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Anisometropie: Symptome, Beschwerden und Behandlung der Ungleichsichtigkeit

Anisometropie: Symptome, Beschwerden und Behandlung der Ungleichsichtigkeit

Wenn beide Augen unterschiedliche Brechwerte haben, spricht die Augenheilkunde von einer Anisometropie – im Volksmund Ungleichsichtigkeit. Kleine Differenzen sind häufig und unauffällig; ab etwa 1 Dioptrie Unterschied können jedoch Beschwerden auftreten, ab 2 bis 3 Dioptrien wird die Korrektur mit Brille zur Herausforderung. Dieser Ratgeber erklärt, was Anisometropie genau ist, welche Symptome darauf hinweisen, wie sie diagnostiziert wird und welche Behandlungsoptionen heute gut funktionieren.

Was ist Anisometropie?

Anisometropie beschreibt einen Unterschied der Brechkraft (Refraktion) zwischen dem rechten und linken Auge [1]. Diese Unterschiede können verschiedene Formen annehmen:

  • Ein Auge ist kurzsichtig, das andere normalsichtig oder weitsichtig
  • Beide Augen sind kurzsichtig, aber in deutlich unterschiedlichem Mass
  • Beide Augen sind weitsichtig mit verschiedener Stärke
  • Ein Auge hat zusätzlich eine ausgeprägte Hornhautverkrümmung, das andere nicht

In der Praxis gelten folgende Grenzen:

  • Bis 0,5 Dioptrien: Normalbereich, oft unauffällig.
  • 0,5 bis 1 Dioptrie: Häufig kompensiert, selten Beschwerden.
  • 1 bis 2 Dioptrien: Klinisch relevant, Korrektur sinnvoll.
  • 2 bis 3 Dioptrien: Brillenkorrektur grenzwertig, Kontaktlinsen oft besser.
  • Über 3 Dioptrien: Brille meist nicht ausreichend, Kontaktlinsen oder Operation.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Anisometropie (Unterschied der Brechwerte) und Aniseikonie. Letztere bezeichnet die wahrnehmbare Bildgrössendifferenz auf den beiden Netzhäuten – ein häufiger Begleiteffekt bei Brillenkorrekturen.

Symptome der Anisometropie

Viele Menschen mit leichter Anisometropie merken davon nichts. Das visuelle System kann kleinere Unterschiede gut kompensieren. Bei grösseren Differenzen treten typische Beschwerden auf:

  • Kopfschmerzen, vor allem im Stirn- und Schläfenbereich
  • Sehanstrengung und schnelles Ermüden der Augen
  • Doppelbilder oder unscharfes Sehen, besonders nach längerer Sehzeit
  • Druckgefühl auf den Augen
  • Eingeschränktes räumliches Sehen (Tiefenwahrnehmung)
  • Konzentrationsprobleme, Schwindel oder Übelkeit
  • Vermeidung von Naharbeit – häufig unbewusst

In einigen Fällen schaltet das Gehirn das stärker fehlsichtige Auge zunehmend ab, weil die unterschiedlichen Bilder schwer zusammenzufügen sind. Dies kann unbehandelt bei Kindern zu einer Schwachsichtigkeit (Amblyopie) führen – einem dauerhaften Sehentwicklungsdefizit auf dem nicht genutzten Auge [2].

Ursachen der Anisometropie

Die Augenheilkunde unterscheidet zwei Hauptursachen:

  • Achsenanisometropie (Längenanisometropie): Beide Augen sind unterschiedlich lang. Häufige Ursache, oft genetisch bedingt.
  • Brechwertanisometropie: Hornhaut oder Linse haben unterschiedliche Brechkräfte – das Auge selbst ist gleich lang, aber die optischen Komponenten unterscheiden sich.

