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Für gepflegte Augenbrauen genügen meist drei Basisprodukte: ein Augenbrauenstift oder -puder zum Füllen, ein Brauengel zum Fixieren und ein Bürstchen (Spoolie) zum Verblenden. Damit lassen sich die allermeisten Looks umsetzen – vom dezenten Tages-Make-up bis zur betonteren Variante für besondere Anlässe.
Entscheidend ist die richtige Farbe: Wähle dein Produkt höchstens eine Nuance heller oder dunkler als deine natürliche Brauen- und Haarfarbe. So vermeidest du harte, „angemalte“ Kontraste und das Ergebnis wirkt natürlicher. Wer blonde oder sehr helle Brauen hat, greift eher zu einem leicht dunkleren Ton, bei dunklen Haaren darf das Produkt etwas heller sein.
Die wichtigsten Produkte im Überblick, damit du sie richtig einordnen kannst:
Du musst nicht alle Produkte besitzen. Viele kommen mit Stift oder Puder plus einem Gel gut aus und ergänzen den Rest nach Bedarf.
Die passende Brauenform orientiert sich an drei Punkten deines Gesichts: dem Anfang, dem höchsten Punkt und dem Ende der Augenbraue. Diese Methode ist eine gängige Orientierungshilfe – kein starres Gesetz, denn jede Braue ist individuell, und genau das macht ihren Charakter aus.
So bestimmst du die drei Punkte mithilfe eines Stifts, den du als gedachte Linie anlegst:
Wie viel du an der Form überhaupt veränderst, ist Geschmackssache und unterliegt auch Modetrends: Aktuell sind eher volle, natürliche Brauen gefragt, während sehr schmal getrimmte Brauen seltener gewünscht werden. Solche Vorlieben wechseln jedoch immer wieder. Ganz aufs Zupfen verzichten musst du nicht – einzelne störende Härchen darfst du entfernen, solange es der harmonischen Form dient.
Schminke deine Augenbrauen in kurzen, härchenähnlichen Strichen von innen nach aussen und fixiere das Ergebnis zum Schluss mit Gel. So baust du die Form natürlich auf, statt eine durchgehende Linie zu ziehen, die schnell künstlich wirkt.
In diesen Schritten gelingt ein ausgewogenes Ergebnis:
Weniger ist dabei oft mehr: Lieber in zwei, drei dünnen Schichten aufbauen, als gleich kräftig nachzuziehen.
Bei wenigen oder fehlenden Brauenhaaren baust du die Form mit vielen feinen, einzelnen Strichen auf, statt eine geschlossene Linie zu malen – das ahmt den natürlichen Haarwuchs nach und wirkt deutlich echter. Ein spitzer Augenbrauenstift eignet sich dafür besser als ein breiter Puderauftrag.
Hilfreich ist es, zuerst die drei Orientierungspunkte (Anfang, höchster Punkt, Ende) festzulegen und die Fläche dann mit kurzen, leicht schräg gesetzten Strichen zu füllen. Variiere den Druck, damit nicht alle Striche gleich kräftig ausfallen. Zum Schluss sorgt ein getöntes Brauengel für einen gleichmässigen Ton und etwas Halt. Diese Technik funktioniert auch bei schmalen Brauen, die optisch voller wirken sollen.
Wenn du dauerhaft kaum Brauenhaare hast – etwa nach Erkrankungen oder Behandlungen – kann das tägliche Schminken aufwendig werden. Manche entscheiden sich dann für dauerhaftere Lösungen wie Permanent Make-up. Worauf es dabei ankommt, liest du weiter unten.
