Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

>
Ratgeber-Übersicht
>
Schmerzen im Schienbein: Symptome, Ursachen und Tipps zur Behandlung

Schmerzen im Schienbein: Symptome, Ursachen und Tipps zur Behandlung

Vor allem Läufer und Jogger kennen das Problem: Wenn beim Laufen oder Gehen plötzlich stechende Schmerzen im Schienbein auftreten, kann das so unangenehm sein, dass ein weiteres Training nicht mehr möglich ist. Betroffen von den Schienbeinschmerzen sind aber nicht immer nur Sportler, sondern auch Menschen, die eine Fussfehlstellung haben. In unserem Ratgeber erfährst du, durch welche Symptome sich die Schmerzen äussern können, welche Ursachen es dafür gibt und was du selbst tun kannst, um die Beschwerden zu lindern. Wir erläutern zudem, wann eine ärztliche Behandlung bei Schmerzen im Schienbein sinnvoll ist und welche Therapien es gibt.

Durch welche Symptome äussern sich Schmerzen im Schienbein?

Schienbeinbeschwerden äussern sich in der Regel durch ziehende oder stechende Schmerzen, die meist während der Bewegung beim Gehen oder Laufen auftreten und danach meist noch etwas andauern. Betroffen sind vor allem Sportler, insbesondere Läufer und Jogger. Verstärkt zeigt sich das Problem häufig bei einem schnellen Lauftempo, beim Laufen auf harten Böden, bei Sprüngen und Spurts. Nicht selten sind die Schmerzen so stark, dass das Training unterbrochen werden muss. Nach einer längeren Ruhepause verschwinden die Schmerzen in der Regel jedoch wieder. Betroffen von den Schmerzen ist dabei in der Regel die vordere oder innere Schienbeinkante, teilweise strahlen die Schmerzen auch nach oben in die Beine aus und verursachen dort unter anderem Knieschmerzen. Die Beschwerden können sowohl einseitig als auch an beiden Beinen auftreten.

Welche Arten von Schienbeinschmerzen gibt es?

Fast immer ist bei Schienbeinschmerzen die Knochenhaut gereizt, schwerere Verletzungen sind seltener die Ursache. Unterschieden wird in der Medizin hierbei zwischen verschiedenen Arten beziehungsweise Bezeichnungen der Reizung. Das sind:

  • Schienbeinkantensyndrom
  • Shin-Splint-Syndrom
  • Tendoperiostose
  • mediales Tibiakanten-Syndrom
  • Tibiales Stress-Syndrom
  • Knochenhautentzündung

Welche Ursachen gibt es für Schmerzen im Schienbein?

Vor allem bei Sportlern können die Schmerzen im Schienbein auftreten. Die möglichen Ursachen dafür sind:

  • Überbelastung der Muskulatur
  • Verletzung oder Entzündung am Muskel
  • Fehlbelastung, zum Beispiel durch eine falsche Lauftechnik oder schlechtes Schuhwerk
  • Fussfehlstellung
  • Trainingsfehler
  • Mangel an Vitamin D

Was hilft, wenn ich beim Laufen Probleme mit dem Schienbein habe?

Bei akuten Schmerzen kannst du selbst etwas dafür tun, um diese zu lindern. Wir empfehlen folgende Tipps:

  • Lege eine Pause ein und gönne deinem Schienbein Ruhe.
  • Kühle die Schienbeine etwas zehn bis 15 Minuten mit Eis.
  • Creme deine Beine mit einer schmerstillenden Salbe ein.
  • Massiere deine Unterschenkel.
  • Kurzzeitig können auch Schmerzmittel, zum Beispiel in Form von Tabletten, eingesetzt werden.
  • Führe leichte Dehnübungen deiner Wadenmuskulatur durch, zum Beispiel, indem du dich auf einen Stuhl setzt und dabei die Zehen nach oben hebst, während die Ferse am Boden bleibt. Eine weitere Übung: Knie dich mit gestreckten Zehen auf den Boden und setze dich dann auf deine Fersen.

Was kann ich vorbeugend tun, um Schmerzen im Schienbein zu vermeiden?

Wenn du als Sportler präventiv etwas dafür tun möchtest, dass die Schmerzen im Knie gar nicht erst entstehen, sind folgende Tipps hilfreich:

  • Wärme dich vor jedem Training auf.
  • Laufe nicht auf hartem Asphalt, sondern lieber auf weichen Böden (zum Beispiel im Wald).
  • Achte beim Kauf auf das passende Schuhwerk und laufe dieses langsam ein.
  • Kläre ab, ob du eine Fussfehlstellung hast (zum Beispiel mit einer Laufbandanalyse) und passe die Schuhe darauf an.
  • Mit regelmässigen Kraftübungen kannst du deine Muskulatur an den Beinen stärken.
  • Übertreibe nicht beim Training und steigere dein Pensum nur langsam.
  • Bei beginnenden Schmerzen solltest du sofort aufhören zu laufen.

Wann muss ich mit einem schmerzenden Schienbein zur Behandlung zum Arzt?

Treten die Schmerzen im Schienbein immer wieder auf oder sind sie so übermässig stark, dass sie auch nach der sportlichen Aktivität nicht verschwinden, solltest du einen Arzt aufsuchen. Unerwünschte Folgen von Überanstrengungen und Fehlbelastungen können nämlich ernsthafte und behandlungsbedürftige Erkrankungen sein. Nicht selten resultieren aus der dauernden Reibung von Knochenhaut und Schienbeinknochen beispielsweise eine Knochenhautentzündung, ein Muskelfaserriss oder ein sogenannter Ermüdungsbruch als Stressfraktur. In den wenigsten Fällen ist es jedoch allein anhand der Symptome möglich, eine exakte Diagnose zu stellen. Deshalb bedient sich der Arzt verschiedener Diagnoseverfahren. Dazu gehören neben dem Tastbefund, bei dem er die Triggerpunkte abtastet, meist zusätzlich eine Untersuchung im MRT sowie einer Laufbandanalyse-Testung.

