Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.
Bei Osteoporose überwiegt der Knochenabbau gegenüber dem Knochenaufbau. Die Knochenmasse nimmt ab, die Knochen werden poröser, und schon geringe Belastungen oder ein Sturz können zu einem Bruch führen. In der Schweiz ist die Erkrankung weit verbreitet; nach Angaben der Rheumaliga Schweiz leben hier mehr als 400'000 Menschen mit Osteoporose, wobei Frauen deutlich häufiger betroffen sind als Männer [1].
Als begünstigende Faktoren gelten unter anderem Bewegungsmangel, eine Unterversorgung mit Kalzium und Vitamin D sowie bei Frauen der Östrogenmangel nach den Wechseljahren. Auch übermässiger Alkohol- und Nikotinkonsum erhöhen das Risiko, ebenso bestimmte Grunderkrankungen und Medikamente wie eine langfristige Kortison-Therapie [1]. Wer seine persönlichen Risikofaktoren kennt, kann gezielter vorbeugen.
Die Vorbeugung stützt sich auf einige gut belegte Grundpfeiler. Wichtig zu wissen: Vorbeugung und Behandlung überschneiden sich stark – dieselben Lebensstilmassnahmen, die einer Osteoporose vorbeugen, sind auch bei bestehender Erkrankung ein zentraler Baustein [3].
Regelmässige körperliche Aktivität ist einer der wirksamsten Hebel. Belastende Bewegung, bei der das eigene Körpergewicht oder ein Trainingswiderstand auf die Knochen wirkt, regt den Knochenstoffwechsel an und hilft, Muskelmasse zu erhalten [1][2]. Besonders sinnvoll sind eine Kombination aus Kraft- und Gleichgewichtstraining sowie Aktivitäten mit Eigengewichtsbelastung wie zügiges Gehen, Treppensteigen oder Tanzen. Übungsprogramme wirken am besten, wenn sie ausreichend intensiv sind, mehrmals pro Woche durchgeführt und an den individuellen Leistungsstand angepasst werden [2].
Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Kalzium, Vitamin D und Eiweiss bildet die Grundlage [1][3]. Kalzium ist ein wichtiger Baustein des Knochens und steckt vor allem in Milchprodukten, kalziumreichem Mineralwasser und bestimmten Gemüsesorten. Vitamin D wird benötigt, damit der Körper Kalzium aus dem Darm aufnehmen und in den Knochen einbauen kann; der Körper bildet es unter Sonneneinstrahlung selbst, in den Wintermonaten ist die Eigenproduktion aber häufig zu gering [1]. Ausreichend Eiweiss unterstützt zudem den Erhalt der Muskulatur, die wiederum Stabilität, Gleichgewicht und Sturzschutz verbessert [2]. Ob eine zusätzliche Einnahme von Kalzium oder Vitamin D als Präparat sinnvoll ist, sollte ärztlich abgeklärt werden, statt auf eigene Faust hoch zu dosieren.
Ein grosser Teil der osteoporosebedingten Knochenbrüche entsteht durch Stürze. Regelmässiges Training kann das Sturzrisiko deutlich senken, und eine kräftige Muskulatur schützt die Knochen zusätzlich [2]. Im Alltag hilft es, Stolperfallen zu beseitigen, für gute Beleuchtung zu sorgen und bei Bedarf Haltegriffe anzubringen [1]. Gerade im höheren Alter ist Sturzprävention ein zentraler Baustein der Vorbeugung.
Übermässigen Alkohol- und Nikotinkonsum einzuschränken, wirkt sich günstig auf die Knochengesundheit aus [1]. Bei Medikamenten, die den Knochenabbau fördern können – etwa eine langfristige Kortison-Therapie –, sollte das Vorgehen mit der behandelnden Fachperson besprochen werden, nicht eigenmächtig geändert.
Gut zu wissen: Eine bestehende Osteoporose lässt sich in der Regel nicht vollständig rückgängig machen [3]. Mit Bewegung, guter Nährstoffversorgung, Sturzprävention und gegebenenfalls ärztlich verordneter Therapie kann das Fortschreiten aber gebremst und das Bruchrisiko gesenkt werden. Lebensstilmassnahmen wie Bewegung und eine kalzium- und vitamin-D-reiche Ernährung sind dabei die belegte Basis – sowohl zur Vorbeugung als auch begleitend zur Behandlung. „Alternative“ Methoden, die eine Heilung oder einen vollständigen Wiederaufbau der Knochen versprechen, sind wissenschaftlich nicht belegt.