Weitere Faktoren können eine Anisometropie auslösen oder verstärken:

  • Genetische Veranlagung – Anisometropie tritt in Familien häufiger gemeinsam auf
  • Augenerkrankungen wie Katarakt (Grauer Star) auf einem Auge
  • Operationen, zum Beispiel Linsenaustausch nach Katarakt-Operation, der zu einer veränderten Brechkraft führt
  • Veränderungen der Hornhaut durch Erkrankungen wie Keratokonus
  • Trauma oder Verletzungen mit Auswirkung auf die Linsen- oder Hornhautstruktur

Diagnose: Wie wird Anisometropie festgestellt?

Die Diagnose erfolgt augenärztlich oder optometrisch. Wichtige Untersuchungen:

  • Refraktionsmessung beider Augen, idealerweise mit objektiver und subjektiver Bestimmung
  • Sehschärfeprüfung rechts und links separat
  • Spaltlampenuntersuchung zur Beurteilung der Augenoberfläche und Hornhaut
  • Augenlängenmessung (Biometrie), um Achsen- von Brechwertanisometropie zu unterscheiden
  • Beurteilung des Binokularsehens und der Stereosehfähigkeit
  • Bei Kindern: zykloplegische Refraktion (mit Pupillenerweiterung) und Untersuchung auf Amblyopie

Bei Kindern und Jugendlichen ist eine frühe Diagnose besonders wichtig: Eine unkorrigierte Anisometropie kann das Sehen dauerhaft beeinträchtigen [2].

Behandlung der Anisometropie

Das Ziel der Korrektur ist, die Sehleistung beider Augen anzugleichen und das Binokularsehen zu erhalten. Die Wahl der Methode hängt vom Schweregrad und individuellen Faktoren ab:

Brille mit unterschiedlichen Gläsern

Die einfachste Lösung bei leichter bis mittlerer Anisometropie (bis ca. 2 Dioptrien Differenz). Beide Gläser werden mit der jeweils passenden Stärke ausgestattet.

Die Grenzen: Brillen erzeugen je nach Glasstärke unterschiedlich grosse Netzhautbilder (Aniseikonie). Ab etwa 2,5 bis 3 Dioptrien Unterschied wird das vom Gehirn schwer toleriert. Zudem werden die Gläser bei grossen Differenzen unterschiedlich dick und schwer, was den Tragekomfort beeinträchtigt.

Kontaktlinsen

Bei grösseren Differenzen sind Kontaktlinsen oft die bessere Wahl. Sie sitzen direkt auf der Hornhaut, sodass die Bildgrössenunterschiede minimal sind. Das Gehirn kann beide Bilder leichter zu einem Gesamtbild verbinden. Auch ab 3 Dioptrien Differenz funktionieren Kontaktlinsen oft gut, während eine Brille hier an Grenzen kommt.

Refraktive Chirurgie (LASIK, PRK, ICL, Linsenaustausch)

Bei stabilen Sehwerten, geeigneter Hornhautanatomie und Wunsch nach langfristiger Brillenfreiheit kann eine operative Lösung infrage kommen. Sie reduziert oder beseitigt die Refraktionsdifferenz dauerhaft. Vor der Entscheidung sind ausführliche augenärztliche Untersuchungen und eine Abwägung der individuellen Risiken nötig.

Iseikonische Brillengläser

Speziell berechnete Brillengläser, die den Bildgrössenunterschied gezielt ausgleichen. Sie sind technisch anspruchsvoll, nicht weit verbreitet, aber bei symptomatischer Aniseikonie eine Option.

Okklusionstherapie bei Kindern

Bei diagnostizierter Amblyopie wird das stärkere Auge zeitweise abgedeckt, damit das schwächere Auge stärker trainiert wird. Diese Therapie wird augenärztlich begleitet und richtet sich nach Alter und Befund [3].

