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Propolis Tinktur: Hausmittel aus Bienenharz

Propolis Tinktur: Hausmittel aus Bienenharz

Propolis ist ein harzhaltiges Naturprodukt, das von Bienen hergestellt wird. Schon seit Jahrtausenden nutzen Menschen es in Form von Pulver, Tropfen oder Tinkturen, um bei verschiedensten Beschwerden für Linderung zu sorgen. Für Beschwerden wie Nagelpilz oder brüchige Nägel ist das Produkt sehr hilfreich. Hier erfährst du, welche Vor- und Nachteile eine Propolis Tinktur bietet und wie sie hergestellt wird. Zudem verraten wir dir, wie du die Produkte am besten anwendest. Da es sich um ein Naturprodukt handelt, solltest du dir auch über die Grenzen von Propolis im Klaren sein: Bei stärkeren Beschwerden ist es immer sinnvoll, einen Arzt aufzusuchen.

Was ist eine Propolis Tinktur?

Eine Propolis Tinktur besteht aus verflüssigtem Propolis. Die konzentrierte Masse, die als Naturprodukt bräunlich und klebrig ist, wird in der Tinktur verarbeitet, sodass du das Propolis leichter anwenden kannst. Es wirkt unter anderem gegen Pilze, Viren und Bakterie. Das liegt daran, dass Propolis zahlreiche Flavonoide und Phenole enthält, die antioxidative Eigenschaften haben. Die genaue Zusammensetzung des Naturprodukts hängt von der jeweiligen Gegend ab, denn die Bienen nutzen die Pflanzen rund um den Bienenstock zur Produktion dieser Masse. Übrigens: Schon die alten Ägypter nutzten Propolis, und zwar hauptsächlich zur Behandlung von Wunden und zur Mumifizierung.

Wie produzieren Bienen Propolis?

Propolis ist auch als Bienenharz oder Kittharz bekannt. Bienen produzieren diese Substanz, um Schäden an ihrem Bienenstock zu reparieren und das Innere der Waben zu überziehen. Sie stellen den Stoff her, indem sie Baumharz, ihr eigenes Speichelsekret, Pollenbalsam sowie ätherische Öle aus Blüten miteinander kombinieren. Jedoch sind nur spezielle Arbeiterbienen für die Produktion von Propolis zuständig, da es im Bienenstock eine strenge Arbeitsteilung gibt.

Neben seiner Funktion als Baumaterial hilft Propolis den Bienen auch dabei, Krankheiten vorzubeugen und das Bienenvolk gesund zu halten. Da der Stoff antimykotisch, antibakteriell und antiviral wirkt, schützt er vor Krankheitsbefall. Wenn Bienen in den Bienenstock zurückkehren, „baden“ sie normalerweise in einem Propolis-Teppich, um sich zu desinfizieren. Pro Jahr produziert ein Bienenstock bis zu 0,5 Kilogramm Bienenharz.

Welche Wirkung hat Propolis Tinktur?

Propolis in all seinen Formen wirkt keimtötend und antiseptisch. Es kann Viren, Bakterien und Pilze abtöten, ist aber letztendlich ein Naturprodukt und daher meist nicht so effizient wie zum Beispiel ein medizinisches Antibiotikum.

Produkte mit dem Bienenharz wirken lokal begrenzt, also nur dort, wo sie aufgetragen werden. Besonders auf den Fingern- und Fussnägeln kommt es häufig zur Anwendung, um Nagelpilz zu bekämpfen. Zudem stärkt es die Nägel und hat positive Auswirkungen auf das Immunsystem. Ausserdem hilft Propolis dabei, leichte Entzündungen und kleine Verletzungen zu heilen. Es bildet eine hilfreiche Schutzschicht und kann das Eindringen von Bakterien verwenden. Achte darauf, die Anwendung von Propolis mit deinem Arzt oder deiner Nagelkosmetikerin abzusprechen.

Zusammenfassend hilft Propolis bei der Behandlung dieser Beschwerden:

  • Schürfwunden
  • Sonnenbrand
  • Halsschmerzen
  • Entzündungen
  • Nagelpilz

Welche Produkte mit Propolis gibt es?

Propolis Produkte gibt es in Form von alkoholischen Tinkturen, Propolistropfen und Lutschtabletten. Auch Salben sind verbreitet. Das Produkt kommt vor allem in der Naturkosmetik zum Einsatz und wird zum Beispiel bei Gesichtscremes oft verwendet. Zudem kann Propolis als sanftes Konservierungsmittel genutzt werden. Bei Halsschmerzen und Entzündungen im Rachenraum können auch Lutschtabletten und Bonbons mit Propolis Linderung bieten.

Beim Kauf solltest du darauf achten, wie viel Propolis tatsächlich in dem jeweiligen Produkt enthalten ist. Je höher die Konzentration ist, desto wirksamer ist die Zusammensetzung. Pulver hat meist die höchste Dosierung, während eine Propolis-Tinktur mit Alkohol den zusätzlichen Vorteil bietet, dass sie die betroffene Hautstelle desinfiziert. Wichtig: Tinkturen mit Alkohol sind nicht für Kinder und Alkoholiker geeignet.

Hilft Propolis bei Nagelpilz?

Ja, die Propolis Tinktur kommt häufig bei Nagelpilz zum Einsatz. Zwar gibt es auch Tinkturen für die innerliche Anwendung, aber bei einem Pilzbefall der Nägel ist die äusserliche Anwendung am besten. Achte auf die Angaben zur Dosierung. Meist erhältst du mit der Tinktur auch einen Pinsel, um sie auf den betroffenen Bereich aufzutragen. Die enthaltenen Stoffe sowie die Vitamine im Propolis bekämpfen den Pilz und versorgen die Haut mit wichtigen Nährstoffen. Zudem hilft der Stoff dabei, die Haut schnell wieder zu heilen.

Lässt sich Propolis mit Honig kombinieren?

Wenn du in der Drogerie Propolis in Pulverform gekauft hast, kannst du die Tinktur selber herstellen, indem du das Pulver mit Alkohol mischst. Eine Kombination aus 50 Gramm Propolis-Pulver und 500 Milliliter Alkohol ist empfehlenswert. Du kannst auch ein wenig Honig hinzugeben, denn dieses Produkt aus Blütenpollen hilft der Haut beim Heilen und macht die Tinktur noch klebriger, was für die Heilung sehr praktisch ist. Darüber hinaus kommt Honig gern bei der inneren Anwendung von Propolis Tinkturen zum Einsatz, da er den Geschmack der Flüssigkeit verbessert.

Hat Propolis Nebenwirkungen für Nägel, Haut oder Gesundheit?

Nicht jeder verträgt Propolis. Menschen mit einer „atopischen Veranlagung“, die auch bei Bienenstichen empfindlich sind, weisen manchmal allergische Reaktionen auf. Auch Pollenallergiker sollten vorsichtig sein, denn das Hausmittel besteht aus bis zu 10 Prozent aus Blütenpollen.

Tipp: Teste die Propolis Tinktur zunächst auf einer kleinen Hautstelle, um sicherzugehen, dass du nicht allergisch reagierst. Auch die hohe Alkoholkonzentration kann zu einer Reaktion der Haut führen.

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