Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.
Künstliche Nägel zum Aufkleben – oft auch Press-on-Nägel oder Klebenägel genannt – sind vorgeformte Kunststoffnägel, die mit Klebstoff oder einem Klebepad auf den Naturnagel gesetzt werden. Sie geben den Nägeln sofort die gewünschte Länge und Form, ohne dass etwas modelliert oder ausgehärtet werden muss.
Erhältlich sind sie in Drogerien und online, entweder bereits lackiert und mit Design oder in neutralem Ton zum Selbstgestalten. Im Unterschied zu Gel- oder Acrylnägeln werden sie nicht aufgebaut, sondern fertig aufgebracht – das macht sie schnell und einsteigerfreundlich, aber auch weniger lange haltbar.
Künstliche Nägel klebst du richtig auf, indem du die passende Grösse wählst, die Naturnägel gründlich vorbereitest und den Kleber dünn und gleichmässig aufträgst. So gehst du Schritt für Schritt vor:
Wichtig ist, immer nur so viel Kleber wie nötig zu verwenden. Zu viel Klebstoff quillt seitlich heraus, sieht unsauber aus und kann die Haut reizen.
Wusstest du schon? Es gibt zwei Varianten: Klebenägel mit flüssigem Nagelkleber halten in der Regel länger, lassen sich aber schwerer entfernen. Nägel mit selbstklebenden Pads sind sanfter zum Naturnagel und ideal für kurze Anlässe, sitzen dafür aber weniger fest.
Aufgeklebte Nägel kannst du wie Naturnägel mit normalem Nagellack lackieren, sobald sie fest sitzen und in Form gefeilt sind. Achte vorher darauf, dass keine Kleberreste an den Rändern sichtbar sind.
Trage den Lack in dünnen Schichten auf und lass jede Schicht gut trocknen. Ein Überlack sorgt für Glanz und etwas mehr Haltbarkeit. Viele Klebenägel sind allerdings schon vorlackiert oder mit Design versehen, sodass sich zusätzliches Lackieren oft erübrigt.
Aufgeklebte Nägel halten länger, wenn Grösse und Form gut passen, der Naturnagel sauber vorbereitet ist und du die Hände nach dem Aufkleben kurz schonst. Realistisch sind je nach Produkt und Beanspruchung einige Tage bis etwa zwei Wochen.
Diese Punkte verlängern den Halt:
Gewöhnungsbedürftig ist vor allem die Länge: Wer sonst kurze Nägel trägt, bleibt anfangs leichter hängen. Eine moderate Länge sitzt im Alltag stabiler.
Klebenägel eignen sich besonders für einzelne Anlässe, zum Ausprobieren von Formen und Farben oder als schnelle Lösung, wenn die Naturnägel kurz sind. Sie sind günstiger und flexibler als eine Modellage im Studio und in wenigen Minuten angebracht.
Weniger geeignet sind sie bei bereits stark geschädigten, sehr weichen oder kranken Nägeln. Fachleute weisen darauf hin, dass das Überdecken brüchiger oder kranker Nägel bestehende Probleme verschlimmern kann [1]. Bei verfärbten, verdickten oder bröckeligen Nägeln, die auf einen Nagelpilz hindeuten können, solltest du die Ursache zuerst abklären lassen, statt sie zu überkleben [3].
Wichtig: Klebenägel sind eine kosmetische Lösung, kein Mittel gegen geschädigte oder kranke Nägel. Bei anhaltenden Nagelveränderungen ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.
Bei gelegentlichem Tragen und sorgfältiger Anwendung gelten Klebenägel als überschaubares Risiko, ganz harmlos sind sie aber nicht. Es lohnt sich, ein paar Punkte zu kennen.
Erstens die Vorbereitung: Damit Kunstnägel haften, wird die Naturnageloberfläche angeraut. Das dünnt den Nagel mit der Zeit aus und kann ihn schwächen [1]. Geh deshalb beim Anrauen sparsam vor und gönne deinen Nägeln zwischen den Anwendungen Pausen.
Zweitens der Klebstoff: Nagelkleber kann die Haut rund um den Nagel reizen und austrocknen. Viele Kleber enthalten (Meth-)Acrylate, die – wie auch Nagelglues – Kontaktallergien auslösen können [2]. Vermeide darum Hautkontakt mit dem Kleber und brich die Anwendung bei Rötung, Juckreiz oder Schwellung ab.
