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Eine Brillenfassung ist das Gestell, das die Brillengläser hält und auf Nase und Ohren auflegt. Sie besteht aus drei Hauptteilen: dem Rahmen (oder bei randlosen Modellen aus den Halterungen für die Gläser), den Bügeln (Brillenstangen, die hinter die Ohren führen) und dem Steg (Nasenpartie, mit oder ohne separate Nasenpads).
Der Branchenverband OPTIKSCHWEIZ geht davon aus, dass rund drei von vier Erwachsenen in der Schweiz eine Brille tragen [1]. Die Auswahl bei Schweizer Augenoptiker:innen ist entsprechend gross: Von filigranen Titanmodellen bis zu kräftigen Acetat-Fassungen, von klassisch zurückhaltend bis modisch auffällig — und in der Praxis ist gerade die Vielfalt der Auslöser dafür, dass viele Käufer:innen schnell den Überblick verlieren.
Wichtig ist, die Fassung nicht isoliert vom Glas zu denken. Bei hohen Korrekturwerten oder bei Gleitsichtgläsern muss die Fassung zum Glasdesign passen — die Glashöhe darf zum Beispiel nicht zu klein sein, damit die Sehzonen Platz haben. Eine gute Beratung berücksichtigt Glas und Fassung gleichzeitig.
Brillenfassungen werden heute vor allem aus Metallen, Kunststoffen oder einer Kombination beider Materialgruppen gefertigt. Daneben gibt es Modelle aus Holz, Horn oder anderen Naturmaterialien — diese sind als Nischenangebot zu verstehen [2].
Acetat — genauer Celluloseacetat — ist einer der meistverwendeten Kunststoffe für Brillenfassungen [2]. Das Material wird aus zellulosehaltigen Naturstoffen (häufig Baumwolle oder Holz) gewonnen, ist farbintensiv, kann mehrlagig laminiert werden und ermöglicht so unzählige Farb- und Mustervarianten. Acetat-Fassungen lassen sich nach Erwärmung gut anpassen, sind leicht bis mittelschwer und gelten bei den meisten Träger:innen als hautverträglich.
Charakteristisch sind die etwas kräftiger wirkenden Rahmen — perfekt für alle, die eine ausdrucksstarke Brille tragen möchten. Nachteil: Acetat-Fassungen sind etwas weniger biegsam als Metallfassungen und können bei grober Behandlung brechen.
Klassische Metallfassungen werden häufig aus Edelstahl, Monel (Kupfer-Nickel-Mischung) oder Neusilber (Kupfer-Nickel-Zink) gefertigt [2]. Diese Materialien sind robust, lassen sich gut verarbeiten, polieren und beschichten — auch in farbigen Varianten — und sind in der Regel langlebig.
Achtung bei Nickelallergie: Monel und Neusilber enthalten Nickel und sind für Allergiker:innen weniger geeignet. Edelstahl ist hier verträglicher, hochwertige Beschichtungen reduzieren das Risiko zusätzlich [2].
Titan zählt zu den hochwertigeren Fassungsmaterialien und wird besonders wegen seines geringen Gewichts geschätzt — Titan-Fassungen wiegen oft nur einen Bruchteil vergleichbarer Acetat-Modelle [2]. Das Material ist sehr korrosionsbeständig und gilt als hautverträglich, auch für Menschen mit empfindlicher Haut.
Beta-Titan ist eine Legierung mit erhöhter Flexibilität — die Bügel lassen sich leicht verformen und finden ihre Ausgangsposition zurück, was die Anpassung erleichtert. Wer eine Brille viele Stunden am Tag trägt, schätzt das geringe Gewicht und die unauffällige Optik. Im Gegenzug sind Titan-Fassungen meist teurer als Edelstahl- oder Acetat-Modelle.
Neben Acetat kommen weitere Kunststoffe zum Einsatz: Propionat (Cellulosepropionat), Polyamid und Optyl [2]. Sie sind häufig leichter als Acetat, einige gelten als hypoallergen, und Optyl ist besonders kratz- und chemikalienbeständig. Diese Materialien finden sich oft bei Sport- und Funktionsbrillen sowie bei Modellen, bei denen das Gewicht besonders niedrig sein soll.
