Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.
Ein Peeling entfernt abgestorbene Hautschüppchen von der obersten Hautschicht und kann die Haut dadurch glatter und frischer wirken lassen. Die Haut erneuert sich laufend, dabei sterben ältere Zellen ab und sammeln sich an der Oberfläche – das lässt den Teint mitunter fahl erscheinen. Ein Peeling unterstützt das Ablösen dieser Hornschüppchen [2].
Grundsätzlich werden zwei Arten unterschieden: mechanische Peelings tragen die Hautschüppchen mit feinen Reibekörpern oder einem Tuch ab, chemische Peelings lösen sie mit Säuren oder Enzymen [2][7]. Das Abreiben bei mechanischen Peelings kann zusätzlich die Durchblutung anregen [7]. Wichtig zu wissen: Ein Peeling ist nicht für jede Haut sinnvoll, und falsch angewendet kann es mehr schaden als nutzen – etwa zu Rötungen oder vermehrten Unreinheiten führen [2].
Für den Hausgebrauch eignen sich milde mechanische Peelings aus Zucker, Salz, Kaffeesatz, feinen Haferflocken oder Heilerde in Kombination mit einem Öl – säurebasierte chemische Peelings in hoher Konzentration gehören dagegen nicht in die DIY-Küche. Selbst gemachte mechanische Peelings bestehen im Kern aus einem feinen Reibekörper und einem Trägeröl, das die Haut zugleich pflegt. Sie sind unkompliziert, günstig und für viele Hauttypen gut verträglich.
Chemische Peelings mit Wirkstoffen wie Glykolsäure, Salicylsäure, Trichloressigsäure (TCA) oder Phenol wirken dagegen tiefer und lassen sich nicht zuverlässig selbst dosieren [1][3]. Wie stark ein solches Peeling die Haut beansprucht, hängt von Konzentration, Anzahl der Schichten und Einwirkzeit ab – kleine Fehler haben hier grosse Folgen [1]. Mehr dazu liest du weiter unten. Beachte ausserdem, dass jede Haut anders reagiert: Die folgenden Rezepte sind als allgemeine Orientierung gemeint, nicht als feste Vorgabe.
Bei trockener Haut eignet sich ein Peeling aus Öl und Zucker besonders gut, weil das Öl gleichzeitig Fett und Geschmeidigkeit zurückgibt. Vermische dafür etwa zwei Esslöffel Oliv, Mandel- oder Kokosöl mit einem Esslöffel Zucker zu einer Paste. Trage die Mischung unter der Dusche mit kreisenden Bewegungen auf den Körper auf, lasse sie kurz einwirken und spüle sie mit lauwarmem Wasser ab.
Dieses Peeling ist gut für den Körper und auch für raue Stellen wie Füsse oder Ellbogen geeignet. Fürs Gesicht ist Zucker dagegen meist zu grob (siehe weiter unten). Da das Öl rückfettend wirkt, brauchst du nach einem Ölpeeling oft keine zusätzliche Bodylotion.
Ein selbst gemachtes Kaffeepeeling kann die Haut kurzzeitig glatter und besser durchblutet wirken lassen, ein verlässliches Mittel gegen Cellulite ist es aber nicht. Cellulite ist sehr verbreitet, betrifft die meisten Frauen und entsteht durch ein Zusammenspiel aus anatomischen, hormonellen und stoffwechselbedingten Faktoren [6].
Koffein ist der am besten untersuchte Wirkstoff in kosmetischen Anti-Cellulite-Produkten; Übersichtsarbeiten beschreiben für solche Cremes eine allenfalls moderate Wirkung auf das Hautbild [6]. Diese Studien beziehen sich allerdings auf speziell formulierte Produkte – ein Peeling aus Kaffeesatz ist damit nicht gleichzusetzen. Sein Effekt beruht vor allem auf der mechanischen Wirkung und der Massage und ist meist nur vorübergehend. Wenn du es ausprobieren möchtest: Kaffeesatz mit etwas Kokosöl mischen und mit kreisenden Bewegungen auf den Körper einmassieren. Erwarte ein gepflegtes, frisches Hautgefühl – aber keine dauerhafte Veränderung der Cellulite.
Fürs Gesicht solltest du nur feine, sanfte Peelings verwenden, etwa eine Mischung aus feiner Heilerde mit etwas Wasser oder abgekühltem Kamillentee, da die Gesichtshaut dünner und empfindlicher ist als die Körperhaut. Grobe Zucker- oder Salzpeelings sind hier ungeeignet, weil sie die Haut zu stark reizen können.
