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Eine Make-up-Grundierung ist die vorbereitende Schicht, die du vor der dekorativen Kosmetik aufträgst, damit das Make-up gleichmässiger sitzt und länger hält. Der Begriff wird im Alltag unterschiedlich verwendet und kann mehrere Produkte umfassen: einen Primer als farblose Basis, eine getönte Foundation, eine leichtere getönte Tagescreme beziehungsweise BB-Cream sowie einen Concealer für punktuelle Abdeckung.
Viele dieser Produkte enthalten zusätzlich pflegende oder feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe, manche auch einen Lichtschutzfaktor. Welche Kombination für dich sinnvoll ist, hängt davon ab, wie viel Deckung du wünschst, welchen Hauttyp du hast und für welchen Anlass du dich schminkst – ein dezentes Tages-Make-up braucht weniger Produkte als ein auffälligeres Abend-Make-up.
Der wichtigste Unterschied: Ein Primer ist eine meist farblose Basis, die die Haut auf das Make-up vorbereitet, während eine Foundation ein getöntes, deckendes Make-up ist, das den Teint vereinheitlicht. Die übrigen Produkte ergänzen diese beiden je nach gewünschtem Ergebnis.
Die gängigsten Produkte einer Make-up-Basis im Überblick:
Nicht jedes Make-up braucht alle Produkte. Manche bevorzugen eine getönte Tagescreme als einzige Basis, andere kombinieren Primer, Foundation und Concealer. Entscheidend ist das gewünschte Ergebnis, nicht die Anzahl der Produkte.
Der Primer kommt vor dem Make-up: Er bildet nach der Hautpflege die erste Schicht, danach folgen Foundation, Concealer und zuletzt Puder. Die Reihenfolge sorgt dafür, dass jede Schicht auf einer vorbereiteten Oberfläche aufliegt.
Eine bewährte Abfolge sieht so aus:
Wichtig ist, jeder Schicht etwas Zeit zum Einziehen oder Antrocknen zu geben. So vermischen sich die Produkte nicht und das Ergebnis bleibt gleichmässig.
Die passende Grundierung richtet sich nach deinem Hauttyp: Trockene Haut profitiert von feuchtigkeitsspendenden Texturen, fettige Haut eher von leichten, mattierenden Produkten. Eine pauschal «beste» Grundierung für alle gibt es nicht.
Bei trockener Haut sind cremige, feuchtigkeitsspendende Grundierungen meist angenehmer, weil sie weniger in feinen Trockenheitsfältchen betonen. Fettige oder zu Unreinheiten neigende Haut kommt oft mit leichten, nicht komedogenen Texturen besser zurecht, die die Poren nicht zusätzlich verschliessen. Bei Mischhaut kann es sinnvoll sein, unterschiedliche Produkte für die T-Zone und die Wangen zu kombinieren. Die Textur – flüssig, cremig oder als Mousse – ist letztlich auch eine Frage des persönlichen Gefühls und davon, wie schnell ein Produkt einzieht.
Bei empfindlicher oder allergieanfälliger Haut lohnt sich ein Blick auf die Inhaltsstoffe: Duft- und Konservierungsstoffe zählen zu den häufigsten Auslösern von Hautreizungen und Kontaktallergien [1]. Mindestens jede fünfte Person ist gegen mindestens ein Kontaktallergen sensibilisiert, und Duftstoffe sind daran häufig beteiligt [2].
Wer zu Reizungen neigt, wählt deshalb oft Produkte ohne Duft- und Konservierungsstoffe und beobachtet, womit die eigene Haut gut zurechtkommt [1]. Hinweise wie «parfümfrei» oder «dermatologisch empfohlen» bieten dabei eine erste Orientierung, ersetzen aber nicht den Blick auf die Inhaltsstoffliste – gerade bei bekannten Unverträglichkeiten ist es hilfreich, die eigenen Auslöser auf der Verpackung zu erkennen und zu meiden [1]. Auch sehr reichhaltige oder fetthaltige Produkte können bei manchen Menschen die Poren verschliessen und Unreinheiten begünstigen [1].
Gut zu wissen: Wenn du ein neues Produkt zum ersten Mal verwendest, kannst du es vorab auf einer kleinen Hautstelle – zum Beispiel an der Unterarm-Innenseite – auftragen und einige Tage beobachten, bevor du es im Gesicht einsetzt. Manche Unverträglichkeiten zeigen sich erst nach wiederholtem Kontakt [1].
