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Vata Pitta Kapha – typische Merkmale der Ayurveda Doshas

Vata Pitta Kapha – typische Merkmale der Ayurveda Doshas

Vata, Pitta und Kapha – hinter diesen Begriffen aus der indischen Heilkunst Ayurveda stehen die drei Konstitutionstypen (Doshas) des Menschen. Sie werden oft mit Lebensenergie übersetzt, was aber nur unzureichend die Wirkung der drei Doshas erklärt. Die Lebensenergie des Menschen wird gestärkt, wenn sich die drei Konstitutionstypen in einem gesunden Gleichgewicht befinden. Jeder Mensch hat von Geburt an eine bestimmte Grundkonstitution, die sich durch äussere Einflüsse, wie die Jahreszeiten, durch richtiges oder falsches Essen und durch Stress verändern kann. Im Folgenden erklären wir dir die Eigenschaften der drei Dosha-Typen und geben Tipps für eine gesunde Lebensweise im Sinne des Ayurveda.

Welche Eigenschaften sind typisch für Vata, Pitta und Kapha?

Den drei Konstitutionen werden in der indischen Heilkunst Ayurveda bestimmte Eigenschaften aus der Natur zugeschrieben: Feuer, Wasser, Luft, Erde und Äther. Diese Grundelemente vereinen sich paarweise zu den Doshas.

  • Vata besteht aus Luft und Äther. Angelehnt an die Naturelemente, steht Vata dementsprechend auch für kalte Trockenheit, Bewegung und Leichtigkeit. Menschen, deren Grundkonstitution Vata ist, sind zart und sensibel und sie haben einen leichten Körperbau, dünne Haare und eine trockene Haut.
  • Pitta besteht aus den zwei gegensätzlichen Elementen Feuer und Wasser. Die Pitta-Natur ist dynamisch und stark. Pitta Menschen sind athletisch, gut durchblutet und haben kräftige Haare. Sie neigen aber schnell zu Entzündungen.
  • Kapha besteht aus den Elementen Wasser und Erde und ist in der Konstitution schwer, ölig, feucht, kompakt und langsam.

Was sind die besten Tipps für die jeweiligen Konstitutionstypen?

Im Grunde geht es im Ayurveda immer darum, einen gesunden Ausgleich für die jeweils vorherrschende Konstitution Vata, Pitta, oder Kapha zu schaffen. Die Eigenschaften des Doshas können sehr gut mit Ernährung, durch passende Gewürze und Nahrungsergänzungen sowie durch die Auswahl von passendem Tee ausgeglichen und unterstützt werden. Die Gesundheit wird zusätzlich noch durch eine an die Natur der Grundkonstitution angepasste Yoga-Praxis und durch die tägliche Meditation unterstützt. Es ist wichtig, die jeweils vorherrschende Energie nicht zu stark zu betonen, sondern eher mit den geeigneten Massnahmen auszugleichen.

Wie kann das natürliche Gleichgewicht der Doshas wiederhergestellt werden?

Es gibt kaum Menschen, bei denen sich die Doshas im idealen Gleichgewicht befinden. Daher soll laut der ayurvedischen Lehre immer ausgleichend auf die Doshas gewirkt werden. So sollte zum Beispiel ein Mensch mit einer vorherrschenden Vata-Konstitution zu ihrem Ausgleich eher schwere und nährende Nahrungsmittel, wie Reis, oder lange gekochte Gemüsegerichte bevorzugen und keine trockenen und leichten, wie zum Beispiel Knäckebrot, verzehren. Umgekehrt sollte ein Mensch mit Kapha-Konstitution eher leichte, scharfe und trockene Nahrungsmittel bevorzugen, um die Schwere der Grundkonstitution nicht noch zusätzlich zu unterstützen. Die wichtigsten Tipps zum Ausgleich deiner Doshas gibt dir ein erfahrener Ayurveda-Therapeut.

Wie unterstützen Yoga und Meditation die Gesundheit?

Für eine gesunde Lebensweise gemäss den Richtlinien des Ayurveda gehören regelmässiges Yoga und die tägliche Meditation im Alltag dazu. Mit Yoga lässt sich gezielt

  • die Verdauung anregen
  • die Beweglichkeit unterstützen
  • der Stoffwechsel anregen
  • Herz- und Kreislaufsystem unterstützen
  • Energie im anstrengenden Alltag tanken
  • die Funktionen des Körpers auf natürliche Weise unterstützen
  • der Körper formen und straffen

Als Yoga für die Seele könnte man die tägliche Meditation bezeichnen. Sie bringt den Geist zur Ruhe und ermöglicht es uns, wieder aufzutanken. Die regelmässige Meditationspraxis macht insgesamt stressresistenter und beugt stressbedingten Erkrankungen vor.

Welche Gewürze regen die Verdauung an?

Die Auswahl der passenden erhitzenden oder kühlenden Gewürze für die jeweiligen Konstitutionstypen ist ein zentraler Bestandteil der ayurvedischen Lebensweise. Mit den passenden, sehr geschmacksintensiven Gewürzen kann nicht nur die Küche bereichert, sondern auch der Körper ins Gleichgewicht gebracht und gesund erhalten werden. Die gezielte Gabe von herben, scharfen, bitteren und adstringierenden Gewürzen, die eine zu starke Dosha-Ausprägung abschwächen oder eine zu schwache Konstitution stärken, können Vata, Pitta und Kapha in Balance halten. Die wichtigsten Gewürze für die Anregung der Verdauung sind:

  • Ingwer
  • Bockshornkleesamen
  • Kumin
  • Kurkuma
  • Pfeffer
  • Koriander
  • Kardamom
  • Chili

Wann sollte ich Ayurveda-Kuren machen?

Um die gesunde Balance der drei Doshas zu unterstützen solltest du, wenn es möglich ist, zweimal im Jahr spezielle Kuren machen, bevorzugt im Frühjahr und im Herbst. In diesen Jahreszeiten ist der Körper besonders anfällig für Krankheitserreger und er gerät schneller in ein Ungleichgewicht. Spezielle Ayurveda-Reinigungs- und Stärkungskuren wie die Panchakarma-Kur werden von speziell ausgebildeten Ayurveda-Therapeuten angeboten und durchgeführt. Die grosse Panchakarma-Reinigungskur stärkt dein Immunsystem und bringt deinen Körper wieder in die ursprüngliche Balance.

Wo finde ich einen kompetenten Ayurveda-Therapeuten?

Zertifizierte Ayurveda-Zentren und Ayurveda-Therapeuten, die deine Konstitution untersuchen und einen geeigneten Ernährungs- und Bewegungsplan, sowie Tipps für eine passende Lebensführung für dich erstellen, findest du im Internet. Ein zertifizierter Ayurveda-Therapeut kann dein Grund-Dosha erkennen. Er findet auch Störungen und Ungleichgewichte in deiner Konstitution und kann diese mit geeigneten Massnahmen beheben. Basierend auf der ayurvedischen Körperanalyse werden dir von deinem Therapeuten noch spezielle ayurvedische Nahrungsergänzungen für deine Konstitution empfohlen.

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