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Hornhautverletzungen – wichtige Information zu leichten und schweren Varianten

Hornhautverletzungen – wichtige Information zu leichten und schweren Varianten

Hornhautverletzungen sind in den Augenkliniken an der Tagesordnung. Unabhängig von Alter und Geschlecht werden dort viele Patienten wegen dieses Leidens medizinisch versorgt. Fast immer sind Umwelteinflüsse, Unfälle oder eine Unachtsamkeit daran schuld. Selbst verursachte, durch Fremdeinwirkung oder durch Fremdkörper beigebrachte Verletzungen ziehen manchmal nur leicht verlaufende und ohne viel Aufwand zu heilende Hornhauterosionen nach sich. Kennst du die Symptome, kannst du beispielsweise mit Augentropfen sofort reagieren – bei dir und anderen. Das ist wichtig, denn eine Abklärung sollte unter keinen Umständen auf die lange Bank geschoben werden. Wissenswertes zum Thema Hornhautverletzungen gibt es hier.

Wie kommt es zu Verletzungen an der Hornhaut?

Eine Schädigung der Hornhaut, auch Lederhaut oder Kornea genannt, kann durch vielerlei Faktoren hervorgerufen werden. Aus der Verletzung resultieren Augenprobleme, die sich nicht in jedem Fall kurzfristig und ohne Komplikationen beheben lassen. Deshalb sind in der folgenden Auflistung einige der wichtigsten Verursacher von Hornhautverletzungen aufgeführt:

  1. Verbrennungen
  2. Krankheiten
  3. Verätzungen
  4. Fremdteilchen (Staub, Insekten, Splitter, Cremes gegen Hautprobleme)
  5. Erosionen oder Abschürfungen
  6. Infektionen
  7. heftige Berührungen
  8. Verblitzen (extreme Lichteinwirkung)
  9. unsachgemässes Einsetzen von Kontaktlinsen oder ungenau sitzende Haftschalen

Viele dieser Faktoren begegnen dir im Alltag. Nicht immer ist man achtsam genug und schnell kann es daher zu unerwünschten Hornhautverletzungen kommen. Vor allen motorisch unentwickelte oder eingeschränkte Personen wie Kinder und ältere Menschen tragen häufig Hornhautverletzungen davon.

Helfen als Therapie nur Augentropfen?

Augenverletzungen, bei denen die Hornhaut betroffen ist, müssen je nach Ausmass und Intensität unterschiedlich behandelt werden. Das kann jedoch nur ein versierter Augenarzt beurteilen. Um Folgeschäden und Komplikationen weitgehend vorzubeugen, ist eine Untersuchung beim Spezialisten daher immer empfehlenswert. Er legt gegebenenfalls professionell die medizinische Vorgehensweise fest.

Tropfen werden in dieser Situation nicht immer bevorzugt. Enthalten die Präparate schmerzlindernde Wirkstoffe, wird das betroffene Auge nicht immer der nötigen Schonung unterzogen. Das ist aber eine zentrale Voraussetzung für ein rasches Ausheilen der Verletzungen. Tropfen werden üblicherweise im Rahmen einer notwendigen Nachsorge nach operativen Eingriffen eingesetzt oder bei bakteriellen Infektionen verordnet.

Wie werden die Fremdkörper entfernt?

Bei Hornhautverletzungen müssen oft tief eingedrungene Fremdkörper mit dem Skalpell herauspräpariert werden. Liegt eine Perforation vor, dann dient das Spaltlampenmikroskop dazu, die im Auge nicht sichtbaren, kleineren Teile zu entdecken. Sind die Fremdkörper in das Auge hineingewandert oder handelt es sich um Segmente grösseren Umfangs, erfolgt ein operativer Eingriff. Hier muss je nach Zustand des Auges manchmal der gesamte Glaskörper entnommen werden. Nicht selten kommt es nach Operationen zu einer narbigen Abheilung.

Was ist eine Hornhauterosion?

