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Verschwommen sehen – die Symptome und Ursachen

Verschwommen sehen – die Symptome und Ursachen

Das verschwommene Sehen hat sicherlich schon jeder einmal erlebt. Eine zu starke körperliche Belastung hat diesen Effekt oder das zu schnelle Aufstehen. Medizinisch gesehen ist diese Reaktion des Körpers ganz natürlich und basiert auf unerwartetem Geschehen, auf das der Körper nicht vorbereitet ist. Medizinisch heisst das orthostatische Hypotonie. Bleibt die Sicht jedoch weiter irritiert oder nimmt die Sehschärfe sogar ab, sind auch andere Ursachen möglich. Diese sollten bei einem Augenarzt geklärt werden.

Warum treten Sehstörungen auf?

Die Ursachen für Sehstörungen sind sehr vielseitig. Die Funktion der Augen ermöglicht das scharfe Sehen durch die Signalübertragung an das Gehirn. Wenn du ein Objekt betrachtest, wird es auf der Netzhaut verarbeitet und als räumliches Bild dargestellt. Sehstörungen sind häufig Hinweise darauf, dass der Körper einerseits überbelastet ist oder dass Krankheiten vorliegen, die das Gehirn selbst, die Nerven und Signalübertragung, die Netzhaut oder die Hornhaut betreffen. Eine Sehschwäche verursacht auch die verschwommene Sicht und kann auf einem oder auf beiden Augen auftreten. Da das Gehirn zunächst versucht, die Sicht beider Augen anzugleichen, kannst du eine Sehschwäche nicht immer sofort erkennen.

Welche Symptome deuten auf Augenkrankheiten hin?

Sehstörungen treten manchmal bei guter Gesundheit auf, sind jedoch auch Symptome für bestimmte Krankheiten, die du ernst nehmen solltest. Nimmt deine Sehschärfe ab, entsteht eine verschwommene Sicht oder ein Schleier vor den Augen. Besonders häufig äussern sich Sehstörungen ohne Schmerzen. Treten dennoch Augenschmerzen auf, ist eine Untersuchung dringend notwendig. Symptome zeigen sich durch:

  • ein allmählich nachlassendes und reduziertes Sehvermögen
  • eine plötzliche Veränderung des Sehvermögens
  • Sehverluste innerhalb bestimmter Bereiche (Gesichtsfelddefekt)
  • Augenschmerzen während der Bewegung oder im Stillstand

Wie zeigt sich das verschwommen Sehen und was bedeutet es?

Das verschwommene Sehen spricht noch nicht für eine Erkrankung. Starke Kopfschmerzen verändern dein Sehen genauso wie Überanstrengung. Zeigt sich eine erste Sehschwäche, ist meistens der Alterungsprozess verantwortlich, der etwa ab 50 Jahren die Weitsichtigkeit verursacht und das Tragen von Kontaktlinsen oder einer Brille notwendig macht. Versuchst du, das Kleingedruckte im Buch zu lesen, verschwimmt das Bild und wird unscharf. Diese Symptome können schnell behandelt und ausgeglichen werden.

Die verschwommene Sicht gehört zu den häufigsten Symptomen, die direkt die Augen betreffen. Den Hintergrund eines schwächeren Sehvermögens bildet dabei nicht immer ein neurologischer Defekt. Oft ist die Ursache innerhalb des Auges zu finden.

Welche Ursachen können eine verschwommene Sicht an den Augen auslösen?

Das verschwommene Sehen kann eine oder mehrere Ursachen haben. Die Refraktion macht sich auch dann bemerkbar, wenn bereits eine Vorerkrankung wie ein Schlaganfall, Diabetes oder ein Katarakt vorliegen. Typische Erkrankungen im Auge sind:

  • Refraktionsfehler, das heisst, Lichtstrahlen werden auf der Netzhaut falsch gebündelt
  • Trübungen im Zellgewebe oder am Okularapparat
  • Erkrankungen an den Nerven und Nervenbahnen
  • Erkrankungen am Sehnerv
  • Störungen auf der Netzhaut, veränderte Lichtempfindlichkeit
  • Entzündungen der Hornhaut
  • Augeninfarkt
  • Geschwüre
  • Glaukom
  • geschädigte Netzhaut durch Diabetes

Wann ist es wichtig, einen Augenarzt aufzusuchen?

Wenn bei dir das verschwommen Sehen akut auftritt, solltest du einen Notdienst konsultieren, denn zahlreiche Erkrankungen können dieses Symptom als Begleiterscheinung verursachen. Das ist auch der Fall, wenn du zum Beispiel an Diabetes oder Bluthochdruck leidest. Lässt dein Sehvermögen über einen längeren Zeitraum nach, hängt das in der Regel mit dem Alterungsprozess zusammen und ist harmlos und normal. Eine Untersuchung beim Augenarzt ist dennoch notwendig, um die Sehschwäche zu korrigieren.

Refraktionsfehler, die entweder eine Kurzsichtigkeit oder eine Weitsichtigkeit verursachen, können beim Augenarzt durch einen Sehtest einfach diagnostiziert und entsprechend behandelt werden. Sie sind die Hauptursache für eine verschwommene Sicht. Aber auch die altersbedingte Makuladegeneration hat diesen Effekt. Dabei ist die Detailsicht eingeschränkt. Bei der Makuladegeneration wird das Gewebe mit der Zeit dünner oder verschwindet sogar ganz. Die dadurch vermehrt abgelagerten Abfallprodukte verändern die lichtempfindliche Struktur.

Was ist ein Augeninfarkt?

Ein Augeninfarkt ist eine akute Durchblutungsstörung, die direkt am Sehnerv oder innerhalb der Netzhaut auftritt. Dabei handelt es sich um einen Sehsturz, der die Blutversorgung unterbricht und die Blutgefässe im Auge verschliesst. Auch das bewirkt eine verschwommene Sicht, geht aber meistens sogar mit plötzlicher Blindheit einher. Für den Augeninfarkt gibt es wirksame Therapien. Er tritt in der Regel nur auf einem Auge auf.

Wie erfolgt die Diagnose beim Augenarzt?

Ein einfacher Sehtest kann bei einem Optiker oder Augenarzt durchgeführt werden. Soll bei dir jedoch die Ursache geklärt werden, ist die Diagnosestellung durch einen Arzt nötig, der auch eine dazu passsende Behandlung folgt. Manche Augenerkrankungen benötigen eine Behandlung mit Medikamenten, andere einen chirurgischen Eingriff oder eine Laserbehandlung. Hängen die Sehstörungen mit weiteren Körperbereichen zusammen, ist eine Überweisung an einen Neurologen oder Ophthalmologen nötig. Mit dem Sehtest klärt der Arzt zunächst, wie stark die Sehstörung oder Sehschwäche auftritt. Danach geht es an die Ursachenklärung und die Auswahl der effektivsten Behandlung.

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