Jüngere, oft zu Unreinheiten neigende Haut kommt meist mit leichten, nicht komedogenen Texturen gut zurecht, reifere Haut eher mit feuchtigkeitsspendenden Grundierungen. So lässt sich die Basis an die unterschiedlichen Bedürfnisse anpassen.
In der Pubertät bekommen die meisten Jugendlichen Akne, weil vermehrt gebildete Androgene die Talgproduktion anregen und sich Poren leichter verschliessen [5]. Eine leichte Grundierung kann einzelne Stellen kaschieren; Pickel sollten jedoch nicht ausgedrückt werden, da sonst Entzündungen und Narben begünstigt werden können [5]. Reifere Hauttypen greifen dagegen häufig zu reichhaltigeren, feuchtigkeitsspendenden Produkten und setzen Akzente sparsam, damit sich die Grundierung nicht in feinen Linien absetzt.
Nein – eine Grundierung mit Lichtschutzfaktor ersetzt eine eigene Sonnencreme in der Regel nicht, weil sie meist zu dünn und zu unregelmässig aufgetragen wird, um den angegebenen Schutz tatsächlich zu erreichen. Sonnenschutzmittel sollten dick und gleichmässig aufgetragen werden, damit sie wirken [4].
UV-Strahlen gelten als eine der Hauptursachen für Hautkrebs, weshalb ein bewusster Sonnenschutz sinnvoll ist [3]. Sonnenschutzmittel sind dabei eine Ergänzung zu Schatten und Kleidung; die Krebsliga Schweiz empfiehlt Erwachsenen einen Lichtschutzfaktor von mindestens 15 und Produkte mit UVA- und UVB-Filter [3][4]. Wenn dir Sonnenschutz im Alltag wichtig ist, trägst du deshalb am besten eine separate Sonnencreme als eigene Schicht auf und verstehst den Lichtschutzfaktor im Make-up nur als kleinen Zusatz.
Trage die Grundierung in dünnen Schichten auf gereinigte, gepflegte Haut auf und verblende sie gut bis zum Hals, damit keine sichtbaren Ränder entstehen. Mehrere dünne Schichten wirken meist natürlicher als eine dicke.
Zum Auftragen eignen sich die Finger, ein Schwämmchen oder ein Pinsel – welches Hilfsmittel angenehmer ist, ist Geschmackssache. Achte darauf, dass das Produkt rasch einzieht und die Übergänge zum Hals fliessend sind; gerade bei einem natürlichen Look sind weiche Übergänge wichtiger als hohe Deckkraft. Mit einem Concealer setzt du anschliessend gezielt Akzente auf einzelnen Stellen, statt grossflächig mehr Produkt aufzutragen.
Für die Auswahl und das Auftragen einer passenden Make-up-Basis oder den Aufbau einer Hautroutine kann eine persönliche Beratung hilfreich sein – etwa, wenn du unsicher bist, welche Textur und welcher Farbton zu deiner Haut passen. Auf truVuna findest du Kosmetikstudios und Anbieter:innen für Haut- und Beautyberatung in deiner Nähe; du kannst Profile, Leistungen und Bewertungen vergleichen und die Anbieter:innen direkt kontaktieren. Zeigen sich dagegen anhaltende, entzündliche oder unklare Hautveränderungen wie starke Rötungen, Ekzeme, ausgeprägter Juckreiz oder Ausschläge, ist eine ärztliche oder dermatologische Abklärung der richtige Weg.
Braucht man für ein Make-up unbedingt eine Grundierung?
Nein, zwingend nötig ist eine Grundierung nicht. Sie hilft jedoch, den Teint zu vereinheitlichen, kleine Unebenheiten zu kaschieren und das Make-up haltbarer zu machen. Wie viel Basis du brauchst, hängt vom gewünschten Ergebnis ab: Für einen sehr natürlichen Look reicht oft eine leichte getönte Tagescreme, während ein deckenderes Make-up von Primer und Foundation profitiert.
Was ist der Unterschied zwischen Foundation und Make-up?
