Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

>
Ratgeber-Übersicht
>
Neurodermitis: Symptome, Ursachen und Behandlung im Überblick

Neurodermitis: Symptome, Ursachen und Behandlung im Überblick

Neurodermitis gehört zu den häufigsten chronischen Hauterkrankungen – besonders bei Babys und Kleinkindern. Der ständige Juckreiz, trockene Hautstellen und schlaflose Nächte können den Alltag stark belasten. Die gute Nachricht: Auch wenn Neurodermitis bislang nicht heilbar ist, lassen sich die Beschwerden mit der richtigen Pflege und Behandlung in den meisten Fällen gut in den Griff bekommen. Dieser Ratgeber erklärt verständlich, wie Neurodermitis entsteht, woran du sie erkennst und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Was ist Neurodermitis?

Neurodermitis ist eine chronische, nicht ansteckende Entzündung der Haut, die mit Trockenheit, Rötung und starkem Juckreiz einhergeht. Sie wird auch als atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis bezeichnet. „Atopisch" bedeutet, dass die betroffene Person zu Überempfindlichkeitsreaktionen neigt – ähnlich wie bei Heuschnupfen oder allergischem Asthma [1]. Charakteristisch ist der schubweise Verlauf: Auf Phasen mit deutlichen Beschwerden folgen ruhigere Zeiten, in denen die Haut weitgehend erscheinungsfrei sein kann [2].

Der Erkrankung liegt eine gestörte Schutzbarriere der Haut zugrunde. Wenn Stoffe fehlen oder nicht richtig funktionieren, die für den Aufbau der obersten Hautschicht zuständig sind, verliert die Haut mehr Feuchtigkeit, trocknet aus und wird durchlässiger für Reizstoffe und Allergene [2].

Gut zu wissen: Neurodermitis ist nicht ansteckend. Die entzündeten Hautstellen entstehen durch innere Veranlagung und Reize – nicht durch Erreger, die sich übertragen lassen [3].

Welche Symptome treten bei Neurodermitis auf?

Das wichtigste Merkmal der Neurodermitis ist ein stark juckender, entzündlicher Hautausschlag, der in Schüben auftritt. Die Ausprägung reicht von leichter, trockener Haut bis zu ausgedehnten, stark juckenden Ekzemen [1]. Typischerweise zeigt sich die Haut gerötet, schuppig und rau; im Verlauf können Knötchen, Bläschen sowie nässende und verkrustete Stellen hinzukommen. Hält die Entzündung länger an, kann die Haut an den betroffenen Stellen dicker und gröber werden [1].

Welche Körperstellen betroffen sind, hängt vom Alter ab. Bei älteren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen finden sich die Ekzeme häufig an den Beugeseiten wie Ellenbeugen und Kniekehlen sowie an Hals, Nacken, Gesicht und Händen [2]. Wärme verstärkt den Juckreiz oft, weshalb die Beschwerden nachts im warmen Bett zunehmen können. Wer dem Kratzen nachgibt, reizt die Haut zusätzlich – so entsteht leicht ein Teufelskreis aus Jucken und Kratzen [2].

Wie zeigt sich Neurodermitis bei Babys und Kindern?

Bei Babys zeigt sich Neurodermitis oft zuerst im Gesicht und an der Kopfhaut. In den ersten Lebensmonaten sind häufig Wangen, Stirn und behaarter Kopf betroffen, daneben auch der Oberkörper sowie die Streckseiten von Armen und Beinen [2]. Neurodermitis ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindesalter: In der Schweiz sind etwa 20 Prozent der Kinder von einem atopischen Ekzem betroffen, bei Erwachsenen sind es rund 4 bis 5 Prozent [2]. In etwa 85 Prozent der Fälle treten die ersten Symptome in den ersten fünf Lebensjahren auf [2].

Mit zunehmendem Alter verschieben sich die typischen Stellen hin zu den Beugen von Armen und Beinen sowie zu Hals und Gesicht [2]. Weil die entzündeten Stellen stark jucken und Kinder dem Kratzreiz schwer widerstehen können, leidet oft der Schlaf – was sich tagsüber in Müdigkeit und Konzentrationsproblemen zeigen kann.