Neben Heilerde eignen sich fein gemahlene Haferflocken oder Mandelkleie als sanfte Reibekörper; Quark oder Joghurt machen die Masse cremiger. Honig wird traditionell gern beigemischt. Massiere das Peeling vorsichtig in kreisenden Bewegungen ein und spüle es ab, bevor es vollständig antrocknet. Anders als ein Ölpeeling spendet ein solches Gesichtspeeling kaum Feuchtigkeit – trage danach deshalb unbedingt eine Feuchtigkeitscreme auf [2].
Für die meisten Hauttypen reicht ein- bis zweimal pro Woche; wie oft sinnvoll ist, hängt von Hauttyp und Peeling-Art ab. Sehr feine, sanfte Peelings vertragen viele Menschen häufiger, grobe Varianten sollten seltener zum Einsatz kommen.
Zu häufiges oder zu kräftiges Peelen kann die Hautschutzbarriere stören und zu Rötungen, Trockenheit oder Reizungen führen [2][7]. Achte daher darauf, wie deine Haut reagiert, und peele lieber zurückhaltend. Verzichte ganz auf ein Peeling, wenn die Haut verletzt, sonnenverbrannt oder gereizt ist [2]. Nach dem Peelen ist eine pflegende Feuchtigkeitscreme sinnvoll – ausser du hast ein rückfettendes Ölpeeling verwendet [2].
Achte beim selbst gemachten Peeling vor allem auf Hygiene, frische Zutaten, einen Test an einer kleinen Hautstelle und den Verzicht auf reizende Hausmittel wie puren Zitronensaft. So gehst du auf Nummer sicher:
Gut zu wissen: Zitronensaft ist als Peeling-Zutat ungeeignet. Die enthaltenen Furocumarine können die Haut lichtempfindlich machen – kommt danach Sonne dazu, sind schmerzhafte Hautreaktionen mit Rötung, Blasen und später neuen Pigmentflecken möglich (sogenannte Phytophotodermatitis) [5].
Säurebasierte chemische Peelings mit Wirkstoffen wie Glykol-, Salicyl-, Trichloressigsäure (TCA) oder Phenol gehören in fachlich geführte Hände, weil sie zu Hause schwere Verätzungen, Narben und dauerhafte Pigmentveränderungen verursachen können. Die zuständige US-Behörde FDA hat kein chemisches Peeling-Produkt für die Anwendung zu Hause ohne fachliche Begleitung freigegeben und warnt davor, dass hohe Säurekonzentrationen zu ernsten Verbrennungen der Haut führen können [1].
Wie tief eine Säure in die Haut eindringt, hängt von der Konzentration, der Anzahl der aufgetragenen Schichten und der Einwirkzeit ab [1][3]. Besonders mitteltiefe und tiefe Peelings mit höher konzentriertem TCA oder Phenol wirken in tiefere Hautschichten und tragen ein deutlich höheres Risiko [3]. In einer dermatologischen Praxis wird vorab die Haut beurteilt, die Säure kontrolliert aufgetragen, bei Bedarf neutralisiert und die Nachsorge begleitet [3]. Genau diese Kontrolle fehlt beim Selbermachen – Anleitungen für „TCA-Peeling selber machen“ oder „Phenol-Peeling selber machen“ solltest du deshalb nicht umsetzen.
Sicherheitshinweis: Im Netz kursieren Anleitungen, hochkonzentrierte Säuren wie TCA oder Phenol selbst aufzutragen. Davon ist dringend abzuraten: Schon Fehler bei Konzentration oder Einwirkzeit können zu Verätzungen, Infektionen und bleibenden Narben führen. Solche Peelings gehören ausschliesslich in eine dermatologische Praxis [1][3].
Eine ärztliche oder dermatologische Abklärung ist sinnvoll, wenn die Haut anhaltend gereizt, entzündet, juckend oder verändert ist – etwa bei Rosazea, Neurodermitis, Schuppenflechte, Ekzemen oder unklaren Hautveränderungen. Bei solchen Beschwerden solltest du nicht eigenmächtig peelen, sondern die Ursache zuerst fachlich klären lassen.
Das gilt auch, wenn deine Haut nach einem Peeling stark reagiert – mit anhaltender Rötung, Blasen, Schwellung oder Schmerzen. Für reine Pflegefragen, etwa den Aufbau einer passenden Routine, ist dagegen eine Hautberatung der richtige Ansprechpartner. Eine kleine Faustregel hilft: Geht es um Wohlbefinden und Pflege, ist ein Kosmetikstudio passend; geht es um eine mögliche Hauterkrankung, gehört die Frage in eine dermatologische Praxis.
Selbst gemachte Peelings sind eine schöne Möglichkeit, deine Pflege bewusst und günstig zu gestalten. Wenn du unsicher bist, welche Pflege zu deinem Hauttyp passt, oder eine Routine aufbauen möchtest, kann eine persönliche Hautberatung weiterhelfen. Geht es dagegen um stärkere chemische Peelings oder anhaltende Hautprobleme, ist eine dermatologische Praxis die richtige Adresse.
