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Licht ist die für das menschliche Auge sichtbare Form elektromagnetischer Strahlung. Es liegt im Wellenlängenbereich zwischen etwa 380 nm (violett) und 780 nm (rot) [1]. Darunter beginnt ultraviolette (UV), darüber infrarote (IR) Strahlung – beides für uns unsichtbar, aber bedeutsam für andere Wirkungen, etwa Sonnenbrand (UV) oder Wärmestrahlung (IR).
Die Physik beschreibt Licht auf zwei sich ergänzende Arten:
Beide Modelle sind richtig – sie beschreiben das Verhalten von Licht in unterschiedlichen Situationen. Diese Welle-Teilchen-Dualität ist eine der Grundeinsichten der modernen Physik [1].
Licht breitet sich in Luft, Glas oder Wasser meist geradlinig aus. Trifft es auf eine Oberfläche, ein Hindernis oder ein anderes Material, kann es abgelenkt, gespiegelt oder gestreut werden. Genau dadurch entstehen viele optische Effekte – zum Beispiel Spiegelbilder, gebrochene Lichtstrahlen im Wasser oder Bilder durch eine Linse.
Die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum beträgt exakt 299'792'458 Meter pro Sekunde – rund 300'000 km/s. Sie ist seit der SI-Definition von 1983 eine durch Konvention festgelegte Naturkonstante, von der die Definition des Meters abgeleitet wird [2]. In dichteren Medien wie Glas oder Wasser ist die Lichtgeschwindigkeit geringer; das Verhältnis zwischen Vakuum- und Medium-Geschwindigkeit bestimmt den Brechungsindex des Materials.
Die Brechungsindizes verschiedener Medien im Überblick:
Beim Übergang von einem Medium ins andere ändert sich die Geschwindigkeit – das ist die Ursache der Lichtbrechung [3].
Die Optik wird in mehrere Teildisziplinen gegliedert, je nachdem, welcher Aspekt des Lichts im Vordergrund steht:
Für die Augenoptik ist vor allem die geometrische Optik zentral: Mit ihren Konzepten von Strahl, Brennpunkt, Brennweite, Bildkonstruktion und Linsensystemen werden Brillengläser, Kontaktlinsen und Untersuchungsgeräte berechnet [3].
Wenn Licht auf eine Grenzfläche trifft, kann es zwei grundsätzliche Wege gehen:
In den meisten Fällen treten beide Effekte gleichzeitig auf: Ein Teil des Lichts wird an der Glasoberfläche reflektiert, ein Teil dringt ins Glas ein und wird gebrochen. Bei senkrechtem Einfall ist die Reflexion am geringsten; mit zunehmendem Winkel steigt sie [3].
Spezialfall Totalreflexion: Beim Übergang von einem dichten in ein dünneres Medium (etwa Glas → Luft) findet ab einem bestimmten Grenzwinkel keine Brechung mehr statt – das Licht wird zu 100 Prozent zurückgeworfen. Dieses Prinzip nutzen Glasfaserkabel zur Lichtübertragung. Eine vertiefte Darstellung findest du im Ratgeber zur Totalreflexion.
Eines der wichtigsten Gesetze der geometrischen Optik beschreibt, wie sich ein Lichtstrahl beim Übergang zwischen zwei Medien verhält:
n₁ · sin(α₁) = n₂ · sin(α₂)
Wobei:
Geht das Licht vom optisch dünneren ins dichtere Medium (Luft → Glas), wird es zum Lot hin gebrochen. Geht es vom dichteren ins dünnere (Glas → Luft), bricht es vom Lot weg [3]. Dieses Gesetz erklärt, warum ein Stab im Wasser geknickt aussieht, warum eine Brille das Bild verändert und warum Linsen Bilder erzeugen können. Eine ausführliche Herleitung mit Beispielen findest du im Ratgeber zum Brechungsgesetz.
Eine konvexe Linse (Sammellinse) bündelt parallel einfallendes Licht in einem Brennpunkt. Eine konkave Linse (Zerstreuungslinse) zerstreut das Licht so, dass es scheinbar von einem virtuellen Brennpunkt aus kommt [3].
Wichtige Begriffe der Linsenoptik:
Aus diesen Grössen lässt sich für dünne Linsen die bekannte Linsengleichung ableiten:
1/f = 1/g + 1/b
In der Praxis bestimmt die Position des Objekts zur Linse, wie das Bild aussieht – verkleinert oder vergrössert, reell oder virtuell, aufrecht oder umgekehrt. Diese Zusammenhänge sind die Grundlage von Mikroskopen, Teleskopen, Kameras und natürlich Brillengläsern.
Das menschliche Auge ist ein faszinierendes optisches System. Im Standard-Modellauge nach Gullstrand wird die Gesamtbrechkraft mit rund 60 Dioptrien angegeben, was einer reduzierten Brennweite von etwa 17 mm entspricht [4]:
Damit ein Objekt scharf gesehen wird, muss das Bild exakt auf der Netzhaut entstehen. Bei einer Fehlsichtigkeit – Kurzsichtigkeit (Myopie), Weitsichtigkeit (Hyperopie), Stabsichtigkeit (Astigmatismus) oder Alterssichtigkeit (Presbyopie) – passt die Brechkraft nicht zur Augenlänge oder Hornhautform. Mit korrigierenden Linsen wie Brille oder Kontaktlinsen wird das Licht so vorab gebrochen, dass das Bild wieder auf der Netzhaut landet [5].