Welche Ursachen und Auslöser hat Neurodermitis?

Neurodermitis entsteht durch ein Zusammenspiel aus erblicher Veranlagung, einer gestörten Hautbarriere und Entzündungsprozessen in der Haut [2]. Auf diesem Boden können verschiedene innere und äussere Reize einen Schub auslösen oder verstärken. Welche Auslöser eine Rolle spielen, ist von Person zu Person unterschiedlich und kann sich im Laufe des Lebens ändern; häufig wirken mehrere Faktoren zusammen, sodass sich der einzelne Auslöser oft nur schwer bestimmen lässt [2].

Zu den möglichen Auslösern zählen unter anderem:

  • Allergene wie bestimmte Nahrungsmittel, Hausstaubmilben, Pollen oder Tierhaare
  • mechanische und chemische Reize, etwa kratzige Kleidung, Schwitzen oder bestimmte Dusch- und Waschmittel [2]
  • klimatische Einflüsse wie trockene Heizungsluft im Winter oder Hitze im Sommer
  • psychische Belastung und Stress [2]
  • Infekte, die das Immunsystem fordern

Weil viele Menschen mit Neurodermitis zusätzlich zu Allergien neigen, kann es hilfreich sein, gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt mögliche Trigger zu beobachten und nach Möglichkeit zu reduzieren.

Wie wird Neurodermitis diagnostiziert?

Neurodermitis wird in erster Linie anhand des typischen Hautbildes und der Krankengeschichte diagnostiziert. Im Anamnesegespräch geht es um Art, Lage und Häufigkeit der Beschwerden sowie um Allergien und Hauterkrankungen in der Familie; anschliessend werden die betroffenen Hautstellen untersucht [1].

Ergänzend können Tests den Verdacht stützen. Ein bekanntes klinisches Zeichen ist der „weisse Dermographismus": Streicht man mit einem stumpfen Gegenstand über die Haut, verfärbt sie sich bei Neurodermitis häufig kurz weiss statt – wie üblich – rot. Bei einem Bluttest kann der sogenannte IgE-Wert bestimmt werden, der bei vielen Betroffenen erhöht ist [1]. Besteht der Verdacht, dass bestimmte Allergene die Beschwerden verschlimmern, können Allergietests sinnvoll sein, um mögliche Auslöser einzugrenzen [1].

Wie wird Neurodermitis behandelt?

Neurodermitis wird in mehreren Stufen behandelt, die sich nach dem Schweregrad richten. Grundlage jeder Behandlung ist eine konsequente Basispflege, auf die je nach Ausprägung weitere Massnahmen aufbauen [1]. Das gängige Stufenkonzept baut wie folgt aufeinander auf:

  • Stufe 1 – trockene Haut: im Vordergrund stehen die tägliche rückfettende Basispflege und das Meiden bekannter Auslöser.
  • Stufe 2 – leichte Ekzeme: zusätzlich kommen entzündungshemmende Cremes zum Einsatz, etwa schwächere Kortisonpräparate oder Calcineurin-Hemmer.
  • Stufe 3 – mittelschwere Ekzeme: hier werden stärker wirksame topische Präparate eingesetzt, bei Bedarf ergänzt durch eine UV- beziehungsweise Lichttherapie.
  • Stufe 4 – schwere Ekzeme: zusätzlich kann eine systemische Therapie nötig sein, zum Beispiel Tabletten oder moderne Spritzentherapien.

Die Stufen sind nicht starr: Behandelnde passen die Therapie an den aktuellen Hautzustand an und kombinieren Massnahmen individuell [1].

