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Die Upanishaden (Sanskrit: उपनिषद्, upaniṣad) sind eine Sammlung philosophischer Schriften des Hinduismus. Sie bilden den letzten und jüngsten Teil der Veden – jener vier altindischen Schriftensammlungen, die als Grundlage hinduistischer Religion und Philosophie gelten.
Das Sanskrit-Wort «Upanishad» setzt sich aus drei Teilen zusammen:
Wörtlich übersetzt bedeutet es «das Sich-in-der-Nähe-Niedersetzen» – gemeint ist das Sitzen eines Schülers oder einer Schülerin zu Füssen einer Lehrperson (Guru). Die Texte spiegeln diese Form der Wissensvermittlung: Viele sind als Dialog zwischen Lehrer:in und Schüler:in geschrieben, oft als geheime, vertrauliche Lehre.
Gut zu wissen: Die Upanishaden sind religiös-philosophische Texte einer lebendigen indischen Tradition – sie sind weder reine Geschichtsdokumente noch wissenschaftliche Lehrbücher. Beschreibungen in diesem Ratgeber stellen die Tradition und ihre Konzepte dar, ohne Wirkungsversprechen oder spirituelle Wahrheitsansprüche zu erheben. Wer sich vertieft mit den Texten beschäftigen möchte, findet in vielen Übersetzungen und Kommentaren verschiedene Auslegungstraditionen.
Die Upanishaden entstanden über einen langen Zeitraum hinweg. Wissenschaftliche Datierungen ordnen die Hauptkernschriften meist zwischen etwa 700 und 200 v. Chr. ein – ältere Schichten könnten bis ins 8. Jahrhundert v. Chr. zurückreichen [1].
Es gibt rund 150 bekannte Upanishaden, von denen 108 als kanonisch (offiziell anerkannt) gelten. Die wichtigsten zehn bis dreizehn werden als Mukhya-Upanishaden bezeichnet und gehören zum klassischen Studienkanon der Vedanta-Philosophie. Dazu zählen unter anderem:
Wie die übrigen Veden gelten die Upanishaden im Hinduismus als Shruti – «das Gehörte», also göttlich offenbart. Das unterscheidet sie von späteren religiösen Texten wie der Bhagavad Gita oder den Puranas, die als Smriti («das Erinnerte») gelten.
Die Upanishaden behandeln tiefgreifende philosophische Fragen: Was ist die Wirklichkeit? Was ist das Selbst? Was geschieht nach dem Tod? Was ist das Ziel des menschlichen Lebens? Drei Konzepte ziehen sich durch fast alle Texte:
Brahman bezeichnet in der Upanishad-Philosophie nicht den Gott Brahma, sondern eine unpersönliche, allem zugrundeliegende Wirklichkeit – das Absolute, das Ewige, das Eine. In der Brihadaranyaka-Upanishad wird Brahman als das beschrieben, was «alles und nichts zugleich» ist – jenseits aller menschlichen Vorstellungen [2].
Atman ist das ewige Selbst, die unzerstörbare Essenz des Menschen. Es wird vom Ich (Ego) unterschieden – Atman ist nicht das, was wir täglich als «ich» erleben, sondern das tiefste, unveränderliche Bewusstseinsprinzip in uns.
Die zentrale Erkenntnis vieler Upanishaden ist die Identität von Atman und Brahman: Das individuelle Selbst und die letzte Wirklichkeit sind eins. Wer dies wirklich erkennt – nicht intellektuell, sondern existenziell – erlangt nach dieser Lehre Moksha, die Befreiung aus dem Kreislauf von Geburt und Wiedergeburt (Samsara).
Die wichtigsten Grundbegriffe mit Sanskrit-Schreibweise und Bedeutung im Überblick:
Diese Begriffe gehören zum Grundvokabular der indischen Philosophie und tauchen in nahezu allen späteren Texten – auch im modernen Yoga – immer wieder auf.
Die Upanishaden enthalten einige der bekanntesten philosophischen Sätze der Weltliteratur. Eine kleine Auswahl mit Übersetzung und Quelle:
Diese Zitate sind seit Jahrhunderten Gegenstand kommentierender und philosophischer Auseinandersetzung – sowohl in Indien als auch in der westlichen Philosophie.