Ein verbreiteter Mythos ist übrigens, der Nagel müsse „atmen". Nägel nehmen weder Sauerstoff noch Nährstoffe aus der Luft auf – sie werden über das Blut versorgt. Pausen sind trotzdem sinnvoll, allerdings nicht zum „Atmen", sondern damit sich Nagel und Nagelhaut von Feuchtigkeitsverlust und mechanischer Belastung erholen können [4].
Klebenägel entfernst du am schonendsten, indem du sie nicht abhebelst, sondern in acetonhaltigem Nagellackentferner einweichst, bis sich Nagel und Kleber von selbst lösen. Gewaltsames Abziehen reisst Schichten des Naturnagels mit ab und beschädigt ihn.
Lege dazu ein getränktes Wattebällchen auf den Nagel und wickle die Fingerspitze kurz in Alufolie, ähnlich wie beim Entfernen von Gelnägeln. Nach einigen Minuten lassen sich die Kunstnägel und Kleberreste sanft abnehmen. Pflege deine Nägel danach mit Nagelöl und Handcreme, weil Aceton stark austrocknet.
Ob Klebenägel oder eine Modellage im Studio besser passen, hängt davon ab, wie lange das Ergebnis halten soll und wie viel Aufwand du investieren möchtest. Klebenägel sind günstig, schnell und flexibel, eine Studio-Modellage ist haltbarer und individueller.
Für einen Event am Wochenende sind Klebenägel praktisch und preiswert. Wer über Wochen gepflegte, stabile Nägel möchte, ist mit einer Modellage besser beraten. Auf truVuna findest du Nagelstudios in deiner Nähe, die Modellagen und Maniküre anbieten – schau dir Profile, Leistungen und Bewertungen an und nimm einfach Kontakt auf, um ein passendes Studio zu finden.
Wie lange halten künstliche Nägel zum Aufkleben?
Je nach Produkt und Beanspruchung halten Klebenägel einige Tage bis etwa zwei Wochen. Nägel mit flüssigem Kleber sitzen meist länger als solche mit Klebepads. Passende Grösse, saubere Vorbereitung und das Vermeiden von viel Wasserkontakt verlängern den Halt spürbar.
Sind künstliche Nägel zum Aufkleben schädlich?
Bei gelegentlichem Tragen sind sie für gesunde Nägel meist unproblematisch. Belastend sind vor allem das Anrauen der Naturnägel, häufiges Tragen ohne Pause und der Klebstoff, der die Haut reizen und Allergien auslösen kann [1][2]. Pausen und gute Pflege helfen, die Nägel gesund zu halten.
Wie bekomme ich aufgeklebte Nägel wieder ab?
Heble die Nägel nicht vorne ab, sondern weiche sie in acetonhaltigem Nagellackentferner ein, bis sich Nagel und Kleber lösen. Ein Wattebällchen mit Folie umwickelt erleichtert das Einwirken. Pflege die Nägel danach gut, da Aceton sie austrocknet.
Kann ich aufgeklebte Nägel mehrfach verwenden?
Hochwertige Klebenägel lassen sich teilweise mehrfach tragen, wenn du sie vorsichtig ablöst und Kleberreste sauber entfernst. Mit Klebepads gelingt das eher als mit flüssigem Kleber. Achte darauf, die Nägel und deine Naturnägel zwischen den Anwendungen zu reinigen und zu pflegen.
[1] American Academy of Dermatology, Artificial nails: Tips for reducing nail damage, https://www.aad.org/public/everyday-care/nail-care-secrets/basics/pedicures/reduce-artificial-nail-damage
[2] DermNet NZ, Nail cosmetics allergy, https://dermnetnz.org/topics/nail-cosmetics-allergy
[3] Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) / InformedHealth.org, Nagelpilz, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK279546/
[4] Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt / Untersuchungsämter Baden-Württemberg, Nail-Design – „wer schön sein will, muss leiden", https://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=0&Thema_ID=4&ID=1848
Orthoptiker sind auf einem wichtigen Gebiet der Augenheilkunde tätig und kümmern sich um Prävention, Diagnose und Therapie unterschiedlicher Sehstörungen und Augenerkrankungen von Kindern und Erwachsenen. Das Auge gehört zu den fünf Sinnesorganen der Menschen und bedarf einer besonders behutsamen Behandlung. In diesem Ratgeber beantworten wir die häufigsten Fragen rund um das Thema Orthoptik und erklären, wann und weshalb die orthoptische Untersuchung besonders sinnvoll ist.
