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Ja, ein Achillessehnenriss kann unter bestimmten Voraussetzungen auch ohne Operation heilen. [1] Moderne Studien zeigen, dass eine konservative Behandlung – also ohne OP, aber mit konsequenter, früh beginnender funktioneller Rehabilitation – bei vielen Patient:innen vergleichbare Funktionsergebnisse erreichen kann wie eine Operation. [2][3] Ob konservativ oder operativ sinnvoller ist, hängt vom Einzelfall ab und ist eine gemeinsame Entscheidung von Patient:in und behandelnder Fachperson.
Wichtig vorweg: Diese Entscheidung lässt sich nicht selbst treffen. Ein vermuteter Achillessehnenriss muss zuerst rasch ärztlich abgeklärt werden. [1]
Wichtig: Ein Achillessehnenriss ist ein akutes Geschehen. Typisch sind ein plötzlicher, heftiger Schmerz an der Rückseite des Sprunggelenks, oft ein hörbares Schnappen, eine tastbare Delle und die Unfähigkeit, sich abzustossen oder auf die Zehenspitzen zu stellen. Bei solchen Zeichen gehört der Fuss umgehend ärztlich untersucht. [1]
Die Achillessehne verbindet die Wadenmuskulatur mit dem Fersenbein und überträgt beim Gehen, Laufen und Abstossen sehr grosse Kräfte. Reisst sie, geschieht das meist plötzlich – etwa beim schnellen Antritt, Springen oder Abbremsen. [1] Betroffen sind häufig Männer im mittleren Alter, besonders wenn nach längerer Pause intensiv und ohne Aufbau Sport getrieben wird; oft bestehen bereits vorher Verschleissveränderungen in der Sehne. [1]
Die Sehne kann teilweise oder vollständig reissen. Die Folge ist ein deutlicher Funktionsverlust: Das Abrollen und der Zehenstand sind stark eingeschränkt oder nicht mehr möglich. [1]
Die Diagnose stellt eine Ärztin oder ein Arzt in der Regel anhand der körperlichen Untersuchung. [1] Aufschlussreich sind die Schilderung des Unfallhergangs, eine tastbare Lücke in der Sehne und gezielte Funktionstests. Ein bekannter Test ist der sogenannte Wadenkompressionstest (Thompson-Test): Drückt die untersuchende Person die Wade zusammen und bewegt sich der Fuss dabei nicht nach unten, spricht das für einen vollständigen Riss. [1]
Bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder eine Magnetresonanztomografie (MRT) werden ergänzend eingesetzt, etwa um einen Teilriss zu beurteilen oder bei unklarem Befund. [1] Auf dieser Grundlage wird dann die passende Behandlung besprochen.
Beide Wege haben das gleiche Ziel: dass die Sehnenenden wieder zusammenwachsen und die Funktion zurückkehrt. Sie unterscheiden sich aber in Vorgehen und Risikoprofil – und keine Methode ist pauschal „die beste". [4]
Konservative Behandlung: Der Fuss wird über mehrere Wochen in einer leichten Spitzfussstellung ruhiggestellt (etwa mit Spezialschuh oder Orthese), sodass sich die Sehnenenden annähern und narbig verheilen. [1] Entscheidend ist eine früh einsetzende funktionelle Rehabilitation. Diese Variante vermeidet Operationsrisiken wie Wundinfekte oder Nervenverletzungen, geht aber tendenziell mit einem etwas höheren Risiko für einen erneuten Riss einher. [3][4]
Operative Behandlung: Die Sehnenenden werden chirurgisch wieder verbunden. [1] Die Operation senkt tendenziell das Risiko eines erneuten Risses, bringt aber typische OP-Risiken wie Wundheilungsstörungen oder Nervenreizungen mit sich. [3][4]
Aktuelle Übersichtsarbeiten sehen keinen pauschal überlegenen Behandlungsweg: Funktionelle Ergebnisse sind bei guter Reha oft vergleichbar, während sich die Methoden vor allem im Risikoprofil (erneuter Riss vs. OP-Komplikationen) unterscheiden. [2][3][4] Welcher Weg passt, hängt vom individuellen Befund, vom Aktivitätsniveau, von Begleiterkrankungen und vom Risikoprofil ab und wird gemeinsam entschieden.
Die Rehabilitation ist bei einem Achillessehnenriss entscheidend – und zwar unabhängig davon, ob konservativ oder operativ behandelt wurde. Gerade bei der konservativen Behandlung ist die früh einsetzende, gut angeleitete funktionelle Reha das, was vergleichbare Ergebnisse zur OP überhaupt möglich macht. [2][3]
Typische Bausteine der physiotherapeutischen Reha sind:
Wie der Reha-Plan konkret aussieht, hängt von Behandlungsweg, Heilungsverlauf und Befund ab und wird eng mit dem behandelnden Team abgestimmt. Eigenständiges, zu frühes Belasten kann den Heilungserfolg gefährden.