«Make-up» ist der Oberbegriff für dekorative Kosmetik, während «Foundation» konkret das flüssige oder cremige, getönte Produkt bezeichnet, das den Teint vereinheitlicht. Im Alltag werden beide Begriffe oft synonym verwendet. Eine Foundation ist also ein bestimmtes Make-up-Produkt, das als getönte Basis dient.
Trägt man Primer vor oder nach der Foundation auf?
Der Primer wird vor der Foundation aufgetragen. Nach der Hautpflege bildet er die erste Schicht, glättet die Hautoberfläche und verbessert die Haltbarkeit. Erst danach folgen Foundation, Concealer und zum Schluss Puder. Lass den Primer kurz einziehen, bevor du die Foundation aufträgst.
Welche Grundierung eignet sich bei empfindlicher Haut?
Bei empfindlicher Haut sind Produkte ohne Duft- und Konservierungsstoffe meist verträglicher, da diese Inhaltsstoffe zu den häufigen Auslösern von Reizungen zählen [1]. Ein Blick auf die Inhaltsstoffliste lohnt sich, ebenso ein vorheriger Test auf einer kleinen Hautstelle. Bei bekannten Allergien ist es sinnvoll, die eigenen Auslöser gezielt zu meiden [1].
Hält Make-up mit einer Grundierung länger?
In der Regel ja: Ein Primer glättet die Oberfläche und verbessert die Haftung, sodass Foundation und Co. gleichmässiger aufliegen und weniger schnell verlaufen. Wie lange das Ergebnis hält, hängt zusätzlich von Hauttyp, Produkten und äusseren Einflüssen wie Wärme oder Schwitzen ab. Ein leichtes Nachpudern kann die Haltbarkeit zusätzlich unterstützen.
[1] aha! Allergiezentrum Schweiz, 2025, Pflege für sensible Haut, aha.ch, https://www.aha.ch/allergiezentrum-schweiz/haut/pflege-fuer-sensible-haut
[2] aha! Allergiezentrum Schweiz, 2026, Duftfrei-Tag Schweiz, aha.ch, https://www.aha.ch/allergiezentrum-schweiz/duftfrei-tag
[3] Krebsliga Schweiz, Vor der Sonne schützen: Angemessener Sonnenschutz, krebsliga.ch, https://www.krebsliga.ch/ueber-krebs/praevention/vor-der-sonne-schuetzen
[4] Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), Sonnenschutzmittel, blv.admin.ch, https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/gebrauchsgegenstaende/kosmetika-schmuck/kosmetika/sonnenschutzmittel.html
[5] Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), Akne, gesundheitsinformation.de, https://www.gesundheitsinformation.de/akne.html
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Fett hat einen schlechten Ruf – dabei ist es für den Körper lebenswichtig. Der Fettstoffwechsel sorgt dafür, dass Fette aus der Nahrung verdaut, transportiert, gespeichert und bei Bedarf wieder zur Energiegewinnung genutzt werden. Wer versteht, wie dieser Prozess funktioniert, kann auch Blutfettwerte wie LDL, HDL und Triglyceride besser einordnen. Dieser Ratgeber erklärt verständlich, was hinter dem Begriff steckt, wie der Stoffwechsel abläuft und wann eine Kontrolle der Blutfette sinnvoll ist.
Vegan abnehmen bedeutet, beim Reduzieren des Körpergewichts auf Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Eier und andere tierische Lebensmittel zu verzichten. Gut geplant kann eine rein pflanzliche Ernährung beim Abnehmen unterstützen – sie verlangt aber etwas Wissen über kritische Nährstoffe, allen voran Vitamin B12. In diesem Ratgeber erfährst du, was die Studienlage zur veganen Gewichtsreduktion sagt, warum pflanzliche Kost beim Abnehmen helfen kann, worauf du bei einer Ernährung ohne Milch und Eier achten solltest und für wen sich diese Ernährungsform eignet.
Es gibt ein manifestes Schielen, das deutlich wahrnehmbar ist, aber auch ein latentes oder verborgenes Schielen, das Heterophorie heisst und in einer Winkelfehlsichtigkeit besteht. Diese ist als Störung nicht sichtbar, sondern wird nur von den Betroffenen empfunden und kann bei ihnen Sehstörungen und Missempfindungen auslösen. Entdeckt wird sie erst beim Augenarzt, und zwar durch einen Schober Test.
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