Die tägliche Hautpflege mit rückfettenden und feuchtigkeitsbindenden Mitteln (Emollentien) gilt als zentraler Baustein. Sie hält die Haut geschmeidig, lindert Juckreiz und beugt einer Verdickung vor; zudem kann sie die Häufigkeit von Schüben verringern und den Bedarf an Kortisonpräparaten senken [3]. Eine Cochrane-Übersichtsarbeit kommt zu einem ähnlichen Ergebnis: Die regelmässige Anwendung von Feuchtigkeitsmitteln führte zu weniger Schüben, verlängerte die Zeit bis zum nächsten Schub und reduzierte den Verbrauch an Kortisoncremes – die Aussagekraft der einzelnen Studien war allerdings begrenzt [4].

Bei entzündeten Stellen kommen antientzündliche Cremes zum Einsatz, meist kortisonhaltige Präparate (Glukokortikoide) oder Calcineurin-Hemmer [1]. Bei mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis können eine UV-Lichttherapie oder eine systemische Behandlung infrage kommen. Dazu gehören neben dem länger bekannten Ciclosporin auch neuere Wirkstoffe wie Biologika (etwa Dupilumab) oder sogenannte JAK-Hemmer, die bei ausgeprägten Verläufen eingesetzt werden [1]. Welche Therapie geeignet ist, hängt von Schweregrad, Alter und individueller Situation ab und wird ärztlich entschieden.

Was hilft im Alltag gegen den Juckreiz?

Gegen den Juckreiz helfen im Alltag vor allem konsequente Hautpflege, das Meiden bekannter Auslöser und kühlende Massnahmen. Da Wärme den Juckreiz häufig verstärkt, können kühle statt heisse Bäder oder Duschen die Haut entlasten [2]. Weiche, luftige Kleidung aus glatten Stoffen reizt die Haut weniger als kratzige Materialien. Hilfreich ist es ausserdem, die individuellen Trigger zu kennen und Stresssituationen nach Möglichkeit auszugleichen, da auch psychische Belastung Schübe begünstigen kann [2].

Gerade bei Kindern ist das Durchbrechen des Kratzkreislaufs wichtig: Kurze Fingernägel, kühlende Umschläge und eine gute Basispflege können das Kratzbedürfnis verringern. Spezielle Schulungs- und Beratungsangebote unterstützen Betroffene und Familien dabei, den Alltag mit Neurodermitis besser zu bewältigen [2].

Ist Neurodermitis heilbar?

Neurodermitis ist bislang nicht heilbar, lässt sich aber in den meisten Fällen gut behandeln. Die Erkrankung verläuft in Schüben, sodass die Beschwerden zeitweise zurückgehen oder ganz verschwinden können [2]. Bei vielen Kindern bessert sich das atopische Ekzem im Laufe des Wachstums deutlich oder verschwindet ganz [1].

Durch eine konsequente Hautpflege, das Meiden individueller Auslöser und eine an den Schweregrad angepasste Behandlung lassen sich Häufigkeit und Stärke der Schübe in der Regel spürbar verringern [3]. Eine zuverlässige Methode, Neurodermitis vollständig zu verhindern, gibt es derzeit nicht – im Mittelpunkt steht deshalb, die Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu erhalten.

Wann ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll?

Eine ärztliche Abklärung ist sinnvoll, wenn der Hautausschlag stark juckt, sich ausbreitet, nässt oder die Beschwerden den Alltag und den Schlaf belasten. Auch bei unklaren Hautveränderungen, die nicht von selbst abheilen, lohnt sich eine fachliche Einschätzung, um die Ursache zu klären und eine passende Behandlung zu finden [1].

Sicherheitshinweis: Wenn nässende Stellen, gelbliche Krusten, Eiterbläschen, Fieber oder eine rasche Verschlechterung auftreten, kann eine bakterielle oder virale Infektion der Haut vorliegen. In diesem Fall solltest du zeitnah ärztlichen Rat einholen [1].

Gerade weil Neurodermitis sehr unterschiedlich verläuft und viele Behandlungsmöglichkeiten existieren, ist eine individuelle Beratung hilfreich. Eine dermatologische Praxis kann die Diagnose sichern, mögliche Auslöser eingrenzen und einen auf dich oder dein Kind abgestimmten Behandlungsplan erstellen.