In diesem Sinne ist jede Brille eine konkrete Anwendung der geometrischen Optik – und jede Refraktionsbestimmung bei Optometrist:innen oder Augenärzt:innen eine optische Berechnung am individuellen Auge.
Optik begegnet uns überall, auch wenn wir es selten bewusst wahrnehmen:
Wer Optik versteht, ordnet diese alltäglichen Phänomene besser ein – und versteht zugleich, wie Brillen, Kontaktlinsen und moderne Augendiagnostik überhaupt funktionieren.
Die Optik gehört zu den ältesten wissenschaftlichen Disziplinen. Wichtige Meilensteine:
In der Schweiz spielt Optik auch in Ausbildung und Technik eine Rolle – etwa in der Optometrie-Ausbildung, in Präzisionsindustrien und in Forschungsumfeldern. Für die Augenoptik ist besonders die Verbindung von physikalischen Grundlagen und praktischer Brillenglas- bzw. Kontaktlinsenanpassung relevant [6].
Wenn Licht auf eine Oberfläche trifft, kann es auf zwei Arten reflektiert werden:
Die meisten Gegenstände um uns herum sind matt und reflektieren diffus – sonst würden wir sie nicht aus jeder Richtung gleichmässig hell wahrnehmen. Spezielle Beschichtungen auf Brillengläsern reduzieren störende Reflexionen, indem sie den Lichtanteil, der an der Glasoberfläche zurückgeworfen wird, gezielt minimieren – das ist die Entspiegelung [3].
Die Optik ist seit langem fester Bestandteil des Physikunterrichts. In der Schule werden typischerweise behandelt:
Im Studium der Physik, Optik oder Augenoptik werden diese Grundlagen vertieft und um Wellenoptik, Quantenoptik und moderne Bildverarbeitung erweitert. Auch die Optometrie-Ausbildung in der Schweiz an der FHNW baut auf diesen Grundlagen auf [6].
Farben entstehen aus dem Zusammenspiel von Licht und Materie. Drei Hauptmechanismen sorgen für Farbeindrücke:
Was ist Licht physikalisch?
Licht ist die für das menschliche Auge sichtbare Form elektromagnetischer Strahlung. Die moderne Physik beschreibt Licht je nach Situation als Welle (mit Wellenlänge und Frequenz) oder als Strom von Photonen. Beide Modelle ergänzen sich – das Phänomen heisst Welle-Teilchen-Dualität.
Wie schnell ist Licht?
Die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum beträgt exakt 299'792'458 Meter pro Sekunde – rund 300'000 km/s. Sie ist eine fundamentale Naturkonstante und kann von keinem Objekt mit Masse übertroffen werden. In Medien wie Wasser oder Glas ist die Lichtgeschwindigkeit geringer, was das Brechungsverhalten erklärt.
Wie breitet sich Licht aus?
In einem homogenen Medium breitet sich Licht geradlinig aus. An Grenzflächen zu anderen Medien kann es reflektiert oder gebrochen werden. In speziellen Situationen – etwa bei Beugung an feinen Strukturen – zeigt Licht auch Wellenphänomene wie Interferenz. Welle- und Teilchenmodell beschreiben verschiedene Aspekte dieser Ausbreitung.
Was ist der Unterschied zwischen Reflexion und Brechung?
Bei der Reflexion wird Licht an einer Grenzfläche zurückgeworfen – Einfallswinkel und Ausfallswinkel sind gleich. Bei der Brechung dringt das Licht in das andere Medium ein und ändert dabei seine Richtung, weil sich die Lichtgeschwindigkeit ändert. In den meisten Fällen treten beide Effekte gleichzeitig auf.
Warum entsteht in einer Linse ein Bild?
Eine Sammellinse (konvex) bricht parallel einfallendes Licht so, dass es sich in einem Brennpunkt sammelt. Objekte, die sich ausserhalb der einfachen Brennweite befinden, werden auf einer Bildebene als reelles, umgekehrtes Bild abgebildet. Eine Zerstreuungslinse (konkav) erzeugt dagegen ein virtuelles, verkleinertes Bild. Die genauen Verhältnisse beschreibt die Linsengleichung.
Wie hängt Optik mit dem Sehen zusammen?
Das menschliche Auge ist ein optisches System aus Hornhaut, Augenlinse und Netzhaut mit einer Gesamtbrechkraft von rund 60 Dioptrien. Stimmen Brechkraft und Augenlänge nicht überein, entsteht eine Fehlsichtigkeit wie Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit. Brillengläser und Kontaktlinsen korrigieren das, indem sie das Licht so vorbrechen, dass es scharf auf der Netzhaut abgebildet wird.