Aniseikonie: Warum die Bildgrösse ein Thema ist

Wenn bei einer Brillenkorrektur die beiden Augen unterschiedlich starke Gläser haben, entstehen auf den Netzhäuten unterschiedlich grosse Bilder. Das Gehirn versucht, die beiden Eindrücke zu einem Gesamtbild zusammenzusetzen – was bei kleinen Unterschieden gut funktioniert, bei grösseren aber zunehmend schwierig wird.

Mögliche Beschwerden durch Aniseikonie:

  • Verzerrtes räumliches Sehen, Tiefenwahrnehmung beeinträchtigt
  • Doppelbilder, vor allem beim Wechsel zwischen Nah- und Fernsicht
  • Müdigkeit und Konzentrationsprobleme
  • Beim Lesen scheint die Schrift „zu rutschen"

Kontaktlinsen reduzieren optisch bedingte Bildgrössenunterschiede meist deutlich, weil sie direkt auf der Hornhaut sitzen [1]. Refraktive Operationen lösen die Brillen-bedingte Aniseikonie in der Regel ebenfalls. Bei Brillen können iseikonische Spezialgläser oder eine schrittweise Erhöhung der Korrekturstärke helfen, das visuelle System an die Differenz zu gewöhnen.

Zu unterscheiden ist davon die sogenannte retinale Aniseikonie: Sie entsteht nicht durch die Korrektur, sondern durch Veränderungen an der Netzhaut – etwa an der Makula. In solchen Fällen helfen weder Kontaktlinsen noch eine Operation am Hornhautprofil; die Abklärung erfolgt augenärztlich [1].

Sonderfall: Ein Auge kurzsichtig, das andere weitsichtig

Eine besondere Konstellation der Anisometropie liegt vor, wenn beide Augen in unterschiedliche Richtungen vom Normwert abweichen: ein Auge ist kurzsichtig, das andere weitsichtig. Diese Form heisst antimetropische Anisometropie und ist seltener als gleichgerichtete Anisometropien (beide Augen myop oder beide hyperop, nur unterschiedlich stark).

Charakteristisch ist, dass das visuelle System hier oft eine Art natürliche Monovision entwickelt: Das weitsichtige Auge übernimmt zunehmend Fernaufgaben, das kurzsichtige Auge die Naharbeit. Manche Betroffenen merken davon im Alltag wenig und kommen lange ohne Brille aus.

Mit zunehmendem Alter und beginnender Alterssichtigkeit kann sich diese Balance verschieben – dann werden plötzlich beide Bereiche schwieriger. Eine fachliche Untersuchung klärt, ob eine Monovision-Korrektur (mit Kontaktlinsen oder operativ) oder eine klassische beidseitige Korrektur sinnvoller ist.

Anisometropie nach Augenoperationen

Ein häufiger Auslöser einer neu aufgetretenen Anisometropie sind Augenoperationen, bei denen die natürliche Linse eines Auges ersetzt oder verändert wird – etwa bei einer Katarakt-Operation (Grauer Star).

Wird ein Auge zuerst operiert und das andere noch nicht, entsteht oft kurzfristig eine ausgeprägte Anisometropie, weil die eingesetzte Kunstlinse die ursprüngliche Brechkraft verändert. Auch nach beidseitiger Operation können kleine Restdifferenzen bleiben.

Korrekturmöglichkeiten in solchen Fällen:

  • Übergangsbrille mit ausgewogenen Stärken, bis das zweite Auge operiert ist
  • Kontaktlinse auf dem nicht-operierten Auge, um die Bildgrössenunterschiede zu reduzieren
  • Nachjustierung mit speziellen Brillen- oder Kontaktlinsen-Werten nach Abschluss beider Operationen
  • Refraktive Nachoperation bei grösseren Restdifferenzen

Die augenärztliche Begleitung über mehrere Wochen nach der Operation ist hier besonders wichtig.

