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Permanent Make-up für die Augen ist eine Form der Pigmentierung, bei der Farbpartikel mit feinen Nadeln in die oberste Hautschicht im Bereich der Augenlider eingebracht werden. Anders als herkömmliche Kosmetik, die nur auf der Haut aufliegt, bleibt die Farbe so über längere Zeit sichtbar. Fachlich handelt es sich um eine Art oberflächliche Tätowierung: Die Pigmente werden weniger tief gesetzt als bei einem klassischen Tattoo, weshalb das Ergebnis nicht für immer hält. Die Ergebnisse halten je nach Hauttyp und Pflege mehrere Jahre an und müssen in der Regel nach zwei bis fünf Jahren erneuert werden, da die Pigmente verblassen. Wichtig zu wissen: Anders als die Farbstoffe in Lidschatten oder Eyeliner, die auf die Haut aufgetragen werden, sind Tätowier- und Permanent-Make-up-Farben hinsichtlich ihrer gesundheitlichen Auswirkungen nicht in gleicher Weise geprüft, und über die Langzeitwirkung der Pigmente im Körper ist wenig bekannt [3].
Wichtig: Ablauf, Technik, Farbauswahl und Preise unterscheiden sich von Studio zu Studio. Die folgenden Beschreibungen geben einen allgemeinen Überblick zur typischen Praxis in der Schweiz – einzelne Anbieter:innen können einzelne Schritte, Methoden oder Voraussetzungen anders gestalten.
Im Augenbereich lassen sich vor allem ein permanenter Lidstrich, eine Wimpernkranzverdichtung, eine Schattierung im Smokey-Eyes-Stil sowie eine Pigmentierung der Augenbrauen umsetzen. Jede Variante verfolgt ein anderes Ziel – von sehr dezent und natürlich bis deutlich betont. Die folgende Übersicht ordnet die gängigen Methoden ein:
Der permanente Lidstrich ist die bekannteste Variante. Er kann am Ober- und/oder Unterlid gesetzt werden, in unterschiedlicher Dicke und Intensität, klassisch in Schwarz oder Grau, auf Wunsch auch farbig. Eine besonders dezente Form ist der sogenannte Stardust-Lidstrich, der nicht als durchgehende Linie, sondern aus vielen feinen Punkten gesetzt wird und so eine sanfte Schattierung erzeugt. An den Augenbrauen kommen Techniken wie die feine Härchenzeichnung (oft als Microblading bezeichnet) oder ein weicher Farbverlauf (Ombré) zum Einsatz, um lichte oder lückenhafte Brauen aufzufüllen.
Bei der Wimpernkranzverdichtung wird die Farbe direkt zwischen die Wimpern gesetzt, während ein Lidstrich als sichtbare Linie über dem Wimpernkranz verläuft. Die Wimpernkranzverdichtung wirkt dadurch sehr natürlich: Sie lässt den Wimpernkranz voller und dichter erscheinen, ohne dass eine deutliche Linie zu erkennen ist. Das ist besonders interessant, wenn die Wimpern dünn oder hell sind. Ein Lidstrich dagegen ist klar als Strich sichtbar und betont das Auge stärker – ähnlich einem aufgemalten Eyeliner. Beide Techniken lassen sich kombinieren oder um eine Schattierung ergänzen, sodass auch ein dauerhafter Smokey-Eyes-Effekt möglich ist.
Eine Behandlung beginnt mit einem Beratungs- und Vorzeichnungsgespräch, gefolgt vom Pigmentieren unter einer betäubenden Creme; sie dauert meist ein bis zwei Stunden. Zunächst werden Form, Farbe und Intensität gemeinsam besprochen und auf die Haut vorgezeichnet, damit du das geplante Ergebnis vor dem Stechen beurteilen kannst. Anschliessend wird der Bereich mit einer Betäubungscreme vorbereitet, sodass während des Pigmentierens oft nur ein leichtes Kribbeln oder Ziehen spürbar ist. Die Farbe wird entweder mit einem Gerät oder von Hand in die oberste Hautschicht eingearbeitet.
In vielen Studios gehört eine Nachbehandlung nach einigen Wochen zum Angebot, weil sich das Endergebnis erst nach der Abheilung zeigt und einzelne Stellen nachgearbeitet werden. Das unmittelbare Resultat wirkt häufig kräftiger als das spätere Ergebnis: Die Farbe verändert sich in den ersten Tagen, und erst nach rund einer Woche ist das abgeheilte Ergebnis sichtbar.