Auf truVuna findest du Optiker:innen in deiner Region. Vergleiche Profile, Leistungen und Bewertungen – und frage gezielt nach, ob eine ausführliche Refraktionsbestimmung mit Brillenglas-Beratung angeboten wird.
[1] Hecht, E. (2017). Optics (5th ed.). Pearson – Addison-Wesley. Adelphi University.
[2] CODATA / NIST. Recommended Values of the Fundamental Physical Constants – speed of light in vacuum. physics.nist.gov/cuu/Constants.
[3] Pedrotti, F. L., Pedrotti, L. M., & Pedrotti, L. S. (2017). Introduction to Optics (3rd ed.). Cambridge University Press.
[4] Atchison, D. A., & Thibos, L. N. (2023). The Spherical Equivalent. In: StatPearls. NIH National Library of Medicine, Bookshelf NBK589657. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK589657/
[5] American Academy of Ophthalmology: Refractive Errors. AAO Eye Health, 2024. https://www.aao.org/eye-health/diseases/refractive-errors
[6] Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW). Bachelor Optometrie. fhnw.ch.
Die Schilddrüse ist ein kleines Organ mit grossen Auswirkungen: Hier produziert unser Körper wichtige Hormone, die auf Kreislauf, Stoffwechsel, Wachstum und auch auf die Psyche viel Einfluss haben. Eine der häufigsten Krankheiten, die die Schilddrüse betreffen, heisst Hashimoto Thyreoiditis oder kurz Hashimoto. Was es mit dieser gar nicht so seltenen Autoimmunkrankheit auf sich hat, beantworten wir im folgenden Artikel.
Beim Vampire Lifting handelt es sich um eine relativ moderne Therapie, um die Vorgänge der Hautalterung zu verlangsamen. Dabei handelt es sich allerdings nicht wirklich um ein Lifting. Anders als beispielsweise bei einer Nasenkorrektur ist kein operativer Eingriff notwendig. Die Verbesserung des Hautbilds erfolgt durch Unterspritzung entsprechender Hautpartien mit körpereigenem Material. Als Grundlage dient dein Blut. Das Vampire Lifting ist eine Form der Eigenbluttherapie, daher auch die Namensgebung. So abenteuerlich das Vampirlifting klingt, mittlerweile hat es viele Fans gefunden und zahlreiche Hollywoodstars schwören darauf. Die Behandlung kann zur Verjüngung der Haut von Gesicht, Hals, Dekolleté und Handrücken angewandt werden.
Ku Nye ist eine äussere Behandlung der traditionellen tibetischen Medizin, auch Sowa Rigpa genannt. Der Begriff wird meist mit Einölen und Massieren verbunden. Je nach Ausbildung und Praxis können Streichungen, Knetungen, Drucktechniken, Wärme oder weitere traditionelle Anwendungen kombiniert werden. Wichtig ist die Einordnung: Vorstellungen wie rLung, Energiefluss oder die drei „Nyes pa" gehören zum traditionellen Medizinsystem und sind keine anatomisch oder physiologisch nachgewiesenen Strukturen.
Wenn der Fuss ausgerechnet dann sticht, wenn du sitzt, liegst oder nachts im Bett zur Ruhe kommst, ist das oft besonders irritierend – schliesslich belastest du den Fuss in diesem Moment gar nicht. Stechende Fussschmerzen im Ruhezustand können viele Ursachen haben. Häufig stecken eine gereizte Sehnenplatte an der Fusssohle, ein eingeengter Nerv oder eine Nervenschädigung dahinter; seltener auch Stoffwechsel- oder Gefässerkrankungen. Dieser Ratgeber zeigt dir die wichtigsten möglichen Ursachen, erklärt, woran du Warnzeichen erkennst, und wann eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist. Eine Ferndiagnose ersetzt er nicht – die genaue Ursache lässt sich nur ärztlich klären.
Ein Ziehen, Stechen oder Brennen in der Leiste gehört für viele Schwangere zum Alltag dazu. In den allermeisten Fällen stecken harmlose Veränderungen dahinter: Der Körper passt sich an, Bänder dehnen sich, das Becken wird auf die Geburt vorbereitet. Trotzdem ist es wichtig zu wissen, welche Ursachen typisch sind, was du selbst tun kannst und bei welchen Anzeichen du nicht abwarten, sondern rasch ärztlichen Rat einholen solltest. Dieser Ratgeber gibt dir einen verständlichen Überblick über die häufigsten Gründe für Leistenschmerzen in der Schwangerschaft – von Mutterbändern über Beckengürtelschmerzen bis zu selteneren Ursachen – und ordnet ein, wann eine Abklärung sinnvoll ist.
Die Granulation ist nach der Reinigungsphase und vor der Regenerationsphase der zweite Schritt bei der Heilung verletzten Gewebes. Granulationsgewebe ist wichtig für die Wundheilung. Es unterstützt die Neubildung der Haut nach Verletzungen und ist somit gut für deine Gesundheit. Bestimmte Massnahmen helfen dabei, die Bildung des Gewebes zu unterstützen und die Heilung zu beschleunigen.