Anisometropie bei Kindern

Bei Kindern ist die Anisometropie besonders kritisch, weil sich das visuelle System noch entwickelt. Ein langfristig unkorrigierter Brechwertunterschied kann zu einer dauerhaften Amblyopie führen – auch nach späterer Brillen- oder Kontaktlinsen-Versorgung lässt sich die Sehleistung dann oft nicht mehr vollständig wiederherstellen [2], [3].

Wichtige Punkte:

  • Frühe Vorsorge: Routinekontrollen im Vorschulalter sowie nach Bedarf im Schulalter werden generell empfohlen.
  • Aufmerksam sein bei Auffälligkeiten: Schielen, häufige Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Vermeidung von Naharbeit, kein Interesse an Bildern oder Schrift.
  • Brille konsequent tragen lassen: Das Kind braucht die Korrektur dauerhaft, damit beide Augen sich entwickeln.
  • Okklusionstherapie nach Bedarf: Bei diagnostizierter Amblyopie wird das stärkere Auge phasenweise abgedeckt (Pflaster, Folie auf der Brille).
  • Regelmässige Verlaufskontrollen: Die Therapie wird über Monate bis Jahre engmaschig begleitet und an die Augenentwicklung angepasst.

Die Therapieerfolgsraten sind bei früher Diagnose deutlich besser als nach Eintritt in die Pubertät, ab der die Amblyopie meist nicht mehr vollständig rückbildbar ist.

Krankenkasse Schweiz

Die obligatorische Grundversicherung übernimmt Sehhilfen für Erwachsene grundsätzlich nur in klar definierten medizinischen Sonderfällen. Bei ausgeprägter Anisometropie kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Vergütung über die Mittel- und Gegenständeliste (MiGeL) infrage kommen, insbesondere wenn eine augenärztliche Verordnung vorliegt und die jeweilige MiGeL-Position erfüllt ist [4]. Die konkreten Voraussetzungen, Beträge und Intervalle sollten vor dem Kauf direkt mit Krankenkasse, Augenärzt:in oder Optiker:in abgeklärt werden.

Für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Altersjahr sieht die MiGeL gemäss aktueller Regelung und auf ärztliche Verordnung einen Beitrag von bis zu CHF 180.– pro Jahr für Brillengläser oder Kontaktlinsen vor [4]. Bei medizinisch begründeter Anisometropie oder Amblyopie sind unter Umständen zusätzliche Leistungen möglich – die Klärung erfolgt über die Krankenkasse und die behandelnde Fachperson.

Refraktive Operationen sind in der Regel nicht in der Grundversicherung enthalten. Viele Zusatzversicherungen für ambulante Leistungen leisten pauschale Brillen- oder Kontaktlinsen-Beiträge oder anteilige Operationszuschüsse – die Konditionen variieren stark zwischen Anbietern.

Lebt es sich gut mit Anisometropie?

Mit der passenden Korrektur leben viele Menschen problemlos mit einer Anisometropie. Wer Brille trägt, gewöhnt sich an die Differenz, und Kontaktlinsen lösen die typischen Probleme oft elegant. In manchen Fällen wird die Anisometropie sogar gezielt genutzt: Bei der sogenannten Monovision wird ein Auge auf Nähe, das andere auf Ferne korrigiert. Das eignet sich vor allem bei beginnender Alterssichtigkeit – wer es verträgt, kommt oft lange ohne Lesebrille aus.

Wer regelmässige Sehkontrollen wahrnimmt, die Korrektur konsequent trägt und bei neuen Beschwerden früh in eine fachliche Abklärung geht, hat in der Regel eine hohe Lebensqualität.

Wenn du den Eindruck hast, dass deine Augen unterschiedlich sehen, oder bei einem Kind Hinweise auf eine Ungleichsichtigkeit bemerkst, ist eine augenärztliche oder optometrische Abklärung der wichtigste erste Schritt. Auf truVuna findest du Optiker:innen in deiner Region. Vergleiche Profile, Leistungen und Bewertungen – und frage gezielt nach, ob eine umfassende Refraktionsbestimmung beider Augen oder eine Beratung zu Brille und Kontaktlinsen angeboten wird.

