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Bei Pigmentstörungen handelt es sich um eine lokale Hyperpigmentierung der Haut. Zu den Pigmentflecken zählen unter anderem Sommersprossen, Sonnenflecken und Altersflecken. Im Gegensatz zu Muttermalen sind Pigmentflecken meist nicht ertastbar und die Haut ist an diesen Stellen ganz flach. Pigmentflecken sehen in der Regel rund bis linsenförmig aus und können bis zu einem Zentimeter gross sein. Eine Sonderform der Pigmentflecken sind die Café-au-Lait-Flecken oder der etwa handtellergrosse Naevus spilus. Sie treten anders als Sonnenflecken oder Altersflecken bereits ab der Geburt auf. Die Farbvarianten bei Pigmentflecken hängen vom Hauttyp ab und reichen von rötlich bis braun. Pigmentflecken können überall auf der Haut auftreten, besonders häufig zeigen sie sich an den Händen, Unterarmen und dem Gesicht. Für sich genommen, stellen sie kein Gesundheitsrisiko dar und sind in der Regel ein rein ästhetisches Problem. Die Pigmentstörungen können jedoch ein Hinweis darauf sein, dass das eigene Hautkrebsrisiko erhöht ist. Das gilt besonders für Sonnenflecken, da sie auf mangelnden Sonnenschutz und erste Sonnenschädigungen der Hautzellen deuten können.
Bei Personen mit Sommersprossen liegt eine erbliche Veranlagung zur Hyperpigmentierung vor. Sie betrifft besonders Personen mit heller Haut und Augenfarbe. Häufig sind Personen mit blonden bis rotblonden Haaren betroffen. Das trifft auf etwa zwei Prozent der Weltbevölkerung zu. Die Intensität der Sommersprossen kann sich dabei im Jahresverlauf stark verändern, da die Hyperpigmentierung von der Sonneneinstrahlung beeinflusst wird. Sonnenflecken entstehen, wie der Name sagt, durch Sonneneinstrahlung. Die Pigmentflecken werden von den Melanozyten ausgelöst. Hierbei handelt es sich um Hautzellen, die für die Ausbildung von Melanin verantwortlich sind. Melanin ist ein Farbstoff, der die Haut vor der schädlichen UV-Strahlung schützen soll. Er ist auch verantwortlich für den braunen Sommerteint, den sich viele wünschen. Altersflecken hingegen haben weniger mit der Sonneneinstrahlung zutun. Hier ist nicht das Melanin für die Hyperpigmentierung verantwortlich, sondern der Farbstoff Lipufuszin. Er ist ein Abfallprodukt, der beim Abbau bestimmter Fettsäuren in den Zellwänden der Hautzellen entsteht. Damit handelt es sich dabei um eine natürliche Alterserscheinung. Der Vorgang wird bei Sonneneinstrahlung jedoch ebenfalls verstärkt, weshalb auch hier die UV-Strahlung indirekt eine Rolle spielt.
Wie bereits erwähnt, spielt bei vielen Formen der Hyperpigmentierung UV-Strahlung eine entscheidende Rolle. Darüber hinaus gibt es jedoch auch einige andere Ursachen für Pigmentflecken, wie zum Beispiel:
Das Gesicht, die Hände und bei Frauen auch das Dekolleté sind Stellen, die häufiger dem Sonnenlicht ausgesetzt. Dementsprechend wirkt die UV-Strahlung hier stärker. Viele Menschen achten beim Sonnenschutz ausserdem nicht so stark auf das Gesicht, wodurch das Auftreten von Sonnenflecken noch weiter verstärkt wird. Die Gesichtshaut ist besonders im Bereich des Nasenrückens und der Wangen besonders dünn und empfindlich. Das macht sie anfälliger für Sonnenbrand und Hyperpigmentierung.
Pigmentflecken kannst du auf verschiedenen Wegen entfernen lassen. Einige davon sollte wegen der Risiken und möglichen Nebenwirkungen ausschliesslich dein Hautarzt durchführen, denn bei falscher Anwendung könnten Narben zurückbleiben. Dazu gehören unter anderem:
Diese Behandlungsmethoden können jedoch sehr langwierig und kostspielig sein. Wenn du selbst Pigmentflecken entfernen möchtest, gibt es einige Pflegeprodukte, die bedingt Erfolg versprechen. Sie haben meist einen leichten Bleaching- oder Peeling-Effekt und sollen die Haut insgesamt aufhellen. Bewährte Inhaltsstoffe solcher Cremes, Seren und Tinkturen sind Vitamin A (Retinol), Vitamin C, Arbutin oder Soja. Gänzlich entfernen lassen sich Pigmentflecken und Altersflecken mit diesen Produkten aller Wahrscheinlichkeit nach jedoch nicht. Retinol und Vitamin C können anfangs sogar zu Hautirritationen führen
Die Behandlung von Pigmentflecken mit dem Laser ist die effektivste Variante. Die Energie der Laserstrahlung wird hierbei gezielt genutzt, um die Melaninansammlung unter der Haut zu zerstören. Das Immunsystem sorgt anschliessend dafür, dass die Fragmente der Farbstoffmoleküle abtransportiert und beseitigt werden. Falls du dich für diese Methode entscheidest, solltest du die Therapie auf die Wintermonate legen. Die Haut ist in den ersten Wochen nach der Laserbehandlung besonders lichtempfindlich und es könnten leicht neue Sonnenflecken entstehen.
Wie du siehst, ist das Entfernen von Pigmentflecken nicht so einfach. Daher solltest du möglichst versuchen, das Entstehen von Hyperpigmentierung zu verhindern. Zu den wichtigsten Tipps gehören:
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