Auf truVuna findest du Kosmetikstudios und Anbieter:innen für Hautberatung in deiner Nähe. Vergleiche Profile, Leistungen und Bewertungen und kontaktiere passende Anbieter:innen direkt.
Welches Öl eignet sich für ein selbst gemachtes Peeling?
Gut geeignet sind milde Pflegeöle wie Oliven-, Mandel-, Jojoba- oder Kokosöl. Sie binden die Reibekörper zu einer Paste und geben der Haut zugleich Fett zurück. Welches Öl am besten passt, hängt von deinem Hautgefühl ab: Trockene Haut profitiert von reichhaltigen Ölen, bei zu Unreinheiten neigender Haut sind leichtere Öle angenehmer. Probiere zunächst eine kleine Menge an einer Hautstelle aus.
Kann ich ein Zuckerpeeling im Gesicht verwenden?
Fürs Gesicht ist ein Zuckerpeeling meist zu grob. Die Gesichtshaut ist dünner und empfindlicher als die Körperhaut, weshalb sich feinere Reibekörper wie Heilerde oder fein gemahlene Haferflocken besser eignen. Grobe Körnchen können die Haut reizen oder kleine Verletzungen verursachen. Reserviere Zucker- und Salzpeelings deshalb lieber für den Körper und peele das Gesicht möglichst sanft.
Wie lange ist ein selbst gemachtes Peeling haltbar?
Am besten rührst du dein Peeling frisch an und verwendest es gleich. Mischungen mit Wasser, Quark, Joghurt oder Tee verderben rasch und gehören sofort aufgebraucht. Reine Öl-Zucker- oder Öl-Salz-Peelings halten einige Wochen, wenn kein Wasser hineingerät – entnimm sie nur mit sauberem, trockenem Besteck und lagere sie kühl. Riecht das Peeling ranzig oder untypisch, entsorge es.
Ist ein chemisches Peeling zum Selbermachen sicher?
Nein. Hochkonzentrierte Säuren wie TCA, Phenol oder stark dosierte Frucht- und Salicylsäuren gehören in fachliche Hände. Die FDA hat kein chemisches Peeling-Produkt für die unbeaufsichtigte Heimanwendung freigegeben und warnt vor Verätzungen [1]. Tiefe und Wirkung lassen sich zu Hause kaum kontrollieren, Fehler können Narben und Pigmentstörungen hinterlassen [1][3]. Solche Behandlungen sollten in einer dermatologischen Praxis erfolgen.
Hilft ein Peeling gegen unreine Haut?
Ein sanftes Peeling kann die Haut frischer wirken lassen, ist aber nicht für jede Haut geeignet und kann unreine oder zu Akne neigende Haut auch reizen [2]. Gehe deshalb behutsam vor und beobachte die Reaktion deiner Haut. Bei anhaltenden Unreinheiten, entzündlicher Akne oder unklaren Hautproblemen ist eine dermatologische Abklärung der bessere Weg als wiederholtes Peelen.
[1] U.S. Food and Drug Administration (FDA), 2024, FDA warns against purchasing or using chemical peel skin products without professional supervision, fda.gov, https://www.fda.gov/drugs/drug-alerts-and-statements/fda-warns-against-purchasing-or-using-chemical-peel-skin-products-without-professional-supervision
[2] American Academy of Dermatology (AAD), o. J., How to safely exfoliate at home, aad.org, https://www.aad.org/public/everyday-care/skin-care-secrets/routine/safely-exfoliate-at-home
[3] American Academy of Dermatology (AAD), o. J., Chemical peels: FAQs, aad.org, https://www.aad.org/public/cosmetic/younger-looking/chemical-peels-faqs
[4] Journal of Clinical and Aesthetic Dermatology, Evidence and Considerations in the Application of Chemical Peels in Skin Disorders and Aesthetic Resurfacing, jcadonline.com, https://jcadonline.com/evidence-and-considerations-in-the-application-of-chemical-peels-in-skin-disorders-and-aesthetic-resurfacing/
[5] National Center for Biotechnology Information (PMC), Phytophotodermatitis, ncbi.nlm.nih.gov, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3772689/
[6] Tokarska K. et al., 2023, Cellulite: Current Understanding and Treatment, PMC (National Library of Medicine), https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10324940/
[7] PTAheute (Deutscher Apotheker Verlag), 2021, Mechanisch, chemisch, enzymatisch: Peeling-Methoden im Überblick, ptaheute.de, https://www.ptaheute.de/aktuelles/2021/11/16/peeling-methoden-im-ueberblick
Kolloidales Silber – oft auch Silberwasser genannt – wird in der Naturheilkunde seit Langem als vielseitiges Hausmittel geschätzt. Manche Menschen nutzen es äusserlich auf der Haut, andere nehmen es innerlich ein. Silber besitzt tatsächlich antimikrobielle Eigenschaften, die in der modernen Medizin in speziellen Wundauflagen genutzt werden [3]. Für die innerliche Einnahme von Silberwasser sieht die Forschung dagegen keinen belegten Nutzen, und Gesundheitsbehörden raten wegen möglicher, teils dauerhafter Nebenwirkungen davon ab [1][2]. Dieser Ratgeber erklärt sachlich, was kolloidales Silber ist, wie es angewendet wird, was über die Wirkung bekannt ist und worauf du achten solltest.