Häufige Fragen zur Anisometropie

Ab wann gilt eine Sehstärken-Differenz als Anisometropie?

In vielen medizinischen Quellen wird Anisometropie ab etwa 1 Dioptrie Unterschied im sphärischen Äquivalent definiert. Kleinere Unterschiede kommen häufig vor und bleiben oft unbemerkt. Ab 2 bis 3 Dioptrien kann eine Brille zu unterschiedlichen Bildgrössen (Aniseikonie) führen, und Kontaktlinsen werden oft besser vertragen.

Welche Symptome deuten auf eine Anisometropie hin?

Typische Beschwerden sind Kopfschmerzen, schnelle Augenmüdigkeit, Doppelbilder, eingeschränkte Tiefenwahrnehmung, Druckgefühl auf den Augen und Konzentrationsprobleme. Bei Kindern können Schielen, Vermeidung von Naharbeit oder ein Vorzugsauge Hinweise sein. Eine fachliche Refraktionsmessung schafft Klarheit.

Wie wird Anisometropie behandelt?

Bei leichter bis mittlerer Anisometropie reicht oft eine Brille mit unterschiedlich starken Gläsern. Ab grösseren Differenzen sind Kontaktlinsen meist besser, weil sie kaum Bildgrössenunterschiede erzeugen. Refraktive Operationen können eine dauerhafte Lösung sein. Bei Kindern ergänzt eine Okklusionstherapie die Brille, falls bereits eine Amblyopie vorliegt.

Was ist Aniseikonie?

Aniseikonie bezeichnet die Wahrnehmung unterschiedlich grosser Netzhautbilder zwischen den beiden Augen. Sie tritt vor allem bei der Korrektur einer ausgeprägten Anisometropie mit Brille auf, weil die unterschiedlich starken Gläser unterschiedlich grosse Bilder erzeugen. Kontaktlinsen reduzieren diesen optisch bedingten Bildgrössenunterschied meist deutlich. Davon zu unterscheiden ist die retinale Aniseikonie durch Netzhautveränderungen, die einer augenärztlichen Abklärung bedarf.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Die obligatorische Grundversicherung übernimmt Brillen für Erwachsene nur in eng definierten Sonderfällen. Bei ausgeprägter Anisometropie ist unter bestimmten Voraussetzungen ein Beitrag über die MiGeL möglich, sofern eine augenärztliche Verordnung vorliegt. Bei Kindern und Jugendlichen bis zum vollendeten 18. Altersjahr besteht ein Pauschalbeitrag von bis zu CHF 180.– pro Jahr. Refraktive Operationen werden meist privat oder über Zusatzversicherung finanziert.

Quellen

[1] Toumanidou V et al. Anisometropia. In: StatPearls. StatPearls Publishing, 2024. National Library of Medicine. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK580522/

[2] Cotter SA, Edwards AR, Wallace DK, Beck RW, Arnold RW, Astle WF et al. (Pediatric Eye Disease Investigator Group). Treatment of anisometropic amblyopia in children with refractive correction. Ophthalmology, 2006. DOI: 10.1016/j.ophtha.2006.01.069. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16828502/

[3] Wallace DK, Repka MX, Lee KA, Melia M, Christiansen SP, Morse CL, Sprunger DT (American Academy of Ophthalmology). Amblyopia Preferred Practice Pattern. Ophthalmology, 2018. DOI: 10.1016/j.ophtha.2017.10.008. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29108748/

[4] Bundesamt für Gesundheit (BAG): Mittel- und Gegenständeliste (MiGeL) – Kapitel 25 "Sehhilfen". Offizielle Schweizer Verordnung des EDI nach Art. 33 KVG. https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/versicherungen/krankenversicherung/krankenversicherung-leistungen-tarife/Mittel-und-Gegenstaendeliste.html

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