Achte auf gut verträgliche Produkte und saubere Werkzeuge, denn die Augenpartie ist empfindlich und reagiert leichter mit Rötungen oder Reizungen. Viele Kosmetika enthalten Duft- und Konservierungsstoffe, die bei empfindlicher Haut Reizungen oder Allergien auslösen können; bei einer Neigung dazu lohnt sich der Griff zu Produkten ohne Duftstoffe und ohne Parabene [1]. Wenn du ein Produkt zum ersten Mal verwendest, ist es sinnvoll, mit einer kleinen Grösse oder einer Probe zu starten, da sich Unverträglichkeiten manchmal erst nach längerer Anwendung zeigen [1].
Auch die Hygiene spielt eine Rolle. Augen-Make-up solltest du nicht mit anderen teilen und Mascara oder andere Augenprodukte regelmässig austauschen, weil durch die Anwendung Bakterien in die Verpackung gelangen können [1][3]. Entferne dein Make-up abends gründlich und verzichte bei einer Augenentzündung – etwa einer Bindehautentzündung – auf Augen-Make-up, bis die Entzündung abgeklungen ist; betroffene Produkte ersetzt du danach besser [3]. Auf gereizter, entzündeter oder erkrankter Haut rund um die Augen solltest du gar nicht erst schminken.
Gut zu wissen: Begriffe wie „hypoallergen“ oder „dermatologisch getestet“ sind rechtlich nicht geschützt und sagen für sich genommen wenig aus. Sie bieten eine grobe Orientierung, ersetzen aber nicht den Blick auf die Inhaltsstoffliste – gerade bei empfindlicher oder allergieanfälliger Haut [2].
Wenn du unsicher bist, welche Produkte du verträgst, oder wenn Rötungen, Juckreiz oder Hautveränderungen anhalten, ist das ein Fall für eine ärztliche oder dermatologische Abklärung – nicht fürs Kosmetikstudio.
Permanent Make-up ist eine Form der Tätowierung: Farbpigmente werden mit feinen Nadeln in die mittlere Hautschicht eingebracht und halten in der Regel mehrere Jahre [4]. Es kann das tägliche Schminken ersetzen, ist aber – anders als abwaschbares Make-up – ein Eingriff in die Haut und nicht ohne Risiko.
Anders als die Farben in aufgetragenen Kosmetika wie Lidschatten oder Eyeliner sind die Pigmente für Tätowierungen und Permanent Make-up hinsichtlich ihrer gesundheitlichen Auswirkungen nicht in gleicher Weise geprüft [4]. Möglich sind unter anderem Reizungen, allergische Reaktionen und Infektionen. Wenn du diese Option in Erwägung ziehst, ist sie bei Anbieter:innen mit sterilen, hygienisch einwandfreien Standards und einer sorgfältigen Vorabberatung am besten aufgehoben. In Schwangerschaft und Stillzeit wird von solchen Eingriffen in der Regel abgeraten; sie sollten verschoben werden. Bei bestehenden Erkrankungen – etwa der Haut, des Immunsystems oder bei Blutgerinnungsstörungen – ist eine ärztliche Abklärung vorab sinnvoll.
Eine Beratung im Kosmetikstudio lohnt sich, wenn du Unterstützung bei der Form, der Farbwahl oder dem Aufbau einer passenden Brauenroutine möchtest. Wer unsicher ist, welche Form zum eigenen Gesicht passt oder welche Produkte sich für den Alltag eignen, bekommt dort Hilfe zum Mitnehmen – und lernt oft kleine Handgriffe, die das Schminken zu Hause erleichtern.
Geht es dagegen um anhaltende, entzündliche oder krankheitsverdächtige Hautbeschwerden rund um die Augenpartie – etwa starken Juckreiz, Ekzeme, Ausschläge oder unklare Hautveränderungen –, ist eine dermatologische Abklärung der richtige Weg. Und bei dauerhaften Verfahren mit Nadeln wie Permanent Make-up sind ärztlich beziehungsweise hygienisch entsprechend ausgerichtete Anbieter:innen mit sterilen Standards angezeigt.
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Welche Farbe sollte ich für meine Augenbrauen wählen?
