Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

>
Ratgeber-Übersicht
>
Das Organ Haut – Aufbau und Funktionen der Hautschichten

Das Organ Haut – Aufbau und Funktionen der Hautschichten

Die menschliche Haut ist etwa 1,5 bis vier Millimeter dick und nimmt bei einem ausgewachsenen Menschen eine Fläche von fast 1,8 Quadratmeter ein. Damit ist sie das grösste und mit zehn bis 14 Kilogramm Gewicht auch das schwerste Organ des Menschen. Hier kannst du alles über die Struktur und den Aufbau der Haut und die Funktionen der einzelnen Hautschichten nachlesen.

Wie ist der Aufbau der Hautschichten?

Die Haut des Menschen besteht aus insgesamt drei Schichten. Diese werden als Epidermis, Dermis und Subcutis bezeichnet. Andere Begriffe für diese Hautschichten sind Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut. Umgangssprachlich wird die Epidermis an den Handinnenflächen und Fusssohlen auch Hornhaut genannt.

Wie ist die Epidermis aufgebaut?

Die Epidermis ist 0,03 bis 0,05 Millimeter dick und gehört zu den Epithelgeweben. Aus folgenden Schichten ist die Epidermis aufgebaut:

  1. Hornschicht: Die Hornschicht ist die äusserste Schicht der Oberhaut und besteht aus keratinhaltigen abgeplatteten Zellen. Der von den Talgdrüsen produzierte Talg sorgt dafür, dass die Hornschicht geschmeidig bleibt und wasserabweisend wirkt. Die Zellen der Hornschicht sind bereits abgestorben.
  2. Glanzschicht: Diese Schicht ist nur an der Leistenhaut von Handinnen- und Fussinnenseiten zu finden. Sie ist grundlegend dafür da, das Eindringen jeglicher Fremdstoffe in die Haut zu verhindern. Ausserdem ist sie eine sehr einheitlich aussehende Zwischenschicht zwischen der Hornschicht und der Körnerzellschicht.
  3. Körnerzellschicht: In der Körnerzellschicht werden die Zellen der Haut bereits abgebaut. Darin befinden sich Keratohyalinkörner, die dafür verantwortlich sind, der Hornschicht das typisch weisse Aussehen zu verleihen.
  4. Stachelzellschicht: In der Stachelzellschicht findet die Vermehrung der Zellen statt und auch die Verhornung beginnt hier. Zusammen mit der Basalschicht bildet die Stachelzellschicht die sogenannte Keimschicht.
  5. Basalzellschicht: Die Basalschicht ist vor allem für die Regeneration der Haut zuständig, sodass hier (wie auch in der Stachelzellschicht) die Zellteilung stattfindet. Ausserdem befinden sich die Merkelzellen in der Basalzellschicht, die als Sinneszellen ermöglichen, dass der Mensch Berührungen und andere Reize wahrnehmen kann. Weiterhin findet man in dieser innersten Schicht der Epidermis die Melanozyten, die den Pigmentstoff Melanin bilden.

Wie ist die Lederhaut aufgebaut?

Die Dermis ist sowohl mit reissfesten als auch mit elastischen Fasern ausgestattet. Ausserdem befinden sich hier viele Blutgefässe und Lymphgefässe, sowie der Grossteil der menschlichen Hautdrüsen und Haarwurzeln. Die meisten Sinneszellen liegen ebenfalls innerhalb der Lederschicht. Man unterscheidet beim Aufbau der Lederhaut die sogenannte Papillarschicht und die Retikularschicht. Die Papillarschicht grenzt an die Epidermis an und besteht aus Bindegewebe. Die elastische Retikularschicht, auch Netzschicht genannt, bestimmt durch den Anteil des enthaltenen Wasser hauptsächlich, wie straff die Haut des Menschen aussieht. Ausserdem bewirkt sie, dass es im Falle von Wunden nicht zu einer zu grossen Spaltbildung der Haut kommt.

Wie ist die Unterhaut aufgebaut?