Aluminium wird gelegentlich für hochwertige Designerbrillen verwendet — es ist leicht und korrosionsbeständig, aber weniger biegsam als andere Metalle. Karbon (kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff) ist sehr stabil bei geringem Gewicht und wird vor allem für Sportmodelle eingesetzt [2].
Brillen aus Holz, Horn oder anderen Naturmaterialien sind als Designer-Nische am Markt — sehr individuell, mit ausgesprochen langen Anpasszeiten, schwierigerer Reparatur und einer entsprechenden Preisklasse. Für den Alltagsgebrauch ist das eher eine bewusste Stilentscheidung als eine pragmatische Lösung.
Die wichtigsten Materialien mit ihren Eigenschaften zu Gewicht, Pflege, Allergie-Risiko und typischer Preisklasse im Überblick:
Welches Material für dich passt, hängt von Tragezeit, Gewicht-Empfindlichkeit, Haut-Verträglichkeit und persönlichem Stilgefühl ab. Wer empfindlich auf Nickel reagiert oder besonderen Wert auf geringes Gewicht legt, wird sich eher in der Titan- oder Propionat-Welt zurechtfinden.
Neben dem Material entscheidet die Bauform über das Aussehen und teilweise auch über die Stabilität der Brille. Drei Hauptbauformen unterscheidet die Augenoptik [4][3]:
Die drei Bauformen nach Optik, Stabilität und Eignung im Überblick:
Welche Bauform passt, hängt von deinen Korrekturwerten und deinem Stilanspruch ab. Wer sehr dünne Drahtbrillen schätzt, findet diese typischerweise als randlose oder dezente Vollrand-Titanfassungen. Wer ein deutliches Statement setzen will, greift zu kräftigeren Acetat-Vollrandmodellen.
Die häufigste Faustregel der Brillenmode lautet: Wähle eine Brillenform, die in einem leichten Kontrast zur Gesichtsform steht — so entsteht ein ausgewogenes Gesamtbild [5]. Diese Regel ist eine Orientierungshilfe, keine starre Vorschrift. Persönlicher Stil und individuelle Vorlieben dürfen ihr widersprechen.
Welche Formen je nach Gesichtsform tendenziell schmeicheln und welche eher zurückhaltend wirken:
Hilfreich ist auch der Blick auf zwei weitere Aspekte: Die Brillenbreite sollte etwa der Breite des Gesichts entsprechen, die Oberkante der Fassung möglichst der Augenbrauenlinie folgen [5]. Ein dezent platzierter Nasensteg und Bügel, die nicht in den Schläfen drücken, machen den entscheidenden Komfortunterschied im Alltag aus.
Die Preise für Brillenfassungen in der Schweiz reichen je nach Material, Marke und Anbieter grob von ca. CHF 50 bis weit über CHF 1'000 — wobei der grösste Teil der Verkäufe im Bereich von etwa CHF 100 bis 400 stattfindet. Wichtig: Die nachfolgenden Werte sind Richtwerte für die Fassung alleine; Gläser, Beschichtungen und Anpass-Service kommen je nach Anbieter und Paket hinzu, und viele Schweizer Optiker:innen kommunizieren ausschliesslich Komplettpreise.
Die Preissegmente mit ihren Fassungs-Richtwerten im Überblick:
Das unabhängige Schweizer Konsumentenmagazin saldo hat in einem Optiker-Vergleich teils erhebliche Preisunterschiede zwischen den grossen Ketten festgestellt [6]. Aktionen, Zweitbrillen-Pakete und Brillen-Abos können den effektiven Preis zusätzlich verändern.
Ein paar Hinweise zur Preis-Einordnung:
Wer hochwertige Optik und persönliche Anpassung schätzt, lässt sich am besten direkt im Geschäft beraten. Ein detaillierter, schriftlicher Kostenvoranschlag inklusive aller Beschichtungen und Anpass-Leistungen schafft Klarheit, bevor die Bestellung ausgelöst wird.
Mit etwas Aufmerksamkeit hält eine gute Brillenfassung viele Jahre. Vier einfache Routinen verlängern die Lebensdauer:
Bei nachlassendem Halt, schiefem Sitz oder erkennbaren Materialschäden lohnt sich ein Besuch beim Augenoptiker oder bei der Augenoptikerin. Viele Anpass-Korrekturen sind beim Kaufgeschäft kostenlos oder gegen geringe Gebühr möglich.