"Ein Makulaödem ist eine Flüssigkeitsansammlung in der Makula, der Stelle des schärfsten Sehens in der Mitte der Netzhaut. Weil genau dieser Bereich für das scharfe zentrale Sehen zuständig ist, macht sich ein Makulaödem oft durch verschwommenes oder verzerrtes Sehen in der Bildmitte bemerkbar [1][3]. Ein Makulaödem ist dabei keine eigenständige Krankheit, sondern Folge verschiedener Augen- oder Allgemeinerkrankungen – am häufigsten der Zuckerkrankheit und von Durchblutungsstörungen der Netzhaut [1][5]. Dieser Ratgeber erklärt verständlich, was ein Makulaödem ist, wodurch es entsteht, welche Symptome auftreten und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Eine ärztliche Untersuchung ersetzt der Artikel nicht – er hilft dir, die Beschwerden einzuordnen.*
Eine Ausbildung zur Visagistin macht dich zum Artisten, der virtuos mit Schminke und Pinsel umgehen kann. In einem Studium, Seminar oder in Workshops entdeckst du das ganze Berufsspektrum. Du wirst zum kreativen Profi rund um Make-up und bereitest Frauen auf ihren grossen Auftritt vor. Du wirst nach deiner Ausbildung Visagistin ein gefragter Ratgeber, wie sich Frau wirkungsvoll stylt. Dabei bist du in einem spannenden Umfeld tätig: Hochzeiten, Fototermine, Events. Visagistin wirst du nach deiner Grundbildung als Kosmetikerin. Für die bestandene Prüfung erhältst du einen eidgenössischen Fachausweis. Es gibt zahlreiche Visagistenschulen in der Schweiz. Hier erhältst du Schulberatung und wertvolle Tipps.
Den Lidstrich jeden Morgen neu ziehen, das verwischte Augen-Make-up nach dem Sport, das Greifen zum Kajal bei jedem Termin – viele wünschen sich einen betonten Blick, ohne täglich Zeit dafür aufzuwenden. Permanent Make-up für die Augen verspricht genau das: einen dauerhaft definierten Lidrand oder dichter wirkende Wimpern. Weil dabei aber Farbpigmente mit Nadeln in die Haut rund ums Auge eingebracht werden, ist es kein gewöhnliches Beauty-Verfahren, sondern ein semi-invasiver Eingriff mit eigenen Vorteilen und Risiken. Dieser Ratgeber erklärt dir die gängigen Behandlungen am Auge, wie eine Sitzung abläuft, worauf du vorher und nachher achten solltest, welche Nebenwirkungen möglich sind und mit welchen Kosten du in der Schweiz rechnen kannst.
Mit Mitte 40 beginnt für viele eine vertraute Szene: Das Smartphone wird immer weiter weg gehalten, die Speisekarte beim Restaurant verschwimmt, das Etikett im Supermarkt ist plötzlich nicht mehr zu entziffern. Verantwortlich ist die Alterssichtigkeit – ein natürlicher Prozess, der nahezu jeden Menschen betrifft. Wer zusätzlich bereits kurz- oder weitsichtig ist, steht vor einer Frage: Lieber zwei Brillen wechseln oder eine 2-in-1-Lösung wählen? Die Bifokalbrille verbindet Fern- und Nahsicht in einem Glas und ist damit eine pragmatische Antwort. Allerdings hat sie heute starke Konkurrenz durch die modernere Gleitsichtbrille. Dieser Ratgeber erklärt, wie eine Bifokalbrille funktioniert, für wen sie sich eignet, was sie in der Schweiz kostet und wann eine Gleitsicht- oder Lesebrille die bessere Wahl ist.
Body Wrapping ist eine Wellness-Behandlung, bei der der Körper oder einzelne Körperzonen mit warmen Tüchern, Folien oder Bandagen umwickelt werden. Viele Spas kombinieren die Anwendung mit Peelings, pflegenden Cremes, Algen, Schlamm oder Ölen. Das Ergebnis: Die Haut fühlt sich nach der Behandlung oft glatter, weicher und gepflegter an – und die ruhige Einwirkzeit kann angenehm entspannend wirken. Gleichzeitig lohnt sich ein realistischer Blick auf die Versprechen rund um Body Wrapping. Eine dauerhafte Reduktion von Körperfett, Cellulite oder Körperumfang ist durch Wickel-Behandlungen nicht belegt. Kurzfristige Umfangsveränderungen entstehen vor allem durch Wasserverlust und verschwinden meist wieder, sobald der Flüssigkeitshaushalt ausgeglichen ist. In diesem Ratgeber erfährst du, wie Body Wrapping abläuft, welche Effekte realistisch sind, wo die Grenzen liegen und worauf du achten solltest, wenn du eine Wickel-Behandlung im Spa ausprobieren möchtest.