Bei einem plötzlichen, heftigen Schmerz an der Achillessehne mit Schnappgefühl, einer tastbaren Delle und der Unfähigkeit, dich abzustossen oder auf die Zehenspitzen zu stellen, solltest du den Fuss umgehend ärztlich abklären lassen. [1] Je früher ein Achillessehnenriss erkannt wird, desto besser lässt sich die passende Behandlung planen.
Sobald die Behandlung – ob konservativ oder operativ – feststeht, ist die Physiotherapie die zentrale Anlaufstelle für die Rehabilitation. In der Schweiz wird sie bei ärztlicher Verordnung in der Regel über die Grund- oder Unfallversicherung abgerechnet; Details zur Kostenübernahme klärst du am besten direkt mit deiner Versicherung.
Auf Physiotherapievergleich.ch findest du Physiotherapie-Anbieter:innen in deiner Region. Du kannst Profile, Leistungen und Bewertungen vergleichen und passende Anbieter:innen direkt kontaktieren, um deine Rehabilitation nach einem Achillessehnenriss zu begleiten.
Heilt ein Achillessehnenriss ohne Operation?
Ja, das ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Eine konservative Behandlung mit konsequenter, früh beginnender funktioneller Rehabilitation kann bei vielen Menschen vergleichbare Funktionsergebnisse erreichen wie eine Operation. Die konservative Variante geht tendenziell mit einem etwas höheren Risiko für einen erneuten Riss einher. Welcher Weg passt, wird ärztlich abgeklärt und gemeinsam entschieden. [2][3][4]
Ist die Operation besser als die konservative Behandlung?
Nicht pauschal. Übersichtsarbeiten zeigen oft vergleichbare funktionelle Ergebnisse. Die Operation senkt tendenziell das Risiko eines erneuten Risses, bringt aber OP-Risiken wie Wundheilungsstörungen mit sich. Die konservative Behandlung vermeidet diese, hat aber ein etwas höheres Rerupturrisiko. Aktuelle Übersichtsarbeiten sehen keinen pauschal überlegenen Behandlungsweg; die Entscheidung hängt vom individuellen Befund, Aktivitätsniveau und Risikoprofil ab. [3][4]
Wie erkenne ich einen Achillessehnenriss?
Typisch sind ein plötzlicher, heftiger Schmerz an der Rückseite des Sprunggelenks, oft ein hörbares Schnappen, eine tastbare Delle und die Unfähigkeit, sich abzustossen oder auf die Zehenspitzen zu stellen. Bei solchen Zeichen gehört der Fuss umgehend ärztlich untersucht. [1]
Wie lange dauert die Heilung?
Die Heilung zieht sich über mehrere Monate und verläuft individuell unterschiedlich. Entscheidend ist eine konsequente, an den Heilungsverlauf angepasste Rehabilitation – unabhängig davon, ob konservativ oder operativ behandelt wurde. [2][3]
Kann ich nach einem Achillessehnenriss wieder Sport machen?
In vielen Fällen ist eine Rückkehr zu Sport und Alltag möglich, erfordert aber einen schrittweisen, fachlich begleiteten Belastungsaufbau über Monate. Wie weit und wie schnell, hängt vom Verlauf, der Behandlung und den individuellen Zielen ab. [2][3]
[1] MSD Manual, Ausgabe für Patienten, 2025, Achillessehnenrisse, https://www.msdmanuals.com/de/heim/verletzungen-und-vergiftung/verstauchungen-und-andere-weichteilverletzungen/achillessehnenrisse
[2] España Fernández de Valderrama S., García Martínez B., Ezquerra Herrando L., 2025, Achilles Tendon Rupture Treatment: Systematic Review and Meta-analysis, Foot & Ankle Orthopaedics (SAGE), https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/24730114251327219
[3] Conservative treatment of Achilles tendon rupture: a systematic review comparative with surgical treatment, 2025, Orthopedic Reviews, https://orthopedicreviews.openmedicalpublishing.org/article/143568-conservative-treatment-of-achilles-tendon-rupture-a-systematic-review-comparative-with-surgical-treatment
[4] MSD Manual, Profi-Ausgabe, 2023, Achillessehnenrupturen, https://www.msdmanuals.com/de/profi/verletzungen-vergiftungen/verstauchungen-und-andere-weichteilverletzungen/achillessehnenrupturen