Die richtige Brillenfassung ist mehr als eine Stilfrage. Material, Bauform, Glasdesign und Sitz müssen zusammenspielen, damit deine Brille im Alltag wirklich funktioniert. Augenoptiker:innen und Optometrist:innen kombinieren technisches Wissen, Erfahrung mit Schweizer Marken und Marktrealität mit dem Blick auf deine individuellen Bedürfnisse — von der Korrektur bis zum Lebensstil [7].
Auf truVuna findest du Augenoptiker:innen in deiner Region mit unterschiedlichen Fassungs-Sortimenten und Beratungsschwerpunkten. Vergleiche Profile, Leistungen und Bewertungen, lies, worauf andere Kundinnen und Kunden Wert gelegt haben, und kontaktiere die Anbieter:innen direkt für eine persönliche Beratung.
Es gibt kein „bestes" Material — die Wahl hängt von deinen Anforderungen ab. Titan ist besonders leicht und hautverträglich, kostet aber mehr. Acetat bietet das grösste Spektrum an Farben und Mustern. Edelstahl ist robust und preislich attraktiv. Für Menschen mit Nickelallergie eignen sich Titan, Edelstahl mit hochwertiger Beschichtung oder reine Kunststoff-Fassungen besser als Monel oder Neusilber [2].
Eine Vollrandfassung umschliesst das Glas komplett und ist am stabilsten — geeignet für höhere Korrekturen und kräftiges Design. Halbrandfassungen umfassen nur den oberen Glasbereich und nutzen unten einen transparenten Nylonfaden, was leichter und dezenter wirkt. Randlose Fassungen verbinden Gläser, Bügel und Steg direkt — sie sind besonders unauffällig, aber empfindlicher und weniger geeignet für sehr hohe Dioptrien [4][3].
Die häufigste Faustregel: Wähle eine Form im Kontrast zur Gesichtsform — runde Gesichter profitieren tendenziell von eckigen Fassungen, kantige Gesichter von runden oder ovalen Formen [5]. Bei einem ovalen Gesicht ist die Auswahl am vielseitigsten. Diese Regeln sind Orientierung, kein Gesetz — persönlicher Stil und Brillen-Aussehen im Alltag (mit Make-up, Frisur, Outfit) sollten beim Anprobieren mitentscheiden.
Brillenfassungen kosten in der Schweiz grob zwischen CHF 50 für Einstiegsmodelle der Optiker-Eigenmarken und über CHF 1'000 für Designer- und Premium-Modelle. Der Hauptteil der Verkäufe liegt im Bereich von etwa CHF 150 bis 400, häufig als Teil eines Komplettpreises inklusive Gläser. Saldo hat in einem Vergleich teils deutliche Preisunterschiede zwischen den grossen Schweizer Ketten festgestellt [6].
Bei Nickelallergie eignen sich Titan, Beta-Titan, Edelstahl mit hochwertiger Nickelfreier Beschichtung sowie Acetat oder Propionat-Kunststoff besser als Monel- oder Neusilber-Legierungen, die häufig Nickel enthalten [2]. Auch reine Kunststoff-Fassungen sind in der Regel gut verträglich. Bei bekannter Hautempfindlichkeit hilft ein Hinweis vor der Brillenwahl beim Optiker — viele Geschäfte führen explizit nickelfreie Sortimente.
Die Meibom-Drüsen sind kleine Talgdrüsen im Augenlid, die für ein gesundes Auge unentbehrlich sind: Sie liefern den öligen Anteil des Tränenfilms und schützen so vor dem Austrocknen der Augenoberfläche [1]. Obwohl sie kaum sichtbar sind, spielen sie eine zentrale Rolle für stabiles, beschwerdefreies Sehen. Dieser Ratgeber erklärt, was die Meibom-Drüsen sind, wie sie den Tränenfilm stabilisieren und was passiert, wenn ihre Funktion gestört ist. Für die entzündliche Erkrankung des Lidrands gibt es einen eigenen Ratgeber zur Lidrandentzündung.