Hinter einer Hornhauterosion verbirgt sich eine auf der Oberfläche der Kornea gelegene, leichte Beschädigung des Gewebes. Betroffen ist hier lediglich das sogenannte Korneaepithel. Liegt es vor, so genügt es, eine Augensalbe oder Augentropfen einzubringen. Die Selbstheilungskräfte der Hornhaut tragen dazu bei, dass sich eine gering ausgeprägte Hornhauterosion schnell wieder von selbst auskuriert. Dabei ist kaum von Narben auszugehen.

Welche Symptome weisen auf Hornhautverletzungen hin?

Je nachdem, um welche Art der Verletzung es sich handelt und welches diagnostische Ergebnis vorliegt, sind die Beschwerden solcher Augenverletzungen individuell unterschiedlich. Je nach Schwere treten bei Hornhautverletzungen folgende Anomalien auf:

  1. sofortiger reflexartiger Lidschluss
  2. starke Schmerzen
  3. erhöhter Tränenfluss
  4. Reibungs- oder Druckgefühl im Auge (vor allem beim Lidschluss)
  5. Hornhauttrübung
  6. Einschränkung des Sehens
  7. Blindheit

Bei einer einfachen Hornhauterosion sind diese Beschwerden nicht so stark ausgeprägt. Dennoch bleibt der Augapfel bei einer Hornhautverletzung bis zur vollständigen Genesung noch empfindlich.

Wie werden Hornhautverletzungen geheilt?

In der heutigen Augenheilkunde werden mehrere bewährte Methoden angewendet, um bei Hornhautverletzungen schonend und sanft zu helfen. Da eine direkte Applikation von bestimmten Augentropfen nicht immer angezeigt ist, beschränken sich die Fachärzte bei oberflächlichen Defekten der Kornea fast immer auf herkömmliche Analgetika gegen die Schmerzen. Die Beschwerden bessern sich nach und nach von selbst.

Bestehen tiefe Hornhautverletzungen, die sich mit Narbenbildung bis in das Stroma hineinziehen, dann empfiehlt sich die Behandlung mit schwereren Eingriffen wie:

  1. dem Einsatz eines körperverträglichen Gewebeklebers
  2. Transplantation einer Spenderhornhaut
  3. künstliches Korneaimplantat

Aber auch Hornhautentzündungen durch angesiedelte Erreger müssen invasiv behandelt werden, um das Auge zu retten. Moderne Verfahrensweisen basieren in zunehmendem Mass auf dem Einsatz von Lasertechnik. Ein Beispiel dafür ist die fototherapeutische Keraktomie für das Einpflanzen einer therapeutischen Haftlinse.

Welche augenärztlichen Untersuchungen eignen sich zur Abklärung von Hornhautverletzungen?

In der Ophthalmologie nutzen die Fachärzte hoch entwickelte diagnostische Verfahren, um Hornhautentzündungen und deren Beschaffenheit genau zu analysieren. Zunächst unterziehst du dich einer äusserlichen Begutachtung des betroffenen Auges. Sichtbare Irritationen werden dann bereits beim Beschauen deutlich. Weitere diagnostische Schritte sind:

  • Funktionsprüfungen auf bestehende Abweichungen bezüglich Empfindlichkeit, Beweglichkeit und Lidschluss
  • Untersuchung auf Rötungen der Bindehaut, Schwellungen, Schärfe des Sehens
  • Hornhautreflex
  • Einbringen von Fluoreszin (Färbesubstanz, die Läsionen farbig erscheinen lässt)
  • Überprüfung des Kammerwassers
  • Messung des Augeninnendrucks

Befinden sich Fremdteilchen in den unteren Schichten der Hornhaut, dann folgt die Spaltlampenmikroskopie. Des Weiteren eignet sich eine Computertomografie des Sehnervs, des Kopfes und der Augenhöhle, um weitere Schäden auszuschliessen. Über den Ultraschall werden unklare Blutungen und bislang nicht wahrnehmbare Einsprengsel entdeckt.

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