Welche Therapien gibt es bei Schienbeinschmerzen?

Abhängig von der Diagnose und der Ursache der Beschwerden leitet der Arzt eine entsprechende Therapie ein. Meist werden zunächst schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente in Form von Tabletten, Salben oder auch Injektionen verschrieben. Als wirksam erweisen sich in der Regel zudem physikalische sowie elektrotherapeutische Massnahmen, etwa eine Physiotherapie. Handelt es sich um eine Fraktur, ist eine Operation meist unvermeidbar. Grundsätzlich kannst du davon ausgehen, dass dir der Arzt immer eine längere Trainingspause und Ruhe für dein Schienbein empfiehlt.

Das könnte dich auch interessieren

Akupunkturpunkte: Lage, Bedeutung und Anwendung im Überblick

Akupunkturpunkte sind genau definierte Stellen am Körper, die in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) gezielt mit Nadeln, Druck oder Wärme stimuliert werden. Wenn du wissen möchtest, was sich hinter diesen Punkten verbirgt, wo sie liegen und bei welchen Beschwerden sie eingesetzt werden, findest du hier eine verständliche Einordnung – mit Blick auf die traditionelle Vorstellung dahinter und auf das, was die heutige Forschung dazu sagt.

Alterssichtigkeit: Wenn die Nahsicht nachlässt

Die kleinen Buchstaben in der Zeitung werden unscharf, das Buch hältst du immer weiter von den Augen weg, und bei schwachem Licht fällt das Lesen besonders schwer? Das sind typische erste Anzeichen der Alterssichtigkeit – einer Veränderung, die viele Menschen etwa ab dem 40. Lebensjahr bemerken. Fachleute nennen sie Presbyopie. Sie ist keine Krankheit, sondern ein natürlicher Alterungsprozess der Augenlinse, von dem früher oder später fast jeder Mensch betroffen ist [1]. In diesem Ratgeber erfährst du, wie Alterssichtigkeit entsteht, ab wann sie sich bemerkbar macht, woran du sie erkennst und welche Möglichkeiten es gibt, die nachlassende Nahsicht auszugleichen.

Tränendrüsen: Aufbau, Funktion und Schutz des Auges

Die Tränendrüsen produzieren die wässrige Tränenflüssigkeit. Sie befeuchten die Augenoberfläche, schützen vor Krankheitserregern und tragen dazu bei, dass die Hornhaut glatt bleibt und wir scharf sehen. Dieser Ratgeber erklärt, wie Tränendrüsen und Tränenfilm aufgebaut sind, warum Augen bei Emotionen tränen und welche Beschwerden – allen voran das trockene Auge – mit der Tränenproduktion zusammenhängen.

Kleine Pupillen: Ursachen und Hintergründe

Die Pupille ist die schwarze Öffnung in der Mitte der Iris, durch die Licht ins Auge fällt. Sie verändert ständig ihre Grösse und reguliert so die einfallende Lichtmenge. Sind die Pupillen auffällig klein – etwa ohne hellen Lichtreiz, nur auf einer Seite oder dauerhaft –, fragen sich viele Betroffene, was dahintersteckt. Eine Verengung der Pupille wird fachsprachlich als Miosis bezeichnet. Meist ist sie eine völlig normale Reaktion, in seltenen Fällen kann sie aber auf eine zugrunde liegende Erkrankung hinweisen. Dieser Ratgeber erklärt die wichtigsten Ursachen kleiner Pupillen und ordnet ein, wann eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist.

Nägel Ombre: sanfte Farbverläufe und wie du sie umsetzt

Ein sanfter Übergang von einer Farbe in die nächste – Ombre Nägel sind seit Jahren ein Dauertrend im Nageldesign. Statt einer einzelnen Farbe verschmelzen zwei oder mehr Töne fliessend miteinander und ergeben einen weichen, eleganten Verlauf. Vielleicht möchtest du diesen Look ausprobieren und fragst dich, welche Farbkombinationen passen und wie der Verlauf entsteht. In diesem Ratgeber erklären wir dir, was Ombre Nägel ausmacht, welche Farben gut harmonieren, wie du sie zu Hause oder im Studio umsetzt, was das in der Schweiz kostet und wie du deine Nägel dabei gesund pflegst.

Kundalini Meditation – die tantrische Lehre von der inneren Körperkraft

Kaum eine andere Meditationsform ist so geheimnisvoll umrankt wie die Kundalini Meditation. Sie spricht von einer schlummernden Energie an der Basis der Wirbelsäule, die durch bestimmte Übungen geweckt werden soll – und sich dann in Form einer aufsteigenden Kraft durch den Körper bewegt. Was zunächst nach mystischer Esoterik klingt, hat eine jahrtausendealte Tradition: Die Kundalini-Lehre stammt aus dem indischen Tantrismus und wurde im 20. Jahrhundert vor allem durch Yogi Bhajan im Westen bekannt. Heute findet sich Kundalini Meditation in zwei Welten gleichzeitig: in spezialisierten Yoga-Studios und Sangha-Gemeinschaften, aber auch in modernen Studios, die sie als wirkungsvolle Achtsamkeitspraxis anbieten. In diesem Ratgeber erfährst du, was genau hinter der Kundalini-Meditation steckt, wie sie sich von anderen Meditationsformen unterscheidet, welche Wirkungen sie hat – und welche Sicherheitsaspekte du beachten solltest, denn gerade diese Praxis hat ihre eigenen Vorsichtshinweise.