungen.
Es gibt keinen inhaltlichen Unterschied – «Asana» ist der Sanskrit-Fachbegriff, «Yogafigur» die deutsche Alltagsbezeichnung. Beide meinen die einzelnen körperlichen Stellungen im Yoga. In Yoga-Klassen wird oft der Sanskrit-Name verwendet (z. B. «Adho Mukha Svanasana»), kombiniert mit der deutschen oder englischen Bezeichnung («herabschauender Hund»).
Grundsätzlich ja – aber gerade am Anfang ist eine Anleitung sinnvoll. Wer nur aus Bildern oder Videos übt, kann sich Fehlhaltungen aneignen, die langfristig zu Beschwerden führen. Eine sinnvolle Kombination ist: einige Stunden in einer Yoga-Klasse, um die Grundprinzipien zu lernen, und dann ergänzend zu Hause üben. Online-Kurse mit qualifizierten Lehrer:innen können ebenfalls eine gute Brücke sein.
Cramer H, et al. (2018). The safety of yoga: A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. American Journal of Epidemiology. PMID: 28958637. — zur Sicherheitsbelegung der Yoga-Praxis allgemein
Sivaramakrishnan D, et al. (2019). The effects of yoga compared to active and inactive controls on physical function and health related quality of life in older adults – systematic review and meta-analysis. International Journal of Behavioral Nutrition and Physical Activity. PMC6451238. — zur Wirkungsbelegung Yoga auf körperliche Funktion und Wohlbefinden
Mallinson J, Singleton M. (2017). Roots of Yoga. Penguin Classics. — zur historisch-philologischen Einordnung von Asana-Aufzählungen in den klassischen Hatha-Yoga-Texten (Hatha Yoga Pradipika, Gheranda Samhita)
Bernardi L, et al. (2001). Effect of rosary prayer and yoga mantras on autonomic cardiovascular rhythms. British Medical Journal, 323(7327): 1446-1449. — zur Wirkungsbelegung langsamer Atmung auf Atemfrequenz und Herzraten-Variabilität
Schweizer Yogastudios (Sammelreferenz, 2026). Öffentliche Preisangaben verschiedener Schweizer Yogastudios und Lehrpersonen. — zur organisatorischen Einordnung von Preisen — nicht für Wirkungsaussagen verwendet
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