Vor der Behandlung solltest du den Augenbereich frei von Wimpernverlängerungen, künstlichen Wimpern und Kontaktlinsen halten, nach der Behandlung die pigmentierten Stellen schonen und vor Sonne schützen. Zur Vorbereitung im Augenbereich gehört typischerweise:
Alkohol und blutverdünnende Substanzen vor dem Termin können die Behandlung beeinflussen. Setze verschriebene Medikamente – etwa Blutverdünner oder Antibiotika – jedoch niemals eigenmächtig ab, sondern besprich den geplanten Eingriff vorab mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Nach der Behandlung unterstützt eine schonende Nachsorge das Ergebnis. Üblich sind diese Empfehlungen, die du am besten mit den Hinweisen deines Studios abgleichst:
Permanent Make-up an den Augen kann zu Infektionen, allergischen Reaktionen und Reizungen führen; speziell am Lidrand können zudem die Meibomdrüsen geschädigt und der Tränenfilm beeinträchtigt werden. Beim Einbringen der Farbpigmente entsteht eine oberflächliche Wunde und damit die Gefahr einer Infektion; zudem können die Pigmente Allergien auslösen. Schwere allergische Hautreaktionen sowie Entzündungen gehören laut Hautärzt:innen zu den häufigsten unerwünschten Folgen einer Tätowierung.
Weil die Behandlung sehr nah am Auge erfolgt, kommen augenspezifische Risiken hinzu. Untersuchungen deuten darauf hin, dass permanenter Lidstrich und Lidpigmentierungen zu trockenen Augen, allergischen Reaktionen und Beeinträchtigungen des Tränenfilms durch eine Funktionsstörung der Meibomdrüsen führen können; die Nähe zum Auge erhöht das Risiko unerwünschter Ereignisse. Diese Hinweise stammen überwiegend aus kleineren Studien und Fallberichten und sind nicht als gesichert zu verstehen, sie zeigen aber, dass der Lidrand ein empfindlicher Bereich ist. Beschrieben werden ausserdem granulomatöse Reaktionen sowie eine Wanderung der Pigmente und Veränderungen des Erscheinungsbilds über die Zeit, was zu Unzufriedenheit führen kann [4][5].
Ein weiterer Punkt betrifft die Farben selbst. Über die langfristigen Auswirkungen der in die Haut eingebrachten Farbpigmente sowie von Zusätzen wie Konservierungs- oder Verdickungsmitteln ist derzeit noch wenig bekannt. Dass die Produktqualität nicht selbstverständlich ist, zeigen behördliche Kontrollen: In einer kantonalen Untersuchung von 23 Tattoo- und Permanent-Make-up-Farben wurde bei acht Proben (35 %) wegen Überschreitung gesetzlicher Höchstwerte ein Abgabeverbot verfügt. [6] In der EU sind seit 2022 bestimmte Stoffe in Tätowiermitteln und Permanent Make-up beschränkt; die Schweiz regelt Tattoo- und PMU-Farben über die Verordnung über Gegenstände für den Humankontakt, eine Positivliste unbedenklicher Farben existiert jedoch nicht [1][2].
Schliesslich ist ein Permanent Make-up nicht ohne Weiteres rückgängig zu machen. Auch wenn es später entfernt wird, bleiben oft Spuren zurück, und nicht alle Pigmente lassen sich restlos entfernen. Eine Entfernung – etwa per Laser oder mit speziellen Mitteln – kann ihrerseits mit Reizungen, Narben oder Hautveränderungen verbunden sein und ist am empfindlichen Lidrand besonders anspruchsvoll [1][2].
Sicherheitshinweis: Wenn du zu trockenen Augen, Lidrandentzündungen (Blepharitis) oder Allergien neigst, solltest du dies vor einer Lidpigmentierung augenärztlich bzw. ärztlich abklären lassen. Suche nach der Behandlung ärztliche Hilfe auf, wenn anhaltende Rötung, Schwellung, starke Schmerzen, Eiter oder Sehstörungen auftreten.