Die Unterhaut ist mit geschlossenen Bindegewebskammern ausgestattet, die unter anderem mit Fettzellen gefüllt sind. Dieses Fett schützt den Körper vor eine Unterkühlung und dient als Energiespeicher. Bei einem Überangebot an Fett im Blut wird dieses an die Unterhaut abgegeben. Ausserdem ist das Unterhautgewebe in der Lage, Wasser zu binden, sodass diese Hautschicht eine wichtige Rolle für den Wasserhaushalt des Körpers spielt. Die Unterhaut dient auch als Dämpfung für darunter befindliche Knochenstrukturen, wenn es beispielsweise zu einer stärkeren äusseren Einwirkung auf den Körper kommt.

Welche Gebilde gehören noch zur Haut dazu?

Neben den Hautschichten gehören zum Organ Haut auch noch die Hautanhangsgebilde. Dazu gehören zum Beispiel Haare, Nägel oder auch verschiedene Drüsen wie Schweissdrüsen oder Talgdrüsen. Als Hautanhangsgebilde werden alle mit der Haut verbundenen Strukturen bezeichnet, die funktional mit der Haut verbunden sind. So bilden die Talgdrüsen beispielsweise Talg, welches wiederum Haut und Haare einfettet und somit gegen verschiedene Einflüsse schützt. Schweissdrüsen wiederum spielen eine grosse Rolle bei der Wärmeregulierung des Körpers, was vor allem mit der Bildung von Feuchtigkeit zusammenhängt.

Welche Schutzfunktionen hat die Haut als menschliches Organ nach innen und aussen?

Eine wesentliche Funktion der Haut ist ihre Schutzfunktion. Als Grenzorgan ist die Haut beispielsweise dafür zuständig, keine Krankheitserreger in den Körper zu lassen. Das betrifft Lebewesen wie Bakterien, Pilze oder Milben, aber auch Chemikalien. Die Haut schützt den Körper und die inneren Organe auch weitestgehend vor mechanischen Einwirkungen wie etwa vor Stössen. Durch den Talg der Teigdrüsen und dem Schweiss der Schweissdrüsen weist die Haut ausserdem einen natürlichen Säureschutzmantel auf. Ebenso wichtig ist die Produktion des Melanin-Pigments in der Epidermis. Dieses verhindert bis zu einem gewissen Grad, dass die eintreffenden UV-Strahlen der Sonne dem Körper Schaden zufügen. Auch die Hornschicht und der Hautoberflächenfilm tragen zu einem natürlichen Sonnenschutz bei, da das Sonnenlicht zum grossen Teil reflektiert oder absorbiert wird, sodass es nicht tiefer in die Haut eindringen kann. Bei vermehrter Einstrahlung mit UV-B-Licht verdickt sich die Hornhaut, sodass eine sogenannte Lichtschwiele entsteht, die den Eigenschutz der Haut gegen die Sonne noch verstärkt. Das Ziel des Sonnenschutzes ist, eine schnelle Hautalterung zu verlangsamen sowie die Entwicklung von Hautkrebs zu verhindern. Die Haut weist darüber hinaus auch eine Schutzfunktion nach innen auf. Diese äussert sich in einer Antikörperbildung in der Epidermis. Die Abwehrreaktion sieht man dann an Rötungen oder Schwellungen der Haut, etwa bei der Ansteckung mit einer Infektionskrankheit.

Welche Funktionen haben die Hautzellen noch?

  • Sinnesorgan: In der Oberhaut und der Lederhaut befinden sich spezifische Sinnesrezeptoren, durch die der Mensch Berührungen, Schmerzen und Temperaturen auf der Haut spüren kann. Schmerzrezeptoren, Thermorezeptoren, Druckrezeptoren, Dehnungsrezeptoren, Tastrezeptoren und Haarfollikelrezeptoren werden hier unterschieden.
  • Regulierung der Wärme: Durch die Schweissproduktion der Schweissdrüsen in der Lederhaut wirkt der menschliche Körper einer Überhitzung entgegen. Auch durch das Fett der Unterhaut und der Behaarung der Haut kann Wärme zurückgehalten werden, sodass das Innere des Körpers vor starker Hitze geschützt bleibt. Auch vor einer Unterkühlung schützt die Haut und das Fettgewebe in der Unterhaut, da diese Bereiche bei einer Kälteeinwirkung nur noch gering durchblutet werden und so als Isolatorschicht fungieren. Die Behaarung des Menschen schützt hingegen nur noch wenig vor Kälte.

