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Eine Gleitsichtbrille ist eine Mehrstärkenbrille mit Brillengläsern, die mehrere Sehbereiche stufenlos verbinden. Der obere Teil des Glases ist für die Fernsicht ausgelegt, der untere für den Nahbereich, dazwischen liegt eine sogenannte Progressionszone, die fliessend zwischen den Sehstärken vermittelt [5].
Im Unterschied zur klassischen Bifokal- oder Trifokalbrille gibt es bei Gleitsichtgläsern keine sichtbare Trennlinie und keinen abrupten Sprung im Bild. Von aussen ist nicht erkennbar, dass es sich um Mehrstärkengläser handelt [5]. Das macht Gleitsichtbrillen optisch unauffällig und im Alltag bequem — eine Brille deckt Lesen, Bildschirmarbeit und Fernsicht ab.
Eingesetzt werden Gleitsichtbrillen vor allem bei Alterssichtigkeit, die meist zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr beginnt [2][5]. Sie korrigieren die Presbyopie zusammen mit einer eventuell bereits bestehenden Kurz- oder Weitsichtigkeit und einer Hornhautverkrümmung. Wer als bisheriger Brillenträger zusätzlich Lesehilfe braucht, profitiert besonders — denn die Alternative wären zwei Brillen, die ständig gewechselt werden müssten.
Ein Gleitsichtglas hat drei Sehzonen, die ineinander übergehen [5]:
Links und rechts neben der Progressionszone entstehen herstellungsbedingt unscharfe Randbereiche. Je nach Qualität und Design des Glases fallen diese Bereiche grösser oder kleiner aus — hochwertige, individuell angefertigte Gläser bieten breitere nutzbare Sehfelder und schmalere Randunschärfen [5]. Das Sehverhalten muss bei einer Gleitsichtbrille teilweise neu erlernt werden: Für scharfes Sehen bewegst du nicht nur die Augen, sondern auch den Kopf in die gewünschte Blickrichtung [5].
Eine Gleitsichtbrille ist dann sinnvoll, wenn du in mehreren Distanzen scharf sehen möchtest und das ständige Wechseln zwischen Brillen vermeiden willst. Typische Einsatzbereiche sind die nachlassende Sehleistung in der Nähe ab Mitte 40 und kombinierte Fehlsichtigkeiten, bei denen sowohl Fern- als auch Nahkorrektur nötig sind [2].
Weniger geeignet ist eine reine Gleitsichtbrille manchmal für längere konzentrierte Bildschirmarbeit. Da die Zwischendistanz-Zone schmal ist und der Bildschirm meist eine konstante Blickhöhe verlangt, kann Nackenverspannung entstehen, weil der Kopf in eine bestimmte Position gebracht werden muss [5]. In solchen Fällen kann zusätzlich eine spezielle Bildschirm- oder Arbeitsplatzbrille (mit grösserer Nahzone) sinnvoll sein.
Auch bei sehr hohen Dioptrienwerten und bei stark unterschiedlichen Werten zwischen beiden Augen lohnt sich eine ausführliche Beratung, weil die Anpassung anspruchsvoller wird [3]. Ebenso bei vestibulären (Gleichgewichts-) Beschwerden: Ein Vorgespräch mit Augenoptiker:innen oder Optometrist:innen hilft, realistische Erwartungen zu setzen.
Die Eingewöhnung an eine Gleitsichtbrille dauert bei den meisten Trägerinnen und Trägern wenige Tage bis etwa zwei Wochen, in Einzelfällen länger [5]. In dieser Phase können verschwommene Sicht beim Blick zur Seite, ein leichtes Schwindelgefühl, Kopfschmerzen oder Unsicherheit beim Treppensteigen auftreten — vor allem dann, wenn es deine erste Gleitsichtbrille ist und du das Sehen mit verschiedenen Glasbereichen neu lernen musst [5].