Wähle ein Produkt, das höchstens eine Nuance heller oder dunkler ist als deine natürliche Brauen- und Haarfarbe. So bleibt das Ergebnis natürlich und harmonisch. Bei sehr hellen Brauen darf der Ton leicht dunkler sein, bei dunklen Haaren etwas heller. Vermeide stark kontrastierende Farben, da sie schnell hart und „angemalt“ wirken.
Wie schminke ich meine Augenbrauen möglichst natürlich?
Für ein natürliches Ergebnis arbeitest du mit kurzen, härchenähnlichen Strichen statt mit einer durchgehenden Linie. Halte den Brauenkopf am inneren Augenwinkel heller, baue die Farbe nach aussen langsam auf und verblende alles mit dem Bürstchen. Lieber in dünnen Schichten arbeiten und am Schluss mit Gel fixieren – das wirkt weicher als ein kräftiger Auftrag.
Wie oft sollte ich Augen-Make-up und Pinsel ersetzen?
Augen-Make-up wie Mascara solltest du regelmässig austauschen, da durch die Anwendung Bakterien in die Verpackung gelangen können [1]. Teile Augenprodukte nicht mit anderen und entferne das Make-up abends gründlich [3]. Bei einer Augenentzündung verzichtest du auf Augen-Make-up und ersetzt die betroffenen Produkte anschliessend [3]. Pinsel und Bürstchen reinigst du am besten regelmässig.
Kann ich Augenbrauen schminken, wenn ich kaum Härchen habe?
Ja. Bei wenigen Härchen baust du die Form mit vielen feinen Einzelstrichen auf, statt eine geschlossene Linie zu malen. Lege zuerst Anfang, höchsten Punkt und Ende fest und fülle die Fläche dann gleichmässig. Ein getöntes Gel sorgt für einen einheitlichen Ton. Bei dauerhaft fehlenden Brauen kann ein dauerhaftes Verfahren wie Permanent Make-up eine Option sein.
[1] aha! Allergiezentrum Schweiz, Kosmetika – ich mache mich schön, https://www.aha.ch/allergiezentrum-schweiz/allergien-intoleranzen/wissenswertes/fokusthemen/allergien-haut-freizeit/kosmetika-sich-schoen-machen
[2] aha! Allergiezentrum Schweiz, Pflege für sensible Haut, https://www.aha.ch/allergiezentrum-schweiz/haut/pflege-fuer-sensible-haut
[3] American Academy of Ophthalmology, How To Use Cosmetics Safely Around Your Eyes, https://www.aao.org/eye-health/tips-prevention/eye-makeup
[4] Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), 2004, Tattoos und Permanent Make-up sind nicht ohne Risiko, https://www.bfr.bund.de/de/presseinformation/2004/03/tattoos_und_permanent_make_up_sind_nicht_ohne_risiko-4084.html
Ein feines Flattern am Oberlid, ein wiederkehrendes Zucken unter dem Auge – Augenzucken kennen viele, und im ersten Moment kann es irritieren. In den allermeisten Fällen ist ein zuckendes Augenlid jedoch harmlos und verschwindet von selbst wieder. Dieser Ratgeber erklärt, warum das Augenlid zuckt, welche Auslöser typisch sind, was du selbst tun kannst und bei welchen Anzeichen eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist. Augenzucken bezeichnet ein unwillkürliches, wiederholtes Zucken des Augenlids – fachlich Lidmyokymie genannt. Meist tritt es nur an einem Auge auf, häufiger am Unterlid, und betrifft entweder das Ober- oder das Unterlid. Hinter dem harmlosen, feinen Zucken stehen in der Regel alltägliche Auslöser; es ist gutartig und klingt meist von selbst wieder ab [1].