Nicht geeignet ist Permanent Make-up an den Augen unter anderem bei akuten Entzündungen oder offenen Hautstellen im Behandlungsbereich; in Schwangerschaft und Stillzeit wird in der Regel davon abgeraten. Sinnvoll ist es, hier zwischen klaren Ausschlussgründen und Situationen zu unterscheiden, die vorab ärztlich abgeklärt werden sollten.
In der Regel keine Behandlung (absolute Gegenanzeigen):
Vorab ärztlich abklären (relative Gegenanzeigen):
Diese Aufzählung ersetzt keine individuelle Beurteilung. Vor dem Eingriff ist es sinnvoll, mit der Hausärztin oder dem Hautarzt zu sprechen und abzuklären, ob ein erhöhtes Risiko für Allergien besteht.
Die Farben verändern sich, weil die Pigmente in der Haut nach und nach abgebaut werden und durch UV-Strahlung verblassen oder ihren Ton verschieben. In den ersten Tagen nach der Behandlung kann die Farbe zunächst intensiver wirken, bevor sich nach etwa einer Woche das abgeheilte Ergebnis zeigt. Über die Jahre kann etwa ein ursprünglich schwarzer Ton verblassen, gräulich werden oder einen Blau- oder Grünstich annehmen. Ein konsequenter Sonnenschutz hilft, das Ergebnis länger zu erhalten – das erklärt auch, warum eine regelmässige Auffrischung empfohlen wird.
Ein permanenter Lidstrich am Oberlid kostet in der Schweiz meist zwischen rund CHF 300 und 600, bei aufwendigeren Varianten oder inklusive Nachbehandlung auch mehr. Ein Lidstrich am Unterlid liegt häufig etwas tiefer (etwa CHF 250 bis 450), die Kombination von Ober- und Unterlid bewegt sich je nach Studio ungefähr zwischen CHF 500 und 1’050. Für die Augenbrauen (Härchentechnik oder Schattierung) reichen die Preise je nach Aufwand etwa von CHF 400 bis 1’300. In vielen Angeboten ist eine Nachbehandlung nach einigen Wochen bereits enthalten; spätere Auffrischungen werden oft ab rund CHF 250 angeboten.
Die Preise variieren stark je nach Anbieter:in, Region, Technik und Aufwand und dienen nur als grobe Orientierung. Eine verbindliche Auskunft erhältst du im persönlichen Beratungsgespräch. Beachte ausserdem, dass die Kosten für eine Entfernung oder für Folgeschäden von der Krankenkasse in der Regel nicht übernommen werden.
Weil Permanent Make-up am Auge sehr nah an einem empfindlichen Organ erfolgt, ist die Wahl der Anbieter:in entscheidend – wichtiger als der Preis. Achte auf sichtbare Hygiene, sterile Einwegmaterialien und eine ausführliche Beratung im Vorfeld. Wenn du zu Allergien neigst oder Augenbeschwerden hast, klär die Behandlung vorab ärztlich bzw. augenärztlich ab.
Auf truVuna findest du Kosmetikstudios und Anbieter:innen für Permanent Make-up in deiner Region. Vergleiche Profile, Leistungen und Bewertungen und kontaktiere passende Anbieter:innen direkt für ein Beratungsgespräch.
Tut Permanent Make-up an den Augen weh?
Die meisten Behandlungen erfolgen unter einer betäubenden Creme, sodass häufig nur ein Kribbeln oder leichtes Ziehen spürbar ist. Das Schmerzempfinden ist individuell verschieden und kann am empfindlichen Lidrand etwas stärker sein. An Tagen, an denen du dich unwohl fühlst, reagiert die Haut oft empfindlicher – ein guter Allgemeinzustand am Behandlungstag ist deshalb hilfreich.
Wie lange hält Permanent Make-up an den Augen?
Ein permanentes Augen-Make-up hält in der Regel etwa zwei bis fünf Jahre, bevor es deutlich verblasst. Wie lange das Ergebnis schön bleibt, hängt vom Hauttyp, von der Pflege und vor allem vom UV-Schutz ab. Damit Farbe und Form erhalten bleiben, wird eine regelmässige Auffrischung empfohlen.
Lässt sich Permanent Make-up an den Augen wieder entfernen?