Diese Hinweise helfen während der Eingewöhnungsphase:
Halten Beschwerden auch nach mehreren Wochen an, sollte die Brille beim Augenoptiker oder bei der Augenoptikerin nachjustiert werden. Möglich sind eine falsche Zentrierung, ein verrutschter Sitz der Fassung oder ein nicht passendes Glasdesign [2][6]. In hartnäckigen Fällen oder bei wiederkehrenden Sehproblemen ist eine augenärztliche Abklärung sinnvoll.
Gleitsichtgläser unterscheiden sich vor allem nach Komplexität des Designs und Grad der individuellen Anpassung. Grob lassen sich drei Klassen unterscheiden:
Bei höherwertigen Designs wird das Glas individueller berechnet — das schmälert die Randunschärfen und vergrössert die nutzbaren Sehfelder [5]. Welche Klasse passt, hängt vom Alltag, vom Budget und von der Korrektur ab. Wer den ganzen Tag am Bildschirm arbeitet oder ein bewegtes Berufsleben mit häufigem Blickwechsel hat, profitiert eher von höheren Klassen.
Eine Gleitsichtbrille ist in der Schweiz deutlich teurer als eine einfache Einstärkenbrille — Komplettpreise reichen je nach Anbieter und Glaspaket grob von rund CHF 150 bis weit über CHF 1'500. Die Spannweite ist gross, weil sowohl die Fassung als auch das Glasdesign (Standard versus individuell) den Preis stark beeinflussen [7]. Die folgenden Richtwerte sind als grobe Marktorientierung zu verstehen und können sich durch Aktionen, neue Kollektionen und Marktbewegungen jederzeit ändern:
Das unabhängige Schweizer Konsumentenmagazin saldo verglich in einem Optiker-Preisvergleich Brillengläser bei verschiedenen Ketten und stellte teils erhebliche Preisunterschiede zwischen den Anbietern fest [7]. Aktionen, kostenlose Sehtests, Zweitbrillen-Angebote und Brillen-Abos verändern den effektiven Preis zusätzlich. Die Preise verstehen sich als grobe Marktorientierung und nicht als verbindliche Tarife — der tatsächliche Endpreis hängt von Fassung, Glasdesign, Beschichtungen, Korrekturwerten und individuellen Aktionen ab.
Da sich Aktionen ändern und Pakete unterschiedlich zugeschnitten sind, lohnt sich der direkte Vergleich vor Ort. Ein detaillierter, schriftlicher Kostenvoranschlag macht die Endpreise transparent.
Die obligatorische Grundversicherung beteiligt sich nur in eng definierten Fällen an Brillenkosten. Die Mittel- und Gegenstände-Liste (MiGeL) des Bundesamts für Gesundheit (BAG) listet die Positionen abschliessend [4]:
Die normale altersbedingte Presbyopie und die typische Gleitsichtbrille sind in der Grundversicherung nicht abgedeckt. Eine Beteiligung kann je nach Zusatzversicherung möglich sein — Umfang und Voraussetzungen unterscheiden sich pro Krankenkasse und Police. Eine Abklärung mit der eigenen Krankenkasse vor dem Kauf ist sinnvoll. Selbstbehalt und Franchise gelten zusätzlich, falls eine MiGeL-Position greift.
Bei Alterssichtigkeit kommen je nach Lebenssituation verschiedene Korrekturformen infrage. Eine Lesebrille reicht für reine Naharbeit oft aus, wenn keine Fernkorrektur nötig ist. Eine Bifokalbrille mit sichtbarem Nahteil ist heute eher selten, kann aber in Spezialfällen sinnvoll sein. Auch Mehrstärken-Kontaktlinsen oder eine Kombination aus Fernlinsen plus Lesebrille kommen für manche Träger:innen in Betracht.