Das könnte dich auch interessieren

Schrunden: alles über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Schrunden an den Füssen sind nicht nur ein optischer Makel, sie gehen auch mit starken Beschwerden einher. Umso wichtiger ist es daher, Schrunden schnellstmöglich zu behandeln oder sie durch die richtige Fusspflege gar nicht erst entstehen zu lassen. Nachfolgend erfährst du, was Schrunden genau sind, welche Ursachen und Risikofaktoren eine Rolle spielen und mit welchen Massnahmen du sie schnell wieder loswirst.

Augenmuskulatur – Aufbau und Funktion

Die Augenmuskulatur hat wichtige Aufgaben und ermöglicht die gesamte Bewegung des Augapfels. Das wiederum macht ein optimales Sehen möglich, da durch die Muskeln eine blitzschnelle Reaktion und das Drehen des Augapfels in alle Richtungen gelingen. Die Anatomie und der Aufbau der Muskulatur sind komplex und Augenmuskeln und die Augenmuskelnerven können auch geschädigt werden. Die Augenheilkunde unterscheidet zwischen Erkrankungen der Muskeln und denen der Muskelnerven. Alles zur Augenmuskulatur haben wir dir hier zusammengestellt.

Die Schwangerschaftsmassage – Entspannung und Erholung

Massagen haben immer die Aufgabe, Entspannung zu bewirken und Verspannungen zu lösen. Allgemein führen sie zu Wohlempfinden, erlauben das Abschalten vom Alltag und steigern das Körpergefühl. Besonders in der Phase einer Schwangerschaft sind Massagen hilfreich. Trotzdem gilt es, auch die Risiken zu beachten, damit keine Komplikationen auftreten. Spezielle Schwangerschaftsmassagen sind gut geeignet, in sanfter Form Beschwerden zu lindern. Wie sie gelingen, erfährst du hier.

Nagelzange für starke Fussnägel und die allgemeine Nagelpflege

Eine Nagelzange eignet sich dazu, Fuss- und Fingernägel zu schneiden. Zudem kannst du mit dieser Zange die Haut rund um die Nägel vorsichtig kürzen. Besonders gut eignen sich die Zangen für dickere Nägel. Daher werden sie in Nagelstudios insbesondere für die Fussnägel verwendet. Auch daheim kannst du dir mit der Nagelzange aus Edelstahl die Nägel schneiden. Anders als bei der Nagelschere kommt hier nicht das Scherschneiden, sondern das sogenannte Keilschneiden zum Einsatz. In diesem Beitrag erfährst du mehr über die richtige Nutzung der Nagelzange, ihre Vorteile und Tipps für die Nagelpflege.

Neurodermitis – wenn die Haut krankhaft juckt

Neurodermitis ist eine der häufigsten Hautkrankheiten in industrialisierten Ländern. Es wird davon ausgegangen, dass etwa 15 bis 20 Prozent der Kinder und etwa drei Prozent der Erwachsenen mit dieser Erkrankung leben. Der Anteil der Betroffenen steigt. Der stellenweise sehr stark auftretende Juckreiz führt oft zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität. Somit ist Neurodermitis kein medizinisches Randthema, sondern bedarf einer näheren Betrachtung – und dies bekommst du hier.

Den Hauttyp bestimmen und passende Pflegeprodukte auswählen

Für eine optimale Pflege und Reinigung deiner Haut ist es von entscheidender Bedeutung, dass du deinen Hauttyp kennst. Den Hauttyp zu bestimmen ist nicht schwierig, denn für jeden davon gibt es typische Merkmale. Mischhaut zum Beispiel zeichnet sich durch eine fettige T-Zone und trockene Wangen aus. Normale Haut dagegen ist meist unproblematisch. Nur wenn du die Bedürfnisse deiner Haut kennst, kannst du sie optimal mit Pflegeprodukten versorgen. Stimme diese also unbedingt auf deinen Hauttyp ab.