Je früher, desto besser. Die in jungen Jahren aufgebaute Knochenmasse beeinflusst die Knochengesundheit im Alter erheblich; Bewegung und eine ausgewogene Ernährung wirken sich bereits ab der Kindheit positiv aus [3]. Aber auch im höheren Alter lohnt sich der Einstieg: Muskelkraft und Gleichgewicht lassen sich bis ins hohe Alter trainieren, und genau das senkt das Sturz- und Bruchrisiko [2].
Vorbeugung im Alltag ist niederschwellig und für die meisten Menschen sinnvoll. In bestimmten Situationen ist aber eine ärztliche Einschätzung wichtig:
Ärztlich lässt sich das individuelle Risiko einschätzen und gegebenenfalls eine Knochendichtemessung veranlassen. Eine Physiotherapie kann zudem ein gezieltes, sicher dosiertes Kraft- und Gleichgewichtstraining anleiten – das ist gerade bei bereits geschwächten Knochen wichtig, um Überlastung oder Stürze zu vermeiden.
Auf truVuna findest du Physiotherapeut:innen und Praxen in deiner Nähe. Vergleiche Profile, Leistungen und Bewertungen und kontaktiere passende Anbieter:innen direkt, um ein auf dich abgestimmtes Training zu besprechen.
Welche Übungen helfen, Osteoporose vorzubeugen?
Sinnvoll ist eine Kombination aus Krafttraining und Gleichgewichtsübungen, ergänzt durch Aktivitäten mit Eigengewichtsbelastung wie zügiges Gehen, Treppensteigen oder Tanzen [2]. Wichtig sind eine ausreichende Intensität und regelmässige Durchführung mehrmals pro Woche. Bei bereits geschwächten Knochen sollte das Training fachlich angeleitet und individuell angepasst werden.
Reichen Kalzium und Vitamin D allein aus, um vorzubeugen?
Sie sind eine wichtige Grundlage, aber allein meist nicht ausreichend [3]. Erst im Zusammenspiel mit regelmässiger Bewegung, einer ausgewogenen Ernährung und dem Vermeiden von Risikofaktoren entfalten sie ihre Wirkung. Ob eine zusätzliche Einnahme als Präparat sinnvoll ist und in welcher Dosierung, sollte ärztlich abgeklärt werden.
Kann man Osteoporose aufhalten oder rückgängig machen?
Eine bestehende Osteoporose lässt sich meist nicht vollständig rückgängig machen [3]. Ziel ist es, den weiteren Knochenabbau zu bremsen, die Muskulatur zu stärken, Stürze zu vermeiden und das Risiko für Knochenbrüche zu senken – mit konsequenter Bewegung, guter Nährstoffversorgung und gegebenenfalls einer ärztlich verordneten Therapie. Methoden, die eine vollständige Heilung versprechen, sind nicht belegt.
Sind Männer auch von Osteoporose betroffen?
Ja. Frauen sind nach den Wechseljahren zwar deutlich häufiger betroffen, doch auch Männer können eine Osteoporose entwickeln [1]. Risikofaktoren wie Bewegungsmangel, übermässiger Alkohol- und Nikotinkonsum sowie bestimmte Medikamente gelten für beide Geschlechter. Die vorbeugenden Massnahmen sind im Grundsatz dieselben.
Quellen
[1] Rheumaliga Schweiz, Osteoporose, https://www.rheumaliga.ch/rheuma-von-a-z/osteoporose
[2] Übersichtsartikel zur DVO-Leitlinie 2023, 2024, Update der DVO-Leitlinie „Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Osteoporose“ – zusammenfassender Fachartikel (nicht die Originalleitlinie), Zeitschrift für Rheumatologie / PMC, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC11147822/
[3] Gesundheitsportal (gesundheit.gv.at), Osteoporose: Vorbeugung & Behandlung, Bundesministerium / öffentliches Gesundheitsportal, https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/koerper/osteoporose/therapie.html
Ketonkörper tauchen vor allem dann in Gesprächen auf, wenn es um Low-Carb-Diäten, Fasten oder die ketogene Ernährung geht. Doch was genau verbirgt sich dahinter? Ketonkörper sind ein Ersatz-Brennstoff, den dein Körper aus Fett gewinnt, wenn ihm Kohlenhydrate fehlen. Dieser Ratgeber beantwortet die häufigsten Fragen rund um Bildung, Ketose und die ketogene Ernährung – verständlich und sachlich eingeordnet.