Wenn Chemikalien, Staub oder kleine Fremdkörper ins Auge gelangen, ist schnelles Handeln entscheidend. Eine Augendusche ermöglicht es, das Auge sofort auszuspülen und mögliche Schäden zu begrenzen. Sie ist vor allem dort wichtig, wo am Arbeitsplatz ein erhöhtes Risiko für Augenverletzungen besteht – etwa in Laboren, in der Produktion oder auf Baustellen. Dieser Ratgeber erklärt dir, wie eine Augendusche funktioniert, wann sie zum Einsatz kommt, worauf bei der Anwendung zu achten ist und warum gerade der erste Moment so wichtig ist. Augenverletzungen sind kein seltenes Ereignis: In der Schweiz registrieren die Unfallversicherer jährlich mehr als 40'000 Unfälle mit Augenverletzungen als Hauptdiagnose, ein grosser Teil davon am Arbeitsplatz [1]. Eine schnell verfügbare Spülmöglichkeit kann in solchen Situationen entscheidend sein.
Die omnivore Ernährung ist die weltweit am weitesten verbreitete Art zu essen – die meisten Menschen wachsen damit auf, ohne sich bewusst dafür zu entscheiden. Nach heutigem wissenschaftlichem Kenntnisstand gilt der Mensch tatsächlich als Allesfresser, der sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung verwerten kann [4]. Ob das automatisch die «gesündeste» Art zu essen ist, hängt allerdings weniger von der Grundsatzfrage ab, sondern davon, wie ausgewogen die Lebensmittel zusammengestellt werden. In diesem Ratgeber erfährst du, was eine omnivore Ernährung ausmacht, warum der Mensch als Omnivore gilt und worauf du bei Fleisch, Nährstoffen und Vitamin B12 achten solltest.
Viele Menschen kennen sie aus der Pubertät, doch Pickel und unreine Haut können auch weit darüber hinaus zum Thema werden – besonders bei Frauen rund um den Zyklus. Wenn Hautunreinheiten in einem engen Zusammenhang mit hormonellen Veränderungen stehen, ist umgangssprachlich von «hormoneller Akne» die Rede. Dieser Ratgeber erklärt dir verständlich, wie sie entsteht, woran du sie erkennst, welche Behandlungen es gibt und wann eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist. Akne ist gut behandelbar – auch wenn jede Behandlung etwas Geduld erfordert [1].
Pünktlich vor dem wichtigen Termin taucht er auf: ein roter Pickel mitten auf der Stirn. Die Stirn gehört zu den Stellen im Gesicht, an denen sich Unreinheiten besonders häufig zeigen – und dahinter steckt oft mehr als nur Zufall. Von Haargel über Mützen bis zu hormonellen Schwankungen kommen ganz unterschiedliche Auslöser infrage. In diesem Ratgeber erfährst du, warum Pickel gerade auf der Stirn entstehen, welche Hautpflege sinnvoll ist und wann eine Unreinheit besser ärztlich abgeklärt werden sollte.
Wer regelmässig Yoga praktiziert, stösst früher oder später auf einen Begriff, der wie eine zweite Sprache klingt: Pranayama. In klassischen Yoga-Schulen ist das nicht nur ein nettes Beiwort, sondern eine eigenständige Disziplin – mit jahrtausendealter Tradition, eigenen Techniken und einer eigenen Philosophie. Pranayama ist die Lehre der bewussten Atemkontrolle, und in der traditionellen Yoga-Sicht eine der zentralen Säulen auf dem Weg zu körperlicher Gesundheit und mentaler Klarheit. Heute begegnet dir Pranayama in vielen Yogastudios als kurze Atemsequenz vor oder nach den Asanas. Dahinter steckt aber deutlich mehr: ein durchdachtes System aus dutzenden Techniken, die ganz unterschiedliche Wirkungen haben und in spezifischer Reihenfolge geübt werden. In diesem Ratgeber erfährst du, was Pranayama wirklich bedeutet, wo es seine Wurzeln hat, welche Techniken zur Tradition gehören und wie du es selbst in deine Praxis integrieren kannst – mit den nötigen Sicherheits- und Anwendungshinweisen.