Keratokonus ist eine Erkrankung der Hornhaut, bei der sich diese zunehmend verdünnt und kegelförmig nach vorne wölbt. Das Wort setzt sich aus den griechischen Begriffen für Horn(kerato) und Kegel(konus) zusammen. Weil die Hornhaut das einfallende Licht bündelt, führt diese Verformung zu einer verzerrten, unscharfen Sicht, die sich mit einer gewöhnlichen Brille oft nur unzureichend ausgleichen lässt. Dieser Ratgeber erklärt dir, woran du einen Keratokonus erkennst, wie er diagnostiziert wird und welche Behandlungsmöglichkeiten heute zur Verfügung stehen. Die Erkrankung beginnt meist im Jugendalter oder frühen Erwachsenenalter und schreitet über Jahre langsam voran, bevor sie sich häufig von selbst stabilisiert. Ein Keratokonus lässt sich nicht im eigentlichen Sinne heilen, aber sein Fortschreiten kann mit den heutigen Methoden in vielen Fällen aufgehalten werden[1][3]
Gerade Linien wirken plötzlich wellig, Buchstaben verschwimmen beim Lesen, und das zentrale Sehen lässt langsam nach: Das können Anzeichen einer epiretinalen Gliose sein – einer feinen Membran, die sich auf der Stelle des schärfsten Sehens bildet. Sie ist häufig, betrifft vor allem Menschen ab etwa 50 Jahren und verläuft meist langsam [1][2]. In vielen Fällen sind die Beschwerden mild und brauchen keine Behandlung; sind sie stärker, kann ein Eingriff helfen. Dieser Ratgeber erklärt, was eine epiretinale Gliose ist, woher die typischen Sehstörungen kommen, wie die Diagnose gestellt wird und wann eine Operation infrage kommt. Der Begriff klingt zunächst sperrig – dahinter steckt aber ein gut verstandenes Krankheitsbild, das sich heute mit modernen Methoden präzise beurteilen lässt.
Die Haut ist das grösste Organ des Menschen und übernimmt weit mehr als nur eine Hüllfunktion. Sie schützt den Körper vor Umwelteinflüssen, reguliert die Temperatur, nimmt Sinnesreize auf und ist an wichtigen Stoffwechselvorgängen beteiligt [1]. Damit sie all diese Aufgaben erfüllen kann, ist sie aus drei Schichten mit jeweils eigenem Aufbau aufgebaut. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Funktionen die Haut hat, wie ihre Schichten zusammenspielen und woran sich erkennen lässt, dass eine Hautveränderung ärztlich abgeklärt werden sollte.
Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem die Acrylnägel ab sollen – sei es, weil sie herausgewachsen sind, du eine Pause brauchst oder das Studio gerade keinen Termin hat. Und dann stellt sich die Frage: Bekomme ich das auch selbst hin, ohne meine Naturnägel zu ruinieren? Die gute Nachricht: Ja, mit etwas Geduld und der richtigen Methode lassen sich Acrylnägel zu Hause entfernen. Die ehrliche Nachricht dazu: Geduld ist hier wirklich das Wichtigste – wer zieht, hebelt oder reisst, schadet vor allem dem eigenen Nagel.
Wenn du eine neue Brille brauchst — besonders online — taucht früher oder später ein Wert auf, den viele zum ersten Mal hören: die Pupillardistanz, kurz PD. Sie beschreibt schlicht den Abstand zwischen den Mittelpunkten deiner Pupillen, in Millimetern. So technisch das klingt, so wichtig ist der Wert für eine Brille, mit der du wirklich entspannt und scharf sehen kannst. Stimmt die Pupillardistanz nicht, sitzen die optischen Mittelpunkte der Brillengläser nicht exakt vor deinen Pupillen. Das kann zu unscharfem Sehen, Kopfschmerzen, Augenermüdung oder verzerrter Wahrnehmung führen — gerade bei höheren Korrekturwerten oder bei Gleitsichtgläsern, bei denen Sehbereiche genau übereinandergelegt werden müssen [1][2][3]. Wie der Wert ermittelt wird, wann eine professionelle Messung sinnvoll ist und ob du die PD auch selbst messen kannst, klärt dieser Ratgeber.
Die finnische Sauna gilt als eine der bekanntesten und traditionsreichsten Formen des Saunierens. In ihrem Herkunftsland Finnland ist sie kein Wellness-Trend, sondern Teil des Alltags – mit jahrtausendealter Tradition und einer fast schon kultischen Bedeutung. Hohe Temperaturen, trockene Luft und der bewusste Wechsel zwischen Hitze und Abkühlung machen sie zur intensivsten der klassischen Saunaarten. In diesem Ratgeber erfährst du, was die finnische Sauna ausmacht, welche Temperatur typisch ist, wie ein klassischer Saunagang abläuft, was die Studienlage zur Wirkung sagt und worauf du beim Besuch achten solltest – sowie wie sich die finnische Sauna von Biosauna, Caldarium und Infrarotkabine unterscheidet.