Operative Lösungen wie der Austausch der Augenlinse durch eine Multifokallinse oder eine Laserkorrektur sind ein separates medizinisches Thema und werden von Augenärztinnen und Augenärzten abgeklärt — sie ersetzen keine Gleitsichtbrille im klassischen Sinn, sondern sind ein eigenständiger Eingriff mit eigenen Voraussetzungen, Chancen und Risiken. Wer das genauer erwägen möchte, lässt sich am besten direkt augenärztlich beraten.
Die Wahl der passenden Korrekturform hängt von vielen Faktoren ab: Alltag, Sehgewohnheiten, Korrekturwerte, individuelle Augengesundheit, persönliche Vorlieben und Budget. Ein ausführliches Gespräch mit Augenoptiker:innen oder Optometrist:innen klärt, welche Variante zu dir passt — und ob eine medizinische Abklärung beim Augenarzt oder bei der Augenärztin sinnvoll ist.
Auf truVuna findest du Augenoptiker:innen in deiner Region, die sich auf Gleitsichtbrillen und individuelle Glasdesigns spezialisieren. Vergleiche Profile, Leistungen und Bewertungen, lies, worauf andere Kundinnen und Kunden Wert gelegt haben, und kontaktiere die Anbieter:innen direkt für ein Beratungsgespräch.
Die Eingewöhnung dauert bei den meisten Trägerinnen und Trägern wenige Tage bis etwa zwei Wochen [5]. Wer die Brille konsequent trägt, gewöhnt sich in der Regel schneller. Halten Schwindel, Kopfschmerzen oder unscharfes Sehen über mehrere Wochen an, sollte die Brille augenoptisch überprüft werden — meist liegt es an Zentrierung, Sitz oder einem nicht optimal passenden Glasdesign.
Ja, eine korrekt angepasste Gleitsichtbrille ist zum Autofahren grundsätzlich geeignet, weil die obere Glaszone für die Fernsicht ausgelegt ist [5]. In der Eingewöhnungsphase ist Vorsicht sinnvoll, denn Randunschärfen können den Blick zur Seite beeinträchtigen. Manche Träger:innen entscheiden sich zusätzlich für eine separate Autofahrbrille mit grösserer Fernzone, wenn sie viel unterwegs sind.
Komplettpreise für Gleitsichtbrillen reichen in der Schweiz je nach Anbieter und Glaspaket grob von rund CHF 150 für Einstiegs- und Aktionsangebote bis weit über CHF 1'500 für Premium-Modelle mit individuell berechneten Gläsern und hochwertigen Fassungen. Saldo hat in einem Optiker-Preisvergleich teils erhebliche Preisunterschiede zwischen den Schweizer Ketten festgestellt [7]. Die Werte sind Richtwerte; der effektive Endpreis hängt von Fassung, Glasdesign, Beschichtungen, Korrekturwerten und individuellen Aktionen ab.
Eine Lesebrille reicht meist aus, wenn du nur in der Nähe schlechter siehst und in der Ferne keine Korrektur brauchst. Sobald sowohl Fern- als auch Nahsicht korrigiert werden müssen — etwa weil du bereits kurz- oder weitsichtig bist und zusätzlich Presbyopie entwickelst — bietet eine Gleitsichtbrille den grösseren Komfort, weil du nicht ständig zwischen zwei Brillen wechseln musst. Welche Variante passt, klärt sich am besten in einer fachlichen Beratung.
Die Grundversicherung übernimmt Gleitsichtbrillen für die normale Alterssichtigkeit nicht. Beteiligungen sind nur in eng definierten Fällen möglich — bei Kindern und Jugendlichen sowie bei Erwachsenen mit krankheits- oder operationsbedingten Sehveränderungen über die MiGeL-Positionen 25.01.01.00.1 und 25.02.01.00.1 [4]. Ob eine Zusatzversicherung eine Beteiligung übernimmt, hängt vom individuellen Vertrag ab — Klärung mit der eigenen Krankenkasse vor dem Kauf empfohlen.