Um deinem Körper etwas Gutes zu tun, bieten Kosmetik und Dermatologie dir gleich mehrere unterschiedliche Verfahren an, die dermatokosmetische Behandlungsmöglichkeiten beinhalten. Neben der Laserbehandlung, dem Ultraschall sowie der LED-Lichttherapie hast du gleich mehrere Möglichkeiten, um gezielt dein Hautbild zu verbessern oder die Haut zu straffen. Im Gegensatz zu Sport, Ernährung und Massage handelt es sich hier um technische Innovationen, die gezielt einsetzbar sind. Die Radiofrequenztherapie ist eine dieser neuen Errungenschaften, die besonders dort zur Anwendung kommt, wo die betreffende Person zu sogenannten „Problemzonen“ neigt. Dementsprechend gross ist der Hype um diese neue Methode, die wir hier etwas näher erläutern.
Manchmal scrollt man durch Instagram, sieht diese unglaublich detaillierten Nägel und denkt: Das kann ich nie. Aber ehrlich gesagt – viele Nail-Art-Designs sind zugänglicher als sie aussehen. Du musst kein Profi sein, um deine Nägel zu einem echten Hingucker zu machen. Mit den richtigen Techniken, etwas Übung und einem Grundset an Utensilien lässt sich mehr selbst umsetzen, als die meisten denken.
Lange Zeit galt das Bindegewebe medizinisch als uninteressant. Inzwischen ist bekannt, dass die kollagenhaltigen Faszien ein zentraler Bestandteil der körperlichen Gesundheit sind. Die Faszien umhüllen und verbinden Muskeln, Sehnen und Knochen und umspannen den kompletten Körper wie ein Netz. Verklebte Faszien können deshalb die Ursache für zahlreiche Beschwerden sein. Das gilt besonders für Schmerzen, für die Ärzte lange Zeit keine richtigen Ursachen ausfindig machen konnten – wie etwa die weit verbreiteten Rückenschmerzen ohne erkennbare Ursache. Heute ist jedoch klar, dass verklebte Faszien zu Schmerzen und Beschwerden überall im Körper führen können.
Kaum eine andere Meditationsform ist so geheimnisvoll umrankt wie die Kundalini Meditation. Sie spricht von einer schlummernden Energie an der Basis der Wirbelsäule, die durch bestimmte Übungen geweckt werden soll – und sich dann in Form einer aufsteigenden Kraft durch den Körper bewegt. Was zunächst nach mystischer Esoterik klingt, hat eine jahrtausendealte Tradition: Die Kundalini-Lehre stammt aus dem indischen Tantrismus und wurde im 20. Jahrhundert vor allem durch Yogi Bhajan im Westen bekannt. Heute findet sich Kundalini Meditation in zwei Welten gleichzeitig: in spezialisierten Yoga-Studios und Sangha-Gemeinschaften, aber auch in modernen Studios, die sie als wirkungsvolle Achtsamkeitspraxis anbieten. In diesem Ratgeber erfährst du, was genau hinter der Kundalini-Meditation steckt, wie sie sich von anderen Meditationsformen unterscheidet, welche Wirkungen sie hat – und welche Sicherheitsaspekte du beachten solltest, denn gerade diese Praxis hat ihre eigenen Vorsichtshinweise.
Älter zu werden bedeutet nicht, weniger beweglich zu werden – im Gegenteil: Wer sich regelmässig bewegt, bleibt deutlich länger fit, geistig wach und alltagstauglich. Yoga für Senioren hat sich in den letzten Jahren als beliebte Form etabliert: sanft, anpassbar, mit klarer Struktur und einem Fokus auf das, was im Alter besonders zählt – Beweglichkeit, Stabilität, Atmung und mentale Klarheit. In diesem Ratgeber erfährst du, was Yoga für Senioren genau ist, was die wissenschaftliche Forschung zur Wirksamkeit zeigt, welche Yoga-Stile sich besonders eignen, welche Übungen typisch sind und worauf bei der Wahl eines Kurses zu achten ist. Ziel ist eine fundierte Orientierung, ohne Yoga als Wundermittel zu verkaufen.