Auf truVuna findest du Hautärztinnen und Hautärzte in deiner Nähe. Vergleiche Profile, Leistungen und Bewertungen und kontaktiere passende Praxen direkt, um einen Termin zur Abklärung zu vereinbaren.

Häufige Fragen zu Neurodermitis

Ist Neurodermitis ansteckend?

Nein, Neurodermitis ist nicht ansteckend. Die entzündeten Hautstellen entstehen durch eine erbliche Veranlagung, eine gestörte Hautbarriere und Entzündungsprozesse in der Haut – nicht durch übertragbare Erreger [2,3]. Auch in der Akutphase mit nässenden Ekzemen besteht keine Ansteckungsgefahr für andere. Anders sieht es aus, wenn sich offene Hautstellen zusätzlich mit Bakterien oder Viren infizieren; eine solche Infektion sollte ärztlich behandelt werden.

Wächst sich Neurodermitis bei Kindern aus?

Bei vielen Kindern bessert sich Neurodermitis im Laufe des Wachstums deutlich oder verschwindet ganz. Die Erkrankung beginnt meist in den ersten Lebensjahren und verläuft in Schüben [1,2]. Eine Garantie gibt es jedoch nicht – bei manchen Menschen bleibt die Veranlagung bestehen oder zeigt sich später erneut. Eine konsequente Hautpflege hilft in jedem Alter, Schübe seltener und milder zu halten.

Ist Kortison bei Neurodermitis schädlich?

Kortisonhaltige Cremes gehören zu den wirksamen Mitteln gegen entzündete Hautstellen und werden in der Stufentherapie gezielt eingesetzt [1]. Bei sachgerechter Anwendung über begrenzte Zeit gelten sie als gut steuerbar. Wichtig ist, sie nach ärztlicher Anweisung zu verwenden und nicht eigenmächtig dauerhaft grossflächig aufzutragen. Bei Unsicherheiten zu Stärke, Dauer und Anwendungsort gibt die behandelnde Praxis Auskunft.

Welche Rolle spielt die Ernährung?

Die Ernährung kann bei einzelnen Betroffenen eine Rolle spielen, wenn eine nachgewiesene Nahrungsmittelallergie besteht. Pauschale Diäten ohne ärztliche Abklärung sind dagegen nicht empfehlenswert, da sie gerade bei Kindern zu Mangelerscheinungen führen können [1]. Ob bestimmte Nahrungsmittel Schübe auslösen, lässt sich am besten gemeinsam mit einer Fachperson und gegebenenfalls mit Allergietests klären.

Quellen

[1] Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) u. a., 2023/2024, S3-Leitlinie Atopische Dermatitis (AD) [Neurodermitis; atopisches Ekzem], AWMF-Register-Nr. 013-027, https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/013-027

[2] aha! Allergiezentrum Schweiz, Neurodermitis (atopisches Ekzem/atopische Dermatitis), https://www.aha.ch/allergiezentrum-schweiz/info-zu-allergien/ekzem-hautreaktion/neurodermitis-atopische-dermatitis-ekzem

[3] Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de, Hautpflege bei Neurodermitis, https://www.gesundheitsinformation.de/hautpflege-bei-neurodermitis.html

[4] van Zuuren EJ, Fedorowicz Z, Christensen R, Lavrijsen A, Arents BWM, 2017, Emollients and moisturisers for eczema, Cochrane Database of Systematic Reviews, https://www.cochranelibrary.com/cdsr/doi/10.1002/14651858.CD012119.pub2/full

Das könnte dich auch interessieren

Magnetresonanztherapie: Methode, Anwendung und worauf du achtest

Magnetische Felder begleiten die Heilkunde seit Langem, und bis heute interessieren sich viele Menschen für sanfte, ergänzende Wege, um Schmerzen oder Gelenkbeschwerden zu begegnen. Die Magnetresonanztherapie – oft auch Magnetfeldtherapie genannt – gehört zu den komplementärmedizinischen Methoden, die mit Magnetfeldern arbeiten. In diesem Ratgeber erfährst du, was sich hinter dem Begriff verbirgt, welche Varianten es gibt, wofür die Methode genutzt wird, was die Studienlage zeigt und worauf du bei der Wahl einer Anbieterin oder eines Anbieters achten kannst.