Das Regal in der Drogerie ist voller grüner Versprechen: „rein natürlich“, „mit Bio-Extrakten“, „frei von Chemie“. Doch was steckt wirklich hinter dem Wort Naturkosmetik – und wie erkennst du Produkte, die diesen Anspruch auch einlösen? Der Begriff selbst ist rechtlich nicht geschützt, weshalb die Werbung auf der Verpackung allein wenig verrät [1]. Dieser Überblick zeigt dir, was Naturkosmetik ausmacht, welche Siegel verlässlich sind, worauf du bei Inhaltsstoffen und Hauttyp achten solltest und wie nachhaltig „natürlich“ tatsächlich ist.
Optometrie ist die Wissenschaft und Praxis der Sehfunktions-Messung und Bewertung. Optometrist:innen prüfen, wie gut wir sehen, suchen nach Hinweisen auf Funktionsstörungen oder Augenerkrankungen und entwickeln individuelle Lösungen mit Brille, Kontaktlinsen oder Sehhilfen. Dieser Ratgeber erklärt, was die Optometrie genau leistet, wie sich der Beruf vom Augenarzt unterscheidet und wann eine optometrische Untersuchung sinnvoll ist.
«Kapalabhati» – allein der Name klingt schon nach Energie. Übersetzt aus dem Sanskrit bedeutet das Wort etwa «leuchtender Schädel» oder «scheinender Kopf». Gemeint ist eine yogische Atemtechnik, die mit kraftvoll gestossenen Ausatmungen den Körper aktivieren und den Geist klären soll. Wer Kapalabhati zum ersten Mal übt, spürt schnell, woher der bildhafte Name kommt: Nach ein paar Runden entsteht oft ein leichtes Kribbeln im Kopf – wie ein inneres Wachwerden. Anders als ruhige Atemübungen ist Kapalabhati keine Entspannungstechnik im klassischen Sinn. Sie zählt zu den aktivierenden Pranayama-Übungen und ist im Hatha-Yoga sogar als Kriya – als Reinigungsübung – klassifiziert. Das macht sie wirksam, aber auch anspruchsvoller als andere Atemtechniken: Kapalabhati gehört zu den Atemformen, die in der Forschung am häufigsten mit Vorsichtshinweisen verbunden werden. In diesem Ratgeber erfährst du, was Kapalabhati genau ist, wie die Übung wirkt, wie du sie Schritt für Schritt erlernst – und wann du besser auf sie verzichten solltest.
Mudras – die symbolischen Hand- und Körpergesten der indischen Yoga-Tradition. Wer eine Yogastunde besucht hat, kennt vielleicht die Anjali Mudra (gefaltete Hände vor dem Herzen) am Ende der Stunde, wenn alle gemeinsam «Namaste» sagen. Oder die Jnana Mudra (Daumen und Zeigefinger berühren sich) während der Meditation. Hinter beiden Gesten steht eine jahrhundertealte Tradition, die deutlich vielfältiger und umfangreicher ist, als die populäre Wahrnehmung vermuten lässt. In diesem Ratgeber findest du eine klare Einführung: Was Mudras eigentlich sind, woher sie stammen, welche Klassifikationen es gibt, welche Mudras im modernen Yoga besonders verbreitet sind – und wie du wissenschaftliche Belege von tradierten Auslegungen unterscheiden kannst, gerade bei Versprechen einer therapeutischen Wirkung.
Katonah Yoga ist ein moderner Hatha-Yoga-Stil, der klassische Asanas mit geometrischer Ausrichtung, taoistischen Theorie-Elementen und einer sehr klaren Pädagogik verbindet. Entwickelt von Nevine Michaan im US-Bundesstaat New York, hat sich der Stil in den letzten Jahren auch in Europa etabliert – mit kleinen, engagierten Communities in Zürich, Berlin und anderen Städten. In diesem Ratgeber findest du eine klare Einführung: Was Katonah Yoga ist, woher der Name kommt, welche Elemente die Methode prägen, wie eine Stunde abläuft, für wen sich der Stil eignet und wo du Katonah Yoga in der Schweiz findest.