Fett hat einen schlechten Ruf – dabei ist es für den Körper lebenswichtig. Der Fettstoffwechsel sorgt dafür, dass Fette aus der Nahrung verdaut, transportiert, gespeichert und bei Bedarf wieder zur Energiegewinnung genutzt werden. Wer versteht, wie dieser Prozess funktioniert, kann auch Blutfettwerte wie LDL, HDL und Triglyceride besser einordnen. Dieser Ratgeber erklärt verständlich, was hinter dem Begriff steckt, wie der Stoffwechsel abläuft und wann eine Kontrolle der Blutfette sinnvoll ist.
Bei einem Kosmetikstuhl handelt es sich um eine flexibel einstellbare Sitz- und Liegegelegenheit für Wellness und Gesundheit. Eine andere Bezeichnung ist „Kosmetikliege“. Man findet diese Möbel in den Bereichen Kosmetik, Massage, Medizin und Therapien. Billig sind die hochwertigen Kosmetikliegen durchaus nicht. Dafür bieten die Stühle eine Vielzahl von Anwendungen und Einstellungen, sind komfortabel und ideal für Behandlungen, Kosmetik und Massagen geeignet. In unserem Ratgeber erfährst du alles Wichtige über den Kosmetikstuhl.
Deine Haut arbeitet rund um die Uhr: Sie erneuert sich fortlaufend, wehrt Keime und Schadstoffe ab und reguliert ihren Feuchtigkeitshaushalt. Gerät dieses fein abgestimmte System aus dem Gleichgewicht – etwa durch zu aggressive Pflege, viel Sonne oder das Älterwerden –, fühlt sich die Haut schnell trocken, gereizt oder empfindlich an. Viele greifen dann zu noch mehr Produkten und verschlimmern die Situation oft ungewollt. Dieser Ratgeber erklärt, wie sich die Hautschichten und die Hautbarriere regenerieren, was sie schwächt und wie du deine Haut mit der richtigen Pflege gezielt unterstützt – samt der Grenzen, an denen eine fachliche Abklärung sinnvoll wird.
Ein sonniger Balkon, ein paar leuchtend orange Blüten und etwas Öl – mehr braucht es im Grunde nicht, um Ringelblumensalbe selbst herzustellen. Die Ringelblume (Calendula officinalis) gehört zu den bekanntesten Pflanzen der traditionellen Hautpflege und lässt sich mit überschaubarem Aufwand zu einer streichfähigen Salbe verarbeiten. In dieser Anleitung erfährst du in sieben Schritten, wie du aus den Blüten zuerst ein Ringelblumenöl und daraus eine fertige Salbe machst – und worauf du bei Zutaten, Hygiene, Haltbarkeit und Verträglichkeit achten solltest. So weisst du am Ende genau, was in deinem Tiegel steckt.
Es gibt Momente, in denen der Kopf einfach nicht mehr aufhören will zu denken. Die To-do-Liste flackert vor dem inneren Auge, das Telefon vibriert, der Schreibtisch quillt über. Genau in diesen Augenblicken lohnt sich eine kurze Pause – nicht, um etwas zu tun, sondern um bewusst zu atmen. Eine der zugänglichsten Techniken dafür ist die Wechselatmung: eine sanfte Atemübung, bei der du im Wechsel durch das linke und das rechte Nasenloch atmest. Die Wechselatmung kommt ursprünglich aus dem Yoga, hat sich aber längst auch in Atemtherapie, Achtsamkeitspraxis und sogar in der Stressmedizin etabliert. Studien zeigen, dass schon wenige Minuten am Tag genügen können, um den Blutdruck zu senken, das Stresslevel zu reduzieren und die Schlafqualität zu verbessern. In diesem Ratgeber erfährst du, wie die Wechselatmung wirkt, wie du sie einfach erlernst und wie du sie sinnvoll in deinen Alltag integrierst – auch ohne Yoga-Vorerfahrung.