Ozontherapie: Methoden, Anwendung und worauf du achten solltest

Die Ozontherapie gehört zu den bekannteren Verfahren der Komplementärmedizin und wird in der Schweiz vor allem als sogenannte Eigenbluttherapie angeboten. Dabei kommt ein Gemisch aus medizinischem Sauerstoff und Ozon zum Einsatz, von dem sich viele Anwender:innen eine Anregung der körpereigenen Abwehr- und Regenerationsprozesse erhoffen. Dieser Ratgeber erklärt dir verständlich, was die Ozontherapie ist, welche Formen es gibt, wie eine Behandlung abläuft, was die Studienlage zu den verschiedenen Anwendungsgebieten zeigt – und worauf du bei Sicherheit, Grenzen und Anbieterwahl achten solltest.

Nummuläres Ekzem: Symptome, Ursachen und Behandlung

Runde, scharf begrenzte und oft stark juckende Hautstellen an Armen oder Beinen – dahinter steckt manchmal ein nummuläres Ekzem. Der Begriff «nummulär» bedeutet «münzförmig» und beschreibt das auffälligste Merkmal dieser Hauterkrankung. Im Folgenden liest du, wie sich ein nummuläres Ekzem zeigt, welche Ursachen diskutiert werden, was bei der Behandlung hilft und wann eine dermatologische Abklärung sinnvoll ist.

Schminkpinsel für Puder aller Art – welcher Pinsel für den perfekten Teint?

Kein Make-up ohne Pinselset: Die kleinen und grossen Pinsel in unterschiedlicher Qualität, mit braunen, beigen, schwarzen und weissen Borsten, gerundet oder glatt, dienen dem Auftragen von so ziemlich allem, was Make-up hergibt. Von Concealer über Rouge bis Lidschatten und Lippenrot reicht die Palette. Natürlich ist ein einziger Gesichtspinsel bei so vielen verschiedenen Anwendungen nicht genug. Aber wie unterscheiden sich die Pinsel voneinander? Welche Borsten sind für was genau tauglich, und wie reinigt man so einen Schminkpinsel? Du hast zahlreiche Fragen – wir haben die Antworten für dich!

Die Totalreflexion: wenn Licht vollständig zurückgeworfen wird

Die Totalreflexion ist eines der eindrucksvollsten Phänomene der geometrischen Optik. An einer Grenzfläche zwischen zwei durchsichtigen Medien kann Licht unter bestimmten Bedingungen nahezu vollständig zurückgeworfen werden – ohne den sonst üblichen Anteil, der ins zweite Medium gebrochen wird. Dieser Effekt steckt hinter Glasfaserkabeln, hinter dem Funkeln eines Diamanten und hinter spiegelähnlichen Effekten beim Blick aus dem Wasser nach oben. Auch Phänomene wie eine Fata Morgana beruhen auf Brechungsunterschieden in Luftschichten und wirken deshalb ähnlich wie eine Spiegelung. Dieser Ratgeber erklärt, wann Totalreflexion auftritt, wie sich der Grenzwinkel berechnet und wo wir den Effekt im Alltag finden.

Os sphenoidale (Keilbein): Anatomie, Funktion und Beschwerden

Das Os sphenoidale – auf Deutsch Keilbein – ist einer der zentralsten und zugleich kompliziertesten Knochen des menschlichen Schädels. Es liegt tief in der Mitte der Schädelbasis, ist mit fast allen anderen Schädelknochen verbunden und bildet einen Teil der Augenhöhle. Wer nach «Keilbein verschoben» oder «Os sphenoidale» sucht, möchte meist verstehen, welche Aufgaben dieser Knochen hat, was hinter dem in der Osteopathie verwendeten Begriff der «Verschiebung» steckt und welche Beschwerden in dieser Region auftreten können. Genau das ordnet dieser Ratgeber sachlich ein.