Eine vollständige, rückstandslose Entfernung ist nicht garantiert. Nicht alle Pigmente lassen sich vollständig entfernen, und es können Spuren oder Narben zurückbleiben. Verfahren wie Laser oder spezielle Entfernungsmittel sind am empfindlichen Lidrand besonders anspruchsvoll und sollten nur von einer geeigneten Fachperson, idealerweise ärztlich, durchgeführt werden.
Ist Permanent Make-up an den Augen in der Schwangerschaft möglich?
In Schwangerschaft und Stillzeit wird in der Regel von der Behandlung abgeraten. Empfohlen wird, sie zu verschieben und den Zeitpunkt vorab ärztlich abzuklären. Hintergrund ist unter anderem das mit dem Einstechen verbundene Infektionsrisiko. Eine Beratung mit der betreuenden Fachperson schafft hier Klarheit.
Worauf solltest du bei der Wahl eines Studios achten?
Achte auf sichtbare Sauberkeit, sterile Einwegmaterialien und eine ausführliche, ehrliche Beratung. Ein seriöses Studio informiert offen über die verwendeten Farben, mögliche Risiken und die Nachsorge. Lass dir die geplante Form vorzeichnen und nimm dir Zeit für die Entscheidung. Bei Allergieneigung oder Augenbeschwerden ist eine vorgängige ärztliche Abklärung sinnvoll.
[1] Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), Piercing und Tattoo, blv.admin.ch, https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/gebrauchsgegenstaende/kosmetika-schmuck/piercing-und-tattoo.html
[2] Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), 2025, Fragen und Antworten zu Tätowiermitteln, bfr.bund.de, https://www.bfr.bund.de/de/service/frequently-asked-questions/topic/frequently-asked-questions-about-tattoo-inks/
[3] Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), 2004, Tattoos und Permanent Make-up sind nicht ohne Risiko, bfr.bund.de, https://www.bfr.bund.de/de/presseinformation/2004/03/tattoos_und_permanent_make_up_sind_nicht_ohne_risiko-4084.html
[4] Quaranta-Leoni F. M. et al., 2024, Ocular and Periocular Tattoo Adverse Effects: A Review, PMC / National Library of Medicine, https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11475837/
[5] Goldberg R. A. et al., 2019, Eyelid Cosmetic Enhancements and Their Associated Ocular Adverse Effects, J Cosmet Dermatol / PubMed, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31263720/
[6] Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen (AVSV), Kanton St. Gallen, Gefährliche Stoffe in Tattoo- und Permanent-Make-up-Farben, berichte.sg.ch, https://www.berichte.sg.ch/avsv-kampagnenberichte/kampagnenberichte-20250/gefaehrliche-stoffe-in-tattoo--und-permanent--make-up-farben.html
[7] Verbraucherzentrale, Gesundheitliche Risiken von Tattoos und Permanent Make-up, verbraucherzentrale.de, https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/gesundheit-pflege/aerztinnen-und-kliniken/gesundheitliche-risiken-von-tattoos-und-permanent-makeup-11745
Vitamin A steckt sowohl in tierischen Lebensmitteln wie Leber, Käse und Eiern als auch – in Form der Vorstufe Beta-Carotin – in farbintensivem Gemüse wie Karotten, Kürbis und Spinat. Es ist ein fettlösliches Vitamin, das unter anderem für das Sehen, gesunde Haut und Schleimhäute sowie das Zellwachstum eine Rolle spielt. In diesem Überblick erfährst du, in welchen Lebensmitteln Vitamin A vorkommt, wie viel du täglich brauchst, wie du deinen Bedarf decken kannst und worauf bestimmte Gruppen – etwa Schwangere – besonders achten sollten.
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Wenn Schmerzen vom Nacken über die Schulter bis in den Arm ziehen und manchmal von Kribbeln oder Taubheitsgefühlen begleitet werden, wird dafür umgangssprachlich häufig der Begriff Schulter-Arm-Syndrom verwendet. Fachlich genauer ist je nach Ursache von Zervikobrachialgie oder zervikaler Radikulopathie die Rede. Dahinter verbirgt sich keine eigenständige Krankheit, sondern eine Beschreibung von Beschwerden, die oft ihren Ursprung in der Halswirbelsäule haben – aber nicht immer durch eine echte Nervenwurzelkompression erklärt werden können [1][3]. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Ursachen infrage kommen, welche Beschwerden typisch sind, wann eine ärztliche Abklärung wichtig wird und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.
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