Menschen, die bereits auf eine Brille angewiesen sind, benötigen plötzlich zusätzlich eine Brille zum Lesen. Riskiert man mit solchen Lesebrillen einen Blick in die Ferne, sieht man nichts. Das Bild ist unscharf. Also muss die Brille gewechselt werden. Brillen, die den Blick in die Ferne korrigieren und Lesebrillen wechseln sich ab. Statt zwei Brillen mit unterschiedlichen Brillengläsern ist ein Gleitsichtglas oft die einfachste Lösung. Hat sich der Brillenträger erst an das neue, moderne Gleitsichtglas gewöhnt, empfinden er das Sehen meistens als viel angenehmer. Das ständige Wechseln der Brillen fällt weg.
Müdigkeit, Blässe oder das Gefühl, ständig erschöpft zu sein – dahinter kann ein Eisenmangel stecken. Eisen ist ein lebensnotwendiges Spurenelement, und in den meisten Fällen lässt sich der Bedarf über eine ausgewogene Ernährung decken [2][4]. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Lebensmittel viel Eisen liefern, wie du die Aufnahme verbessern kannst, wie hoch der tägliche Bedarf in der Schweiz ist und wann eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist. So bekommst du eine verständliche Orientierung – ohne falsche Versprechen.
Ein Ekzem im Gesicht zeigt sich meist durch gerötete, juckende und oft schuppende Hautstellen – und ist gerade dort, wo es für alle sichtbar ist, besonders belastend. Hinter dem Begriff steckt aber nicht eine einzige Erkrankung, sondern eine ganze Gruppe von Hautentzündungen mit unterschiedlichen Auslösern. Dieser Ratgeber erklärt dir, welche Formen es gibt, woran du sie erkennst, wie eine Behandlung üblicherweise abläuft und wann du die Beschwerden besser ärztlich abklären lässt.
Es gibt diese Momente, in denen man sein Baby im Arm hält und einfach nur Nähe schenken möchte – ohne grosses Ziel, einfach Hautkontakt und Ruhe. Eine Babymassage ist genau dafür da. Sie ist kein Programm, das man perfekt machen muss, sondern ein sanftes Ritual, bei dem ihr beide zur Ruhe kommt. In diesem Ratgeber erfährst du, ab wann das Baby massieren sinnvoll ist, wie du dich und den Raum vorbereitest, wie eine sanfte Massage Schritt für Schritt abläuft und worauf du achten solltest, damit sich dein Baby rundum wohlfühlt. Lass dich nicht von «Technik» einschüchtern: Solange du sanft bleibst, auf die Signale deines Babys achtest und bei Unsicherheit fachlichen Rat einholst, bist du auf einem sehr guten Weg.
Gesunde Zehennägel wachsen biegsam und ohne jegliche Verfärbungen und Flecken aus dem Nagelbett. Sie sind robust, milchig durchsichtig und haben einen leichten Glanz. Verändert sich an deinen Zehennägeln plötzlich die Farbe und treten unschöne Verfärbungen und Verdickungen auf, solltest du wachsam sein. Diese strukturellen Veränderungen an deinen Fussnägeln können auf Schädigungen und Erkrankungen hinweisen, die einer Behandlung bedürfen. Dabei gilt: Je zeitnaher du auf die Symptome reagierst, desto schneller hast du dein gesundheitliches Problem wieder im Griff. Hier bekommst du die wichtigsten Fragen rund um das Thema Holznägel ausführlich beantwortet.
Die Gesundheit der Augen hängt immer von der Funktionalität und Gesundheit des Körpers ab. Treten dort Probleme und Beschwerden auf, kann sich das auch auf die Augen auswirken. Sehstörungen behindern die Wahrnehmung und sind häufig Hinweise auf ernsthafte Erkrankungen. Sie zeigen sich ganz unterschiedlich und benötigen eine frühzeitige Behandlung. So treten sie bei einer Netzhautablösung oder auch einem Schlaganfall genauso auf wie bei kurzzeitigen Kreislaufproblemen.