Der heutige Yoga – sowohl die Asana-Praxis als auch die Meditationstradition – steht in direkter Linie der Upanishaden-Philosophie. Mehrere Verbindungen sind zentral:
Wer Yoga praktiziert, ohne von den Upanishaden gehört zu haben, bewegt sich also bereits in einem Erbe, das diese Texte mitgeprägt haben – auch wenn es im modernen Studio-Kontext oft nicht thematisiert wird.
Die Upanishaden haben die westliche Philosophie und Geistesgeschichte deutlich beeinflusst. Drei wichtige Stationen:
Wer sich mit den Upanishaden beschäftigen möchte, hat verschiedene Zugänge:
Wenn du dich vertieft mit den Upanishaden beschäftigen möchtest, findest du in der Schweiz verschiedene Angebote: Yoga-Schulen mit Philosophie-Modulen, Vedanta-Zentren, Volkshochschulkurse zur indischen Philosophie, Meditationskurse mit upanishadischer Grundlage.
Die typischen Kosten in der Schweiz im Überblick:
Eine Lehrperson, die mit den Upanishaden arbeitet, sollte über fundierte Sanskrit-Kenntnisse oder zumindest tiefes philosophisches Wissen in der Vedanta-Tradition verfügen. Frage nach Hintergrund, Linie und Übersetzungsempfehlungen – das gibt Orientierung über die Tiefe des Angebots.
Auf truVuna findest du Yogastudios und Anbieter:innen in der ganzen Schweiz – darunter solche, die Yoga-Philosophie, Vedanta oder Upanishad-Studium anbieten. Vergleiche Profile, Schwerpunkte und Bewertungen, um eine Lehrperson zu finden, die zu deinem Interesse passt.
Die Upanishaden sind eine Sammlung philosophischer Schriften des Hinduismus und bilden den jüngsten Teil der Veden. Sie wurden zwischen etwa 700 und 200 v. Chr. niedergeschrieben und behandeln tiefgreifende Fragen nach Wirklichkeit, Selbst und Befreiung. Es gibt rund 150 bekannte Upanishaden, von denen 108 als offiziell anerkannt gelten.
Das Sanskrit-Wort «Upanishad» bedeutet wörtlich «das Sich-in-der-Nähe-Niedersetzen» – gemeint ist das Sitzen einer Schülerin oder eines Schülers zu Füssen einer Lehrperson. Diese Form der Wissensvermittlung – im persönlichen Dialog – prägt die Texte: Viele Upanishaden sind als Gespräche zwischen Lehrer:in und Schüler:in geschrieben.
Die Veden sind die übergeordnete Sammlung altindischer heiliger Texte, bestehend aus vier Teilen (Rigveda, Samaveda, Yajurveda, Atharvaveda). Jeder Veda enthält wiederum Samhitas (Hymnen), Brahmanas (Ritualtexte), Aranyakas (Waldbücher) und – als jüngsten Teil – die Upanishaden. Während frühere Veda-Teile rituell-priesterlich orientiert sind, behandeln die Upanishaden philosophisch-meditative Fragen.
Eine «wichtigste» gibt es nicht. Zu den häufig studierten gehören die Brihadaranyaka-Upanishad (sehr umfangreich, älteste Schichten), die Chandogya-Upanishad (mit «Tat tvam asi»), die Katha-Upanishad (Dialog mit dem Todesgott) und die Mandukya-Upanishad (Auslegung der Silbe Om). Die ersten zehn bis dreizehn Hauptschriften werden als Mukhya-Upanishaden bezeichnet.
«Tat tvam asi» (तत्त्वमसि) ist das vielleicht zentralste Mahavakya (grosser Lehrsatz) der Upanishaden. Wörtlich übersetzt: «Das bist du». Gemeint ist die Identität des individuellen Selbst (Atman) mit der letzten Wirklichkeit (Brahman) – eine zentrale Erkenntnis der Vedanta-Philosophie. Das Zitat stammt aus der Chandogya-Upanishad (6.8.7).
Olivelle P. (1996). The Early Upaniṣads: Annotated Text and Translation. Oxford University Press. — zur historisch-philologischen Einordnung und Datierung
Mallinson J, Singleton M. (2017). Roots of Yoga. Penguin Classics. — zur Verbindung zwischen Upanishaden und Yoga-Tradition
Deutsche Wikipedia (2026). Upanishaden; Brahman; Atman. — zur sprachlich-traditionellen Einordnung der Begriffe
Schopenhauer A. (Original 1844, Standardausgaben verfügbar). Die Welt als Wille und Vorstellung sowie Parerga und Paralipomena. — zur Wirkungsgeschichte der Upanishaden in der westlichen Philosophie
Gerötete Augen kennen die meisten Menschen: Nach einem langen Bildschirmtag, bei Pollenflug oder nach einer kurzen Nacht erscheint das Weisse im Auge plötzlich rosa oder rot. Häufig ist eine Augenrötung harmlos und vergeht von selbst. Manchmal steckt aber eine Ursache dahinter, die ärztlich abgeklärt werden sollte – vor allem, wenn Schmerzen oder Sehprobleme dazukommen. Dieser Ratgeber gibt dir einen Überblick: Wie eine Rötung überhaupt entsteht, welche Ursachen häufig sind, welche Warnzeichen du ernst nehmen solltest und was du selbst tun kannst. Er ersetzt keine augenärztliche Untersuchung, hilft dir aber, deine Situation besser einzuordnen.
Elektrolyte steuern in deinem Körper unauffällig, aber unentwegt zentrale Vorgänge mit – vom Wasserhaushalt über die Muskelarbeit bis zum Herzschlag. Damit das funktioniert, müssen die geladenen Teilchen in den Zellen und in der Flüssigkeit ausserhalb der Zellen in einem feinen Gleichgewicht stehen. Genau dieses Gleichgewicht beschreibt der Begriff Elektrolythaushalt. In diesem Ratgeber erfährst du, was Elektrolyte sind, welche es gibt, wie der Körper sie reguliert und wodurch das Gleichgewicht aus der Balance geraten kann.
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Beim Vampire Lifting handelt es sich um eine relativ moderne Therapie, um die Vorgänge der Hautalterung zu verlangsamen. Dabei handelt es sich allerdings nicht wirklich um ein Lifting. Anders als beispielsweise bei einer Nasenkorrektur ist kein operativer Eingriff notwendig. Die Verbesserung des Hautbilds erfolgt durch Unterspritzung entsprechender Hautpartien mit körpereigenem Material. Als Grundlage dient dein Blut. Das Vampire Lifting ist eine Form der Eigenbluttherapie, daher auch die Namensgebung. So abenteuerlich das Vampirlifting klingt, mittlerweile hat es viele Fans gefunden und zahlreiche Hollywoodstars schwören darauf. Die Behandlung kann zur Verjüngung der Haut von Gesicht, Hals, Dekolleté und Handrücken angewandt werden.
Du bist mit dem Zeh angestossen und nun pocht und schmerzt es unter dem Nagel? Oder waren die Wanderschuhe bei der letzten Bergtour doch eine Nummer zu klein? In diesen Fällen kommt es häufig zu einem blauen Zehennagel – oder wie Mediziner dazu sagen: subungales Hämatom. Wie du den Heilungsprozess beschleunigen kannst und ab wann sich der Gang zum Arzt lohnt, erfährst du hier. Ausserdem verraten wir dir Tipps, um blauen Zehennägeln vorzubeugen und beleuchten den Unterschied zwischen Blutergüssen und ersten Anzeichen für Hautkrebs.
Osteoporose ist eine Erkrankung, die den Abbau von Knochensubstanz beschreibt. Der medizinische Fachbegriff stammt aus dem Griechischen, „Osteo“ steht für Knochen und „Porose“ für Poren. Auf Deutsch heisst die Krankheit Knochenschwund. Die hauptsächlichen Symptome der Osteoporose sind Knochenbrüche, die bereits durch das Gewicht des Körpers verursacht werden. Ausserdem treten beständige Schmerzen im knöchernen Stützapparat auf und es kann sich ein sogenannter Rundrücken ausbilden. Ursache für die Frakturen ist eine Abnahme der Knochendichte, die bei fortschreitendem Verlauf zu weiteren Beschwerden führt. Die Osteoporose verursacht schwere Symptome, die die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen und eine Wirkung auf die allgemeine Gesundheit besitzen.